1. Foren
  2. Kommentare
  3. OpenSource
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › 3D-Grafiksuite: Blender 2.80 ist…

Leider noch nichts für Gelegenheitsnutzer

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Leider noch nichts für Gelegenheitsnutzer

    Autor: Anonymer Nutzer 15.07.19 - 14:33

    Ich habe mir vor 3 Wochen die 2.8 Version mir angesehen. Ich kann da auch das gute Video-Tutorial von Golem hier empfehlen!
    Ich finde, dass hier leider sehr viel Potenzial vergeben worden ist. Die 2.8 Version ist ein sehr großer Schritt, aber für Gelegenheitsnutzer ist diese einfach viel zu umständlich und kompliziert leider. Hier hätte es etwas mehr Feinschliff und Mut gebraucht meiner Meinung nach um diese Software auch mehr für Einsteiger attraktiver zu machen mit z.B. vorkonfigurierten Best-Practice Szenarien. Meine Erfahrungen mit Blender 2.8 im Detail:
    1. kein Schriftauswahl-Dialog. So etwas hat seit Jahrzehnten jedes Programm, welches das benötigt. Lösung: ein gutes Add-On. Aber wie man dieses installiert wird nicht beschrieben. Ist dann letztendlich simpel, aber da gehen locker mal 3-4 Stunden für drauf inkl. Suche. Im Netz ist man über die Entscheidung so einen Dialog nicht reinzunehmen in 2.8 auch entsetzt.
    2. Gruppieren von Objekten: Standardfunktionalität von 3D Programmen, hier gibt es Collections. Wenn man dann aber so eine Collection mitsamt dem Inhalt verschieben und drehen möchte geht das nicht, sondern nur mit einzelnen Objekten in der Collection. Dann wieder Googlen, Blender 2.6 und 2.8 Wirrwar mit Vorschlägen Menüpunkte auszuwählen, die dann nicht existieren und irgendwann gibt man auf. Vielleicht liegt es noch an der Beta-Version - glaube ich aber eher nicht.
    3. Eine Szene beleuchten. Hier wären vordefinierte Szenarien super. Denn selbst in der Realität kann man mit mehreren Scheinwerfern sich als Laie stundenlang mit dem Thema beschäftigen. In einem 3D Programm ist das auch nicht leicht.
    4. Textur platzieren. Man nehme einen Würfel und eine quadratische Textur, welche man auf eine Seite klatschen möchte. Hier würde man meinen, dass es eine Option gibt, diese automatisch anzupassen. Gibt es nicht - man landet im UV-Editor, Nodes und 2.6 Tutorials welche für 2.8 nicht funktionieren. Manuell zurecht skalieren kann es doch auch nicht sein.
    5. Import und Export von 3D-Objekten: Glücksspiel mit den Texturen. Man kann leicht den Pfad anzeigen lassen, was fehlt. Aber dieser wird nur ganz kurz eingeblendet (ca. 1 Sekunde). Es soll wohl eine Console geben, aber dann findet man sich auf der Python Console wieder. wieder Goggle-Blender-Tutorial-Such-Frust ohne Lösung.

    Ich habe nach 2 Wochen mit einer wirklich extrem simplen Szene (5 weiße Pappkartons mit Beschriftung und dazu ein paar 3D Objekte) aufgegeben. Dann habe ich eine kostenpflichtige Cloud-3D Software (nur ein Bruchteil der Features diese aber richtig gut) genommen und das in einer Stunde von Null an hinbekommen - krass. Ich habe auch schon etwas Erfahrung mit anderer 3D Software (z.B. oft Fusion 360 und 3DS-Max vor 20 Jahren mal).

