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Führen verlötete Teile wirklich zu mehr Schrott?

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  1. Führen verlötete Teile wirklich zu mehr Schrott?

    Autor: Bananularphone 25.02.21 - 07:56

    So ein verlöteter Flash Chip spart doch auch einen Haufen Teile ein. Man braucht keinen eigenen Stecker, weniger Platinenfläche usw. usf.

    Wie viele SSDs werden tatsächlich kaputt? Wer kauft sich einen neuen Laptop weil ihm die SSD zu klein wird und entsorgt darum den alten? Ich könnte mir vorstellen das es in Summe sogar zu weniger Schrott führt.

    Es regt sich doch auch niemand auf das CPU Cache, Soundkarte, USB-Controller, Netzwerk-Controller usw. usf. bei praktisch jedem Rechner onboard sind.

  2. Re: Führen verlötete Teile wirklich zu mehr Schrott?

    Autor: Private Paula 25.02.21 - 08:01

    Bananularphone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie viele SSDs werden tatsächlich kaputt?

    In meinem Firmen Notebook ist eine SSD kaputt gegangen. Aber das war ein Geraet eines unbekannten Herstellers. Privat habe ich vor allem Samsung SSDs seit fast 10 Jahren im Einsatz die allesamt ohne Probleme funktioniert, auch wenn der Rechner 24/7 laeuft. Selbst die Kingston Boot SSD tut seit 10 Jahren klaglos ihren Dienst.

    > Es regt sich doch auch niemand auf das CPU Cache, Soundkarte,
    > USB-Controller, Netzwerk-Controller usw. usf. bei praktisch jedem Rechner
    > onboard sind.

    Vermutlich sind SSDs deshalb angefuehrt, damit man beim Kauf des Notebooks sparen kann (moeglichst guenstiges Modell) um dann den Speicher und die SSD guenstig ersetzen zu koennen.

    Ja, finde ich einen validen Grund, was die Hersteller da oft an Preisen abrufen ist fern jeglicher Vernunft.

    --
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  3. Re: Führen verlötete Teile wirklich zu mehr Schrott?

    Autor: korona 25.02.21 - 09:19

    Außerdem kann man es über noch wechseln, nur kann es halt der Laie nicht.

  4. Re: Führen verlötete Teile wirklich zu mehr Schrott?

    Autor: A4tW 25.02.21 - 09:54

    Private Paula schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bananularphone schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wie viele SSDs werden tatsächlich kaputt?
    >
    > In meinem Firmen Notebook ist eine SSD kaputt gegangen. Aber das war ein
    > Geraet eines unbekannten Herstellers. Privat habe ich vor allem Samsung
    > SSDs seit fast 10 Jahren im Einsatz die allesamt ohne Probleme
    > funktioniert, auch wenn der Rechner 24/7 laeuft. Selbst die Kingston Boot
    > SSD tut seit 10 Jahren klaglos ihren Dienst.

    So unterschiedlich sind die Erfahrungen. Privat ist mir zum Glück auch noch keine SSD verreckt, aber auf Arbeit fallen uns massenhaft SSDs aus. Ca. 5-10% aller mobilen Geräte sind bereits im Service gewesen. Keins davon ist älter als 3 Jahre zu dem Zeitpunkt gewesen.

    Allerdings alles derselbe Hersteller. Welche Firma ist auch so drauf und kauft Intel SSDs :D

  5. Re: Führen verlötete Teile wirklich zu mehr Schrott?

    Autor: redmord 25.02.21 - 11:57

    Bananularphone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So ein verlöteter Flash Chip spart doch auch einen Haufen Teile ein. Man
    > braucht keinen eigenen Stecker, weniger Platinenfläche usw. usf.

    Das stimmt eben nicht. Einzig eine Steckverbindung und ein, zwei lächerliche Arbeitsschritte werden eingespart. Eine SSD muss auch nicht auf einem Sockel eingesteckt werden. Es bedeutet auch nicht unbedingt viel mehr Platzverbrauch. Das sind alles Scheinargumente.
    Nichts ist umweltfreundlicher als die Vermeidung von Abfällen. Egal wie utopisch man sich das Recycling schönredet.
    SSDs gehen defekt. Ich garantiere dir, viele Geräte würden deutlich länger genutzt, könnten Kunden SSD und RAM aufrüsten und so wirtschaftlicher Handeln.

