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Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

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  1. Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

    Autor: Keridalspidialose 04.11.20 - 14:22

    Wieso legt sich die Schule auf eine Marke fest? Wieso ist man da zu blöd die Schüler ganz allgemein auf verschiedene, austauschbare Systeme zu schulen?

    ___________________________________________________________

  2. Re: Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

    Autor: Dwalinn 04.11.20 - 14:25

    Hatte bei euch auch jeder Schüler Lehrmaterial von anderen Verlagen?

    Stell ich mir blöd vor wenn der Lehrer sagt das man Seite 20 aufschlagen soll und jeder macht was anderes.

  3. Re: Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

    Autor: Trollversteher 04.11.20 - 14:31

    >Wieso legt sich die Schule auf eine Marke fest? Wieso ist man da zu blöd die Schüler ganz allgemein auf verschiedene, austauschbare Systeme zu schulen?

    Weil es a) überhaupt nicht darum geht, Schüler "auf verschiedene Systeme" zu schulen, sondern um das Komplettsystem in dem diese iPads eingebunden sind. Und das geht weit, weit über einfache Clients zur Anzeige hinaus. Und es b) Derzeit nichts gibt, was auch nur Ansatzweise an dieses System herankommt (Microsoft hat afaik mittlerweile eine ähnliche Lösung parat, aber auch dort ist man dann im Ökosystem eines Herstellers "gefangen").

    Das hat also nichts mit "zu blöd" Sein zu tun, sondern ganz einfach mit der faktischen Realität. Aber Hauptsache ohne sich mit der Thematik mal beschäftigt zu haben, andere pauschal als "zu blöd" beschimpfen - passt ganz in die heutige Welt, in der jeder Joga-Trainer plötzlich zum Top-Virologen und jeder Couch-Potatoe zum Weltklasse Trainer mutiert...

  4. Re: Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

    Autor: mrhbit 04.11.20 - 14:36

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Wieso legt sich die Schule auf eine Marke fest? Wieso ist man da zu blöd
    > die Schüler ganz allgemein auf verschiedene, austauschbare Systeme zu
    > schulen?
    >
    > Weil es a) überhaupt nicht darum geht, Schüler "auf verschiedene Systeme"
    > zu schulen, sondern um das Komplettsystem in dem diese iPads eingebunden
    > sind. Und das geht weit, weit über einfache Clients zur Anzeige hinaus. Und
    > es b) Derzeit nichts gibt, was auch nur Ansatzweise an dieses System
    > herankommt (Microsoft hat afaik mittlerweile eine ähnliche Lösung parat,
    > aber auch dort ist man dann im Ökosystem eines Herstellers "gefangen").
    >
    > Das hat also nichts mit "zu blöd" Sein zu tun, sondern ganz einfach mit der
    > faktischen Realität. Aber Hauptsache ohne sich mit der Thematik mal
    > beschäftigt zu haben, andere pauschal als "zu blöd" beschimpfen - passt
    > ganz in die heutige Welt, in der jeder Joga-Trainer plötzlich zum
    > Top-Virologen und jeder Couch-Potatoe zum Weltklasse Trainer mutiert...

    Sein Vergleich ist nicht schlecht.
    @Troll... sie sagen ständig es geht um mehr. Ist das so, oder ist das nur die bequeme Sicht der Lehrkräfte ?

  5. Re: Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

    Autor: Trollversteher 04.11.20 - 14:50

    >Sein Vergleich ist nicht schlecht.

    Natürlich ist er das, er geht sogar in mehrfacher Hinsicht total in die Hose.

    >@Troll... sie sagen ständig es geht um mehr. Ist das so, oder ist das nur die bequeme Sicht der Lehrkräfte ?

    Nein, wie ich bereits an anderer Stelle mehrfach erklärt habe, kenne ich diverse Lehrkräfte und Digitalisierungsbeauftragte, die eigentlich mit Apple auf dem Kriegsfuß stehen und eine "freie" Lösung sofort mit Kusshand begrüßen würden - die gibt es aber offensichtlich nicht. Und was das mit "Faulheit" zu tun haben soll, erklärt sich mir nicht.

