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Problem auf Wertstoffhöfen...

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  1. Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: Der schwarze Ritter 24.02.21 - 15:30

    Manchmal ist das Problem auch beim Personal auf Wertstoffhöfen zu suchen. Da ich in der Familie halt der Schrauber bin, landet viel von dem Elektroschrott bei mir. Da ich nicht wegen jeder Platine zum Wertstoffhof renne, um diese zu entsorgen, landet alles erst mal im Keller in einer großen Kiste, die ich dann wegbringe, wenn sie voll ist. Das ist 1-2 mal im Jahr - und dann beginnt das Problem.

    Komme ich auf dem Wertstoffhof an, gibt es zwei Mitarbeiter, die vor den Containern hin und her tingeln, damit keiner was falsches irgendwo rein wirft. Das ist völlig okay und nachvollziehbar. Einer dieser Mitarbeiter hatte mich dann aber so richtig blöd von der Seite angegrätscht, dass das ja Firmenumfang wäre, was ich da entsorgen will und ich das dann wiegen und extra bezahlen muss (bitte, eine Kiste mit 1m x 0,75m mit etwa 80cm Höhe soll 'Firmenumfang' sein!?).

    Da bin ich dann schon super genervt, wenn die Begegnung auf dem Wertstoffhof so losgeht. Diskutieren bringt nichts (ich hab es mehrmals versucht) und am Ende werde ich den Teufel tun, dafür auch noch zu bezahlen. Inzwischen kommt die Kiste dann auf eBay, wo mir fast jedes mal jemand zwischen 100 und 200¤ dafür bezahlt und dann ist das Thema durch.

    Eine ähnliche Geschichte war auch, als ich mein Haus renoviert habe. Da haben wir einen Teil vom Boden ausgerissen. An den Balken darunter waren seitlich Latten angeschraubt/angenagelt. Die haben wir ebenfalls entfernt und wollten diese, zusammen mit etwa einem Dutzend Einwegpaletten wegbringen. Hierzu sei angemerkt, dass es etwa 20 Latten waren, je 3-4 Meter lang, einwandfreies und unbehandeltes Holz. Auch hier kam der Oberaufseher gleich angeprescht und hatte großes Gemaule im Gepäck. "DAS IST KONSTRUKTIONSHOLZ! Das müssen sie bezahlen! BEZAHLEN!". Die Paletten konnten wir einfach reinwerfen, aber für 20 Latten hätten wir dann zahlen müssen. Also, die Dinger wieder auf den Anhänger drauf, daheim in 50cm Stücke zersägt und zum Verheizen genommen.

    Im Zuge der gleichen Baustelle kamen im Keller ein paar Steine auf. 8 Steine, die aussahen wie Klinker, nur sehr viel schwerer. Die lagen da beim Kauf aufgestapelt in einer Ecke im Keller. Die habe ich dann auch mit auf den Anhänger gepackt und man kann sich das Theater nicht vorstellen, das dann seinen Lauf nahm. Jetzt stellte sich vor Ort dann raus, dass das Speichersteine einer alten Nachtspeicherheizung waren. Die Heizung hätte ich ja gar nicht selbst demontieren dürfen, da gibt es richtig Ärger mit dem Ordnungsamt und hastenichtgesehen (hab ich nicht demontiert, die lagen schon da...). Da kam dann gleich die große Strafandrohung und was das mich alles kosten würde, hunderte, wenn nicht tausende Euro, dass ich die Dinger nicht in den richtigen Schutzhüllen vorher eingepackt habe und Chrom und wasweissichnichtnochalles.

    Da kommen keine Lösungsansätze, da will einfach jemand seine Machtfantasien auf dem Wertstoffhof ausleben und DARUM landet manches einfach im Müll, bevor man sich mit den Oberförstern da rumschlagen will.

  2. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: Kotaru 24.02.21 - 15:41

    Ich glaube du solltest einfach einen anderen Wertstoffhof aufsuchen. Dein lokaler hört sich einfach nur kleinkariert an.

