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Ein paar Fehler im Artikel....

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  1. Ein paar Fehler im Artikel....

    Autor: kvoram 08.12.16 - 12:52

    Liebes Golem-Team, es ist schön, daß Ihr einen recht ausführlichen Test geschrieben habt und auch auf andere praktische Themen wie Lautstärke, USB-C und Linux näher eingeht.
    Leider macht ihr jedoch einige Fehler, die ich bei den "IT-News für Profis" nicht erwarten würde, erst recht nicht bei gleich drei beteiligten Autoren:

    > Wir können nur spekulieren, warum das Anker-Akkupack nicht funktioniert.
    > Möglicherweise reicht das Power-Delivery-Profil 1 (10 Watt, 5 Volt, 2 Ampere)
    > dem Zenbook nicht aus.

    Falsch, das Anker-Akkupack (ich vermute mal dieses: https://www.anker.com/products/A1371012) unterstützt kein USB Power Delivery!
    USB Power Delivery 2.0/3.0 sind separate Spezifikationen, die ein spezifisches Kommunikationsprotokoll zur Aushandlung von Ladestrom und -spannung zwischen zu ladendem Gerät und der Stromquelle beinhalten. USB Power Delivery Profile 1 mit 5V/2A liegt zwar innerhalb dessen, was mit einem Nicht-USB-PD-fähigen USB-C Ladegerät möglich ist (5V/3A normalerweise oder optional 5V/5A mit speziellen Kabeln). Das sind aber zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Ein "normales" USB-C Ladegerät unterstützt kein USB-PD, auch nicht Profile 1.
    Wenn ein Gerät die Stromversorgung via USB-Power Delivery Spezifikation vorschreibt, dann muß die Stromquelle dies auch unterstützen.
    Das Macbook lässt sich auch mit einem "normalen UB-C Ladegerät/Akkupack laden, weil es nunmal auch das Laden über ein "dummes" USB-C-Ladegerät ohne USB-PD zulässt.

    Das macht die anderen Probleme beim Notebook oder dem Adapter nicht besser, aber es ist wichtig, daß ihr bei solchen Themen sachlich korrekt seid und nicht für mehr Unwissenheit/Verwirrung bei euren Lesern sorgt.

    Das man von Herstellern hier auch oft falsche Infos zu USB-C bekommt, egal ob von deren Presse-, Support-, oder Social Media-Abteilungen, ist ärgerlich, aber sollte doch erst recht Ansporn für eine sachliche und detaillierte Analyse sein.
    Für eines der grössten IT-Magazine in Deutschland sollte es auch möglich sein, dies z. B. hiermit zu untersuchen: http://graniteriverlabs.com/usb-pd/ oder http://plugable.com/products/usbc-tkey/


    Ein weiterer irritierender Fehler unterläuft euch bei der SSD:

    > Gute Akkulaufzeit und M-Sata-SSD mit Bloatware-Manager
    > ...
    > Allerdings ist die verbaute HFS512g39mnd-3510a von SK Hynix im M.2-Format
    > nur per SATA mit 6 GBit/s (mSATA) angebunden...
    > ...
    > Bei einem Gerät mit einem Startpreis von rund 1.500 Euro ist eine mSATA-SSD
    > allerdings nicht zeitgemäß.

    Eine SSD im m.2-Formfaktor mit SATA-Protokoll hat nichts mit einer mSATA-SSD zu. Das sind, wieder, zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Bitte korrigieren.


    Zum dritten:
    > An das Innere kommt man allerdings nicht, normale Schraubendreher passen
    > nicht.

    Dass ihr dann noch die simplen Torx-Schrauben nicht erkennt, ist auch nicht nachvollziehbar. Passende Schraubendreher sind sicherlich in der Größe nicht in jedem Haushalt vorhanden, aber es sind normale Standard-Torx-Schrauben, für die man auch überall einen passenden Schraubendreher bekommt.

    Und zum vierten:
    > Die HDMI-Buchse ermöglicht eine Ausgabe mit bis zu 4.096 x 2.160 Pixeln.
    > Die Ausgabe an einem 4K-UHD-Fernseher ist also kein Problem.
    > ...
    > In der Praxis dürfte es ohnehin kaum Unterschiede geben, ob nun HDMI oder
    > Displayport übertragen wird, wenn dahinter ohnehin ein Wandler arbeitet.

    Zunächst einmal sollte man darauf hinweisen, daß via diesem Adpater und HDMI nur 30Hz bei 4K/UHD möglich sind (da eben nur HDMI 1.4).
    Ob ein USB-C Gerät DisplayPort oder HDMI als Alternate Mode nutzt ist wichtig, da der HDMI Alternate Mode nur für HDMI 1.4 spezifiziert ist. Mit einem zukünftigen HDMI Alternate Mode wäre man bei 4K/UHD also immer auf 30Hz limitiert. Der DisplayPort Alternate Mode kann aber wiederum via zusätzlichem HDMI 2.0-Adapter auch auf einem 4K/UHD-HDMI-Gerät 60Hz erlauben. Zudem soll der DisplayPort Alternate Mode bei zukünftigen Geräten langfristig auch DP1.3/DP1.4 erlauben. In der Praxis ist der Unterschied also je nach Anwendungsfall sehr wohl von Bedeutung.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.12.16 13:04 durch kvoram.