    Nun ist mein Beispiel vielleicht viel zu einfach um die zweifellos beindruckenden Möglichkeiten von Blender zu bewerten. Das möchte ich auch nicht, sondern nur mitteilen, dass man mit der richtigen Erwartungshaltung an diese sehr komplexe Software rangehen sollte denn oft gibt es spezialisierte Software für den eigenen Anwendungsfall (z.B. Fusion 360 bei Konstruktionen - z.B. für 3D Druck), welche sehr viel schneller einem zum Ziel führen. Natürlich hat man auf Blender eine andere Sicht, da Open-Source aber das ändert an dieser Situation nichts. Ich kenne die Zielgruppe von Blender nicht wirklich, da sicherlich echte Profis, welche also den ganzen Tag mit der Software arbeiten und keine Probleme mit den o.g. Problemen hätten, dann doch die teuren Alternativen aus mehreren Gründen nehmen.
    Der große Wurf neue User zu gewinnen ist hier meiner Meinung nach nicht gelungen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.19 14:49 durch weltraumkuh.

  2. Re: Leider noch nichts für Gelegenheitsnutzer

    Autor: tomate.salat.inc 15.07.19 - 15:13

    Ach, Blender 2.8 ist imho für Neueinsteiger deutlich angenehmer gemacht worden als es 2.79 war. Und mutig waren die Entwickler durchaus schon, denn es wurde einiges verändert. Viele Dinge muss ich noch immer suchen oder an die neuen Namen gewöhnen. Außerdem wurde mit vielen Shortcuts gebrochen. Von daher gesehen waren imho die Entwickler etwas zu mutig ;-). Aber was solls, nach einiger Zeit gewöhnt man sich sicherlich auch daran.

    Deine Szenarien find ich jetzt auch nicht wirklich kritisch oder schlimm. Ich bin sicherlich weit weg von Profi (mach es zum Hobby) - aber sowas wie Schriftauswahl hab ich noch nie gebraucht. Ich nehme mal an, damit wolltest du die Boxen beschriften. Das würde ich dann auch eher über die Textur lösen (wofür ich dann aber auch Substance Painter nutze).

    Und alles andere ist halt Einarbeitung und das verstehen von Konzepten. Z.B. dein Punkt mit der Textur. Als ich mit Blender angefangen hab (wieder und wieder), da erschien mir das hinterlegen einer Textur auch als sehr kompliziert. Bis ich halt mal verstanden hab, was dahinter steckt.

    > er große Wurf neue User zu gewinnen ist hier meiner Meinung nach nicht gelungen.
    Die bekommt Blender so oder so. Mir zumindest ist keine kostenlose alternative bekannt und Blender ist schon verdammt mächtig. Bevor ich mich damit intensiver beschäftigt hab, hab ich mich auch umgesehen. Aber da investiere ich lieber einige Tage lernen in Blender als mehr als 1k¤/Jahr fürs hobby modellieren auszugeben.

    > da sicherlich echte Profis, welche also den ganzen Tag mit der Software arbeiten und keine Probleme mit den o.g. Problemen hätten, dann doch die teuren Alternativen aus mehreren Gründen nehmen.

    Ich bin mir absolut sicher, dass Blender im professionellen Umfeld verwendet wird. Vergiss nicht, dass so manch einer mit Blender das 3D-Modellieren gelernt hat. Würde mal drauf tippen, dass es sich ähnlich hält wie mit IDEs bei programmieren. Bei uns kann auch jeder die IDE wählen, die am besten passt.

  3. Re: Leider noch nichts für Gelegenheitsnutzer

    Autor: violator 15.07.19 - 15:30

    Habs auch vor einiger Zeit mal probiert. Leider wie schon gesagt viel zu kompliziert. Wenn man bei grundlegenden Dingen schon googlen muss wie man z.B. Kamera, Position, Drehung etc. überhaupt ändern kann, dann läuft schon viel schief. Das geht bei anderen Programmen viel schneller und intuitiver. Bei so nem großen Programm, das oft gelobt wird hätte ich sowas nicht erwartet, das kenne ich eher von so kleinen Freewareprogs.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.19 15:33 durch violator.