  3. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: Der schwarze Ritter 24.02.21 - 15:44

    Ja, der nächstmögliche ist etwa 20 km entfernt. Da muss auch erst einiges zusammenkommen, bevor sich eine Fahrt da lohnt ;)

  4. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: Alessey 24.02.21 - 15:49

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Manchmal ist das Problem auch beim Personal auf Wertstoffhöfen zu suchen.
    >...
    > bevor man sich mit den Oberförstern da rumschlagen will.

    Ohne scheiss der richtige Ort dafür, ist einen Brief an deinen Bürgermeister zu schicken. Hört sich sehr bekloppt an, aber hatte ein recht ordentliches Ergebnis gebracht. die Öffnungszeiten waren völlig absurd sodass man nur Sa. bis 14 Uhr Zeit hatte, weil werktags ab 16Uhr die den Recyclinghof für die Bürgerannahme sperrten. Siehe da eine sehr nette Antwort und später ein ordentliches Ergebnis. Mo-Sa bis 18Uhr (immer unfreundlich, ist aber anscheinend ne Grundvorraussetzung für den Job)
    Und die Erkenntnis das der parteilose Bürgermeister meines Ortes echt knorke ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.02.21 15:50 durch Alessey.

  5. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: Oktavian 24.02.21 - 15:50

    > Da kam dann gleich die große Strafandrohung und was das mich
    > alles kosten würde, hunderte, wenn nicht tausende Euro, dass ich die Dinger
    > nicht in den richtigen Schutzhüllen vorher eingepackt habe und Chrom und
    > wasweissichnichtnochalles.

    Nun ja, Nachtspeicheröfen sind auch wirklich ekeligen Teile, für die ist das Wort Sondermüll wohl erst erfunden worden. Die sind gerne mit Asbest gestopft, Schwermetallen und ähnlichem.

    > Da kommen keine Lösungsansätze, da will einfach jemand seine Machtfantasien
    > auf dem Wertstoffhof ausleben und DARUM landet manches einfach im Müll,
    > bevor man sich mit den Oberförstern da rumschlagen will.

    Vielleicht haben Eure Stadtoberen es auch einfach etwas kompliziert gemacht. Bei uns wird klar nach Volumen bezahlt (Außnahme Papier, Glas und Elektroschrott, die sind kostenlos). Der Mensch an der Einfahrt schätzt grob das Volumen (es sei denn, man kann es ihm sagen), und hat wohl auch die Anweisung, eher großzügig zu sein. Mein Kombi kostet 10 EUR, wenn er gut gefüllt ist. Wenn es nur der Kofferraum ist, bin ich mit nem 5er dabei. Dabei ist es völlig unerheblich, ob ich gewerblich oder privat komme, mit Bauschutt oder Holz, Sperrmüll oder Grünschnitt, alles ein Tarif.

  6. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: Oktavian 24.02.21 - 15:52

    > Ich glaube du solltest einfach einen anderen Wertstoffhof aufsuchen. Dein
    > lokaler hört sich einfach nur kleinkariert an.

    Das kann ggf. kompliziert werden. Viele Städte haben in ihrer Satzung, dass sie nur dem Müll ihrer eigenen Bewohner annehmen. Wenn man da mit dem falschen Kennzeichen kommt, wird nach dem Ausweis gefragt.

  7. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: Der schwarze Ritter 24.02.21 - 15:58

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun ja, Nachtspeicheröfen sind auch wirklich ekeligen Teile, für die ist
    > das Wort Sondermüll wohl erst erfunden worden. Die sind gerne mit Asbest
    > gestopft, Schwermetallen und ähnlichem.

    Das seh ich ein und verstehe ich auch. Was mir fehlte, waren hier Lösungsansätze und dass man wenigstens mal erläutern darf, wie man zu diesen Besitztümern kam. Wenn man da auf dem Hof vor versammeltem Publikum erst mal rund gemacht wird und einem mit Strafanzeige gedroht wird, braucht man sich nicht wundern, wenn solche edlen Steine von manchem einfach im Wald entsorgt werden. Klar, wird man dann dabei erwischt, kann man sich warm anziehen, aber ich verstehe die Motivation dahinter.

