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Akkulaufzeit

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  1. Akkulaufzeit

    Autor: make 02.02.17 - 08:30

    "Diese sollen Hintergrundaufgaben wie das Abfragen von E-Mails im Ruhemodus erledigen. Das soll Energie sparen und die Akkulaufzeit erhöhen."
    Ob Apple wohl weiß, das ein ausschlaggebender Faktor bei einer gewünschten längeren Akkulaufzeit ein größerer Akku sein kann und nicht mehrere niedrig getaktetere Prozessoren und ein kleinerer Akku?

  2. Re: Akkulaufzeit

    Autor: Rolf Schreiter 02.02.17 - 08:45

    Ob die Apple-Kunden wohl wissen dass ein größerer Akku mehr Platzverbrauch, mehr Gewicht, und höhere Kosten mit sich bringen?

  3. Re: Akkulaufzeit

    Autor: sskora 02.02.17 - 09:18

    Die Apple Watch hält ca einen Tag durch.
    Die pebble hält mehrere Tage bis Wochen. Und das bei so weit ich weis kleinerem Akku (kann mich aber auch täuschen). Und das weil die pebble weniger Strom verbraucht...

    Klar, die Apple Watch kann mehr. Aber die Kunst besteht doch dann, in Zukunft das selbe aus der pebble zu holen wie die Apple Watch kann (das meine ich nur als allgemeines Beispiel. Ich weis dass pebble nicht die Ambitionen hat eine Apple Watch zu werden)

  4. Re: Akkulaufzeit

    Autor: elmcrest 02.02.17 - 09:19

    Na ja an den Kosten wird das nichts ändern - zumindest wäre es keine Rechtfertigung. Ob jetzt 4.000 oder 4021,50 ....

    Die größe würde sich wohl ändern - oder, meine eigentliche Vermutung: Apple hat sich verzockt und sie haben eine neue Akku technologie in der Pipeline die verspätet ist. Aber klar sicherheitshalber schon mal die Preise für die zukünftige Technik schon heute aufrufen :P



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.02.17 09:22 durch elmcrest.

  5. Re: Akkulaufzeit

    Autor: Kondratieff 02.02.17 - 10:02

    sskora schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die pebble hält mehrere Tage bis Wochen. Und das bei so weit ich weis
    > kleinerem Akku (kann mich aber auch täuschen). Und das weil die pebble
    > weniger Strom verbraucht...

    Eine valide Feststellung :D

    > Klar, die Apple Watch kann mehr. Aber die Kunst besteht doch dann, in
    > Zukunft das selbe aus der pebble zu holen wie die Apple Watch kann (das
    > meine ich nur als allgemeines Beispiel. Ich weis dass pebble nicht die
    > Ambitionen hat eine Apple Watch zu werden)

    Pebble gibt es auch nicht mehr, zumindest nicht als unabhängiger Hersteller von Smartwatches. Es wird also (höchstwahrscheinlich) keine weiteren Pebbles geben und selbst wenn, wäre der Energieverbrauch bei gleichem Funktionsumfang sicherlich nicht besser als bei anderen Smartwatches. Denn die Pebble-Uhren können die Laufzeit auch nur erreichen, weil sie im trockenen Vergleich einen reduzierten Funktionsumfang anbieten. Jetzt sind wir aber off topic..

    Wenn ich dich richtig verstehe, ist deine Aussage, dass ein kleinerer Akku nicht nachteilig sein muss, wenn gleichzeitig der Stromverbrauch gesenkt wird.
    Meine Antwort: Jein, denn ein größerer Akku bei geringerem Verbrauch würde sich “überproportional“ positiv auf die Laufzeit auswirken. Im Allgemeinen hat man schon relativ früh festgestellt (es gibt zahlreiche Veröffentlichungen; soweit ich weiß, u.a. vom Club of Rome), dass Effizienzsteigerungen unterm Strich von Leistungssteigerungen "aufgefressen" werden, sodass oftmals ein Status quo gehalten wird (Der Dieselmotor verbraucht dank Common-Rail weniger? Prima, dann können wir ja das Drehmoment erhöhen...).