  4. Re: Leider noch nichts für Gelegenheitsnutzer

    Autor: wasauchimmerdumichauchV 15.07.19 - 17:37

    Einmal alle tutorials von blenderguru durchackern und dann läuft die Benutzung der Software schon ganz gut. ;)

  5. Re: Leider noch nichts für Gelegenheitsnutzer

    Autor: brotiger 15.07.19 - 20:37

    Ach, das gute alte "Es ist das falsche Tool für meinen Anwendungsfall, aber ich will unbedingt, dass es auf meinen Anwendungsfall angepasst wird!".

    Blender ist ein Profi-Tool, von Profis, für Profis, bezahlt von Profis. Es basiert auf genau den selben Grundprinzipien wie alle anderen Tools in dem Bereich auch. Wer weder Profi-Anforderungen noch Lust hat, sich in grundlegendste Konzepte wie U/V-Koordinaten oder auch nur drei Maus-/Tastenkombinationen für die Bedienung des Interfaces einzuarbeiten, ist bei Blender einfach falsch. Und solchen Personen würde halt auch eine weitere Vereinfachung nicht helfen.

  6. Re: Leider noch nichts für Gelegenheitsnutzer

    Autor: danh 15.07.19 - 22:29

    Anfangs des blender 2.8 Projektes stand noch das sogenannte Blender 101 auf der Roadmap, was über sog. Application templates die Benutzeroberfläche quasi für Gelegenheitsnutzer spezifisch anpassen und dann nur die nötigsten Benutzeroberflächenelemente für die jeweilige Aufgabe bereitstellen soll.

    Ich glaube ganz verworfen wurde das nicht, aber zunächst hinten angestellt, da das Projekt zur Zeit auch viel finanzielle Aufmerksamkeit von Studios und Spiele-Plattformen erhält, war es wohl strategisch nicht unklug, sich zunächst um die Bedürfnisse jener Nutzer zu kümmern und die vereinfachte Oberflächen-Vorlagen hinten anzustellen.

    Leider lassen sich wohl Benutzerschnittstellen für komplexe Anwendungen nicht mit einer für Gelegenheitsnutzer unter einen Hut bringen. Einfach Texturen auf eine Fläche ziehen und verschieben ist auch mit blender denkbar, aber für sowas wären dann eben diese alternativen Oberflächen wohl geeigneter, weil sie doch die anderen Möglichkeiten zu sehr einschränken würden, wenn man die ganzen anderen Funktionen verstecken würde.

    Deiner Beschreibung nach musst du aber auch auf relativ schlechte / für deine Zwecke unpassende Tutorials gestoßen sein. Die meisten Tutorials sind leider eher allgemein gehalten und betonen erstmal alle Aspekte, zeigen also erstmal einen Überblick dieser wahnsinnig umfangreichen und mächtigen Software, wenn man sich nur auf das Erstellen und das schnelle und einfache Texturieren eines Objektes fokussiert, ist das in 20 Minuten abgehandelt, ein ähnliches Tutorial habe ich selbst schon für blender 2.79 gemacht.

  7. Re: Leider noch nichts für Gelegenheitsnutzer

    Autor: Anonymer Nutzer 15.07.19 - 22:45

    brotiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ach, das gute alte "Es ist das falsche Tool für meinen Anwendungsfall, aber
    > ich will unbedingt, dass es auf meinen Anwendungsfall angepasst wird!".

    das habe ich so nicht geschrieben. Ansonsten wird Blender schon bei jeder Gelegenheit in Foren o.ä. wie der heilige Gral wärmstens angepriesen, wenn man mal nach genau einem einfachen 3D Tool nachfragt - nix mit "von Profis für Profis". Das weckt doch vollkommen falsche Erwartungen! Und dass es etwas mehr Lernschwierigkeiten machen kann als nur "U/V-Koordinaten oder auch nur drei Maus-/Tastenkombinationen" habe ich an Beispielen ebenfalls beschrieben.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.19 22:57 durch weltraumkuh.

