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Praktische Relevanz?

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  1. Praktische Relevanz?

    Autor: /mecki78 08.11.19 - 17:06

    Ich hätte bitte gerne, dass mir jemand mal objektive Zahlen dazu präsentiert, dass Geräte, die laut iFixit leicht zu reparieren sind, öfters repariert werden und/oder durchschnittlich länger im Betrieb bleiben als Geräte bei denen iFixit gesagt hat, dass sie nur schlecht oder gar nicht zu reparieren sind.

    Denn wenn das nicht möglich ist, weil alle bekannten objektiven Zahlen nichts dergleichen hergeben, dann scheint die Einschätzung zur Reparierbarkeit von iFixit absolut keinerlei Relevanz für die gelebte Praxis der Nutzer da draußen zu haben und dann können IT Seiten aber eigentlich auch aufhören immer davon zu berichten, was iFixit so von sich gibt.

    /Mecki

  2. Re: Praktische Relevanz?

    Autor: stuempel 08.11.19 - 18:25

    Wäre der Schaden meines Surface RT identifizier- und behebbar gewesen, wäre es heute noch in Betrieb. Wäre der USB-Port meines ASUS T100Chi austauschbar gewesen, ohne dabei das Display zu brechen, wäre es heute noch in Betrieb.

    Sprich: Würde ich ein Detachable finden, welches gut reparabel ist und dessen Akku nicht verklebt ist, würde ich dafür deutlich mehr hinlegen. Für die HP-Geräte gab es teilweise sogar Anleitungen zum Auseinanderbauen auf der Herstellerseite. Leider gibt es da offenbar aktuell keine Consumer-Geräte.

  3. Re: Praktische Relevanz?

    Autor: /mecki78 08.11.19 - 20:05

    stuempel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sprich: Würde ich ein Detachable finden, welches gut reparabel ist und
    > dessen Akku nicht verklebt ist, würde ich dafür deutlich mehr hinlegen.

    Nur macht eine Schwalbe halt keinen Sommer. Wenn es ein Gerät teurer macht, es reparierbar zu bauen, zahlen 100% der Nutzer der Zeche, auch wenn dann nur einer von 1000 jemals was zu reparieren hat. Die anderen haben dann nur für eine Eventualität gezahlt, die nie eingetroffen ist, weswegen sie nichts davon hatten mehr Geld zu investieren. Ist wie eine Risikoversicherung: Kann man machen, machen aber viele nicht, sondern tragen lieber das Risiko und sparen sich das Geld.

    Und ich bin mir ziemlich sicher, würdest du das gleiche Gerät einmal für 700¤ und einmal für 900¤ anbieten und der einzige unterschied wäre, dass man das Gerät für 900¤ leicht reparieren kann, keine 2 von 100 Käufern würden 900¤ zahlen, wenn sie es auch für 700¤ bekommen. Kaufst du bei Apple ein iPad, kostet das ab 379¤. Du kannst für 79¤ Apple Care dazu buchen; damit ist 2 Jahre lang alles abgedeckt, sogar Unfälle ("Ist mir aus der Hand gefallen"). Egal was ist in den nächsten 2 Jahren, es wird repariert oder du bekommst ein neues. Ich wette, das bucht so gut wie kein Mensch dazu. Nicht weil es so teuer ist, sondern weil es Geld kostet und jeder aber das Risiko in etwa abschätzen kann und den meisten ist das Risiko keine 79¤ wert. Und 2 Jahre Gewährleistung hast du sowieso immer, wenn der Schaden schon ab Werk vorhanden gewesen sein muss.

    Schau, ein Asus T100Chi bekomme ich neu für 149¤. Nehmen wir mal an, man hätte bei deinem Gerät den USB Port tauschen können und das hätte 50¤ gekostet, dann hättest du das bezahlt, um danach dein altes Gerät zurück zu bekommen, wo dann demnächst was anderes kaputt gegangen wäre, dass dann wieder 50¤ gekostet hätte? Nein, du hättest 100¤ drauf gelegt und gleich ein neues gekauft, weil dann halt einfach alles neu ist und du hättest nicht nur für 50¤ nichts außer einen USB Port bekommen. Und daher lohnen sich Reparaturen schon rein preislich oft gar nicht, da hier völlig übersehen wird, dass egal wie einfach eine Reparatur ist, sie ist nicht für 2,50¤ zu haben.