    Die o.g. Aussage auf Apple gemünzt wäre ungefähr so: Sobald Apple bzw. die Zulieferer die Energieeffizienz erhöhen, wird der Akku und damit das Gehäusevolumen verkleinert. Um die Brücke zu meinem "Jein" zu schlagen: Ist das jetzt schlecht? Nicht unbedingt, wenn die Akkulaufzeit bislang vom Nutzer als positiv oder ausreichend angesehen wird und diese erhalten bleibt. Aber wenn man auf eine Verkleinerung des Gehäusevolumens verzichten kann und eher auf die Laufzeit achtet, ist die bisherige Entwicklung nicht sinnvoll.

  6. Re: Akkulaufzeit

    Autor: opodeldox 02.02.17 - 10:04

    sskora schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Apple Watch hält ca einen Tag durch.

    2 bis 3 Tage kann man mit seiner Apple Watch verbringen, natürlich abhängig von der Nutzung.

    > Die pebble hält mehrere Tage bis Wochen. Und das bei so weit ich weis
    > kleinerem Akku (kann mich aber auch täuschen). Und das weil die pebble
    > weniger Strom verbraucht...

    Ja, weil sie nicht nur weniger Features hat, sondern auch wesentlich schlechtere Hardware. Das ist also kein Kunststück.

    > Klar, die Apple Watch kann mehr. Aber die Kunst besteht doch dann, in
    > Zukunft das selbe aus der pebble zu holen wie die Apple Watch kann (das
    > meine ich nur als allgemeines Beispiel. Ich weis dass pebble nicht die
    > Ambitionen hat eine Apple Watch zu werden)

    Pebble ist vor allen Dingen pleite und Apple Marktführer, die Frage ist also, wer hat da die richtigen Entscheidungen getroffen? Es gibt auch physikalische Grenzen im Stromverbrauch und eine einfach Uhr, wie die Pebble, wird niemals so viele Features wie die Apple Watch, bei der selben Akkulaufzeit, liefern können. Davon abgesehen hat Apple wesentlich mehr Ressourcen, KnowHow und Zeit, wenn jemand eine Smart Watch wie die Apple Watch baut, mit der Pebble Akkulaufzeit, dann Apple und nicht Pebble, die konnten sich nichtmal ihr aktuelle Produkt leisten.

  7. Re: Akkulaufzeit

    Autor: opodeldox 02.02.17 - 10:06

    Ziel ist es vermutlich den Akku kleiner zu dimensionieren, bei der gleichen Laufzeit.

  8. Re: Akkulaufzeit

    Autor: Kondratieff 02.02.17 - 10:23

    opodeldox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, weil sie nicht nur weniger Features hat, sondern auch wesentlich
    > schlechtere Hardware. Das ist also kein Kunststück.

    Ich persönlich würde in diesem Fall davon absehen, von besserer oder schlechterer Hardware zu sprechen, denn für den Nutzen und für die Funktionen der Pebble-Uhren wurde die Hardware von Testern - zumindest in den von mir gelesenen Tests - als adäquat wahrgenommen.

    > Pebble ist vor allen Dingen pleite und Apple Marktführer, die Frage ist
    > also, wer hat da die richtigen Entscheidungen getroffen?

    Eine stark vereinfachte Darstellung, die davon zeugt, dass du nicht sehr viel über Marktmechanismen, Innovationsgenese etc. weißt.
    Bsp.: Deutschland hat eine, auf internationaler Ebene verglichen, sehr große KMU-Landschaft. Viele dieser KMUs in den verschiedensten Branchen und Organisationsfeldern sind sogenannte Hidden Champions, d.h. Unternehmen, die in ihrer Nische führend sind, aber von der allgemeinen Bevölkerung nicht wahrgenommen werden, da diese KMUs eben nicht auf dem Massenmarkt mitmischen. Man sollte dann aber wissen, was man tut, wenn man diese KMUs und ihre Nischenprodukte mit auf dem Massenmarkt agierenden Großunternehmen vergleicht.

    > Akkulaufzeit, liefern können. Davon abgesehen hat Apple wesentlich mehr
    > Ressourcen, KnowHow und Zeit, wenn jemand eine Smart Watch wie die Apple
    > Watch baut, mit der Pebble Akkulaufzeit, dann Apple und nicht Pebble, die
    > konnten sich nichtmal ihr aktuelle Produkt leisten.