    Ein freundlicher Hinweis, WIE man mit sowas umgehen muss und was man jetzt direkt vor Ort vielleicht tun könnte, hätte mir enorm weitergeholfen. Am Ende des Liedes habe ich meinen Heizungsbauer gefragt, was zu tun ist. Der hat sie dann mitgenommen und mir 100¤ für die Entsorgung berechnet. DAS sind die Lösungen, die ich brauche und nicht erst mal den nationalen Notstand ausrufen und den Bundesgrenzschutz informieren.

  8. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: gan 24.02.21 - 16:11

    Eine andere Möglichkeit ist die nächste zudtändige Deponie aufzusuchen. Ich hatte auch mal meinen Keller ausgemistet und alle möglichen Altrechner, Drucker und Bildschirme entsorgen wollen, die sich da im Lauf der Jahre gesammelt hatten, alles im allen waren es etwa 7 oder 8 Rechner, 3 bis 4 Monitore und 2 oder 3 Drucker. Aufgrund der Menge fuhr ich dann statt zum nächstgelegenen Wertstoffhof direkt zur zuständigen Mülldeponie - und hatte keinerlei Probleme.

  9. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: rcp48 24.02.21 - 16:14

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Manchmal ist das Problem auch beim Personal auf Wertstoffhöfen zu suchen.
    > Da ich in der Familie halt der Schrauber bin, landet viel von dem
    > Elektroschrott bei mir. Da ich nicht wegen jeder Platine zum Wertstoffhof
    > renne, um diese zu entsorgen, landet alles erst mal im Keller in einer
    > großen Kiste, die ich dann wegbringe, wenn sie voll ist. Das ist 1-2 mal im
    > Jahr - und dann beginnt das Problem.
    >
    > Komme ich auf dem Wertstoffhof an, gibt es zwei Mitarbeiter, die vor den
    > Containern hin und her tingeln, damit keiner was falsches irgendwo rein
    > wirft. Das ist völlig okay und nachvollziehbar. Einer dieser Mitarbeiter
    > hatte mich dann aber so richtig blöd von der Seite angegrätscht, dass das
    > ja Firmenumfang wäre, was ich da entsorgen will und ich das dann wiegen und
    > extra bezahlen muss (bitte, eine Kiste mit 1m x 0,75m mit etwa 80cm Höhe
    > soll 'Firmenumfang' sein!?).
    >
    > Da bin ich dann schon super genervt, wenn die Begegnung auf dem
    > Wertstoffhof so losgeht. Diskutieren bringt nichts (ich hab es mehrmals
    > versucht) und am Ende werde ich den Teufel tun, dafür auch noch zu
    > bezahlen. Inzwischen kommt die Kiste dann auf eBay, wo mir fast jedes mal
    > jemand zwischen 100 und 200¤ dafür bezahlt und dann ist das Thema durch.
    >
    > Eine ähnliche Geschichte war auch, als ich mein Haus renoviert habe. Da
    > haben wir einen Teil vom Boden ausgerissen. An den Balken darunter waren
    > seitlich Latten angeschraubt/angenagelt. Die haben wir ebenfalls entfernt
    > und wollten diese, zusammen mit etwa einem Dutzend Einwegpaletten
    > wegbringen. Hierzu sei angemerkt, dass es etwa 20 Latten waren, je 3-4
    > Meter lang, einwandfreies und unbehandeltes Holz. Auch hier kam der
    > Oberaufseher gleich angeprescht und hatte großes Gemaule im Gepäck. "DAS
    > IST KONSTRUKTIONSHOLZ! Das müssen sie bezahlen! BEZAHLEN!". Die Paletten
    > konnten wir einfach reinwerfen, aber für 20 Latten hätten wir dann zahlen
    > müssen. Also, die Dinger wieder auf den Anhänger drauf, daheim in 50cm
    > Stücke zersägt und zum Verheizen genommen.
    >
    > Im Zuge der gleichen Baustelle kamen im Keller ein paar Steine auf. 8
    > Steine, die aussahen wie Klinker, nur sehr viel schwerer. Die lagen da beim
    > Kauf aufgestapelt in einer Ecke im Keller. Die habe ich dann auch mit auf
    > den Anhänger gepackt und man kann sich das Theater nicht vorstellen, das
    > dann seinen Lauf nahm. Jetzt stellte sich vor Ort dann raus, dass das
    > Speichersteine einer alten Nachtspeicherheizung waren. Die Heizung hätte
    > ich ja gar nicht selbst demontieren dürfen, da gibt es richtig Ärger mit
    > dem Ordnungsamt und hastenichtgesehen (hab ich nicht demontiert, die lagen
    > schon da...). Da kam dann gleich die große Strafandrohung und was das mich
    > alles kosten würde, hunderte, wenn nicht tausende Euro, dass ich die Dinger
    > nicht in den richtigen Schutzhüllen vorher eingepackt habe und Chrom und
    > wasweissichnichtnochalles.
    >
    > Da kommen keine Lösungsansätze, da will einfach jemand seine Machtfantasien
    > auf dem Wertstoffhof ausleben und DARUM landet manches einfach im Müll,
    > bevor man sich mit den Oberförstern da rumschlagen will.