    Die meisten Leute scheinen gar nicht mehr zu wissen, was Reparaturen früher mal gekostet haben, als man noch alles hat reparieren können. Klar konnte man früher einen Fernseher reparieren lassen, weil alle Teile waren austauschbar und am freien Markt verfügbar, aber das hat mehr gekostet als heute ein ganzer Fernseher kostet. Damals hat sich das rentiert, heute rentiert es sich einfach nicht mehr. Und wenn es sich eh nicht rentiert und das eh so gut wie kein Mensch mehr macht, was hat dann ein Hersteller davon, hier explizit Umwege zu gehen und zweitbeste Lösungen zu wählen, um etwas am leben zu halten, an dem die breite Masse der Kunden kein Interesse hat und wofür sie auch nicht mehr bereit ist zu bezahlen? Die gehen dann zur Konkurrenz, deren Gerät man zwar nicht reparieren kann, dafür ist es ein paar Euro günstiger.

    /Mecki

  4. Re: Praktische Relevanz?

    Autor: Schnarchnase 08.11.19 - 23:23

    Schau dir einfach den Gebrauchtmarkt für Business-Notebooks an. Ich kann mir gut vorstellen, dass das zum einen an der höheren Qualität, aber auch an der Verfügbarkeit von Ersatzteilen und der einfacheren Reparatur liegt. Nur weil noch niemand eine schwachsinnige Studie zu dem Thema gemacht hat, heißt das noch lange nicht, dass das Gegenteil der Fall ist. Ich habe schon viele gebrauchte Thinkpads gekauft und einige tun ihren Dienst noch heute (z.B. X61s, T420). Konsumer-Geräte schaffen eine solche Lebenszeit meiner Erfahrung nach nur sehr selten.

  5. Re: Praktische Relevanz?

    Autor: ChristophAugenAuf 09.11.19 - 07:43

    Vor einem Monat fing bei meinem Sony Vaio Pro der Lüfter an zu Rattern. Ich habe lange gesucht nach einem geeigneten Ersatz. Aber leider gibt es kein vernünftiges Produkt zu einem vernünftigen Preis.

    Das Surface Pro wäre ideal gewesen, da ich einen Desktop habe; aber nun ja
    - Akkulaufzeit verschlechtert
    - Zu wenig austauschbare Komponenten (Insbesondere der verklebte Akku), wenn man wie ich beabsichtigt das Gerät so lange wie möglich zu gebrauchen.
    - Preispolitik: Ich finde es unverschämt für die 256 GB Festplatte 300¤ mehr zu verlangen als für die Totgeburt 128 GB SSD


    Ergo habe ich tief eingeatmet und die 80 ¤ für das offizielle Ersatzteil in Kauf genommen.
    Und zum Glück. Das Gerät läuft wieder wie am ersten Tag. Ich bin dankbar, dass mir dieser Wucher erstmal erspart bleibt.

    Menschen, die nicht für Ihre Arbeit das neuste benötigen und ein bisschen Grips in der Birne haben, machen bestimmt Gebrauch von Reparaturmöglichkeiten.

  6. @/mecki78:

    Autor: nehana 09.11.19 - 09:48

    Danke! Danke! Danke!

  7. Re: Praktische Relevanz?

    Autor: plutoniumsulfat 09.11.19 - 11:12

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und ich bin mir ziemlich sicher, würdest du das gleiche Gerät einmal für
    > 700¤ und einmal für 900¤ anbieten und der einzige unterschied wäre, dass
    > man das Gerät für 900¤ leicht reparieren kann, keine 2 von 100 Käufern
    > würden 900¤ zahlen, wenn sie es auch für 700¤ bekommen.

    Und wenn es nur 705 Euro kostet, würden 98 von 100 Käufern den Aufpreis zahlen.

    Merke: Ohne genau Summen wird das hier nichts. Und wir wissen, dass beide Angaben unrealistisch sind.

  8. Re: Praktische Relevanz?

    Autor: Megusta 09.11.19 - 12:36

    ChristophAugenAuf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Menschen, die nicht für Ihre Arbeit das neuste benötigen und ein bisschen
    > Grips in der Birne haben, machen bestimmt Gebrauch von
    > Reparaturmöglichkeiten.


    So ist es auch, wenn man sich anguckt wie viele Reparatur-Shops es inzwischen gibt - st es durch aus positiv. Was nicht so positiv ist, dass man bei einem Handy das noch höchstens 300¤ Wert ist, 200¤ für den display zahlen muss. Weil das Frontglas mit dem display verklebt ist. (Beispiel Samsung Galaxy).
    Beim verklebten Akku sehe ich kein Problem, es lässt sich ja mit einen dünnen Draht entfernen... Gut, man könnte auch andres konstruieren...

