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Als langjähriger Hörgeräteträger

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  1. Als langjähriger Hörgeräteträger

    Autor: Toaster 10.05.17 - 12:18

    Als langjähriger Hörgeräteträger kann ich mir das irgendwie nicht vorstellen, dass sich jemand sowas freiwillig ins Ohr steckt. Es sieht einfach, wenn man ehrlich ist, scheiße aus. Und nicht selten werde ich selbst auf das Gerät angesprochen. Sie haben einfach gesellschaftlich einen anderen Standpunkt als eine Uhr oder eine Brille. Außerdem stört so ein Teil auch oft. Musik beispielsweise hört sich über alle Geräte, welche ich bisher getestet habe, grausig an.

    Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.

  2. Re: Als langjähriger Hörgeräteträger

    Autor: Legacyleader 10.05.17 - 13:49

    Für die Optik gibt es Im Ohr Geräte die praktisch unsichtbar sind und mittlerweile auch wireless mit App Support arbeiten. Musik klingt im Hörgerät in der Automatik immer Kacke weil so ein Hörgerät darauf fokussiert ist Sprache zu verstärken. Musik wird teilweise als Störgeräusch klassifiziert und unterdrückt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.05.17 13:53 durch Legacyleader.

  3. Re: Als langjähriger Hörgeräteträger

    Autor: DJHarty 10.05.17 - 13:58

    Bin auch Hörgerät Träger und habe ein Gerät von Starkey/Kind und muss sagen, Musik ist sehr gut, brauchte aber auch sehr lange beim Akustiker gebraucht, um es so einzustellen wie es für Musik gut ist. Es geht aber und man sollte immer seine eigene Musik mitnehmen und danach geht es.
    Ich selber möchte ich die Bluetooth Funktion nicht mehr müssen. Telefonieren geht super, gerade im Auto sehr praktisch. Musik geht auch ganz gut.

  4. Re: Als langjähriger Hörgeräteträger

    Autor: Arsenal 10.05.17 - 14:36

    Naja das Problem ist halt, dass wir gesellschaftlich gewisse Dinge aufgeprägt bekommen.

    Brille = Intelligent
    Leute die einen nicht verstehen = dumm

    Überspitzt formuliert.
    Früher war das Brillen tragen häufig bedingt durch vieles Lesen bei schlechtem Licht, oder zumindest haben die dann eine Brille geholt weil sie nichts mehr lesen konnten, die anderen haben vielleicht einfach schlecht gesehen ohne, dass sie was dagegen gemacht haben (konnten es sich vermutlich auch nicht leisten). Also waren Leute die eine Brille getragen haben meist wohlhabender und belesener, was häufig als intelligenter gilt.

    Wenn man nicht verstanden wird und Dinge mehrmals wiederholen muss, oder das Gegenüber nicht zugibt etwas (rein akustisch) nicht verstanden zu haben und dann etwas falsches macht, wirkt er schwer von begriff und daher dumm.

    Warum allerdings Hörgeräte so verpönt sind verstehe ich nicht ganz. Vielleicht weil diese eine lange Zeit lang fast ausschließlich von alten Menschen getragen wurden, und auch nicht besonders toll funktioniert haben und das noch die öffentliche Meinung zu Hörgeräten prägt. Die neuen sind ja nun wirklich nicht mehr auffällig. Da sehen einige Kopfhörer mit denen die Leute rumlaufen deutlich unschöner aus.

    Ich weiß nicht was so ein Ding wiegt, aber man könnte doch auch eins als "Ohrring" ausführen, eventuell mit austauschbaren Schalen, so dass diese auch täglich oder so gewechselt werden könnten. Das wäre eventuell für modebewusste Menschen noch eine interessantere Möglichkeit - oder gibt es das auch schon?

  5. Re: Als langjähriger Hörgeräteträger

    Autor: Kanalamarama 10.05.17 - 15:03

    Gibt es, allerdings nicht als "normales" Hörgerät. Trage eine Bonebridge (ähnlich wie ein Cochlea-Implantat) Diese wird hinter dem Ohr getragen und mit einer implantierten Induktionsspule + Magneten gehalten. Die Cover sind wechselbar und der Hersteller bietet unterschiedliche Designs an. Falls es dich interessiert kannst du ja mal nach Med El Samba suchen.