    Kenn ich..
    Übrigens total unterschiedlich.
    In Regensburg kannst du alles kostenlos entsorgen Hauptsache du schmeist es in den richtigen kontainer.
    In München spinnen die rum... boa...

  10. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: gadthrawn 24.02.21 - 16:20

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Zuge der gleichen Baustelle kamen im Keller ein paar Steine auf. 8
    > Steine, die aussahen wie Klinker, nur sehr viel schwerer. Die lagen da beim
    > Kauf aufgestapelt in einer Ecke im Keller. Die habe ich dann auch mit auf
    > den Anhänger gepackt und man kann sich das Theater nicht vorstellen, das
    > dann seinen Lauf nahm. Jetzt stellte sich vor Ort dann raus, dass das
    > Speichersteine einer alten Nachtspeicherheizung waren. Die Heizung hätte
    > ich ja gar nicht selbst demontieren dürfen, da gibt es richtig Ärger mit
    > dem Ordnungsamt und hastenichtgesehen

    Natürlich gibt es da extremen Ärger. Die alten Nachtspeicherheizungen hatten alles von Asbest bis Chrom drin und sind extremer Sondermüll. Ist in etwa so wie wenn du die komische Dachpappe entsorgen willst und das ganze sind die in den 90ern noch gerne verwendeten Asbest-Faserzementplatten.
    Kann bei falschem Abbau extrem lungenschädlich sein. Egal ob die als Fassaden, Wellplatten, Dachpappen oder sonstiges verwendet wurden.
    Weißt du wahrscheinlich nicht...aber in Deutschland ist auch verboten, diese komischen grauen Dächer die etwa 40 Jahre alt sind mit Hochdruck zu reinigen. Ist hochgiftiger Sondermüll.
    Auch die Faserzementplatten die danach kamen -> Hochdruckreinigung löst lungengängiges, daher rechtlich gleiche Behandlung.

    Damit kennen die am Entsorgungshof sich natürlich nicht aus -> Entsorgungsunternehmen. Die sind dann dafür ausgebildet.

  11. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: Oktavian 24.02.21 - 16:21

    > Das seh ich ein und verstehe ich auch. Was mir fehlte, waren hier
    > Lösungsansätze

    Ganz ehrlich, das ist nicht seine Aufgabe. Wenn er ne gute Idee hat, darf er die ja zum Besten geben, aber er ist da, um den Müll anzunehmen, für den er zuständig ist. Wenn du schwerbelasteten Sondermüll hinbringst, ist das nicht sein Job, und er hat im Zweifel auch einfach keine Ahnung. Und ja, er ist wahrscheinlich auch nicht die hellste Kerze auf der Torte, sonst wäre das auch nicht der passende Job für ihn.

    > und dass man wenigstens mal erläutern darf, wie man zu
    > diesen Besitztümern kam.

    Warum? Was hätte es geändert? Du hättest wortreich 10 Minuten seiner und Deiner Zeit verschwendet. Genauso gut hättest Du es der Parkuhr erzählen können. Wie Du in den Besitz des Mülls gelangt bist, ist nicht sein Problem, und es ändert auch nichts an der Situation.

