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  5. › WWDC 2018: iOS 12 und MacOS…

Project Marzipan

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  1. Project Marzipan

    Autor: budweiser 14.03.18 - 09:59

    Unter diesem Codenamen soll Apple ja an diesem Merge von iOS und Mac-Apps arbeiten. Die Idee an sich ist ja nicht sonderlich innovativ aber ich bin gespannt wie sie es umsetzen. Touchscreen?

  2. Re: Project Marzipan

    Autor: schap23 14.03.18 - 10:13

    Der Unsinn dabei ist, daß Apple iOS in MacOS bringen will. Umgekehrt würde da eher ein Schuh draus. iOS ist ursprünglich ein extrem abgespecktes Betriebssystem gewesen, daß nur für einen aufgemotzten Musikplayer rechen sollte (iPod). Die ganze Geschichte mit den Apps und was dann noch kam, war nie vorgesehen.

    Mit den Anforderungen an heutige Geräte ist eigentlich ein vollwertiges Betriebssystem notwendig. Das Gefrickel in iOS, um die Unzulänglichkeiten zu überspielen, ist eine Sackgasse. Geräte wie das iPad pro machen nur mit einem "richtigen" Betriebssystem Sinn.

    Android steht da besser da, da es auf Linux aufbaut.

  3. Re: Project Marzipan

    Autor: wonoscho 14.03.18 - 10:36

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Unsinn dabei ist, daß Apple iOS in MacOS bringen will. Umgekehrt würde
    > da eher ein Schuh draus.

    Naja, wünschen könnte man sich das schon.
    Aber es ist halt einfacher einen PKW in einen LKW zu verladen als umgekehrt.

    < iOS ist ursprünglich ein extrem abgespecktes
    > Betriebssystem gewesen, daß nur für einen aufgemotzten Musikplayer rechen
    > sollte (iPod). Die ganze Geschichte mit den Apps und was dann noch kam, war
    > nie vorgesehen.
    >
    Klar, aber die Ursprünge aller Betriebssysteme sind im vergleich zu heutigen Versionen sehr primitiv. Beispiel Windows 1.0.

    > Mit den Anforderungen an heutige Geräte ist eigentlich ein vollwertiges
    > Betriebssystem notwendig. Das Gefrickel in iOS, um die Unzulänglichkeiten
    > zu überspielen, ist eine Sackgasse. Geräte wie das iPad pro machen nur mit
    > einem "richtigen" Betriebssystem Sinn.
    >
    Ich sitze hier gerade vor einem iPad Pro, und ich halte die Funktioalität dieses Geräts durchaus für sinnvoll.

    > Android steht da besser da, da es auf Linux aufbaut.

    Wie gut oder schlecht es um Android steht sieht man am real existierenden Versionsnummer-Wirrwarr.

    Basiert doch auf Linux und Linux ist ein offenes Systen. Also ist es doch ganz einfach, alle Geräte auf dem selben Release-Stand zu halten.

    Oder etwa nicht ???
    Irgendwas scheint an diesem Dogma offensichtlich verkehrt zu sein.

  4. Re: Project Marzipan

    Autor: sofries 14.03.18 - 10:44

    Das stimmt so gar nicht. Das iPhone OS war von Anfang an so ausgelegt, dass es viele OS X Coretechnologien und APIs übernommen hatte. Das sieht man sehr gut, wenn man früher mit Xcode programmiert hat. Dies hat dazu geführt, dass das iPhone recht früh sehr gut aufgestellt war bzgl. Netzwerkkonfiguration, Internetbrowser, Powermanagement usw. Das iPhone OS war nie dazu da nur ein glorifizierter iPodersatz zu sein und niemand zu der Zeit hat das auch so empfunden, weil das OS trotz zu Beginn stark eingeschränkter Featureliste (die aber bedingt durch den geringen RAM und den Zeitdruck der Entwicklung) doch einen sehr mächtigen Kern hat.