  6. Re: Als langjähriger Hörgeräteträger

    Autor: holminger 10.05.17 - 17:23

    Ich trage seit 2 Jahren ein Hörsystem. Es hat ganz nette Features, u.a. Bluetooth und kann damit vom iPhone aus gesteuert werden, incl. ortsbasierter Profilumschaltung und anderer Dinge. Die Örtlichkeiten und das zugehörige Profil muss ich allerdings einmal per Hand in der App festlegen, ist aber nicht schlimm. Musik klingt für mich 'natürlich'. Klein ist es auch und fällt dank gleicher Farbe wie mein Brillengestell kaum auf, trotz sehr kurzer Haare. Insofern habe ich noch Glück, dass ich mit so einem kleinen Gerät auskomme.
    Allerdings ist es von der Größe und, man muss es auch sagen, vom Preis her nichts für ältere Herrschaften, zumindest nicht für jeden. Der Batteriewechsel ist zu fummelig und der Preis ist jenseits von gut und böse. Ich hatte mehrere Geräte im Test und habe dabei festgestellt, dass die Qualität des Gerätes, also die Klangverarbeitung, Störgeräuschunterdrückung usw. stark vom Preis abhängen. Die Kassengeräte sind halt nicht so prall, gerade in lauten Umgebungen haben sie doch Probleme. Insofern sollten die Krankenkassen da mehr übernehmen, damit mehr Menschen ein richtig gutes Gerät bekommen können. Muss ja nicht mit Connectivity sein, aber eine zeitgemäße digitale Signalverarbeitung sollte es sein. Für Homöopathie zahlen sie teilweise auch, obwohl die Wirksamkeit nicht bewiesen ist.

  7. Re: Als langjähriger Hörgeräteträger

    Autor: theonlyone 10.05.17 - 18:57

    Das größte "Problem" von Hörgeräten ist eben das die alten Teile furchtbar ausgesehen haben und eben einfach nur basis Modelle von der Kasse waren.

    Bei Brillen war das an sich genauso, dafür hat man sich bei den uralten furchtbar dicken auch "geschämt", umso leichter und modischer sie aussehen umso besser.

    Bei Hörgeräten gibt es sicherlich auch deutlich bessere "Designs" die zum einen nicht aussehen wie ein medizinisches Gerät oder sogar zum Accessoire werden (den es soll ja Leute geben die stecken sich Schmuck an die Ohren).

    Die Entwicklung hinkt beim Hörgerät einfach sehr hinterher, weil es viele gibt die eins bräuchten aber sich keins holen, gerade alte Menschen und die fallen dann negativ auf. Eine Brille kaufen sich auch einige erst wenn sie eigentlich schon lange eine bräuchten und schämen sich oft erst mal dafür , ist eben auch ein Prozess (Veränderung eben, muss man sich dran gewöhnen).

    Die aktuelle Generation der alten Menschen ist beim Technik Thema eben auch nicht so richtig die Zielgruppe und alles unter ~40 das ein Hörgerät braucht, da ist die Anzahl der Zielgruppe wohl einfach vergleichsweise gering und die Geräte damit überproportional teuer (den alles was als medizinisches Gerät durchgeht ist einfach mindestens Faktor 100 teurer als es sein müsste, traurige Tatsache).

    ----

    Viele Features aus dem Hörgerät werden ja in ganz normale Kopfhörer nach und nach übertragen.
    Eine Geräuschunterdrückung gibt es schon lange, bestimmte störende Geräusche rausfiltern gibts auch, Musikhören kann man damit sowieso und wireless Kopfhörer für zu Hause oder auf der Arbeit empfinde ich als überaus angenehm (um Welten besser als der gesamten Umgebung mit lauter Musik auf die Eier zu gehen).

    Von daher, umso besser die Technik sich hier entwickelt umso besser für alle.
    Ab einem bestimmten Punkt sind die Geräte dann so winzig und die Feature-Liste so überzeugend, das eigentlich jeder eins haben will.
    Ein Killer-Feature wäre eine Synchron-Übersetzung des Geräts, oder eine KI im Ohr die einen Antworten zuflüstern kann gerade in Kombination mit Smartphone / Brille dürfte das wunderbar funktionieren.

