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Typografie?

Am 17. Juli erscheint Ghost of Tsushima; Assassin's Creed Valhalla und Watch Dogs Legions konnten wir auch gerade länger anspielen - Anlass genug, um über Actionspiele, neue Games und die Next-Gen-Konsolen zu sprechen! Unser Chef-Abenteurer Peter Steinlechner stellt sich einer neuen Challenge: euren Fragen.
Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. Typografie?

    Autor: ndakota79 11.04.15 - 20:39

    Damit E-Books wirklich gleichwertig gegenüber Büchern werden, brauchen wir noch höhere Auflösungen und das Bestreben der Industrie, in das Layout und die Typografie der E-Book »Übersetzungen« ebenso viel Mühe zu stecken, wie in das guter Bücher.

    Leider sehen E-Books heute meist schrecklich aus, was das angeht. Das liegt nicht nur an der schlechten Auflösung, in der Feinheiten der Fonts untergehen – Es liegt auch an falschen Zeilenlängen, Zeilenabständen, falscher Orthotypografie, immer den gleichen und hässlichen Fonts und anderen Kardinalsfehlern, die man sich bei einem gedruckten Buch niemals erlauben könnte. Fonts sollten auch nicht je nach Gerät varieren, sondern mit dem jeweiligen Buch auf das Gerät kommen, damit sie von Fachleuten an den Inhalt und den Stil des Buches angepasst werden können. So, wie es schon seit Jahrhunderten im Buchdruck gemacht wird.

    Bevor E-Books nicht schön und angenehm zu lesen werden, bleibe ich bei guten Druckausgaben.

  2. Re: Typografie?

    Autor: LH 11.04.15 - 21:38

    ndakota79 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Fonts sollten auch nicht je nach Gerät varieren, sondern
    > mit dem jeweiligen Buch auf das Gerät kommen, damit sie von Fachleuten an
    > den Inhalt und den Stil des Buches angepasst werden können.

    Ganz im Gegenteil, die einheitliche Schrift ist eine der Stärken der eBook Reader. Endlich können die Leser bestimmen, wie das Buch sich für sie präsentiert. Keine Vorgaben mehr, nur persönlicher Geschmack. Ebenso bei Schriftgröße, Zeilenabständen und co.
    Es gibt keine festen Regeln, die als einzig wahre Antwort hier zusehen sind. Zwar gebe ich dir recht, dass es Regeln gibt, welche für die Mehrheit der Menschen passt (und daher auch sinnvollerweise in einem Buch angewendet werden), jedoch ist der Vorteil des eBooks ja gerade, dass auch Sonderwünsche möglich sind.

    Zumal auch viele Faktoren reine Geschmackssache sind. Aus diesem Grund sind Neuveröffentlichungen bei anderen Verlagen oder anderen Reihen oftmals neu gesetzt, mit neuen Schriften und Layout versehen. Dies zeigt bereits, dass es keine reine richtige Antwort kennt. Warum nun also der Verlag die Schrift festlegen sollte, wenn sie oft gar nicht fest mit dem Buch verbunden ist, erschließt sich mir nicht.

    eBooks konzentrieren Bücher wieder auf das, worauf es den meisten ankommt: Auf den Inhalt.
    Gedruckte Bücher sind ohne Zweifel schöner, aber wenn es um den Inhalt geht, sind eBooks eben nicht von Nachteil. Da niemand eBooks nutzen muss, sehe ich damit kein Problem.

    Freilich, es gibt Bücher, bei denen eBooks aktuell nicht gut funktionieren. Wenn das Layout teil der Geschichte ist, Bilder wichtig für den Inhalt sind, oder gar Farben die Gliederung darstellen (z.B. bei "Die Unendliche Geschichte"). Aber dafür gibt es ja die gedruckten Bücher.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.04.15 21:51 durch LH.

  3. Re: Typografie?

    Autor: Peter Brülls 11.04.15 - 21:47

    ndakota79 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit E-Books wirklich gleichwertig gegenüber Büchern werden, brauchen wir
    > noch höhere Auflösungen und das Bestreben der Industrie, in das Layout und
    > die Typografie der E-Book »Übersetzungen« ebenso viel Mühe zu stecken, wie
    > in das guter Bücher.

    Das ist ein Widerspruch in sich selbst. Da es zig schlecht gesetzte Bücher auf billigen Papier gibt, sind E-Books zumindest diesen gleichwertig und dann kommt noch die Überlegenheit der Platz- und Gewichtsersparnis und der schnelleren Auslieferung hinzu.