    Es geht darum, dass diese iPads in ein Gesamtkonzept eingebunden sind. Das fäng damit an, dass die Geräte bei Betreten des Klassenzimmers zur Unterrichtszeit automatisch einen "lock in" auf die vom jeweiligen Lehrer genehmigten Apps und Funktionen ausführen, das geht über Remote Funktionen (wie Inhalte eines bestimmten iPads auf die "Tafel" zu spiegeln, oder umgekehrt individuelle Inhalte auf einem einzelnen iPad des Schülers anzuzeigen, die Kontrolle eines iPads zu übernehmen und annotaionen zu machen um Hilfestellung zu geben, oder umgekehrt eienm Schüler die Kontrolle über die Tafel zu erlangen) über automatisierte Administration und Config-Management system (die Tablets kommen über Nacht in einen Koffer, in dem sie geladen werden und Systemupdates erhalten - was allerdings auch per Remote veranlasst werden kann), die Lehrer können festlegen, welche Apps und Funktionen im jeweiligen Unterricht verwendet werden können, können individuelle Aufgaben für einzelne Schüler festlegen und das ganze auch noch zentral verwalten. Ebenso gibt es einen eigenen "App Store" in dem Lehrer zusätzliche Apps für den Unterricht zur Verfügung stellen können.

    So ein integriertes Gesamtsystem stellt man als Schul-Admin nun mal nicht eben schnell zusammen - vor allem eins, was Landesweit eingesetzt wird und damit Kompatibel zu anderen Schulen ist.

  6. Re: Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

    Autor: ayngush 04.11.20 - 14:52

    Es gab (und gibt) durchaus Cornelsen, Klett und Westermann Schulen.

  7. Re: Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

    Autor: mrhbit 04.11.20 - 15:02

    Das verstehe ich, aber eben nur aus Sicht der Lehrer, inkl. deren Admins.
    Damit "tun" wir genau das gleiche dem Nachwuchs an wie schon zu meiner Zeit. Wir "branden" sie auf eine (in Zahlen: 1) Marke. Damit wurde aus dem Microsoft Drama nichts gelernt.
    Schade.

  8. Re: Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

    Autor: Trollversteher 04.11.20 - 15:14

    >Das verstehe ich, aber eben nur aus Sicht der Lehrer, inkl. deren Admins.

    Nicht nur aus der - wenn es einfach keine andere Lösung auf dem Markt gibt - dann lieber wieder mit Federkeil und Tintenfass arbeiten, bevor man zur einzig verfügbaren Lösung greift?

    >Damit "tun" wir genau das gleiche dem Nachwuchs an wie schon zu meiner Zeit. Wir "branden" sie auf eine (in Zahlen: 1) Marke. Damit wurde aus dem Microsoft Drama nichts gelernt.
    >Schade.

    Was für ein "Microsoft Drama"? Ich bin im Informatikuntericht damals ganz bestimmt nicht auf "Microsoft getrimmt" worden.

    Im übrigen verstehen Sie hier wohl grundsätzlich etwas falsch - hier geht es nicht um den Informatikunterricht, also darum, den Umgang mit Computertechnologie zu erlernen - hier geht es ganz alleine um ein Werkzeug, das zur generellen Wissensvermittlung genutzt wird. Und ehrlich? Also meine Allgemeinbildung hat sicher nicht darunter gelitten, dass ich damals LAMA Füller den Pelikans und Parkers vorgezogen habe.

    Was ich eher bedenklich finde, ist was Google mit den Chromebiiks in den USA machen - dort hat Google tatsächlich direkten Einfluss auf den Content und die Geräte werden darüber finanziert, dass Schülerverhalten analysiert, "zielgruppengerechte Werbung" angezeigt, und Unternehmen die Gelegenheit gegeben wird, für ihre Produkte im Klassenraum zu werben.