  8. Re: Leider noch nichts für Gelegenheitsnutzer

    Autor: Anonymer Nutzer 15.07.19 - 22:55

    danh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Anfangs des blender 2.8 Projektes stand noch das sogenannte Blender 101 auf
    > der Roadmap, was über sog. Application templates die Benutzeroberfläche
    > quasi für Gelegenheitsnutzer spezifisch anpassen und dann nur die
    > nötigsten Benutzeroberflächenelemente für die jeweilige Aufgabe
    > bereitstellen soll.
    >
    > Ich glaube ganz verworfen wurde das nicht, aber zunächst hinten angestellt,
    > da das Projekt zur Zeit auch viel finanzielle Aufmerksamkeit von Studios
    > und Spiele-Plattformen erhält, war es wohl strategisch nicht unklug, sich
    > zunächst um die Bedürfnisse jener Nutzer zu kümmern und die vereinfachte
    > Oberflächen-Vorlagen hinten anzustellen.
    >
    > Leider lassen sich wohl Benutzerschnittstellen für komplexe Anwendungen
    > nicht mit einer für Gelegenheitsnutzer unter einen Hut bringen. Einfach
    > Texturen auf eine Fläche ziehen und verschieben ist auch mit blender
    > denkbar, aber für sowas wären dann eben diese alternativen Oberflächen wohl
    > geeigneter, weil sie doch die anderen Möglichkeiten zu sehr einschränken
    > würden, wenn man die ganzen anderen Funktionen verstecken würde.
    >

    Danke für den Einblick - das mit der Blender 101 Idee kannte ich nicht. Dann sind wohl Spielestudios eine Hauptzielgruppe. Allerdings könnte man sich an vergleichbare komplexe Software auch orientieren - ich fand 3DSMax und Cinema4D schon einfacher bei ähnlichen Funktionsumfang.

  9. Re: Leider noch nichts für Gelegenheitsnutzer

    Autor: danh 15.07.19 - 23:23

    Mit Studios meinte ich Grafikstudios allgemein. Dem Gefühl nach ist die Hauptzielgruppe sogar eher Animationsstudios wie Tangent Animations, der relativ erfolgreiche Netflix-Film NextGen von denen wurde ja zu sehr großem Anteil mit blender erstellt.

    Das Argument mit C4D und 3DS-Max kann ich nicht ganz nachvollziehen, da diese in der Komplexität eigentlich auf dem gleichen Niveau liegen wie blender auch, schließlich kochen alle hinter der Fassade mit den gleichen Zutaten und all das muss schließlich auch eingestellt werden können.
    Ich kann mich immerhin noch etwas an die 3ds max ähnliche Oberfläche von gmax erinnern.

    Wenn es um Einfachheit und schnelle Ergebnisse geht, dann ist wohl Sketchup zunächst die beste Wahl, allerdings gibt es da deutliche Einschränkungen im Vergleich zu den anderen Kandidaten, welche man wohl nur mit erheblichen Aufwand und Programmerweiterungen zugänglich machen kann - da kommt dann wieder der Punkt bezüglich eine Oberfläche für alles ins Spiel, in dem Fall ist die Gewichtung eben anders gelagert.

    Mit Version 2.8 hat man bei blender vor allem begonnen (der Prozess ist mit dem Erscheinen von 2.80 auch noch nicht ganz vollzogen worden) die Benutzeroberfläche eher nach Anwendungsfällen orientiert aufzubauen.
    Wenn man sich etwas mit den technischen Hintergründen auskennt, war die 2.7 Oberfläche eigentlich auch recht logisch aufgebaut, aber schien sich eben eher an der Programmlogik unter der Haube zu orientieren, statt an der eines Benutzers.

    Mit 2.80 hat man z. B. etliche Menüpunkte umsortiert und umbenannt, zudem auch noch viel Wert darauf gelegt, dass man alles ohne Tastenkombinationen erreichen und gut entdecken kann und trotzdem das meiner Meinung nach herausragend effiziente Arbeiten mit Tastenkürzeln beizubehalten.

    Was ja im Artikel völlig fehlt: Auswahl mit Linksklick ist auch zum Standard geworden, auch wenn es ineffizienter ist (deshalb kann man auch nach wie vor auf die Rechtsklick-Auswahl umstellen.)