    Ja, vermutlich nicht ganz falsch, aber wahrscheinlich wieder stark verkürzt. Wenn man sich die vorgestellten Produkte anschaut, wollte Pebble in der Nische bleiben und keine Uhren auf den Markt bringen, die in allen belangen mit der Apple Watch oder vergleichbaren Smartwatches mithalten können. Wenn man sich anschaut, was Pebble vorher auf die Beine gestellt hat, kann man davon ausgehen, dass die neuen Uhren nicht zu ambitioniert sind. Die Probleme liegen vermutlich eher in einer Vielzahl von interdependenten Problemen beim Umstieg von einem fast komplett über Crowdfunding finanziertes Projekt zu einem nur noch teilweise per Crowdfunding finanzierten Unternehmen.

  9. Re: Akkulaufzeit

    Autor: opodeldox 02.02.17 - 11:05

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich persönlich würde in diesem Fall davon absehen, von besserer oder
    > schlechterer Hardware zu sprechen ...

    Das stimmt vermutlich, sie ist weniger Leistungsfähig.

    > > Pebble ist vor allen Dingen pleite und Apple Marktführer, die Frage ist
    > > also, wer hat da die richtigen Entscheidungen getroffen?
    >
    > Eine stark vereinfachte Darstellung, die davon zeugt, dass du nicht sehr
    > viel über Marktmechanismen, Innovationsgenese etc. weißt.
    > [...] Viele dieser KMUs in den verschiedensten Branchen und
    > Organisationsfeldern sind sogenannte Hidden Champions, d.h. Unternehmen,
    > die in ihrer Nische führend sind, aber von der allgemeinen Bevölkerung
    > nicht wahrgenommen werden [...]

    Das ist alles korrekt, aber ich glaube nicht das Pebble sich selbst als Nischenprodukt gesehen hat, da sie mehr als eine Millionen Pebbles verkauft haben, denke ich auch nicht dass sie eines waren. Die Apple Watch hat ausserdem gezeigt das solche Produkte keine kleine Nische sind. Pebble hatte einfach ein Produkt, das der Markt nicht wollte. Sie waren nicht Premium, so wie Apple, der Preis war aber auch nicht so viel geringer. Wenn es um Fitnesstracking geht hat FitBit alles platt gemacht.

    > Ja, vermutlich nicht ganz falsch, aber wahrscheinlich wieder stark
    > verkürzt. Wenn man sich die vorgestellten Produkte anschaut, wollte Pebble
    > in der Nische bleiben und keine Uhren auf den Markt bringen, die in allen
    > belangen mit der Apple Watch oder vergleichbaren Smartwatches mithalten
    > können.

    Ich glaube nicht dass es so gelaufen ist, sie haben einen Platz für ihr Produkt gebraucht. Mit Apple in Konkurrenz stehen machen keinen Sinn, das hat nicht mal Microsoft geschafft. Dazu haben Pebble schlicht die Ressourcen gefehlt. Pebble wollt eine günstigere Alternative, mit langer Akkulaufzeit, sein. Sie konnten aber leider kein ordentliches Design liefern, sie haben zu viele Produkte bzw. Varianten angeboten und hatten nicht die notwendigen Fittnessfeatures. Der Markt hätte sich Problemlos in Pebble und Apple Watch aufteilen können.

    > Wenn man sich anschaut, was Pebble vorher auf die Beine gestellt
    > hat, kann man davon ausgehen, dass die neuen Uhren nicht zu ambitioniert
    > sind. Die Probleme liegen vermutlich eher in einer Vielzahl von
    > interdependenten Problemen beim Umstieg von einem fast komplett über
    > Crowdfunding finanziertes Projekt zu einem nur noch teilweise per
    > Crowdfunding finanzierten Unternehmen.

    Ich glaube Problem war zu viele Produkte:

    2013 - Pebble Classic
    2014 - Pebble Steel
    -----------------------------------
    2015 - Pebble Time
    2015 - Pebble Time Steel
    2015 - Pebble Time Round
    ----------------------------------
    2016 - Pebble 2
    2016 - Pebble 2 SE
    2016 - Pebble Time 2
    2016 - Pebble Core

    Anstatt den Focus auf ein günstiges und ein premium Produkt zu legen, haben sie immer mehr Produkte entwickelt und sind sogar in neue Kategorien mit dem pebble Core aufgebrochen. Es ist kein Wunder dass die Kosten aus dem Ruder gelaufen sind.