    Da ist mir so eine "proprietäre Apple Lösung" ehrlich gesagt um ein vielfaches lieber.

    Gerade die Kids wissen heute besser über die Technik bescheid, als die meisten Erwachsenen - und auch wenn Apple Produkte möglicherweise in Schulen immer noch eine gewisse Status-Wirkung haben, wissen die meisten Kids es durchaus zu schätzen, mit einem Androiden aktuelle Technik zum halben Preis oder weniger zu bekommen - spätestens wenn sie bei der zusammenstellung der Weihnachtswünsche von Ihren Eltern einen Vogel gezeigt bekommen ;-)



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 04.11.20 15:21 durch Trollversteher.

  9. Re: Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

    Autor: tomate.salat.inc 04.11.20 - 15:30

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, wie ich bereits an anderer Stelle mehrfach erklärt habe, kenne ich
    > diverse Lehrkräfte und Digitalisierungsbeauftragte, die eigentlich mit
    > Apple auf dem Kriegsfuß stehen und eine "freie" Lösung sofort mit Kusshand
    > begrüßen würden - die gibt es aber offensichtlich nicht. Und was das mit
    > "Faulheit" zu tun haben soll, erklärt sich mir nicht.

    Hier im Forum wurden schon mehrere genannt - die auch Plattformunabhängig laufen. Gut möglich, dass die nicht so komfortabel sind - aber das kann noch werden. Es ist einfach nicht richtig eine Firma unsere Bildung dominieren zu lassen. Man muss die alternativen fördern und nicht einen Konzern fördern. Dann schafft man auch einen Markt dafür und Konkurrenz. Letzteres wird dafür sorgen, dass die Bildungssysteme immer weiter ausgebaut werden (man muss sich ja abheben).

    Das ist langfristig deutlich besser als auf Apple zu setzen.

    Und dann ist es auch kein Problem zu sagen: die Wahl der Hardware liegt bei den Familien und nicht bei der Schule.

  10. Re: Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

    Autor: Trollversteher 04.11.20 - 15:51

    >Hier im Forum wurden schon mehrere genannt - die auch Plattformunabhängig laufen. Gut möglich, dass die nicht so komfortabel sind - aber das kann noch werden. Es ist einfach nicht richtig eine Firma unsere Bildung dominieren zu lassen.

    Nein wurden sie nicht. Was hier (bis auf die Microsoft Lösung, aber die ist ebenfalls proprietär und an ein Unternehmen gebunden) geannt wurde, waren Insellösungen für einzelne Features aber eben ein kein integriertes Gesamtsystem, was dem von Apple auch nur ansatzweise nahe kommt.

    >Man muss die alternativen fördern und nicht einen Konzern fördern. Dann schafft man auch einen Markt dafür und Konkurrenz. Letzteres wird dafür sorgen, dass die Bildungssysteme
    immer weiter ausgebaut werden (man muss sich ja abheben).
    >Das ist langfristig deutlich besser als auf Apple zu setzen.

    Ich wäre durchaus dafür, wenn eine Initiative sich ernsthaft und mit genügend Mitteln und Kompetenz ausgestatt zur Aufgabe machen würde, ein vergleichbar freies System zu entwickeln - wobei man eben nicht den Fehler (den Du, gemessen an Deinem Vorschlag weiter oben offenbar auch begehst) begehen darf zu glauben, man müsse nur viele bunte Einzellösungen in einen großen Topf werfen und schon wird ein gut funktionierendes integriertes System daraus - dann endet man mit einem großen Knall wie Limux in München.

    Allerdings kann man es den Schulen niocht vorwerfen, wenn sie *jetzt* aktuell das einzig verfügbare System einsetzen, statt auf eine unkonkrete mögliche Lösung in der Zukunft zu warten, für die es bisher nicht mal Pläne gibt.

    >Und dann ist es auch kein Problem zu sagen: die Wahl der Hardware liegt bei den Familien und nicht bei der Schule.