    Versetz Dich mal in seine Situation. Jeden Tag stehen da mindestens 20 Leute, die irgendwelchen Kram mitbringen, den er nicht annehmen darf. Jeder von denen möchte ihn überreden, doch mal ne Ausnahme zu machen, nicht so stur zu sein, sich mal nicht so aufzuspielen, nicht seine Machtphantasien auszuleben. Jeder hat ne verdammt gut Story dazu, die er gern zum Besten geben möchte, die aber vollkommen irrelevant ist. Er hat jede gute Geschichte schon mal gehört und je schlechte schon viel zu oft. Dazu noch jede Beleidigung, die Du Dir ausdenken kannst.

    > Wenn man da auf dem Hof vor versammeltem Publikum
    > erst mal rund gemacht wird und einem mit Strafanzeige gedroht wird, braucht
    > man sich nicht wundern, wenn solche edlen Steine von manchem einfach im
    > Wald entsorgt werden.

    Das wiederum ist nicht sein Problem. Du hast den Sondermüll da angeschleppt, er hat ihn nicht genommen. Er hat sich auch nicht erweichen lassen und wollte sich die lustige Geschichte dazu auch nicht anhören. Das gibt Dir aber kein Recht, Deinen Sondermüll in die Landschaft zu kippen.

    Und ja, das kann man anders organisieren. Bei uns nehmen alle Wertstoffhöfe kleine Mengen Sondermüll an, einer auch große Mengen und sonstige Problemabfälle. Aber wenn sowas bei Euch anders ist, kann da wieder der Mann vor Ort nichts für. Er kann auch keine Ausnahme machen, und Deine Geschichte ändert da auch nichts dran.

    > Ein freundlicher Hinweis, WIE man mit sowas umgehen muss

    Dich selber kundig machen, wie Du vor Ort Sondermüll entsorgen kannst. Da die Steine wahrscheinlich asbest- und schwermetallhaltig sind, wird man eine darauf spezialisierte Firma mit der Abholung beauftragen müssen.

    > und was man jetzt
    > direkt vor Ort vielleicht tun könnte,

    Gar nichts.

    > Ende des Liedes habe ich meinen Heizungsbauer gefragt, was zu tun ist. Der
    > hat sie dann mitgenommen und mir 100¤ für die Entsorgung berechnet.

    Siehst Du, gute Idee. Da sind sie wahrscheinlich gut aufgehoben.

  12. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: MarcusK 24.02.21 - 16:22

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun ja, Nachtspeicheröfen sind auch wirklich ekeligen Teile, für die ist
    > das Wort Sondermüll wohl erst erfunden worden. Die sind gerne mit Asbest
    > gestopft, Schwermetallen und ähnlichem.

    > > Da kam dann gleich die große Strafandrohung und was das mich
    > > alles kosten würde, hunderte, wenn nicht tausende Euro, dass ich die
    > Dinger
    > > nicht in den richtigen Schutzhüllen vorher eingepackt habe und Chrom und
    > > wasweissichnichtnochalles.

    keine Ahnung was ihr für Speicher hatte. Ich hatte 5 Stücke und die bestanden also ein paar Heizstäben. Blech etwas Elektrik, Schamottsteine und eine Dämmung.
    Die Schamottsteine wurde bei dem Baumüll entsorgt den Rest hat der Wertstoffhof genommen.

  13. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: Oktavian 24.02.21 - 16:33

    > keine Ahnung was ihr für Speicher hatte.

    Da kommt es sehr drauf an, wie alt die sind. Es gibt vergleichsweise modere Heizungen, da ist es so wie von Dir beschrieben, die sind relativ harmlos. Wenn die Heizung vor etwa 1985 gebaut wurde, kann das echt übel sein, da war Asbest als Beschichtung der Steine sehr in, oder auch als Dämmmaterial, Isoliermatten, etc. Bei Heizungen aus den 60er und 70er kann man fast sicher sein, dass sie hochbelastet sind. Auch Belastung mit Schwermetallen in den Speichersteinen sind bei so alten Schätzchen häufig. Man hat da gerne jeden Abfall entsorgt.

    https://www.energie-experten.org/heizung/elektroheizung/nachtspeicherheizung/asbest

    Solche Heizungen darf man dann auch nicht selbst ausbauen, das dürfen nur zertifizierte Fachbetriebe, die den Kram dann auch entsorgen. Ich habe mal gesehen (vor vielen Jahren), wie eine ganze Wohnanlage von solchen Nachtspeicheröfen befreit wurde. Jede Wohnung wurde vollständig leer geräumt, Folientüren eingebaut, Unterdruckschleusen, usw. Die Arbeiter kamen in Schutzanzügen, Teils mit Pressatemluft.