    > Leider sehen E-Books heute meist schrecklich aus, was das angeht. Das liegt
    > nicht nur an der schlechten Auflösung, in der Feinheiten der Fonts
    > untergehen – Es liegt auch an falschen Zeilenlängen, Zeilenabständen,
    > falscher Orthotypografie, immer den gleichen und hässlichen Fonts und
    > anderen Kardinalsfehlern, die man sich bei einem gedruckten Buch niemals
    > erlauben könnte.

    Ein Blick quer durch die Verkaufsregale der Republik allein auf die Buchrücken zeigt mir was anderes. In einem gedruckten Werk läuft noch weniger falsch, weil die Werkzeuge da bekannter und besser sind und weil es unkomplizierter ist, für ein festes Layout zu arbeiten. Das gestehe ich zu.

    Aber zumindest bei Fließtexten stelle ich fest, dass ich es sehr schätze, je nach Verfassung und Umfeld einige Parameter ändern zu können und so ein angenehmeres Lesen für mich zu erhalten.

    > Fonts sollten auch nicht je nach Gerät varieren, sondern
    > mit dem jeweiligen Buch auf das Gerät kommen, damit sie von Fachleuten an
    > den Inhalt und den Stil des Buches angepasst werden können. So, wie es
    > schon seit Jahrhunderten im Buchdruck gemacht wird.

    Oh, welche Version von „Auf zwei Planeten“ die ich habe ist denn die richtige? Die in Fraktur, die in Garamond oder die in Times?

  4. Re: Typografie?

    Autor: Ovaron 11.04.15 - 21:58

    ndakota79 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit E-Books wirklich gleichwertig gegenüber Büchern werden, brauchen wir
    > noch höhere Auflösungen

    Auflösung ist kein Selbstzweck. Was willst Du mit höherer Auflösung erreichen?

  5. Re: Typografie?

    Autor: zampata 12.04.15 - 00:30

    ndakota79 schrieb:
    > Leider sehen E-Books heute meist schrecklich aus, was das angeht. Das liegt
    > nicht nur an der schlechten Auflösung, in der Feinheiten der Fonts
    > untergehen – Es liegt auch an falschen Zeilenlängen, Zeilenabständen,
    > falscher Orthotypografie, immer den gleichen und hässlichen Fonts und
    > anderen Kardinalsfehlern, die man sich bei einem gedruckten Buch niemals
    > erlauben könnte. Fonts sollten auch nicht je nach Gerät varieren, sondern
    > mit dem jeweiligen Buch auf das Gerät kommen,
    Auf gar keinen Fall! Der eine hat schlechte Augen und ist über eine große Schrift dankbar, der andere will nicht so oft umblättern und will - gerade bei Fachliteratur - alle wichtigen Informationen auf einer Seite. Denk dran, dass du bei Papier auch Seiten aus einer Zeitschrift reißen / Kopieren kannst und diese nebeneinander bearbeiten kannst. Das geht bei einem EBook nicht.

  6. Re: Typografie?

    Autor: wasabi 12.04.15 - 09:04

    Das, was du hier als Nachteil ansiehst, ist eigentlich ein Feature. Die typischen eBook-Formate wie epub sind eben meines Wissens vergleichbar mit HTML, also eine einfache Formatierung von Text, aber ohne festes Seitenlayout. Ich kenne Leute, die es sehr angenehm finden, dass Sie die Schriftgröße selbst einstellen können, während sie die Schrift bei gedruckten Büchern oft zu klein finden.

    Mit PDF ließe sich ganz einfach das erreichen, was du forderst. Aber es ist eben nicht üblich, eBooks als PDF zu veröffentlichen. Ein Problem dabei wäre ja auch, dass man dann von gleichen Displaygrößen ausgehen muss. In der Praxis haben die meisten eBook-Reader zwar zur Zeit die gleiche Größe, aber das muss ja nicht so bleiben bzw. reicht "die meisten" nicht.

  7. Re: Typografie?

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 12.04.15 - 11:46

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das, was du hier als Nachteil ansiehst, ist eigentlich ein
    > Feature. Die typischen eBook-Formate wie epub sind
    > eben meines Wissens vergleichbar mit HTML, also eine
    > einfache Formatierung von Text, aber ohne festes
    > Seitenlayout. Ich kenne Leute, die es sehr angenehm
    > finden, dass Sie die Schriftgröße selbst einstellen
    > können, während sie die Schrift bei gedruckten
    > Büchern oft zu klein finden.