  10. Re: Akkulaufzeit

    Autor: Kondratieff 02.02.17 - 11:41

    opodeldox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kondratieff schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich persönlich würde in diesem Fall davon absehen, von besserer oder
    > > schlechterer Hardware zu sprechen ...
    >
    > Das stimmt vermutlich, sie ist weniger Leistungsfähig.
    >
    > > > Pebble ist vor allen Dingen pleite und Apple Marktführer, die Frage
    > ist
    > > > also, wer hat da die richtigen Entscheidungen getroffen?
    > >
    > > Eine stark vereinfachte Darstellung, die davon zeugt, dass du nicht sehr
    > > viel über Marktmechanismen, Innovationsgenese etc. weißt.
    > > [...] Viele dieser KMUs in den verschiedensten Branchen und
    > > Organisationsfeldern sind sogenannte Hidden Champions, d.h. Unternehmen,
    > > die in ihrer Nische führend sind, aber von der allgemeinen Bevölkerung
    > > nicht wahrgenommen werden [...]
    >
    > Das ist alles korrekt, aber ich glaube nicht das Pebble sich selbst als
    > Nischenprodukt gesehen hat, da sie mehr als eine Millionen Pebbles
    > verkauft haben, denke ich auch nicht dass sie eines waren. Die Apple Watch
    > hat ausserdem gezeigt das solche Produkte keine kleine Nische sind.

    Da hast du mich falsch verstanden und die falsche Schlussfolgerung daraus gezogen. Ich habe nicht die Smartwatch als Nischenprodukt definiert, sondern den Bereich innerhalb des Smartwatch-Marktes (wie auch immer man diesen Bereich definieren möchte).

    >Pebble hatte einfach ein Produkt, das der Markt nicht wollte.

    Falsch. Genau das ist das innovative am (überraschend alten) Konzept des Crowdfundings (ich habe mal eine kleine Untersuchung zu Crowdfunding als einen möglichen Bewältigungsmechanismus gegen Marktunsicherheiten durchgeführt): Durch das Gegenleistung-basierte Crowdfunding (je nach Literatur werden drei bis vier verschiedene Arten von Crowdfunding differenziert) erschafft man sich gleichzeitig den Markt und kümmert sich um die Finanzierung. Die Unterstützer waren also der Markt.

    Davon abgesehen steht deine Aussage "Pebble hatte einfach ein Produkt, das der Markt nicht wollte" in Widerspruch zu der früheren Aussage, dass Pebble-Uhren sich millionenfach verkauft haben.


    > Ich glaube nicht dass es so gelaufen ist, sie haben einen Platz für ihr
    > Produkt gebraucht. Mit Apple in Konkurrenz stehen machen keinen Sinn, das
    > hat nicht mal Microsoft geschafft.

    Diese Aussage fußt aber auf der Prämisse, dass Pebble mit Apple in Konkurrenz stand.

    > Pebble wollt eine günstigere Alternative, mit langer Akkulaufzeit, sein.

    Wenn man sich die Timeline anschaut und wenn man Apple und Pebble unbedingt (ob sinnvoll oder nicht) als direkte Konkurrenten zusammen in denselben Ring werfen möchte, müsste die Apple Watch als teurere und technisch komplexere Alternative zu Pebble gelten.

    >Sie konnten aber leider kein ordentliches Design liefern
    Was ist denn ein "ordentliches Design"?

    > sie haben zu viele Produkte bzw. Varianten angeboten
    Ist das als Fakt etabliert? Wenn nein, wie wird diese Hypothese denn gestützt bzw. belegt?

    > und hatten nicht die notwendigen Fittnessfeatures.

    Sind Fitnessfeatures notwendig? Wodurch drückt sich diese Notwendigkeit aus? Wieso hatten die ersten Pebbles trotzdem einen Markt? Davon abgesehen, hatte Apple zu der Zeit der Erscheinung der meisten Pebbles auch keine Fitnessfeatures (da das Unternehmen nicht mal eine Smartwatch hatte...).