  2. Re: Ein paar Fehler im Artikel....

    Autor: Lagganmhouillin 08.12.16 - 13:14

    Noch ein Zusatz, wenn wir schon dabei sind: was "tonale Fähigkeiten" sein sollen, erschließt sich einem musikinteressierten Leser auch nicht. Vielleicht sollte man, bevor man solche Begriffe verwendet, diese einfach mal nachschlagen. Ein Tipp: in der Wikipedia steht ein guter Artikel zu diesem Thema.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.12.16 13:19 durch Lagganmhouillin.

  3. Re: Ein paar Fehler im Artikel....

    Autor: as (Golem.de) 08.12.16 - 15:15

    Hallo,

    kvoram schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Wir können nur spekulieren, warum das Anker-Akkupack nicht funktioniert.
    >
    > > Möglicherweise reicht das Power-Delivery-Profil 1 (10 Watt, 5 Volt, 2
    > Ampere)
    > > dem Zenbook nicht aus.
    >
    > Falsch, das Anker-Akkupack (ich vermute mal dieses: www.anker.com
    > unterstützt kein USB Power Delivery!

    Es ist wie gesagt Spekulation. Was das Anker Powerpack da genau macht ist nicht spezifiziert. Type C Current 3A wohl auf jeden Fall. Eine Protokollanalyse haben wir nicht betrieben, ja. In irgendeiner Art und Weise schickt das Powerpack Strom an das Macbook, dass es akzeptiert. Vielleicht ist es auch ein proprietärer Power-Delivery-kompatibler Modus.

    Das Power Pack macht soweit ich das überblicke auch durchaus Battery Charge (nicht standardkonform anscheinend). Steht auch nirgends. Das ist leider schwierig, manche Smartphones unterstützen BC. Hersteller sagt: wir unterstützen BC explizit nicht. Die Techniker, die die Testsysteme konstruieren sagen: Ja, das ist BC, aber bitte nicht mich als Quelle nennen, weil das nicht genannt werden darf...

    > USB Power Delivery 2.0/3.0 sind separate Spezifikationen, die ein
    > spezifisches Kommunikationsprotokoll zur Aushandlung von Ladestrom und
    > -spannung zwischen zu ladendem Gerät und der Stromquelle beinhalten. USB
    > Power Delivery Profile 1 mit 5V/2A liegt zwar innerhalb dessen, was mit
    > einem Nicht-USB-PD-fähigen USB-C Ladegerät möglich ist (5V/3A normalerweise
    > oder optional 5V/5A mit speziellen Kabeln). Das sind aber zwei
    > unterschiedliche Paar Schuhe. Ein "normales" USB-C Ladegerät unterstützt
    > kein USB-PD, auch nicht Profile 1.

    Wir haben hier normale USB-C-Ladegeräte, die definitiv diverse Profile unterstützen. Ob das alles Standardkonform ist, sei dahingestellt.

    > Wenn ein Gerät die Stromversorgung via USB-Power Delivery Spezifikation
    > vorschreibt, dann muß die Stromquelle dies auch unterstützen.

    Das ist in der Praxis nicht so. Siehe die Google-Qualcomm-Problematik. Da gibt es keinen Zwang und die USB-IF probiert verzweifelt die Situation unter Kontrolle zu bekommen. In jedem Falle gibt es genug Beispiele, wo Hersteller vorgeben PD zu unterstützen, dann aber die Standards in einigen Details verletzen. PD 3.0 soll da gewisse Zwänge durchsetzen können. Aber das müssen wir abwarten, mangels verbreiteter Zertifizierter Hardware.

    > Das Macbook lässt sich auch mit einem "normalen UB-C Ladegerät/Akkupack
    > laden, weil es nunmal auch das Laden über ein "dummes" USB-C-Ladegerät ohne
    > USB-PD zulässt.

    Es muss da schon Unterschiede geben. Ein anderes USB-Ladegerät von APC via Adapter versagt jedenfalls fast, obwohl auch hier 2,4A ausgegeben werden. Und die Adapter-Lösung ist ja auch wenig intelligent und damit "normal". Nach ein paar Experimenten erlaubt das Macbook wohl USB Type C Current mit 2.4A. USB BC mit 2.4A wird allerdings nicht voll unterstützt. Das Macbook entlädt dann teilweise.

    Ich habe eh Pläne das weiter zu untersuchen und werde die Hinweise auf jeden Fall berücksichtigen. Ich mache auch gleich ein Update, dass es vermutlich USB Type C Current 3A ist.