  8. Re: Als langjähriger Hörgeräteträger

    Autor: Boxer73 10.05.17 - 22:42

    Klingt ein bisschen nach Babelfisch.. :-D

  9. Re: Als langjähriger Hörgeräteträger

    Autor: Arsenal 10.05.17 - 22:45

    Der hatte auch das Batterieproblem gelöst...

    Wie weit ist eigentlich die Software für die Hololens, dass man die zur Problem anderer Leute Brille aufrüsten kann?

  10. Re: Als langjähriger Hörgeräteträger

    Autor: elf 11.05.17 - 11:10

    Toaster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... Und nicht selten werde ich selbst auf das Gerät angesprochen.
    Wie machst du das? Ich trage schon immer die größten HdO-Geräte mit Schlauch, früher hautfarben/beige, heute anthrazitfarben. Meine Haare sind auch kurz genug als dass man sie ohne Probleme sehen kann. Angesprochen werde ich höchst selten und dann auch nur von Leuten, die selbst HGs tragen oder sich gerade mit dem, nunja, Umstand anzufreunden versuchen, sprich Leute, die mit der Thematik zu tun haben.
    Wenn ich mich mit jemand neuem unterhalte und diesen aufgrund seiner mieserablen Aussprache auch nur sehr schlecht verstehe, mache ich von mir aus explizit auf mein Handycap aufmerksam. Ja nicht mal Frauen, die penibelst auf ihr eigenes Äußeres achten und darauf wert legen, dass auch ja ihre neueste Errungenschaft von Ohrringen erkannt und ohne Aufforderung gewürdigt werden; ja selbst die erkennen nicht, dass ich extrem eingeschränkt bin und quasseln munter ohnepunktundkomma drauf los.

    > Sie haben einfach gesellschaftlich einen
    > anderen Standpunkt als eine Uhr oder eine Brille.
    Das ist wohl wahr. Dabei ist das absolut fatal für betroffene Nichtträger! Wer ein HG dringend bräuchte, darauf aber aus innerer Ablehnung verzichtet, gerade derjenige hört und versteht seine Umgebung schlechter und stellt denn typischen Dummen dar, den man mit dem HG verbindet. Dabei kehrt so ein Hörgerät die Situation genau um, sprich, der Hörgeschädigte versteht mit Hörgerät plötzlich viel mehr und besser, was zu weniger dummen Reaktionen führt.

  11. Re: Als langjähriger Hörgeräteträger

    Autor: MasterBlupperer 11.05.17 - 14:02

    Servus,

    ich hab mittlerweile jetzt auch seit meiner Jugend ein Hörgerät.

    Toaster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als langjähriger Hörgeräteträger kann ich mir das irgendwie nicht
    > vorstellen, dass sich jemand sowas freiwillig ins Ohr steckt.
    > Es sieht einfach, wenn man ehrlich ist, scheiße aus.

    Ja, wobei die Gründe vielfältig sind. Es gibt ja einerseits wirklich InOhr-Geräte die relativ klein - praktisch unsichtbar. Da sollte die Optik jetzt kein Grund mehr sein. Selbst die kleinem HinterOhr-Geräte mit externen Lautsprecher sind mittlerweile ziemlich unscheinbar. Einzig die leistungsstärkeren Geräte fallen etwas auf (einmal von BoneBridge usw. abgesehen).

    Allerdings selbst die größeren Geräte müssen nicht mehr scheiße aussehen. Da hat sich imho in den letzten paar Jahren viel getan.

    > Und nicht selten werde ich
    > selbst auf das Gerät angesprochen.

    Also *das* wurde ich in den vielen Jahren noch nie. Wobei - doch, einmal: als ich ein Leihgerät hatte mit Bluetooth-Anbindung und darüber telefonierte ;-)

    > Sie haben einfach gesellschaftlich einen
    > anderen Standpunkt als eine Uhr oder eine Brille.

    Das stimmt allerdings - wobei ich das schade finde. Es ist ja nicht so, dass sich die Person (in der Regel) selber herausgesucht hat.

    > Außerdem stört so ein Teil auch oft.
    > Musik beispielsweise hört sich über alle Geräte, welche ich
    > bisher getestet habe, grausig an.

    Ja, nicht nur das. mich stört vor allem etwas anderes - die "normalen" Umgebungsgeräusche, die zum Teil relativ laut werden. Besonders z.B. in Restaurants kann ich dadurch nur erschwert einem Gespräch folgen.

