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Generationenwechsel in der IT

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  1. Generationenwechsel in der IT

    Autor: humppa 03.02.10 - 03:48

    Es scheint so als ob mit diesen Tablets ein Generationenwechsel ansteht der das beeinflusst, was wir von einem Betriebssystem erwarten. Mit diesen Tablets rückt die Dateizentriertheit und die Ordnerstruktur immer weiter in den Hintergrund. Es geht nun mehr um die Verarbeitung von Inhalten und nicht das managen von Dateien mittels Fingereingaben, was natürlich eine vollkommen neue Art von User Interface benötigt. Und Programme für diese Plattformen werden eine vollkommen neue Art und Weise der Bedienung haben.

    Der Wechsel in der Perspektive erinnert dabei sehr stark dem von Texteingaben hin zur grafischen Benutzeroberfläche in den 80ern. Die Argumente sind auch genau die gleichen. Die IT Profis verteufeln das neue als sinnloses Klickibunti, Nischenmarkt und als "falsche" Bedienlogik für einen Computer. ("Wozu brauche ich eine grafische Metapher eines Ordners, wenn ich die Operation des Kopierens auch genau so in der Kommandozeile ausführen kann"? Wem kommt das bekannt vor hm?).

    Heute sind wir natürlich eine Generation weiter. Diejenigen, die damals die Vorreiter in der Benutzung von grafischen User Interfaces waren sind heute die alten IT-Nörgler die rummeckern und sagen: das ist doch alles nur Klickibunti, Tablets mit "nicht vollwertigen OS sind ein Nischenmarkt"(wobei sich nicht-vollwertig eben auf die andere Art der Benutzereingabe sowie die Abkehr von der Datei-Logik bezieht).

    Bisher ist es schwer abzuschätzen, ob diese Gerätekategorie erfolgreich sein wird, aber es spricht einiges dafür. Apple hat gute Startbedingungen aber auch Google hat diese und Chrome OS bietet sich einfach gut dafür an und scheint auch in diese Richtung entwickelt zu werden. Dann unterhalten wir uns in 10 Jahren darüber wie furchtbar altertümlich doch die Betriebssysteme im Jahr 2010 waren.

  2. Re: Generationenwechsel in der IT

    Autor: IrgendEinAnderer 03.02.10 - 07:16

    > Bisher ist es schwer abzuschätzen, ob diese Gerätekategorie
    > erfolgreich sein wird, aber es spricht einiges dafür.

    Diese Gerätekategorie ist schon SEHR alt - auch wenn jetzt durch den iPad-Hype manche meinen sie sei erst jetzt erfunden worden. Inzwischen ist klar, dass sie eine sinnvolle Ergänzung in der Landschaft der mobilen Geräte bilden, doch zu den Notebooks und PC's lediglich Ergänzungen sind und diese nicht ersetzten können.

    > Apple hat gute Startbedingungen aber auch Google hat diese und
    > Chrome OS bietet sich einfach gut dafür an ...

    Gerade diese beiden Hersteller verfügen über ausgesprochen wenig Erfahrung in diesem Bereich, haben bisher außer Ankündigungen noch nichts auf den Markt gebracht und die absehbaren Produkte sind den Marktführenden in vielen Belangen so weit unterlegen, dass es rational betrachtet außer dem üblichen Hypefaktor keionen Grund gibt diese zu kaufen.

    Was du Vergisst ist beispielsweise, dass Microsoft als einer der Pioniere in diesem Bereich (wer erinnert sich noch an das inzwischen fast 20 Jahre alte "Microsoft Windows for Pen Computing"?) zusammen mit seinen Partnern schon weitaus bessere und sinnvollere Produkte am Markt hat - schau dir beispielsweise mal das Archos 9 an ...

  3. Re: Generationenwechsel in der IT

    Autor: Trollversteher 03.02.10 - 09:45

    >Gerade diese beiden Hersteller verfügen über ausgesprochen wenig Erfahrung in diesem Bereich, haben bisher außer Ankündigungen noch nichts auf den Markt gebracht und die absehbaren Produkte sind den Marktführenden in vielen Belangen so weit unterlegen, dass es rational betrachtet außer dem üblichen Hypefaktor keionen Grund gibt diese zu kaufen.

    Apple hat mit dem iPhone das erste wirklich marktreife Gerät dieser Kategorie entwickelt - und von welchen "Marktführenden", denen Apple und Google angeblich unterlegen sein sollen, sprichst Du da eigentlich?