    Ich hatte vor dem iPhone Release sehr teure Topsmartphones und man bekam nur Blödsinn wie WLAN Funktion, aber Browser, die HTML und CSS nicht richtig beherrschten. Oder E Mail Clients ohne IMAP und schon gar Nicht ohne Push Nachrichten (es sei denn man bezahlte RIM viel Geld für ganze 20mb, dass sie die eigenen Nachrichten bei sich durchschleusten). Beim iPhone OS hat man Webbrowsing und E-Mails zum ersten mal bei einem richtigen Telefon ernstgenommen, während Nokia gute Telefone mit Mistbrowser hatte oder gute Surfgeräte wie die 770 hatte, die als Telefon aber nicht nutzbar, sondern eher reine Minicomputer mit Linux waren.

    Zudem ist der Gedankengang des Vorposters nicht durchdacht. Apple hat kein Interesse sein X86 Betriebssystem auf seinen mobilen Geräten zu bringen. Man ist seit Jahren schon extrem sauer auf die Zulieferer Intel und AMD, weil sie die Produktentwicklung der Macs bestimmen und Apple die Kontrolle teilweise entreißen. Intel verschiebt ständig die Entwicklung der passenden Chips mit GT3e oder entwickelt sie viel zu langsam. Das ändert sich erst jetzt so langsam, da AMD wieder zur Konkurrenz gibt. Diese wiederum versorgen Apple mit GPUs, haben aber derzeit keine vernünftigen mobilen Produkte für Apple. Während iPad und iPhone Nutzer die stärksten verfügbaren Grafikeinheiten im mobilen Sektor benutzen und jedes Jahr zu Release die Performancekrone mit hohen zweistelligen Leistungszuwächsen erringen, dürfen sich MacBook Pro 15 Käufer für 2800¤ Über eine Radeon „Plus“ 555 mit ganzen 2GB VRAM freuen, die heutzutage untere Mittelklasse ist.

    Apple will schritt für schritt weg von diesen Firmen und seine eigenen Prozessoren und Grafikchips dafür bauen. Dieses Projekt sorgt dafür, dass man sukzessive die Nutzer an einen Workflow mit vielen nativen iOS Apps am Mac ranführt und dann irgendwann ein reines ARM Gerät vorstellt, bei dem der 08/15 Nutzer dann lieber zugreift weil er für wenig Geld 15-20 Stunden Akkulaufzeit und lautlose Lüfter bekommt.

    Und irgendwann später wandert dieses System nach oben bis auch die pro Geräte nur noch Apple Chips verwenden.

  5. Re: Project Marzipan

    Autor: Codemonkey 14.03.18 - 10:45

    Naja, ich will ehrlich gesagt nicht das iOS weniger abgespeckt ist, weil es ein Betriebssystem für Geräte ohne Virenscanner ist, das ich recht gedankenlos Kindern und Rentnern geben kann.
    Was viele vergessen ist das die extreme Sandbox die einzelne Apps brutal voneinander trennen soll und das ist auch gut so, ich zumindest will mit den Geräten auch nicht richtig arbeiten und für das was ich mal mache reicht es.

    Abgesehen davon basiert iOS auf Unix aber naja, das sagt rein gar nix.