    Allerdings: auch hier hat sich sehr viel getan. Mein aktuelles Gerät ist in ~3 Monaten knapp 6 Jahre alt. Anfang des Jahres konnte ich ein neues, damals aktuelles Hörgerät testen (das Vorgänger-Modell von dem hier erwähnten). Der Unterschied war gewaltig!

    Sprache war deutlich besser zu verstehen und Umgebungsgeräusche konnten endlich auf ein angenehmes Maß reduziert werden (auch bei schwierigen Umgebungen). Generell war das Hören gefühlt viel "normaler" möglich. Das gleiche galt im übrigen für Musik - mein bisheriges Hörgerät kannte zwar ein getrenntes Musik-Profil, aber es hörte sich dennoch immer irgendwie komisch an. Auch da hat sich nach meinem Test viel getan.

    Also ich für mein Teil zähle die Tage, bis die 6 Jahre vorbei sind - alleine schon wegen den oben genannten Vorteilen. Dazu kommen noch solche bequem Sachen wie die Smartphone-Unterstützung via BluetoothLE usw. (damit eine Freisprecheinrichtung etc.) bzw. die Möglichkeit das Hörgerät als Bluetooth-"Kopfhörer" zu nutzen.

    Die Unterdrückung von Umgebungsgeräusche ist dabei auch nicht nur für "hörende" Attraktiv, sondern auch - insbesondere - auch für Personen die tatsächlich auf ein HG angewiesen sind. Genau die Funktion hilft nämlich auch bei schwierigen Umgebungen sich mit jemandem unterhalten zu können.

    Das also nur mal meine Erfahrung :-)

  12. Innen-Ohr-Geräte kannst Du in die Tonne hauen

    Autor: Fanti4ever 11.05.17 - 14:14

    Innenohrgeräte sind nach meinem Empfinden einach nur grauenhaft für den Träger. Sie verstopfen den Hörkanal, außer einer kleinen Bohrung in der Mitte des Gerätes. Dadurch wird das Hören des "eigenen Innenlebens" vor allem über den Knochenschall wahr genommen.

    Was das bedeutet kann jeder testen, indem er sich mal die Ohren zuhält (nicht die Finger komplett reindrücken), dabei Erdnüsse isst und versucht noch was vom Fernseher zu verstehen. Da hilft auch die Verstärkung des Geräts nix mehr. Das ist einfach scheiße. Außerdem fühlen die Dinger sich an, als hätte man dauerhaft mit einem Fremdkörper in den Ohren zu tun. Fürchterlich.

    Ich weiß das so genau, weil ich auch dachte, die Auf-Ohr-Geräte "verschandeln" mich und jeder sieht sie sofort. Deshalb habe ich welche in den Ohren gestestet. Die Auf-Ohr-Geräte sind heute aber so klein, dass die meisten Menschen gar nicht sehen, dass ich Hörgeräte trage. Ich vergesse sogar nach über 3 Jahren noch manchmal, die Abends raus zu nehmen, weil sie einfach nicht von mir wahr genommen werden.

    Ich wurde zwar schon auf die Geräte angesprochen, aber auch öfter von Leuten, die selber Hörgeräte tragen und wissen wollen, wie ich mit meinen klar komme. Erfahrungsaustausch.

    Von allen nicht Trägern die mich ansprachen, habe ich bisher auch noch nie gehört, dass sie mich bemitleiden oder mich gar für dumm halten. Die sind eher neugierig, weil die Geräte heutzutage so klein, aber dabei so leistungsfähig sind.

    Also seit ich meine Hörgeräte habe, ist meine Lebensqualität extrem gestiegen. Ich würde die niemals wieder freiwillig hergeben.

  13. Re: Als langjähriger Hörgeräteträger

    Autor: elf 11.05.17 - 16:31

    MasterBlupperer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Allerdings selbst die größeren Geräte müssen nicht mehr scheiße aussehen.
    > Da hat sich imho in den letzten paar Jahren viel getan.

    Zum Beispiel das hier finde ich schaut richtig lässig aus:


    Das ist zumindest mein derzeitiger Favourit als Nachfolger. Wird aber leider nicht in jeder Kombination angeboten. Beim letzten Siemens-Gerät hätte ich mich für "durchsichtig" entschieden, um die Technik darin offen zu präsentieren. Mein Audi hat mir davon aber abgeraten, da das Plastik nach einer gewissen Zeit unansehnlich werden würde.