    PS: Hier übrigens noch mehr zu blender 101 - den Bedarf für so etwas hat man immerhin erkannt, nur fehlten wohl bisher die Ressourcen um das auch noch umzusetzen: https://code.blender.org/2016/12/the-blender-101-project-and-you/



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.19 23:29 durch danh.

  10. Re: Leider noch nichts für Gelegenheitsnutzer

    Autor: Anonymer Nutzer 16.07.19 - 00:55

    Für Einfachheit und erste Ideen nutze ich zur Zeit https://www.vectary.com/ - ich finde das Interface echt super dort. Das ist eine software, die viel Spaß macht.
    Danke für den Link zu Blender 101. Das waren ja erste Ideen erst.
    Bforartists hingegen sieht aber interessant aus:
    https://www.bforartists.de/node/4
    Basiert auch auf Blender 2.8 und unten sieht man die Unterschiede aufgelistet.
    V2 ist aber noch Dev und gibt es leider noch nicht auf dem Mac.

  11. Re: Leider noch nichts für Gelegenheitsnutzer

    Autor: brotiger 16.07.19 - 11:26

    weltraumkuh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ansonsten wird Blender schon bei jeder Gelegenheit in Foren o.ä. wie der heilige Gral
    > wärmstens angepriesen, wenn man mal nach genau einem einfachen 3D Tool nachfragt
    > - nix mit "von Profis für Profis". Das weckt doch vollkommen falsche Erwartungen!

    Seit wann ist das Blender-Projekt für die Äußerungen irgendwelcher Leute im Internet verantwortlich? Wenn es eine offizielle Kommunikation des Projektes gab, welche den Eindruck erweckt, Blender sei eine für Einsteiger geeignete Anwendung, dann würde ich diese gerne sehen.

    danh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leider lassen sich wohl Benutzerschnittstellen für komplexe Anwendungen
    > nicht mit einer für Gelegenheitsnutzer unter einen Hut bringen. Einfach
    > Texturen auf eine Fläche ziehen und verschieben ist auch mit blender denkbar,
    > aber für sowas wären dann eben diese alternativen Oberflächen wohl geeigneter,
    > weil sie doch die anderen Möglichkeiten zu sehr einschränken würden, wenn man
    > die ganzen anderen Funktionen verstecken würde.

    Ich sehe nicht wirklich, wie man derart grundlegende Änderungen des Workflows ohne eine grundlegende Änderung der Oberfläche hinbekommen sollte. Eine Textur auf eine Seite eines Würfels ziehen würde intern ja wahrscheinlich wie folgt abgebildet: automatisiert das Material mit den nötigen Nodes (Texture Coordinate, Image Texture, Diffuse Shader) erstellen, an einen Quad des Würfels binden, U/V-Mappings erzeugen. Wenn man das Interface nun nicht abgespeckt hat, kann der Nutzer durch einen unbedachten Klick eine der internen Datenstrukturen verändern und nichts geht mehr.

    Wenn man ein alternatives, abgespecktes Interface baut in welchem das nicht möglich ist, muss man nun aber auch z.B. die Möglichkeit vorsehe, die an die Seite des Würfels gebundene Textur einfach zu skalieren, zu verschieben und zu rotieren. Irgendwann pflegt man x Interface-Varianten nur weil der Nutzer unbedingt Blender verwenden wollte statt ein einfacheres Tool. Und die anderen Nutzer, welche die Funktionsweise von Blender verstehen, profitieren gleichzeitig kaum von solchen Vereinfachungen.

    > Das Argument mit C4D und 3DS-Max kann ich nicht ganz nachvollziehen, da
    > diese in der Komplexität eigentlich auf dem gleichen Niveau liegen wie
    > blender auch, schließlich kochen alle hinter der Fassade mit den gleichen
    > Zutaten und all das muss schließlich auch eingestellt werden können.
    > Ich kann mich immerhin noch etwas an die 3ds max ähnliche Oberfläche von
    > gmax erinnern.