    > Das macht die anderen Probleme beim Notebook oder dem Adapter nicht besser,
    > aber es ist wichtig, daß ihr bei solchen Themen sachlich korrekt seid und
    > nicht für mehr Unwissenheit/Verwirrung bei euren Lesern sorgt.

    Das war nicht beabsichtigt.

    > Das man von Herstellern hier auch oft falsche Infos zu USB-C bekommt, egal
    > ob von deren Presse-, Support-, oder Social Media-Abteilungen, ist
    > ärgerlich, aber sollte doch erst recht Ansporn für eine sachliche und
    > detaillierte Analyse sein.

    Eine detaillierte Analyse dieser Problematik würde schlicht den Artikelumfang sprengen. Ist die Frage, ob wirklich 5 bis 6 Seiten zur USB-PD-Problematik in einem Notebook-Test sein sollten.

    > Für eines der grössten IT-Magazine in Deutschland sollte es auch möglich
    > sein, dies z. B. hiermit zu untersuchen: graniteriverlabs.com oder
    > plugable.com

    Danke für den Hinweis, das werden wir uns mal anschauen. Wir haben noch andere im Auge und verschaffen uns da gerade den Überblick. Wir haben übrigens nicht mit den genannten Problemen gerechnet.

    > Eine SSD im m.2-Formfaktor mit SATA-Protokoll hat nichts mit einer
    > mSATA-SSD zu. Das sind, wieder, zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Bitte
    > korrigieren.

    Das war eine bedauerliche Verwechslung. Tatsächlich stand das da vorher nicht. Ich habe es beim Kollegen hineinkorrigiert... :( Ist gleich korrigiert. Danke für den Hinweis.

    > Zum dritten:
    > > An das Innere kommt man allerdings nicht, normale Schraubendreher passen
    >
    > > nicht.
    >
    > Dass ihr dann noch die simplen Torx-Schrauben nicht erkennt, ist auch nicht
    > nachvollziehbar.

    Im Text steht nicht, dass wir die Schrauben nicht erkannt haben. Ich hab' diverse Feinmechaniker-Schraubendreher und wir können auch Apple-Notebooks ohne Probleme öffnen. Es ging darum, dass das keine "normalen" Schrauben sind, also im Wortsinne, wie auch oben verwendet. Hersteller nutzen diese auch, um einen Zugriff durch normale Anwender zu verhindern.

    Ich habe letzte Woche mein Elitebook zerlegen müssen wegen Staubproblematiken. Ich bin dabei in die zweite Schrauben-Ebene geraten. Mit Spezialschrauben stellt man indirekt sicher, dass eine gewisse Grundqualifikation besteht. RAM, SSD, WWAN kann man über Kreuzschlitz erreichen, alles andere über Torx beim Elitebook 2740p. Ich musste die Tastatur entfernen, das ist ein Teil, bei dem HP das Notebook mitunter abholt. Wenn man allerdings sagt, man kann die tauschen, dann darf man das auch.

    Bei Panasonic ist das anders, da darf man gar nicht ans Innere der Notebooks.

    > Passende Schraubendreher sind sicherlich in der Größe
    > nicht in jedem Haushalt vorhanden, aber es sind normale
    > Standard-Torx-Schrauben, für die man auch überall einen passenden
    > Schraubendreher bekommt.

    Da ist die Frage wie man normal definiert. Auch proprietäre Schrauben sind mitunter "normal" aus der Perspektive eines Mechanikers, der den ganzen Tag mit proprietären Schrauben arbeitet. So ein Mechaniker wäre dann auch ein "normaler" Anwender.

    > Und zum vierten:
    > > Die HDMI-Buchse ermöglicht eine Ausgabe mit bis zu 4.096 x 2.160 Pixeln.
    >
    > > Die Ausgabe an einem 4K-UHD-Fernseher ist also kein Problem.
    > > ...
    > > In der Praxis dürfte es ohnehin kaum Unterschiede geben, ob nun HDMI oder
    >
    > > Displayport übertragen wird, wenn dahinter ohnehin ein Wandler arbeitet.
    >
    > Zunächst einmal sollte man darauf hinweisen, daß via diesem Adpater und
    > HDMI nur 30Hz bei 4K/UHD möglich sind (da eben nur HDMI 1.4).
    > Ob ein USB-C Gerät DisplayPort oder HDMI als Alternate Mode nutzt ist
    > wichtig, da der HDMI Alternate Mode nur für HDMI 1.4 spezifiziert ist.

    Das steht in dem verlinkten Artikel, den ich damals geschrieben habe, ja. Daran habe ich aus rein praktischen Szenarien bei dem Notebook nicht gedacht, wird gleich korrigiert.

    > Mit einem zukünftigen HDMI Alternate Mode wäre man bei 4K/UHD also immer auf
    > 30Hz limitiert.

    Ich würde nicht per se ausschließen, dass zukünftige Weiterentwicklung immer limitiert sind. Wer weiß, was die HDMI LLC noch so vorhat.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

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