    >Der Markt hätte sich Problemlos in Pebble und Apple Watch aufteilen können.
    Problemlos? Was ist mit den anderen Smartwatches und dem starken Akteur (Global Player) Google?

    > Ich glaube Problem war zu viele Produkte:
    >
    > 2013 - Pebble Classic
    > 2014 - Pebble Steel
    > -----------------------------------
    > 2015 - Pebble Time
    > 2015 - Pebble Time Steel
    > 2015 - Pebble Time Round
    > ----------------------------------
    > 2016 - Pebble 2
    > 2016 - Pebble 2 SE
    > 2016 - Pebble Time 2
    > 2016 - Pebble Core
    >
    > Anstatt den Focus auf ein günstiges und ein premium Produkt zu legen, haben
    > sie immer mehr Produkte entwickelt und sind sogar in neue Kategorien mit
    > dem pebble Core aufgebrochen. Es ist kein Wunder dass die Kosten aus dem
    > Ruder gelaufen sind.

    Es kann sein, dass die Kosten aus dem Ruder gelaufen sind. Das ist dann ein (zusätzliches) Eintscheidungs-/Managementproblem.

  11. Re: Akkulaufzeit

    Autor: opodeldox 02.02.17 - 12:21

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da hast du mich falsch verstanden und die falsche Schlussfolgerung daraus
    > gezogen. Ich habe nicht die Smartwatch als Nischenprodukt definiert,
    > sondern den Bereich innerhalb des Smartwatch-Marktes (wie auch immer man
    > diesen Bereich definieren möchte).

    Da habe ich dich falsch verstanden ja, aber mit Millionen verkauften Pebble waren sie in diesem kleinen Markt keine Nische. 2014 lag Pebble auf dem zweiten Platz, nach Samsung und ohne Apple als Konkurrenz. Sie waren also in deiner guten Position sich als Kontrast zu denn Fullfeaturesmartwatches zu positionieren.

    > Falsch. Genau das ist das innovative am (überraschend alten) Konzept des
    > Crowdfundings (ich habe mal eine kleine Untersuchung zu Crowdfunding als
    > einen möglichen Bewältigungsmechanismus gegen Marktunsicherheiten
    > durchgeführt): Durch das Gegenleistung-basierte Crowdfunding (je nach
    > Literatur werden drei bis vier verschiedene Arten von Crowdfunding
    > differenziert) erschafft man sich gleichzeitig den Markt und kümmert sich
    > um die Finanzierung. Die Unterstützer waren also der Markt.

    Die Herausforderung nach dem Crowdfunding besteht dann aber darin weiterhin der Produkt verkaufen zu können, so dass das Unternehmen bestehen kann. Über Kickstarter haben sie 68,929 Uhren abgesetzt und insgesamt über 1 Millionen verkauft. Der Markt muss schon dagewesen sein und Kickstarter war ein guter Weg um Buzz zu generieren. Die erste Pebble war damals auch gut, ich hatte sie selbst. Sie haben dann aber nicht die Geschindkeit aufgenommen um ein richtig gutes Nachfolgeprodukt auf den Markt zu bringen, dass diese Leute aktiviert zu upgraden, oder Neukunde zu werden.

    Dass Pebble am Ende seiner Lebenszeit nochmal einen Kickstarter gemacht hat, als letzter Kraftakt, zeigt dass das Unternehmen sich nicht gut aufstellen konnte und vermutlich bestand die Hoffnung mit dem Geld das Ruder noch mal herumreissen zu können.

    > Davon abgesehen steht deine Aussage "Pebble hatte einfach ein Produkt, das
    > der Markt nicht wollte" in Widerspruch zu der früheren Aussage, dass
    > Pebble-Uhren sich millionenfach verkauft haben.

    Sieht aus wie ein Widersprich, ich meinte damit aber die Gen2 Uhren, die im Gegensatz zur Gen1 harte Konkurrenz hatte.


    > Diese Aussage fußt aber auf der Prämisse, dass Pebble mit Apple in
    > Konkurrenz stand.

    Ich glaube das so zu sehen ist valide, am Ende hat man nur eine Uhr und muss sich entscheiden.

    > Wenn man sich die Timeline anschaut und wenn man Apple und Pebble unbedingt
    > (ob sinnvoll oder nicht) als direkte Konkurrenten zusammen in denselben
    > Ring werfen möchte, müsste die Apple Watch als teurere und technisch
    > komplexere Alternative zu Pebble gelten.