  6. Re: Project Marzipan

    Autor: XHess 14.03.18 - 10:52

    sofries schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das stimmt so gar nicht. Das iPhone OS war von Anfang an so ausgelegt, dass
    > es viele OS X Coretechnologien und APIs übernommen hatte. Das sieht man
    > sehr gut, wenn man früher mit Xcode programmiert hat. Dies hat dazu
    > geführt, dass das iPhone recht früh sehr gut aufgestellt war bzgl.
    > Netzwerkkonfiguration, Internetbrowser, Powermanagement usw. Das iPhone OS
    > war nie dazu da nur ein glorifizierter iPodersatz zu sein und niemand zu
    > der Zeit hat das auch so empfunden, weil das OS trotz zu Beginn stark
    > eingeschränkter Featureliste (die aber bedingt durch den geringen RAM und
    > den Zeitdruck der Entwicklung) doch einen sehr mächtigen Kern hat.
    >
    > Ich hatte vor dem iPhone Release sehr teure Topsmartphones und man bekam
    > nur Blödsinn wie WLAN Funktion, aber Browser, die HTML und CSS nicht
    > richtig beherrschten. Oder E Mail Clients ohne IMAP und schon gar Nicht
    > ohne Push Nachrichten (es sei denn man bezahlte RIM viel Geld für ganze
    > 20mb, dass sie die eigenen Nachrichten bei sich durchschleusten). Beim
    > iPhone OS hat man Webbrowsing und E-Mails zum ersten mal bei einem
    > richtigen Telefon ernstgenommen, während Nokia gute Telefone mit
    > Mistbrowser hatte oder gute Surfgeräte wie die 770 hatte, die als Telefon
    > aber nicht nutzbar, sondern eher reine Minicomputer mit Linux waren.
    >
    > Zudem ist der Gedankengang des Vorposters nicht durchdacht. Apple hat kein
    > Interesse sein X86 Betriebssystem auf seinen mobilen Geräten zu bringen.
    > Man ist seit Jahren schon extrem sauer auf die Zulieferer Intel und AMD,
    > weil sie die Produktentwicklung der Macs bestimmen und Apple die Kontrolle
    > teilweise entreißen. Intel verschiebt ständig die Entwicklung der passenden
    > Chips mit GT3e oder entwickelt sie viel zu langsam. Das ändert sich erst
    > jetzt so langsam, da AMD wieder zur Konkurrenz gibt. Diese wiederum
    > versorgen Apple mit GPUs, haben aber derzeit keine vernünftigen mobilen
    > Produkte für Apple. Während iPad und iPhone Nutzer die stärksten
    > verfügbaren Grafikeinheiten im mobilen Sektor benutzen und jedes Jahr zu
    > Release die Performancekrone mit hohen zweistelligen Leistungszuwächsen
    > erringen, dürfen sich MacBook Pro 15 Käufer für 2800¤ Über eine Radeon
    > „Plus“ 555 mit ganzen 2GB VRAM freuen, die heutzutage untere
    > Mittelklasse ist.
    >
    > Apple will schritt für schritt weg von diesen Firmen und seine eigenen
    > Prozessoren und Grafikchips dafür bauen. Dieses Projekt sorgt dafür, dass
    > man sukzessive die Nutzer an einen Workflow mit vielen nativen iOS Apps am
    > Mac ranführt und dann irgendwann ein reines ARM Gerät vorstellt, bei dem
    > der 08/15 Nutzer dann lieber zugreift weil er für wenig Geld 15-20 Stunden
    > Akkulaufzeit und lautlose Lüfter bekommt.
    >
    > Und irgendwann später wandert dieses System nach oben bis auch die pro
    > Geräte nur noch Apple Chips verwenden.

    Hier sind einige sehr interessante Ansätze dabei. Eigene Chip Sparte ohne Abhängigkeit Dritter. Ist das ein Traum oder sind hier auch Beweise vorhanden das es so kommen soll? Woher kommen diese Aussagen?

    mhe

    --
    Always look on the bright side of life!

  7. Re: Project Marzipan

    Autor: Didatus 14.03.18 - 11:31

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Unsinn dabei ist, daß Apple iOS in MacOS bringen will. Umgekehrt würde
    > da eher ein Schuh draus. iOS ist ursprünglich ein extrem abgespecktes
    > Betriebssystem gewesen, daß nur für einen aufgemotzten Musikplayer rechen
    > sollte (iPod). Die ganze Geschichte mit den Apps und was dann noch kam, war
    > nie vorgesehen.
    >
    > Mit den Anforderungen an heutige Geräte ist eigentlich ein vollwertiges
    > Betriebssystem notwendig. Das Gefrickel in iOS, um die Unzulänglichkeiten
    > zu überspielen, ist eine Sackgasse. Geräte wie das iPad pro machen nur mit
    > einem "richtigen" Betriebssystem Sinn.
    >
    > Android steht da besser da, da es auf Linux aufbaut.

    Android war anfänglich als System für Digitalkameras gedacht und werde erst durch den Erfolg von Smartphones zu einem OS für eben diese aufgebohrt. (https://www.golem.de/news/andy-rubin-android-war-urspruenglich-fuer-digitalkameras-gedacht-1304-98779.html)
    iOS basiert auf dem macOS Kernel und ist daher alles andere als ei abgespecktes System.

    Letztendlich haben beide Systeme klein angefangen und sich groß entwickelt.

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