    Das habe ich auch nicht verstanden. Wer vor 20 Jahren mit 3DS Max klar kam, kommt 2019 auch mit Blender klar. Die meisten Dinge sind ja seitdem nur einfach geworden.

  12. Re: Leider noch nichts für Gelegenheitsnutzer

    Autor: Anonymer Nutzer 16.07.19 - 12:49

    ich habe nicht behauptet, dass es eine offizielle Aussage von Blender sei, sondern von Foren gesprochen. Und da ist das nun mal so: überall wo man nach 3D Software fragt, wird einem Blender empfohlen, egal welches Vorwissen vorhanden ist oder was das Ziel sein soll. Da Blender alles irgendwie kann, ist das auch nicht ganz falsch. Aber es ist nun mal nicht immer der einfachste Weg (sondern ggf. der mit Abstand Schwierigste). Da sind wir doch der selben Meinung und das ist doch das was ich nur gesagt hatte ("nicht für Gelegenheitsnutzer geeignet").
    Zu: "Irgendwann pflegt man x Interface-Varianten nur weil der Nutzer unbedingt Blender verwenden wollte statt ein einfacheres Tool. "
    Das ist nun mal so und Status-Quo - es gibt ja Forks. Ich empfehle mal die Videos zu der 0.3 und 0.4 Version von Bforartists sich anzusehen: https://www.facebook.com/bforartists/
    Das ist ein Projekt über dem ich vollkommen zufällig gestern gestolpert bin - und deren Kritik an 2.8 Blender UI ist gut nachvollziehbar. Es ist dann großartig, dass die nicht nur "meckern", sondern direkt das lösen ;)

  13. Re: Leider noch nichts für Gelegenheitsnutzer

    Autor: danh 16.07.19 - 14:34

    brotiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich sehe nicht wirklich, wie man derart grundlegende Änderungen des
    > Workflows ohne eine grundlegende Änderung der Oberfläche hinbekommen
    > sollte. Eine Textur auf eine Seite eines Würfels ziehen würde intern ja
    > wahrscheinlich wie folgt abgebildet: automatisiert das Material mit den
    > nötigen Nodes (Texture Coordinate, Image Texture, Diffuse Shader)
    > erstellen, an einen Quad des Würfels binden, U/V-Mappings erzeugen. Wenn
    > man das Interface nun nicht abgespeckt hat, kann der Nutzer durch einen
    > unbedachten Klick eine der internen Datenstrukturen verändern und nichts
    > geht mehr.
    >
    > Wenn man ein alternatives, abgespecktes Interface baut in welchem das nicht
    > möglich ist, muss man nun aber auch z.B. die Möglichkeit vorsehe, die an
    > die Seite des Würfels gebundene Textur einfach zu skalieren, zu verschieben
    > und zu rotieren. Irgendwann pflegt man x Interface-Varianten nur weil der
    > Nutzer unbedingt Blender verwenden wollte statt ein einfacheres Tool. Und
    > die anderen Nutzer, welche die Funktionsweise von Blender verstehen,
    > profitieren gleichzeitig kaum von solchen Vereinfachungen.

    Das ist ja die Idee der Application Templates, dass man quasi die Benutzeroberfläche stark entrümpelt und durch die umfangreichen Möglichkeiten die unter Anderem durch Python-Scripte in blender gegeben sind, dies für sehr spezifische Aufgaben anpasst.

    Im Gegensatz zu anderen Anwendungen hat das den Vorteil, dass man trotzdem am Ende das selbe Dateiformat benutzt und erfahrene Nutzer dann die blender Dateien auch mit der voll umfangreichen Benutzeroberfläche in der selben Software bearbeiten kann.