    Das ist sie meiner Meinung nach auch.

    > >Sie konnten aber leider kein ordentliches Design liefern
    > Was ist denn ein "ordentliches Design"?

    Subjektiv, aber ich finde die Pebbles sagen alle nicht modern aus und die Gehäuse/Screen Ration war schlecht.

    > > sie haben zu viele Produkte bzw. Varianten angeboten
    > Ist das als Fakt etabliert? Wenn nein, wie wird diese Hypothese denn
    > gestützt bzw. belegt?

    2013 hatten sie noch Probleme die ersten Modelle herstellen zu können, 2016 wollen sie dann schon mit 4 neuen Produkten auf den Markt kommen, jeweils in Varianten mit verschiedenen Armbändern usw. Das ist was Apple macht, aber Apple macht auch 17 Milliarden Gewinn im Jahr. Ich habe keinen Einblick in deren Bücher, aber das klingt nach zu schnellem Wachstum bei den Produkten, für so ein kleines Unternehmen.

    > > und hatten nicht die notwendigen Fittnessfeatures.
    >
    > Sind Fitnessfeatures notwendig? Wodurch drückt sich diese Notwendigkeit
    > aus? Wieso hatten die ersten Pebbles trotzdem einen Markt? Davon abgesehen,
    > hatte Apple zu der Zeit der Erscheinung der meisten Pebbles auch keine
    > Fitnessfeatures (da das Unternehmen nicht mal eine Smartwatch hatte...).

    Das ist der Punkt, als die Pebble herauskam war der Markt und die Konkurrenz klein. Dann kamen Samsung und Apple mit Hightechuhren. Fitbit hat den Fittnessmarkt im Griff und Withings bietet klassisches Design mit Features. Der Fittnessmarkt ist halt interessant, da diese Leute gerne Tracker haben und man seinem Produkt einen direkten Nutzen mit auf dem Weg geben kann. Pebble hat diese Features dann auch hinzugefügt. Das dieses Tracking so dominant ist liegt nicht zuletzt an dem Problem des Markes, seinen Produkten Relevanz zu geben.

    > >Der Markt hätte sich Problemlos in Pebble und Apple Watch aufteilen
    > können.
    > Problemlos? Was ist mit den anderen Smartwatches und dem starken Akteur
    > (Global Player) Google?

    Was ich hätte ehr sagen sollen, der Markt hätte sich in Lowtech und Hightechuhren teilen können, beides hat Benefits die man zu USPs verarbeiten kann. Damit kann ich natürlich auch sehr falsch liegen, wie die aktuelle Entwicklung zeigt.


    > Es kann sein, dass die Kosten aus dem Ruder gelaufen sind. Das ist dann ein
    > (zusätzliches) Eintscheidungs-/Managementproblem.

    Ich glaube es ist ehr ein Symptom. (Kommt aufs Selbe hinaus.)

  12. Re: Akkulaufzeit

    Autor: Kondratieff 02.02.17 - 14:02

    opodeldox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kondratieff schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Da hast du mich falsch verstanden und die falsche Schlussfolgerung
    > daraus
    > > gezogen. Ich habe nicht die Smartwatch als Nischenprodukt definiert,
    > > sondern den Bereich innerhalb des Smartwatch-Marktes (wie auch immer man
    > > diesen Bereich definieren möchte).
    >
    > Da habe ich dich falsch verstanden ja, aber mit Millionen verkauften Pebble
    > waren sie in diesem kleinen Markt keine Nische. 2014 lag Pebble auf dem
    > zweiten Platz, nach Samsung und ohne Apple als Konkurrenz. Sie waren also
    > in deiner guten Position sich als Kontrast zu denn Fullfeaturesmartwatches
    > zu positionieren.
    >
    > > Falsch. Genau das ist das innovative am (überraschend alten) Konzept des
    > > Crowdfundings (ich habe mal eine kleine Untersuchung zu Crowdfunding als
    > > einen möglichen Bewältigungsmechanismus gegen Marktunsicherheiten
    > > durchgeführt): Durch das Gegenleistung-basierte Crowdfunding (je nach
    > > Literatur werden drei bis vier verschiedene Arten von Crowdfunding
    > > differenziert) erschafft man sich gleichzeitig den Markt und kümmert
    > sich
    > > um die Finanzierung. Die Unterstützer waren also der Markt.
    >
    > Die Herausforderung nach dem Crowdfunding besteht dann aber darin weiterhin
    > der Produkt verkaufen zu können, so dass das Unternehmen bestehen kann.
    Ja, das sehe ich auch so.