    Auch dann wird das ein Problem, denn dieses System ist bis in die Tiefen des OS verwurzelt, weil dort Funktionalitäten verwendet werden, sie aus Sicherheitsgründen in einem normalen "Straßen-Gerät" für den Alltag nicht zur Verfügung stehen. Wenn sich Apple, Microsoft und Google wie bei der Corona-API auf eine gemeinsame API einigen würden, dann wäre so etwas vielleicht möglich, aber daran hat derzeit keiner der Konzerne ein wirtschaftliches oder strategisches Interesse - Apple kann zufrieden mit seiner Quasi-Monopolstellung sein, Microsoft versucht es mit einem ähnlcihen System wie Apple und Google setzt in den USA sein System schamlos zum Ausspionieren des Schülerverhaltens und zielgruppenspezifische Produktwerbung im Klassenzimmer ein.

  11. Re: Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

    Autor: forenuser 04.11.20 - 17:26

    Nein, aber wenigstens zu meiner Zeit hat die Schule das Lehrmaterial gestellt.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  12. Re: Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

    Autor: wupmedude 04.11.20 - 18:11

    Ja gab es, bzw einfach an der gesamten Schule eine Pflicht EIN bestimmtes Füllfederhaltermodell von Lamy zu nutzen.
    So bei der Tochter einer Bekannten von mir die vor 7 Jahren eingeschult wurde.

    Es war Pflicht dass das Kind ein bestimmtes Modell von Lamy benutzt im Unterricht.
    Ansonsten gäbe es einen blauen Brief.

  13. Re: Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

    Autor: Sharra 04.11.20 - 18:39

    Och auch damals, wie heute auch, wurde/wird Einiges vorgeschrieben. So hat man sich z.B. auf maximal 2 verschiedene Modelle von Taschenrechnern eingeschworen, damit die Lehrer a) bei Problemen mit der Bedienung helfen, und b) verhindert wird, dass dort Modelle mit internem Speicher und unerlaubten Funktionen genutzt werden können.

    Ebenso darfst du dir nicht aussuchen, welches Fachbuch du nutzt. Es ist dabei völlig egal, ob dieses Buch im Nachbarbundesland, woher du gerade zugezogen bist, zugelassen ist. Du hast das in deinem jetzigen Bundesland zugelassene Buch zu erwerben. Selbst wenn das Gleiche drin steht.
    Ein US-Atlas (ihr wisst schon, der, bei dem über 99% der Welt keine Informationen stehen, sondern nur der Hinweise "there may be dragons") ist nicht zulässig.

    Und gerade bei IT-Hardware verstehe ich es sogar noch mehr, wenn man sich auf ein Modell einigt. Und da hat gerade das iPad große Vorteile gegenüber der Konkurrenz. Und das sage ich, als eine Person, der niemals Apple-Geräte ins Haus kommen werden. Aber ein einheitlicher Geräte-"Fuhrpark" erspart einem massiven Ärger.

  14. Re: Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

    Autor: TheNX 04.11.20 - 21:26

    Den Markenfetisch gab es schon vor Jahrzehnten und gibt es immer noch. Da müssen es die "guten" Wachsmalstifte von X sein, der "vernünftige" Zeichenblock von Y, die Hefte von Z usw. Ist heute bei meinem Kind auch noch so.

    War nicht rechtsverbindlich, aber mit der Schule bzw. den Lehrkräften verscherzen will man sich, auch im Interesse des eigenen Kindes, nicht. Zum Glück kann man heute alles im Internet bestellen, denn die Sonderwünsche der Lehrer heute waren teilweise so spezifisch und speziell, dass die nicht bei den üblichen Schreibläden vorhanden waren.

    Das eine Schule nun also Apple only ist, ist somit an sich nichts neues. Neu ist eher der immense Finanzaufwand für den Spaß, im Vergleich zum zweifelhaften Outcome. In meinen Augen machen hier die Schulen einfach nur Aktionismus.

