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Und was kommt hinten raus?
Autor: Johnny Cache 27.06.14 - 10:49
Die Technik hinter Tango ist ja schon mal ein deutlicher Schritt vorwärts, aber die spannende Frage dürfte doch wohl sein wie man letztendlich die erhobenen Daten auch effektiv aufbereiten kann.
Es ist eine Sache eine gewaltige Voxelwolke zu erstellen, aber daraus brauchbare 3D-Modelle zu erstellen ist noch mal eine ganz andere Sache.
http://img293.imageshack.us/img293/7323/signaturebn2.png -
Re: Und was kommt hinten raus?
Autor: Ach 27.06.14 - 11:37
Ich schätze dass dabei Flächen tatsächlich automatisch berechnet werden. Sonst bräuchte man keine U4 oder Unity Engine, sonst würde Googles Absicht Innenräume von jedem Amateur kartieren zu lassen, keinen Sinn ergeben. Ebenso wäre es unwahrscheinlich von den Leuten zu verlangen umfangreiche Punktewolken auf Google Server hochzuladen um sie dort zu berechnen, ähnlich wie es MS tut, dort aber auf Grundlage von Bildern. Also wird das wohl direkt auf den Geräten geschehen. Die Technik dazu gibt es ja schon eine ganze Weile, 10 Jahre oder mehr, dem sollte die Rechenleistung mittlerweile doch einigermaßen gewachsen sein.
Edit: Auf der Tango Mainseite kann man in dieser Hinsicht auch einiges aus dem Präsentationsvideo ableiten Sieht weniger nach Punktewolke und eher nach Voxeln aus, was da in Echzeit festgehalten wird. Verdammt spannend das :].
2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.06.14 11:47 durch Ach. -
Re: Und was kommt hinten raus?
Autor: Anonymer Nutzer 27.06.14 - 11:47
Aber du verwechselst da glaube ich was. Die brauchbaren 3D Modelle sind das,was Tango machen soll. Und das es sich dabei wahrscheinlich um Daten im .fbx Format handeln wird sollte auch klar sein.
http://adndevblog.typepad.com/infrastructure/2014/04/snoop-civil-3d-2015-database-bundle-format-1.html
http://www.autodesk.com/products/autodesk-3ds-max/overview -
ein Hands On von The Verge
Autor: Ach 27.06.14 - 12:25
Ein Blick auf´s Gerät selber und leider noch nicht auf eine nachgeschaltete Software zur Raumgenerierung :]a first look at Google's Project Tango
Ich glaube aber das wird groß werden. Die Nasa arbeitet schon damit in Verbindung mit einem Roboter in der ISS und verschieden Firmen entwickeln bereits Anwendung.
Nochmal zum Thema Flächen, in diesem Video ist gut zu erkennen wie der Anwender nach der Aufnahme Entfernungen aus dem Bild liest und sich der 3D Cursor dabei automatisch eben auf die anvisierte legt. -
Oh man, die haben da ein verd. kleines Wunder kreiert
Autor: Ach 27.06.14 - 12:51
Noch ein Video mit dem Entwickler im Interview, startet direkt bei 8:32, also dort wo er vorführt wie diese Tablet seine Sensordaten in Echtzeit in texturierte Geometrie wandelt. Oh man, ich bin ja jetzt schon ganz aufgeregt! Ich glaub ich fang jetzt besser schon mal an zu sparen :]...
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Re: Und was kommt hinten raus?
Autor: JarJarThomas 27.06.14 - 13:25
Brauchbare 3d dateien aus punktwolken zu generieren ... und das noch dazu auf einem Tablet wäre wirklich eine Revolution.
Denn bisher kann das nicht mal mit teurer Profisoftware gelingen ohne verdammt viel Handarbeit.
Meist ist es so dass die Daten nur als Referenz verwendet werden und dann von Hand modelliert weil die Trianguliation solcher Wolken in der Realität absolut untauglich ist.
Du kriegst keine glatten Flächen, du hast viele unnötige vertices, du hast keine dicke für 3d druck, usw.
Eigentlich ist das wieder nur ein typisches Gimmick das im Moment absolut unnütz ist. -
Re: Und was kommt hinten raus?
Autor: Ach 27.06.14 - 16:18
>Eigentlich ist das wieder nur ein typisches Gimmick das im Moment absolut unnütz ist.
Na dann kannst du beim nächsten Aufmaß ja wieder glücklich ausgerüstet mit deinem Laser, deinem Meter und deiner Planskizze das große Haus durchkämmen, die Maße in den immer unhandlich mitzuführenden Plan reinkritzeln und auch gerne 3 mal wieder kommen, weil du garantiert bei jedem größeren Aufmaß irgend etwas vergessen hast.
Während man mit dem "typischen Gimmick das im Moment absolut unnütz ist" das Aufmaß quasi in den Computer verschiebt, in die aktuelle Zeichnung hinein, mit optischer Kontrolle und allen Maßen in nie mehr als zwei Mausklicks Entfernung. Ich muss da nicht lange überlegen welcher Technik ich den Vorzug gebe, aber naja, jedem das seine, so ein Zollmaßstab hat ja auch was nostalgisches.
>Meist ist es so dass die Daten nur als Referenz verwendet werden und dann von Hand modelliert weil die Trianguliation solcher Wolken in der Realität absolut untauglich ist.
Ja, weil nicht je schwächer, sondern je präziser die Aufnahme desto mehr Flächenbewegungen werden festgehalten. Der Computer kann halt eines nicht, er kann die Daten nicht auf die wesentlichen paar Maße runter brechen, dazu müsste er Architektur/Konstruktion tatsächlich verstehen, er müsste bei einer verkorksten Wand etwa eine Entscheidung darüber treffen, auf welche Maße der Architekt oder die Baufirma eigentlich hinaus wollte und die entsprechende Wand dann genauso durchziehen aber natürlich nur bis zu Fußleiste, und dazu ist der Computer ja schon zu blöd, der hat eben keine Ahnung das eine Fußleiste keine Wand ist sondern eine Fußleiste, und Steckdosen sind Steckdosen, und Teppichfransen Teppichfransen und kein Fußbodenhubbel, usw.. Damit muss man wohl erst mal leben, jedenfalls solange damit leben, bis irgendwann mal ein supergenialer Programmierer vorbeikommt der die Nuss tatsächlich knackt, wozu die Chance nach Marktstart von Tango übrigens um einiges höher stehen. Eigentlich nen Grund um sich zu freuen, aber, naja, egal....