    > Der Markt muss schon dagewesen sein


    Diese Aussage war früher im Zentrum der Push/Pull-Debatte. Man hat später festgestellt, dass ein Markt in der Regel nicht vorher existiert, sondern vom Innovationsnetzwerk erst generiert wird.

    > Die erste Pebble war damals auch gut,
    > ich hatte sie selbst. Sie haben dann aber nicht die Geschindkeit
    > aufgenommen um ein richtig gutes Nachfolgeprodukt auf den Markt zu bringen,
    > dass diese Leute aktiviert zu upgraden, oder Neukunde zu werden.

    Kann sein, oder nicht. Dazu kann ich leider nicht viel sagen, habe zu diesem Thema nicht geforscht oder auch sonst Literatur gelesen...

    > Dass Pebble am Ende seiner Lebenszeit nochmal einen Kickstarter gemacht
    > hat, als letzter Kraftakt, zeigt dass das Unternehmen sich nicht gut
    > aufstellen konnte und vermutlich bestand die Hoffnung mit dem Geld das
    > Ruder noch mal herumreissen zu können.

    Ja, ich teile diese (in meinen Augen plausible) Ansicht, obwohl sie erst mal unbelegt ist. Kann auch sein, dass Pebble den “Underdog-Status" aufrechterhalten wollten o.Ä.

    > > Davon abgesehen steht deine Aussage "Pebble hatte einfach ein Produkt,
    > das
    > > der Markt nicht wollte" in Widerspruch zu der früheren Aussage, dass
    > > Pebble-Uhren sich millionenfach verkauft haben.
    >
    > Sieht aus wie ein Widersprich, ich meinte damit aber die Gen2 Uhren, die im
    > Gegensatz zur Gen1 harte Konkurrenz hatte.

    Ah, ok.


    > > Diese Aussage fußt aber auf der Prämisse, dass Pebble mit Apple in
    > > Konkurrenz stand.
    >
    > Ich glaube das so zu sehen ist valide, am Ende hat man nur eine Uhr und
    > muss sich entscheiden.

    Diese allgemeingültig formulierte Aussage kann von einer einzigen Person widerlegt werden, die mehr als eine Uhr besitzt. Glücklicherweise gibt es sogar mehr als eine Person, die mehr als eine Uhr besitzt.
    Ich weiß aber natürlich, was gemeint war ;-)

    > > Wenn man sich die Timeline anschaut und wenn man Apple und Pebble
    > unbedingt
    > > (ob sinnvoll oder nicht) als direkte Konkurrenten zusammen in denselben
    > > Ring werfen möchte, müsste die Apple Watch als teurere und technisch
    > > komplexere Alternative zu Pebble gelten.
    >
    > Das ist sie meiner Meinung nach auch.
    >
    > > >Sie konnten aber leider kein ordentliches Design liefern
    > > Was ist denn ein "ordentliches Design"?
    >
    > Subjektiv, aber ich finde die Pebbles sagen alle nicht modern aus und die
    > Gehäuse/Screen Ration war schlecht.

    Ah, du meinst Design alltags/umgangssprachlich als Synonym für das äußere Erscheinungsbild. Ja, subjektiv.
    >
    > > > sie haben zu viele Produkte bzw. Varianten angeboten
    > > Ist das als Fakt etabliert? Wenn nein, wie wird diese Hypothese denn
    > > gestützt bzw. belegt?
    >
    > 2013 hatten sie noch Probleme die ersten Modelle herstellen zu können, 2016
    > wollen sie dann schon mit 4 neuen Produkten auf den Markt kommen, jeweils
    > in Varianten mit verschiedenen Armbändern usw. Das ist was Apple macht,
    > aber Apple macht auch 17 Milliarden Gewinn im Jahr. Ich habe keinen
    > Einblick in deren Bücher, aber das klingt nach zu schnellem Wachstum bei
    > den Produkten, für so ein kleines Unternehmen.
    >
    Da sollte man natürlich differenzieren und nachforschen, inwiefern diese unterschiedlichen Produkte sich in einem größeren bzw. zu großem Aufwand bzgl. Design (hier: Konzeption und Entwurf), Entwicklung sowie Produktion niederschlagen. Denn es wird vermutlich kein Unternehmen in die Insolvenz treiben, bei einer Uhr bspw. ein rotes Gummiarmband zusätzlich zum schwarzen anzubieten.