    Will man Bücher ersetzen, weil die Kinder nicht so viel schleppen sollen, würden eBook-Reader völlig ausreichen, die zudem deutlich billiger, weniger Wartungsintensiv usw. usf. wären.

  15. Re: Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

    Autor: Komischer_Phreak 04.11.20 - 21:47

    tomate.salat.inc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trollversteher schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nein, wie ich bereits an anderer Stelle mehrfach erklärt habe, kenne ich
    > > diverse Lehrkräfte und Digitalisierungsbeauftragte, die eigentlich mit
    > > Apple auf dem Kriegsfuß stehen und eine "freie" Lösung sofort mit
    > Kusshand
    > > begrüßen würden - die gibt es aber offensichtlich nicht. Und was das mit
    > > "Faulheit" zu tun haben soll, erklärt sich mir nicht.
    >
    > Hier im Forum wurden schon mehrere genannt - die auch Plattformunabhängig
    > laufen. Gut möglich, dass die nicht so komfortabel sind - aber das kann
    > noch werden. Es ist einfach nicht richtig eine Firma unsere Bildung
    > dominieren zu lassen. Man muss die alternativen fördern und nicht einen
    > Konzern fördern. Dann schafft man auch einen Markt dafür und Konkurrenz.
    > Letzteres wird dafür sorgen, dass die Bildungssysteme immer weiter
    > ausgebaut werden (man muss sich ja abheben).
    >
    > Das ist langfristig deutlich besser als auf Apple zu setzen.
    >
    > Und dann ist es auch kein Problem zu sagen: die Wahl der Hardware liegt bei
    > den Familien und nicht bei der Schule.

    So so. Es gibt also Alternativen zum MDM. Und es gibt Tablets von Android die genau so lange laufen, wie iPads, also die 5 - 7 Jahre, die die Kids zur Schule gehen.

    Aus der Erfahrung heraus mit beiden Systemen, also Android und Apple: Eindeutig Apple. Meckern kann ich über alle Systeme, aber der beste Kompromiss derzeit ist Apple.

  16. Re: Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

    Autor: Sportstudent 05.11.20 - 07:01

    Dicken Respekt für deinen harten Einsatz, den Leuten, die mit Schulbildung in ihrer Realität nicht so wirklich viel Kontakt haben, den aktuellen Stand der Digitalisierung näher zu bringen. Erwähnenswert ist auch, dass sich jahrzehntelang in diesem Bereich fast 0,0 in den Schulen getan hat.

    Ich kann die Sorgen, nicht nur auf eine Firma zu setzen, weil diese zu großen Einfluss auf unser Bildungsgeschehen nehmen könnte, durchaus nachvollziehen. Aber sie zeugt von mangelndem Realitätsbewusstsein - du hast so 100% recht damit, dass es aktuell nichts besseres auf dem Markt gibt. Nichts lässt sich so alltäglich in den Unterricht integrieren wie iPads und bislang fehlen da auch konkrete Gegenvorschläge. Die Kritik an Apple etwa mit 300 ¤ Laptops zu erwidern, kann halt keine angemessene Lösung sein.

    Ich finde diese Diskussion aber auch viel zu anstrengend, denn deine ausführlichen Beiträge, gespickt mit Argumenten und untermauert mit Beispielen, werden allesamt abgeschmettert, ohne einen Millimeter von der 300¤ Laptop Position oder Moodle als Alternative abzurücken.

  17. Re: Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

    Autor: Michael H. 05.11.20 - 14:24

    mrhbit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das verstehe ich, aber eben nur aus Sicht der Lehrer, inkl. deren Admins.
    > Damit "tun" wir genau das gleiche dem Nachwuchs an wie schon zu meiner
    > Zeit. Wir "branden" sie auf eine (in Zahlen: 1) Marke. Damit wurde aus dem
    > Microsoft Drama nichts gelernt.
    > Schade.