    > Die Schamottsteine wurde bei dem Baumüll entsorgt den Rest hat der
    > Wertstoffhof genommen.

    Da hast Du wohl Glück gehabt, dass sie den so leicht angenommen haben. Schamottsteine enthalten häufig Chrom-VI, auch das muss eigentlich erst freigemessen werden, bevor man es entsorgen darf.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.02.21 16:38 durch Oktavian.

  14. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: cyborg 24.02.21 - 18:19

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, der nächstmögliche ist etwa 20 km entfernt. Da muss auch erst einiges
    > zusammenkommen, bevor sich eine Fahrt da lohnt ;)

    Dann ist es aber wieder eine gewerbsmäßige Menge :)

  15. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: Der schwarze Ritter 24.02.21 - 20:03

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > > Wenn man da auf dem Hof vor versammeltem Publikum
    > > erst mal rund gemacht wird und einem mit Strafanzeige gedroht wird,
    > braucht
    > > man sich nicht wundern, wenn solche edlen Steine von manchem einfach im
    > > Wald entsorgt werden.
    >
    > Das wiederum ist nicht sein Problem. Du hast den Sondermüll da
    > angeschleppt, er hat ihn nicht genommen. Er hat sich auch nicht erweichen
    > lassen und wollte sich die lustige Geschichte dazu auch nicht anhören. Das
    > gibt Dir aber kein Recht, Deinen Sondermüll in die Landschaft zu kippen.
    >
    > Und ja, das kann man anders organisieren. Bei uns nehmen alle Wertstoffhöfe
    > kleine Mengen Sondermüll an, einer auch große Mengen und sonstige
    > Problemabfälle. Aber wenn sowas bei Euch anders ist, kann da wieder der
    > Mann vor Ort nichts für. Er kann auch keine Ausnahme machen, und Deine
    > Geschichte ändert da auch nichts dran.


    Natürlich ist das nicht sein Problem. Aber anstatt ein Fass aufzumachen, hätte der Hinweis gereicht "Hey, das sind XY-Steine, da musst du dich selber drum kümmern oder dir jemanden suchen, hier nicht.". Stattdessen gabs minutenlanges Gezeter und Geschrei, dass ich kein Wort dazwischen bekam. Also wenn er keine Zeit für meine Story hat, geschenkt. Aber ich soll Zeit für seinen Zinnober haben?

    Und natürlich gibt mir das nicht das Recht, meinen Sondermüll irgendwo hin zu werfen, habe ich auch weder gemacht noch jemals vor. Aber es gibt Leute, deren Hemmschwelle da deutlich niedriger ist und DIE tun es halt dann, wenn sie ein mal so eine Szene gemacht bekommen.

    Ich will keine Ausnahme oder sonstwas für mich. Aber das hätte man kurz und schmerzlos abhandeln können mit dem Verweis "Wir sind nicht zuständig". Hätte mir als Aussage auch erst mal gereicht. Mir eine Strafe androhen für etwas, das ich nicht verursacht habe, war nicht wirklich produktiv.

  16. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: Oktavian 24.02.21 - 21:19

    > Natürlich ist das nicht sein Problem. Aber anstatt ein Fass aufzumachen,
    > hätte der Hinweis gereicht "Hey, das sind XY-Steine, da musst du dich
    > selber drum kümmern oder dir jemanden suchen, hier nicht.".

    Die sind halt nur "zufällig" dazwischen gerutscht, so wie das 19 anderen jeden Tag auch passiert, die rein "zufällig" ihren Sondermüll unter den Sperrmüll und Bauschutt mischen.