  9. Re: Praktische Relevanz?

    Autor: AIM-9 Sidewinder 09.11.19 - 17:23

    Ja, gebrauchte Business-Notebooks sind teilweise der Kracher. Vor allem ältere Workstations bekommt man relativ günstig.

    Hab mir ein 8770w gekauft und Stück für Stück bis ans Limit aufgerüstet. Nichts verlötet, nichts verklebt, alles nur geschraubt. So wie es sein sollte.

  10. Re: Praktische Relevanz?

    Autor: Kleba 09.11.19 - 17:31

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wenn es sich eh nicht rentiert und das eh so gut wie kein Mensch mehr macht, was
    > hat dann ein Hersteller davon, hier explizit Umwege zu gehen und zweitbeste Lösungen
    > zu wählen

    Grundsätzlich stimme ich dir - leider - zu. In der Praxis ist das reparieren nebensächlich geworden. Aber warum sollte ein geschraubtes, statt geklebtes, Gehäuse die zweitbeste Lösung sein? Es erwartet ja niemand (ernsthaft) für einen überschaubaren Preis ein so einfach zu reparierendes Gerät wie das Fairphone (denke ich). Aber was spricht dagegen bspw. pauschal den Akku wechselbar zu halten? Oder Gehäuse zu verschrauben, statt zu verkleben? Machbar ist es bestimmt, das kann mir keiner erzählen. Und wenn es in der Produktion 3 EUR mehr kostet, sollte das mit der Marge auch irgendwie abdeckbar sein.

    Am schlimmsten finde ich das ganze bei den Akkus. Es ist klar, dass ein Akku irgendwann durch ist. Aber das jeweilige Gerät im Zweifel noch nicht.
    Meine Frau hat noch ein Surface Pro (bin mir gerade nicht mehr sicher ob 4 oder 5). Es fällt schon auf, dass die Akkulaufzeit nachgelassen hat und es wird in den nächsten Jahren bestimmt nicht besser. Grundsätzlich reicht ihr das Gerät aber technisch lang aus, nur der Akku müsste über kurz oder lang mal getauscht werden.
    Dasselbe bei den aktuellen Smartphones. Mein Xiaomi Mi Mix 2S reicht mir technisch bestimmt noch für die nächsten 3 Jahre. Aber ob es mit dem Akku dann noch sinnvoll zu benutzen ist wird sich zeigen. Bei meinem vorhergehenden Lumia 950 hat mich der Akkutausch sage und schreibe 11 EUR plus 2 Minuten für den Wechsel gekostet.

  11. Re: Praktische Relevanz?

    Autor: stuempel 11.11.19 - 19:58

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schau, ein Asus T100Chi bekomme ich neu für 149¤. Nehmen wir mal an, man
    > hätte bei deinem Gerät den USB Port tauschen können und das hätte 50¤
    > gekostet, dann hättest du das bezahlt, um danach dein altes Gerät zurück zu
    > bekommen, wo dann demnächst was anderes kaputt gegangen wäre, dass dann
    > wieder 50¤ gekostet hätte? Nein, du hättest 100¤ drauf gelegt und gleich
    > ein neues gekauft, weil dann halt einfach alles neu ist und du hättest
    > nicht nur für 50¤ nichts außer einen USB Port bekommen.

    Den USB-Port brauche ich nun einmal, um das Gerät aufzuladen. Ansonsten fehlt dem Teil ja überhaupt nichts. Und ja, das Ding war im Laden um eben zu prüfen, ob sich der USB-Port tauschen lässt - was ich für die 50¤ gemacht hätte.

    Momentan kosten flotte Tablets nun einmal 700¤ aufwärts. Konsequenz für mich ist an der Stelle, jeweils ein gebrauchtes für 200-300¤ zu verwenden und somit den Herstellern nix zu liefern. Im Fall des T100Chi war der Frust über den defekten USB-Port (und somit der Totalschaden, da man es nicht mehr aufladen kann) nach 1,5 Jahren groß genug. Und das Risiko soll ich bei 700¤ aufwärts für ein Surface in Betracht ziehen? Sorry, aber da wären doch erst recht die Reparaturkosten von 50¤ völlig vertretbar.

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