    Tja, aber das ist nicht Problem der Schule, Lehrer oder Admins. Das Problem ist, dass es keinen anderen Hersteller gibt, der eine nur ansatzweise vergleichbare Umgebung, bzw. ein so nahtlos ineinander übergreifendes Ökosystem anbieten kann für den Preis.

    Es gibt Microsoft, die bieten aber bei weitem nicht so viel meines Wissens und sind etwas teurer.

    Letztendlich gibt es aktuell drei Möglichkeiten:
    1. freie Software, freie Geräte, kaum Funktionalitäten, viele selbstständig arbeitende Apps/Hersteller von x Apps die alle untereinander nicht kompatibel sind + hohe Administrationskosten, weil es kein Gerätemanagement gibt, dass Wartung/Service oder Updates zentralisiert... jedes Gerät müsste einzeln konfiguriert werden = Sackteuer und auf gut deutsch im vergleich der größte Scheiss, weil nix so richtig funktionieren wird und vergleichsweise nur einen minimalen Bruchteil der Möglichkeiten abdeckt

    2. Microsoft... etwas mehr Geräteauswahl, mehr Funktionalitäten, Software untereinander kompatibel da von einem Hersteller... höhere Administrationskosten, weil man eben ein komplettes eigenes Domänennetzwerk + Device Management in der Schule konfigurieren muss, Remotefunktionen und Sperren eher aufwendig und jemand muss die infrastruktur pflegen, höhere Lizenzkosten

    3. Apple. Wenig Geräteauswahl. Maximum an derzeit möglichen Funktionalitäten, alles aus einem Haus und ineinander kompatibel und vernetzt, kaum Administrationskosten, da fast alles automatisiert abläuft und Updates sowie Logins Vorkonfiguriert ausgeliefert wird, vergleichsweise geringere Kosten als Microsoft Lösung bei mehr Features und Möglichkeiten.

    Ergo fällt die Rechnung recht eindeutig aus. Bei Apple kriegste alles für überschaubares Geld.
    Bei Microsoft kriegste fast alles für etwas mehr Geld.
    Bei OSS kriegste fast nix für wenig Geld und zahlst dann später umso mehr drauf, dafür dass du es kaum nutzen kannst.

    Mir fällt auf Android bzw. mit OSS jetzt nämlich nichts ein, bei dem man die Tafel mal eben so per Drag&Drop auf den Schüler zuweisen kann und der dann auf seinem Tablet ohne was zu machen die Tafel sieht oder umgedreht und das Display automatisiert vom Lehrer aufm Beamer oder der digitalen Tafel zu sehen wäre.

    Ich gebs ungern zu, aber es hat schon seinen Grund warum die alle Apple nehmen. Nicht weil sie geil auf Apple sind, sondern weil Apple in diesem Sektor absolut konkurrenzlos ist bis auf Microsoft.. und das lohnt sich erst wenn man schon ne gewisse Grundstruktur hat. Schulen die sowas gar nicht haben, zahlen mit MS erheblich drauf im vergleich zu Apple und können dann noch nicht mal alles.

  18. Re: Gab es früher Leitz, Lamy und Pelikan Klassen?

    Autor: mrhbit 06.11.20 - 17:00

    Mit so einer Entscheidungsfindung ändert sich daran auch nichts. Wie immer!
    Nochmal: nichts aus dem MS Drama gelernt. Und jeder der dabei kein Problem sieht, versteht die Tragweite nicht. Dieses Wissen beeinflußt bis heute, vor allem jene mit weniger IT Wissen. Zu spüren bekommen wir das leider alle.
    In Form von krankhaft hohen Lizenzausgaben, oder auch MS typisch, Viren/Co. anfällige Systemen. Welche mit noch mehr Kohle versucht wird zu stopfen. Die Abhängigkeit ist hierbei das Hauptproblem, da "man nicht einfach wechseln" kann. Man kann schon, aber da beißt sich dann eben die Katze in den eig.Schwanz.

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