    Allerdings macht es das personenübergreifende Arbeiten mit Texten quasi unmöglich.

    Selbst HTML hat als größte Organisationseinheit ein bestimmtes, im Inhalt begrenztes Dokument (= Datei), auf dass man sich beziehen kann - beispielsweise beim Verweisen oder Zitieren. Ist aber der gesamte Text in einem Dokument ohne einheitliche Seiten- oder Zeilennummern, macht man sich selbst im besten Fall - also wenn es exportierbare Lesezeichen gibt - abhängig davon, die selbe Hardware zu verwenden.

    Da müsste irgendwie ein genormtes Verfahren her, dass aus einem einheitlichen Indikatoren wie zum Beispiel der Zeichenanzahl unabhängig von Hardware und Anzeigekonfiguration Textmarken generieren kann.

  8. Re: Typografie?

    Autor: zampata 12.04.15 - 13:05

    beim zitieren von Büchern werden in den seltensten fällen die Seitenzahl angegeben sondern nur das Dokument als solches.

    ja ich weiß, in der Schule lernt man das noch anders aber schau dir mal die Fachbeiträgen von Konferenzen an.

    ich finde es auch doof aber so wird es halt gemacht

  9. Re: Typografie?

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 12.04.15 - 13:58

    zampata schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > beim zitieren von Büchern werden in den seltensten fällen die Seitenzahl
    > angegeben sondern nur das Dokument als solches.
    >
    > ja ich weiß, in der Schule lernt man das noch anders aber schau dir mal die
    > Fachbeiträgen von Konferenzen an.

    Vermutlich besuche ich andere Konferenzen, aber die normativen Vorgaben für Zitate aus Büchern sind nach wie vor unverändert: [Nachnahme Autor], [Vorname Autor], [Titel], [Verlag], [Erscheinungsjahr], [Seitenzahl/en].
    Wissenschaftliches Arbeiten ist demnach mit eBooks derzeit nicht möglich, zumal man allenfalls behelfsmäßig die Vorgaben für digitale Quellen verwenden kann: [Nachnahme Autor], [Vorname Autor], [Titel], [Link], [Stand/Zeitpunkt der Sichtung] bringen ebenfalls nichts, denn - wie bereits geschrieben - folgen Websites immerhin einer Strukturierung auf Dokumentenebene, indem der Inhalt größerer Abhandlungen üblicherweise auf einzeln verlinkbare Dateien aufgeteilt wird.

    Für Schüler und Studenten ist das egal, denn diese müssen nur formale Richtigkeit sicherstellen und können stur auf das eBook als digitale Quelle verweisen. Dumm wird es, wenn die Quellenanlage für eine ergebnisorientierte Zusammenarbeit benötigt wird - dann kann man sich nur damit trösten, dass eBooks (bzw. deren Reader) immerhin üblicherweise eine Suchfunktion anbieten, um die gewünschte Stelle aufzuspüren, wenn man schon nicht ruckzuck die richtige Seite kennt und aufschlagen kann.

    Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich trauere nicht "der guten alten Zeit" nach wie einige meiner damaligen Professoren, wünsche mir aber aus rein pragmatischen Gründen gewisse praktikable Standards für (nun wirklich nicht mehr ganz so) neue Medien im Allgemeinen und dynamische Dokumente im Speziellen.

  10. Re: Typografie?

    Autor: Marka 12.04.15 - 13:59

    Hin und wieder werden ja schon Bilder in eBooks eingebunden um an einigen Stellen bessere Kontrolle über das Aussehen zu bekommen.
    Reader können diese Bilder ausblenden und den ALT-Text anzeigen.

    Was ich mir aber wünschen würde ist, dass die Reader beim Rendern der Seiten mehr auf Typografie achten. Sagen wir eine on-the-fly durch LaTeX auf dem Gerät erzeugte PDF. Wenns zuviel Aufwand ist von mir aus auch einmal am Anfang die epub in eine _für den Reader_ optimierte PDF übersetzen. Natürlich vollkommen transparent für den Nutzer. Und eine PDF nutze ich nur der Anschaulichkeit halber, DVI oder PS würde genau so gehen.

    Embedded Fonts und MathML Unterstützung wünsche ich mir schon lange. Vielleicht reichen auch schon ein paar Metatags im Header der epub-Datei mit Empfehlungen für eine optimale Anzeige? Da kann der Nutzer selbst entscheiden ob er diese anwenden oder überschreiben möchte.

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