    Der Typ ist der Gearschte am Ende der Kette. Wenn Deine Steine mit Asbest am Tagesende auffallen, ist der ganze Container Sondermüll und darf als solcher entsorgt werden. Wenn Deine Steine beim Verwerter auffallen, gilt ggf. sein ganzer Betrieb als verseucht und alles darf als Sondermüll entsorgt werden. Gerade bei Asbest wird es verdammt unlustig. Im Zweifel kriegt der kleine Mann auf dem Wertstoffhof den Ärger ab, warum er nicht aufgepasst hat, warum schon wieder jemand Sondermüll entsorgt hat.

    Denk immer dran, Du bist nicht der einzige, der das versucht. Ich unterstellt Dir mal keine bösen Absichten, du wusstest es vielleicht wirklich nicht, aber die 19 anderen an dem Tag mischen ganz bewusst ihren Sch..ß unter den Sperrmüll. Er hat dann damit den Ärger, wenn er 20 mal am Tag verarscht wird. Und wenn es dann nicht um ein wenig Altöl oder ein paar Batterien geht sondern um Asbest, dann kann ich seinen Ärger schon nachvollziehen.

    > Stattdessen
    > gabs minutenlanges Gezeter und Geschrei, dass ich kein Wort dazwischen
    > bekam. Also wenn er keine Zeit für meine Story hat, geschenkt. Aber ich
    > soll Zeit für seinen Zinnober haben?

    Ja, in dem Fall hast Du es abbekommen. Nur mal als Alternatividee: Er hat es nicht gemerkt, aber auf ner Überwachungskamera war zu sehen, wie Du die Steine in den Container schmeißt. Das Kennzeichen des Wagens ist auch gut zu erkennen, Du auch. Am nächsten Tag steht die Polizei vor der Türe, denn Abfall so zu entsorgen ist tatsächlich eine Straftat. Dazu darfst Du natürlich die Entsorgung als Sondermüll für den ganzen Container zahlen. Und jetzt wird Deine Story plötzlich interessant, denn die könnte vielleicht den Unterschied machen bei Deiner Haftpflicht-Versicherung zwischen einfacher oder grober Fahrlässigkeit bzw Vorsatz. Und auch die Versicherung hat schon verdammt viele Geschichten gehört.

    > Mir eine Strafe androhen für
    > etwas, das ich nicht verursacht habe, war nicht wirklich produktiv.

    Die Strafe droht das Gesetz Dir an, nicht er. Er wäre nur der, der meldet, dass mal wieder jemand seinen Sondermüll im Bauschutt entsorgen wollte.

    Es geht hier um StGB § 326. Illegale Entsorgung krebserregender Materialien (wie eben Deine Steine) ist bedroht mit bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe. Der Versuch ist strafbar, und genau das hat Dir der Mensch sehr wortreich klargemacht, und auch Fahrlässigkeit ist unter Strafe gestellt (aber natürlich gibt es dafür einen Rabatt auf die Strafe). Da kommt dann wieder Deine Story ins Spiel.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 24.02.21 21:29 durch Oktavian.

  17. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: quineloe 24.02.21 - 21:50

    in was für einer kommune wohnst du denn bitte, dass du als Privatperson den gewerblichen Schrott der Bauindustrie quersubventionieren darfst?

    Hier kostet Privatmüll null Euro.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  18. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: Oktavian 24.02.21 - 21:52

    > Hier kostet Privatmüll null Euro.

    Ach und hier kostet es mich zwischen 5 und 10 EUR. Kann ich mit leben, finde ich fair. Dafür habe ich keine Diskussionen.

  19. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: quineloe 24.02.21 - 21:53

    Die Diskussionen habe ich auch nicht.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  20. Re: Problem auf Wertstoffhöfen...

    Autor: Zeiram 24.02.21 - 22:49

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das kann ggf. kompliziert werden. Viele Städte haben in ihrer Satzung, dass
    > sie nur dem Müll ihrer eigenen Bewohner annehmen. Wenn man da mit dem
    > falschen Kennzeichen kommt, wird nach dem Ausweis gefragt.

    Sicher? Ich bin hier direkt an der Schweizer Grenze. Ich wunder mich jedes mal wenn ich auf dem Recyclinghof bin wieviele Autos mit Schweizer Kennzeichen dort ihren Müll abladen. Bin jedes Mal am überlegen ob das legal ist.

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