    Die Realität ist: verlöten erhöht den Umsatz.
    Kunden werden gezwungen heute beim Kauf zu entscheiden wie viel sie in 5 Jahren benötigen. Wenn sie sich für zu wenig entscheiden, müssen sie das komplette Gerät neu kaufen.
    Ich möchte nicht wissen wie viele Chips unnötig in Geräten verbaut werden, weil die Kunden keine andere Wahl haben.

    Eines der ersten richtigen Ultrabooks von Lenovo war das Yoga 2 Pro Convertible aus 2013. Ein 13"-Gerät mit Touchscreen, 275 PPI, 54 Wh und 360°-Scharnier. Es war für die damalige Zeit extrem flach und dennoch extrem leicht zu reparieren. Einzig der RAM war hier schon verlötet, was grundsätzlich auch mehr oder weniger unnötig ist. Nichts verklebt. Alles mit wenigen Schrauben erreichbar. Das Board war in mehrere Einheiten aufgeteilt, die zusammengesteckt und mit Kabeln verbunden wurden. Ein erstaunlich gut konstruiertes Gerät. Ging ein Anschluss kaputt, hat man nur das betreffende Bauteil getauscht. SSD, RAM, CPU usw. konnte man einfach weiter benutzen.

    Wenn die Industrie will, kann sie auch neue Standards entwickeln, um z.B. SSDs und RAM noch platzsparender in kleine Geräte modular verbaut zu bekommen. Bei M.2 hat es ja auch geklappt und weshalb soll es nicht ähnliche Einzel-Module für RAM mit Dual-Channel geben.


    Bild in groß

    Und das bei 16mm Höhe und 1,4 Kg Gewicht.


    Bild in groß

    Eines der am Häufigsten zu tauschenden Komponenten ist die Tastatur eines Gerätes. Da reicht der Kaffee oder bei schlechten Konstruktionen nur etwas Dreck. Dass es Hersteller gibt, die wie Apple die Tastatur mit dem Gehäuse vernieten, ist eine Katastrophe. Der Aufwand die verklebten Teile auszubauen ist riesig und dann darf man das tolle, ach so aufwendig produzierte Alu-Gehäuse in den Müll schmeißen, weil die blöde Tastatur 'ne Macke hat!?

  6. Re: Führen verlötete Teile wirklich zu mehr Schrott?

    Autor: Bananularphone 25.02.21 - 13:30

    Das man die Tastatur nicht austauschen kann ist natürlich bescheuert. Wobei das auch nur etwas bringt wenn Ersatzteile (günstig) verfügbar sind. Ist ja auch bei Akkus so.

    Ich habs auch lieber wenn möglichst viel austauschbar ist, ich frag mich nur wie viel das für den Normalnutzer wirklich bringt und ob das eingesparte Material nicht sogar mehr ausmacht. Außerdem sind Steckverbindungen immer eine Fehlerquelle.

  7. Re: Führen verlötete Teile wirklich zu mehr Schrott?

    Autor: Ronin123 25.02.21 - 21:37

    Wenn der Durchschnittsmensch ein Produkt nicht mehr nutzen kann weil ein Teil defekt ist und er sich ein neues Produkt kaufen muss, dann schmeisst er es weg.
    Es landet also auf dem Müll, in vielen Fällen noch auf dem Falschen.
    Ob nun eine kleine SSD im Müll ist oder ein ganzer Laptop macht schon einen Unterschied.
    Recyclen ist sehr energieaufwendig und produziert immer auch Abfallmaterialien.

    Die Einsparung des Materials am Sockel ist so gering, da muss man schon sehr sehr viele Sockel einsparen um auch nur ein einziges Gerät zu kompensieren das auf dem Müll landet.

    Verlötete Akkus sind da natürlich auch keine Ausnahme. Auch diese Entscheidung ist nicht im Sinne des Kunden getroffen worden oder im Sinne von Materialeinsparung.

    Man will mehr Komplettteile (weil teurer) oder noch besser neuere Geräte verkaufen wenn was kaputt geht.
    Beim Erstkauf einen höheren Preis ansetzen, weil der Kunde vorab mehr immer extra bezahlen muss und das oft nicht gerade günstig.
    Hinterher kann man den Tausch gleich noch eine Schippe teurer als Service anbieten wenn der Kunde doch eine größere Platte braucht.

    Also ja verlöten produziert mehr Schrott.

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