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Amiga?

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  1. Amiga?

    Autor: delcox 22.03.12 - 23:59

    Das waren doch diese Tastaturrechner mit denen man alles mögliche spielen konnte, weil die für die 80er viel Power hatten. An sich relativ billige Teile aber schnelles OS in 'ner Hartplastikverpackung mit externem Netzteil. Das Einzige was an dem neuem "Amiga" Erinnerungen hervorbringt ist das die Kiste genauso häßlich wie die alten "Freundinnen" ist.
    Ein Amiga braucht nicht viel, aber das Wenige muß passen. Im Endeffekt 'ne Spielekonsole auf der man, halt ohne Umstände, auch die normalen Standard-Computerarbeiten machen kann. Vom Preis her immer 50,- ¤ unter der aktuellsten Konsole. Den Rest macht dann schon die Community. Die Kiste bräuchte dann nicht mal mehr Amiga heißen, wäre aber schon schön.

    Gott ist definitiv ein Mann. ... Wenn nicht würde er mit uns reden.

  2. Re: Amiga?

    Autor: George99 23.03.12 - 12:56

    delcox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Netzteil. Das Einzige was an dem neuem "Amiga" Erinnerungen hervorbringt
    > ist das die Kiste genauso häßlich wie die alten "Freundinnen" ist.

    Der Amiga 500 hatte ein sehr elegantes Design und war alles andere als hässlich. Natürlich hatte er bloß Kunststoff und kein Glas, Alu oder spiegelnde Flächen, war also nichts für Apple-Kunden.

  3. Re: Amiga?

    Autor: Amüsierter Leser 23.03.12 - 13:50

    delcox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das waren doch diese Tastaturrechner mit denen man alles mögliche spielen
    > konnte, weil die für die 80er viel Power hatten.

    Nicht ganz... es gab zwei Tastaturmodelle, vier Destopmodelle und zwei Tower-
    modelle.

    > Ein Amiga braucht nicht viel, aber das Wenige muß passen.

    Auch nicht ganz richtig.
    Der Amiga arbeitete in den 80ern bereits wie ein moderner PC mit einer Vielzahl
    von spezialisierten Prozessoren und unterschiedlichen RAM-Sorten.
    So hatte der erste Amiga bereits eine GPU und entsprechend Shared-Memory,
    wie moderne Laptops, sowieso dazu sogenanntes Fast-RAM, was in etwa heutigem
    Arbeitsspeicher entspricht.

    Die CPU wurde durch z.B. den Blitter entlastet, der große Teile Speicher ohne
    CPU-Last verschieben konnte. Im richtigen Zusammenspiel der Komponenten war
    nicht nur für diese Zeit grandiose Software möglich.
    Versuch mal mit einem Windows-Rechner auf 7 MHz irgendwas ans Rennen zu
    bekommen, denn mehr hatte ein A1000 auch nicht. Da kannst Du schon beim
    Fensteraufbau gemütlich von Hand mitzeichnen.
    Entsprechend hackelig waren Scrollings, auch mit 100 oder 200MHz PCs.

    Auf'm Amiga gab es in der Zeit schon Subpixelscrolling.

  4. Re: Amiga?

    Autor: delcox 23.03.12 - 13:56

    Das Design war durchaus in Ordnung. Die Tastaturrechner sahen bloß Sche***e aus.Bei 'nem Rechner ist gutes Design wenn Du ihn nicht siehst, für mich jedenfalls. Bei der optik hat halt jeder so seinen Geschmack.:)

    Gott ist definitiv ein Mann. ... Wenn nicht würde er mit uns reden.

  5. Re: Amiga?

    Autor: Amüsierter Leser 23.03.12 - 14:03

    Die Tastaturrechner hatten durchaus praktische Vorzüge.

    Da man sie per HF-Modulator an ein TV anschließen konnte, waren sie quasi die Laptops der 80er.

    Heute würde ich auch keinen Tastaturrechner mehr kaufen, weil ich die Tastatur wechseln möchte, die Tastatur durch den Rechner zu hoch ist und die Tastatur sich auf dem Schreibtisch bewegt. Dann ist unpraktisch, wenn da 20 Kabel dran hängen.
    Das hat damals keinen interessiert, weil die zuvor übliche maschinelle Schreibmaschine auch nicht komfortabler war.