  4. Re: Generationenwechsel in der IT

    Autor: gollumm 03.02.10 - 10:00

    Vor allem ist es ja so, dass es viele Leute gibt, die das mit den Dateien nie verstanden haben.
    Wie oft habe ich es erlebt, dass ich bei jemandem privat den Rechner neu aufsetzen sollte. Wo es dann erst mal ans Datensichern ging, kam auf die Frage: "Wo hast Du denn Deine Dateien gespeichert?" meist so was wie ein "In Word!"...

    Diese neuen Geräte und Betriebssysteme orientieren sich daher scheinbar wirklich mehr an den natürlichen Bedürfnissen der User. Ob man deshalb den Dateizugriff gleich so sehr abschneiden muss sei mal dahingestellt.

  5. Re: Generationenwechsel in der IT

    Autor: iFanboy 03.02.10 - 10:02

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Apple hat mit dem iPhone das erste wirklich marktreife Gerät dieser
    > Kategorie entwickelt - und von welchen "Marktführenden", denen Apple und
    > Google angeblich unterlegen sein sollen, sprichst Du da eigentlich?

    Apple hat vielleicht das erste Multimediasurfpanel vorgestellt. Wobei das auch nicht richtig ist es gab schon vorher solche Geräte. Aber das Konzept, alles selber an den Nutzer zu bringen ist neu. Ob das gut ist oder nicht, müssen wir hier nicht vom Neuen diskutieren. IBM/Lenovo, HP, Acer, FSC und andere haben aber schon seit Jahren Tablet-Computer im Programm. Dies schließt natürlich mit ein, dass diese gekauft werden. Die Geräte können teilweise mit dem Finger und immer mit einem Stift bedient werden. Die Stiftbedienung ist dabei sehr gut in das System integriert. Steve meint zwar braucht kein Mensch, die meisten Leute wollen diese Geräte aber grade wegen dem Stift.

  6. Re: Generationenwechsel in der IT

    Autor: iFanboy 03.02.10 - 10:09

    Die Bedienung über die Kommandozeile, ist nach wie vor dem Mausschubsen hoch überlegen (in Windows weniger, aber sonst schon). Über eine grafische Oberfläche ist man nur schneller, wenn man unkoordiniert sich durch das Dateisystem bewegt. Der einfache Nutzer mag lieber Bilder sehen. Aber das er großartig im Dateisystem rumpfuschen muss, ist ja auch vorbei.

  7. Re: Generationenwechsel in der IT

    Autor: gollumm 03.02.10 - 10:26

    iFanboy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Bedienung über die Kommandozeile, ist nach wie vor dem Mausschubsen
    > hoch überlegen

    Diese Aussage ist so absolut wie Du es darstellst falsch. Auf der Konsole ist man vor allem bei wiederkehrenden Tätigkeiten schneller. Auch hat die Konsole Vorteile in der Entwicklung, wo nur wenige Menschen mit einem Tool arbeiten, da keine Resourcen durch das erstellen einer GUI gebunden werden.

    Überall, wo aber Leute möglichst intuitiv ein Tool bedienen sollen (z.B. auch eine Webseite), ist eine GUI überlegen. Viele Bedienelemente kann man intuitiv auslegen, bei anderen kann man die Anleitung direkt daneben platzieren.

    Eine Absolute Aussage was nun "überlegen" ist, gibt es also nicht.

  8. Re: Generationenwechsel in der IT

    Autor: Trollversteher 03.02.10 - 11:19

    Es geht aber um das Gesamtkonzept - Finger, Multitouch, einfache und vor allem schnelle Bedienung. Das Gefühl beim Bedienen eines iPhones gab es zuvor einfach nicht - dass Applikationen schon fertig gestartet sind, sobald man den Finger vom Icon genommen hat. Dass das Gerät sofort und ohne die kleinste Verzögerung auf den Benutzer reagiert - das ist mit einem leicht angepassten Desktop-Windows auf einer kleinen, abgespeckten mobile-CPU ganz einfach nicht möglich. Und selbst auf einem Desktop System nicht - wenn ich bedenke, wie lange mein Arbeitsplatz-Rechner trotz Core2Duo Prozessor braucht, um den Browser zu öffenen, und wie Blitzschnell so etwas dagegen auf dem iPhone geht...

  9. Re: Generationenwechsel in der IT

    Autor: Trollversteher 03.02.10 - 11:25

    >Aber das er großartig im Dateisystem rumpfuschen muss, ist ja auch vorbei.

    Das sollte man aber gar nicht erst müssen.

