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Hätte gern mehr Anbieter mit DEX bzw. einen funktionierenden Desktop Modus

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  1. Hätte gern mehr Anbieter mit DEX bzw. einen funktionierenden Desktop Modus

    Autor: abufrejoval 08.03.19 - 07:43

    Ich habe DEX nie probiert, daher weiß ich nicht was es wirklich taugt. Aber mit PhoenixOS gibt es ein Android-x86 Derivat, mit dem man recht gut beurteilen kann, wie gut Android Applikationen auf einem Desktop funktionieren würden und das Ergebnis ist weit besser, als so mancher Linux-Desktop (sehr schnell und dabei ergonomisch ohne Rückstand gegenüber Windows 7 oder Cinnamon, was auf einem Atom selbst nativ deutlich zäher läuft).

    Ich benutze das auf Atom Rechnern (z.B. N3700), die schon ziemlich deutlich langsamer als selbst 820 oder 835 Qualcoms sind und damit gegenüber 845 oder 855 noch mal deutlicher zurückhängen. Das ist es ja gerade, was Android für Laptops gegenüber Windows so prädestinieren würde, daß die Anwendungen meist noch deutlich schlanker sind, dabei aber funktional vieles abdecken was man braucht. Und für den Rest kann man dann ja immer noch einen Terminal-Server nehmen, oder sogar auf dem Gaming-Boliden über Steam Streaming spielen.

    Ansonsten erschließt sich mir seit meinem letzten Note 3 nicht mehr, warum ich mehr Geld für Samsung Features ausgeben sollte, welche ich nicht will:
    * fehlende Unterstützung für internationale Netzstandards und schlechterer Prozessor (Exynos statt Qualcom)
    * exponierte Bildschirmkanten mit weitwinkligen Spiegelungen
    * fest installierter Akku mit Telefonzerstörungspotential dank Glas oder Metalgehäuse statt bequem abnehmbarer Plastikrückwand

    Und dann natürlich der Preis: Ja, ich will kein völlig überteuertes Super-Slim Notebook kaufen, wenn jeder herumstehende Monitor, Bluetooth Maus und -tastatur in Kombination mit dem Smartphone mir den besseren PC liefern. Aber das heißt nicht, daß ich das so eingesparte Geld deswegen in ein Handy stecken möchte, welches aus genau den gleichen Ingredienzen besteht, wie das Gerät welches zu einem Drittel des Preises von einem anderen Hersteller verkauft wird, der halt weniger Geld für Werbung verschleudert.

    Schade, daß anscheinend kaum ein Handy DisplayPort und USB 3 Bandbreite durch den USB-C Stecker ausführt: Damit hätte man schon 90% von allem was man selbst für einen 4K Desktop bräuchte. Huawei macht das beim Kirin 980, aber ohne root ist der tabu.

    Maru OS liefert auch einen interessanten Ansatz indem es den Desktop über WiDi liefert: Da hätte ich allerding bei der Latenz und Darstellungsqualität meine Zweifel.

    Was hingegen das Leistungspotential aktueller Smartphones schon aufzeigen kann ist z.B. ein Mate-Desktop über LinuxDeploy auf den man vom PC über X2Go zugreift. Dabei läuft ein aktuelles Ubuntu (Fedora, Debian etc. gehen natürlich auch) für ARM64 in einem chroot() Container auf dem Android Linux-Kernel mit einem vollständigen Ubuntu-Userland inklusive Desktop. Der wiederum benutzt einen X-Server mit unsichtbarem Framebuffer, welcher dann über das NoMachine Protokoll ohne merkliche Latenz und ohne merkliche optische Verluste auf jedem beliebigen PC über das Netz gespiegelt wird, quasi RDP/ICA für Linux.

    Bei mir läuft das auf meinem nicht mehr ganz taufrischen Entwicklungshandy, einem LeEco Le Max 2 mit einem 820'er und 6GB RAM auf 64GB eMMC. LibreOffice, Emacs, größere Compilerjobs, Internet, alles snappy. Weil das alles nativer ARM64 Code ist, überholt es damit den Atom N3700, den man genauso mit Ubuntu (x86-64) und x2Go betreiben kann.

    Nicht wie bei Windows on ARM, wo x86 meist auf ARM emuliert werden muß, weil nativer Code fehlt (Android-x86 emuliert zwar auch ARM auf x86, aber nur soweit Anwendungen nicht in Java geschrieben sind und selbst dann sind diese meist viel leichtgewichtiger).

    Was halt aktuell da fehlt ist der Zugriff auf das phyische Display des Handys oder einen externen MHL/DP/HDMI Ausgang sowie die GPU mit Vulkan oder OpenGL (deswegen auch nur MATE). Das ist ein reines Softwareproblem, aber offensichtlich eines, wo ohne den entsprechenden Willen von Google die nötigen Schnittstellen kaum entstehen dürften und Google will keine Handys mit Linux Desktops.

    Ich wäre auch mehr an einem funktionierendem Android Desktop interessiert, würde den Linux Desktop aber immer mitnehmen, wenn ich dafür auf den Laptop verzichten kann.

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