    > > > und hatten nicht die notwendigen Fittnessfeatures.
    > >
    > > Sind Fitnessfeatures notwendig? Wodurch drückt sich diese Notwendigkeit
    > > aus? Wieso hatten die ersten Pebbles trotzdem einen Markt? Davon
    > abgesehen,
    > > hatte Apple zu der Zeit der Erscheinung der meisten Pebbles auch keine
    > > Fitnessfeatures (da das Unternehmen nicht mal eine Smartwatch hatte...).
    >
    > Das ist der Punkt, als die Pebble herauskam war der Markt und die
    > Konkurrenz klein. Dann kamen Samsung und Apple mit Hightechuhren. Fitbit
    > hat den Fittnessmarkt im Griff und Withings bietet klassisches Design mit
    > Features. Der Fittnessmarkt ist halt interessant, da diese Leute gerne
    > Tracker haben und man seinem Produkt einen direkten Nutzen mit auf dem Weg
    > geben kann. Pebble hat diese Features dann auch hinzugefügt. Das dieses
    > Tracking so dominant ist liegt nicht zuletzt an dem Problem des Markes,
    > seinen Produkten Relevanz zu geben.

    Ok, ich verstehe besser, was du meinst.

    > > >Der Markt hätte sich Problemlos in Pebble und Apple Watch aufteilen
    > > können.
    > > Problemlos? Was ist mit den anderen Smartwatches und dem starken Akteur
    > > (Global Player) Google?
    >
    > Was ich hätte ehr sagen sollen, der Markt hätte sich in Lowtech und
    > Hightechuhren teilen können, beides hat Benefits die man zu USPs
    > verarbeiten kann. Damit kann ich natürlich auch sehr falsch liegen, wie die
    > aktuelle Entwicklung zeigt.
    >
    > > Es kann sein, dass die Kosten aus dem Ruder gelaufen sind. Das ist dann
    > ein
    > > (zusätzliches) Eintscheidungs-/Managementproblem.
    >
    > Ich glaube es ist ehr ein Symptom. (Kommt aufs Selbe hinaus.)

    Kann gut sein, da habe ich keinen Einblick und würde mich nur ungern zu weit aus dem Fenster lehnen ;-)

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  3. Mit ZF und Nvidia Deutsche Post entwickelt autonome Streetscooter

  1. Samyang: Schnelles Weitwinkelobjektiv für Sonys FE-Kameras
    Samyang
    Schnelles Weitwinkelobjektiv für Sonys FE-Kameras

    Sony hat mit der FE-Serie spiegellose Kameras im Sortiment, für die viele Dritthersteller Objektive anbieten. Neu ist das Autofokusobjektiv mit 35 mm und f/1,4 von Samyang, das als lichtstarke und erschwingliche Lösung gedacht ist.

  2. USB-C: DxO zeigt Ansteckkamera für Android-Smartphones
    USB-C
    DxO zeigt Ansteckkamera für Android-Smartphones

    Die Ansteckkamera von DxO hat bisher nur iPhone-Nutzern zu besseren Fotos verholfen, jetzt folgt eine Neuauflage für USB-C-Smartphones mit Android-Betriebssystem. Und auch für die iOS-App gibt es Neuerungen.

  3. SSD: Samsungs 860 Evo und 970/980 gesichtet
    SSD
    Samsungs 860 Evo und 970/980 gesichtet

    In naher Zukunft soll Samsung sein Midrange- und Highend-SSD-Portfolio aktualisieren: Die 860 Evo im 2,5-Zoll-Formfaktor und die 970/980 Evo oder Pro tauchen jeweils in Datenbanken auf. Als plausibler Termin wird Januar 2018 genannt.


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