    > > Und nicht selten werde ich
    > > selbst auf das Gerät angesprochen.
    >
    > Also *das* wurde ich in den vielen Jahren noch nie. Wobei - doch, einmal:
    > als ich ein Leihgerät hatte mit Bluetooth-Anbindung und darüber
    > telefonierte ;-)

    Stimmt, ging mir so als ich Musik ohne erkennbare Kopfhörer gehört habe. Inzwischen gibt es sowas für Normalhörende ja auch (Induktionsspule mit Knopf im Ohr).
    Allerdings hab ich mir das nur kurz angetan, da die Musik bei meinen HGs doch recht dünn ist (Tiefton lässt sich nicht vernünftig verstärken). Musik höre ich also tatsächlich über separate Kopfhörer (ohne die Sprache auch nur annähernd zu verstehen) oder über Good old Stereoanlage. Die Tieftöner geraten direkt ins Ohr ohne separate Verstärkung.

    > > Sie haben einfach gesellschaftlich einen
    > > anderen Standpunkt als eine Uhr oder eine Brille.
    >
    > Das stimmt allerdings - wobei ich das schade finde. Es ist ja nicht so,
    > dass sich die Person (in der Regel) selber herausgesucht hat.

    Brillenträger haben sich das oft auch nicht herausgesucht.
    Hörgeräte werden einfach noch zu häufig mit alten Menschen in Verbindung gebracht, in diese Gruppe möchte man als (noch-)nicht-Träger nicht einsortiert werden.

    > mich stört vor allem etwas anderes - die "normalen"
    > Umgebungsgeräusche, die zum Teil relativ laut werden. Besonders z.B. in
    > Restaurants kann ich dadurch nur erschwert einem Gespräch folgen.
    Bei meinen 5 jährigen HG funktioniert das eigentlich ganz gut. Problem ist nur, dass meine aktuellen Hörgeräte für mich nicht leistungsstark genug sind.

    Anstatt Geräusch-unterdrückung würde ich viel lieber ein System bevorzugen, das die Eingangsverstärkung von vorn herein reduziert, sobald es lauter wird. Je lauter, desto weniger stark verstärken. Das hatte mein Vorgängergerät (Signia) einigermaßen gut hinbekommen. Denn wenn es lauter ist, reden die Leute auch selbst von sich aus lauter, also warum dann auch noch stärker verstärken?
    Die neuen Geräte versuchen dagegen viel zu stark, sich nur auf Sprache zu konzentrieren. Gefühlsmäßig schreien dann die Leute einen regelrecht an, weil das Geräusch eines herannahenden LKWs viel zu effektiv unterdrückt wird. Nicht nur, dass ich mich dann selbst in Gefahr befinde, weil ich den LKW dann nicht mehr rechtzeitig höre bzw. erschecke, wenn dieser 1m neben mir plötzlich vorbeifährt. Die gesprochene Sprache wird dann auch noch munter ohne Not bis ans obere Ende meiner Schmerzgrenze verstärkt.

  14. Re: Als langjähriger Hörgeräteträger

    Autor: Toaster 11.05.17 - 18:53

    Nun, es überrascht dich vermutlich, dass ich erst 20 bin und schon im Kindergarten mein erstes Hörgerät bekam - jedoch nur einseitig.
    Leider ist mein Hörschaden so groß, dass die kleinen lustigen Hörgeräte nichts bringen. Ich brauche noch so recht große Brummer (aktuell Phonak Nadia Q3, von der Form her wie auf dem Bild meines Vorredners, jedoch farblich schlichter gehalten), und das fällt schon auf. Theoretisch kann das Gerät auch die ganzen Bluetooth Spielereien, praktisch höre ich dafür auf dem Ohr zu wenig.

    Ich habe oft mit neuen, Menschen zu tun, welche mich in der Regel schnell auf das Hörgerät achten ansprechen. Wenn ich mir vorstelle, dass ich dort sagen würde, ich trage es ich aus medizinischen Gründen würde ich bestimmt viele verwunderte Blicke ernten - aber die ersten Menschen mit dem Handy haben diese Blicke auch geerntet.

    Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.05.17 18:55 durch Toaster.

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