    Die Idee finde ich nicht unpraktisch, macht sogar Sinn, wenn das letztendlich z. B. betriebsintern eingesetzt wird, um - frei erfundenes Beispiel - z. B. der Marketing-Abteilung die Möglichkeit zu geben über eine einfache Schnittstelle Farben eines Objektes zu ändern und dann mit einem Knopf in allen gängigen Auflösungen zu rendern.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.07.19 14:35 durch danh.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Universitätsklinikum Münster, Münster
  2. KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main (Home-Office möglich)
  3. IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit, Fürth
  4. i-SOLUTIONS Health GmbH, Bochum, Mannheim, Düsseldorf, Magdeburg, Chemnitz (Home-Office)

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Mobile-Angebote
  1. (u. a. Apple iPhone 11 Pro Max 256GB 6,5 Zoll Super Retina XDR OLED für 929,98€)
  2. 149,90€ (Bestpreis!)
  3. 214,90€ (Bestpreis!)
  4. (u. a. moto g8 power 64GB 6,4 Zoll Max Vision HD+ für 159,99€)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Pixel 4a 5G im Test: Das alternative Pixel 5 XL
Pixel 4a 5G im Test
Das alternative Pixel 5 XL

2020 gibt es kein Pixel 5 XL - oder etwa doch? Das Pixel 4a 5G ist größer als das Pixel 5, die grundlegende Hardware ist ähnlich bis gleich. Das Smartphone bietet trotz Abstrichen eine Menge.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Schnelle Webseiten Google will AMP-Seiten nicht mehr bevorzugen
  2. Digitale-Dienste-Gesetz Will die EU-Kommission doch keine Konzerne zerschlagen?
  3. Google Fotos Kein unbegrenzter Fotospeicher für neue Pixel

iPhone 12 Pro Max im Test: Das Display macht den Hauptunterschied
iPhone 12 Pro Max im Test
Das Display macht den Hauptunterschied

Das iPhone 12 Pro Max ist größer als das 12 Pro und hat eine etwas bessere Kamera - grundsätzlich liegen die beiden Topmodelle von Apple aber nah beieinander, wie unser Test zeigt. Käufer des iPhone 12 Pro müssen keine Angst haben, etwas zu verpassen.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple Bauteile des iPhone 12 kosten 313 Euro
  2. Touchscreen und Hörgeräte iOS 14.2.1 beseitigt iPhone-12-Fehler
  3. iPhone Magsafe ist nicht gleich Magsafe

Energie- und Verkehrswende: Klimaneutrales Fliegen in weiter Ferne
Energie- und Verkehrswende
Klimaneutrales Fliegen in weiter Ferne

Wasserstoff-Flugzeuge und E-Fuels könnten den Flugverkehr klimafreundlicher machen, sie werden aber gigantische Mengen Strom benötigen.
Eine Recherche von Hanno Böck

  1. Luftfahrt Neuer Flughafen in Berlin ist eröffnet
  2. Luftfahrt Booms Überschallprototyp wird im Oktober enthüllt
  3. Flugzeuge CO2-neutral zu fliegen, reicht nicht

  1. EU warnt: Phishing mit Coronahilfen trifft vor allem T-Online-Nutzer
    EU warnt
    Phishing mit Coronahilfen trifft vor allem T-Online-Nutzer

    Die Betrüger fälschen die E-Mail-Absender und geben sich als EU-Mitarbeiter aus. Die EU-Kommission kritisiert mangelnden Schutz bei der Telekom.

  2. Konsole: Sony verbaut in PS5 mindestens drei Lüftermodelle
    Konsole
    Sony verbaut in PS5 mindestens drei Lüftermodelle

    Die eigene Playstation 5 ist flüsterleise - und trotzdem gibt's im Netz das Gejammer über den Geräuschpegel? Dafür könnte es Gründe geben.

  3. Großbritannien: Huawei-Bann kostet Steuerzahler 280 Millionen Euro
    Großbritannien
    Huawei-Bann kostet Steuerzahler 280 Millionen Euro

    Die britische Regierung will nach dem Ausschluss von Huawei ab 2027 den Wettbewerb wiederherstellen. Die Kosten der Netzbetreiber sind erheblich höher als 280 Millionen Euro.


  1. 18:50

  2. 18:38

  3. 17:55

  4. 17:00

  5. 16:38

  6. 16:12

  7. 15:53

  8. 15:31