    Und lass das "man" mal weg - auch das individuell unterschiedlich - ich z.B. hab ein stark optisch/bildlich orientiertes Erinnerungsvermögen, wahrend das sprachlich/numerische extrem schlecht ist. Also vergesse ich regelmässig sämtliche Bash-Kommandos und deren Parameterliste, wenn ich mich eine Weile nicht damit beschäftige. Daher bin ich über einen GUI-Orientierten Dateikommander IMMER schneller als über eine Commandozeile - es sei denn es erfordert ausgefeilte Scripts mit einer Logik.

  10. Re: Generationenwechsel in der IT

    Autor: nocheiner 03.02.10 - 14:06

    Du hast zwar recht, aber Apple hat durchaus Erfahrung, siehe Newton. Der Unterschied zum Archos ist, dass der Archos ein gewöhnlicher PC mit Touchbedienung ist. Hier ist der Unterschied: Ipads (nennen wir sie mal so) haben ein kleines eigenes einfaches System. D. h. keine komplexe Software, die ich mit tools am Laufen halten muß wenn es Probleme gibt. Die iPads sind eher so etwas wie das bessere Notizbuch mit Mail und Internet. Zusatzprogramme bohren die Teile auf ohne das System in Mitleidenschaft zu ziehen, oder Treiber zu aktualisieren (normales System). Das macht die Dinger so einfach zu bedienen. Eine einfache Textverarbeitung bring sein übriges mit. Im Großen und Ganzen finde ich die ipads eine super Idee. Wie oft brauche ich mein Laptop nur zum surfen und zum Mail lesen. Wenn ich dann über so ein Ding auch noch meine Musik und Filme im Griff habe und dazu noch Ideen festhalten kann ist es eine sinnvolle Anschaffung. Dazu müsste aber noch eine Kamera für Chats, dann wäre es perfekt und sogar ein Telefonersatz.

    Ich denke, der Grundstein ist gelegt und Apple ist mit seinem App-Store klar im Vorteil. Wenn das Teil so einschlägt wie das iphone, dann ist der Weg offen für diese Art PC.

    Erinnert sich noch einer, dass jeder Hersteller über Apple gelacht hat, weil sein iphone keine Tastatur hat? Jetzt hat jeder Hersteller von Handys ein ähnliches Produkt im Portfolio. So wird es mit den ipads auch werden. Google tut gutes dran sich zu beeilen, um am Markt dabei zu sein. Die anderen werden es wahrscheinlich wieder verschlafen.

    Ich glaube eher, dass die ebooks den Bach runtergehen. mit einem ipad habe ich zwar höhere Anschaffungskosten, bin aber flexibler und warten wir mal die 2. Generation ab, da werden wir bestimmt noch staunen, wo diese Geräte eingesetzt werden.

    Ich erinnere mich noch an die Keynote, wo das iphone in Verbindung mit Medizinischen Geräten vorgestellt wurde, also Hardware, die am iphone angesteckt wird und so eine neues Gerät mit neuen Möglichkeiten darstellt.

    So geschlossen wie die pads wirken sind sie doch sehr offen für Entwickler.

  11. Re: Generationenwechsel in der IT

    Autor: swissmess 03.02.10 - 15:26

    >So geschlossen wie die pads wirken sind sie doch sehr offen für Entwickler.

    Und doch sind sie durch Apple dank der App-Store Richtlinien viel zu sehr beschränkt.

    Doch stimme ich zu, dass dieser Ansatz meiner Meinung nach genau der richtige ist.
    Diese Kategorie der "Pads" ist für mich ein Konsum-Gerät, sei es das Checken der Mails, das Surfen im Internet und Konsum von Medieninhalten und genau hier legt Apple für mich den richtigen Ansatz. Sie ziehen den User weg vom Bedienen des Systems, hin zur reinen Bedienung der momentan gewünschten Bedienung einer Funktion. Sei dies ein das Lesen des Ebooks oder Schauen eines kurzen Videos.
    Wenn ich produktiv arbeiten will nehme ich mein Notebook, wenn ich Filme schauen will, lass ich mir das auf den Fernseher streamen, und für Musik das gleiche mit der Musikanlage.
    Dies liebe ich an den iPhone/Androids und so sollen für mich die "Pads" sein.

    Dateien auf dem iPad? Für was? ok. Einzelne Dokumente,Bilder,Clips sind schon wichtig dabei zu haben, doch wozu grosse Sammlungen und ein umfassendes Dateimanagement? Das speichere ich lieber auf dem PC und ziehe es mir übers Netz...

    Aber wie schon "nocheiner" sagte, lasst uns sehen was die 2. Generation bringt.

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