    Ich kann mich gar nicht mehr an das Tippgefühl des Brotkastens erinnern. Ich weiß aber, dass mir heute für eine mechanische Schreibmaschine die Kraft in den Fingern fehlen würde.

  6. Re: Amiga?

    Autor: delcox 23.03.12 - 14:10

    Amüsierter Leser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > delcox schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das waren doch diese Tastaturrechner mit denen man alles mögliche
    > spielen
    > > konnte, weil die für die 80er viel Power hatten.
    >
    > Nicht ganz... es gab zwei Tastaturmodelle, vier Destopmodelle und zwei
    > Tower-
    > modelle.

    Also ich kenne folgende Amigas:
    A1000
    A500
    Amiga CDTV
    A2000
    A500+
    A600
    A3000
    A1200
    A4000
    Amiga CD32

    >
    > > Ein Amiga braucht nicht viel, aber das Wenige muß passen.
    >
    > Auch nicht ganz richtig.
    Doch, les' Dir mal durch was Du im folgendem schreibst.
    > Der Amiga arbeitete in den 80ern bereits wie ein moderner PC mit einer
    > Vielzahl
    > von spezialisierten Prozessoren und unterschiedlichen RAM-Sorten.
    > So hatte der erste Amiga bereits eine GPU und entsprechend Shared-Memory,
    > wie moderne Laptops, sowieso dazu sogenanntes Fast-RAM, was in etwa
    > heutigem
    > Arbeitsspeicher entspricht.
    >
    > Die CPU wurde durch z.B. den Blitter entlastet, der große Teile Speicher
    > ohne
    > CPU-Last verschieben konnte. Im richtigen Zusammenspiel der Komponenten
    > war
    > nicht nur für diese Zeit grandiose Software möglich.
    Es ist wenig Hardware, aber gut designed. Dir ist schon klar das die nicht Erweiterbarkeit des Chipmem mit ein Grund für den Niedergang des Amigas war. War aber nicht so ausschlaggebend wie Commodore selbst. der A1200 hätte 2 Jahre früher rauskommen müssen und die Erweiterbarkeit hätte erhöht werden müssen.

    > Versuch mal mit einem Windows-Rechner auf 7 MHz irgendwas ans Rennen zu
    > bekommen, denn mehr hatte ein A1000 auch nicht. Da kannst Du schon beim
    > Fensteraufbau gemütlich von Hand mitzeichnen.
    > Entsprechend hackelig waren Scrollings, auch mit 100 oder 200MHz PCs.
    >
    > Auf'm Amiga gab es in der Zeit schon Subpixelscrolling.
    Ja und 13 Jahre später war Commodore tod und ich war traurig. :)

    Gott ist definitiv ein Mann. ... Wenn nicht würde er mit uns reden.

  7. Re: Amiga?

    Autor: Amüsierter Leser 23.03.12 - 14:39

    delcox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > > Nicht ganz... es gab zwei Tastaturmodelle, vier Destopmodelle und zwei
    > > Tower-
    > > modelle.
    >
    > Also ich kenne folgende Amigas:
    > A1000
    > A500
    > Amiga CDTV
    > A2000
    > A500+
    > A600
    > A3000
    > A1200
    > A4000
    > Amiga CD32

    Stimmt, den 600er hatte ich vergessen - aber den wollte eh keiner haben.
    Die CD-Amigas habe ich auch vergessen. Aus dem gleichen Grund. ^^

    Ansonsten gab es halt noch den A3k und A4k ganz offiziell als Towervarianten.

    > > Der Amiga arbeitete in den 80ern bereits wie ein moderner PC mit einer
    > > Vielzahl
    > > von spezialisierten Prozessoren und unterschiedlichen RAM-Sorten.
    > > So hatte der erste Amiga bereits eine GPU und entsprechend
    > Shared-Memory,
    > > wie moderne Laptops, sowieso dazu sogenanntes Fast-RAM, was in etwa
    > > heutigem
    > > Arbeitsspeicher entspricht.
    > >
    > > Die CPU wurde durch z.B. den Blitter entlastet, der große Teile
    > Speicher
    > > ohne
    > > CPU-Last verschieben konnte. Im richtigen Zusammenspiel der Komponenten
    > > war
    > > nicht nur für diese Zeit grandiose Software möglich.
    > Es ist wenig Hardware, aber gut designed.

    Auf einem Amiga 500 sind heute noch mehr eigenständige Prozessoren als auf
    einem Standard-PC. Okay, heute hat man in der CPU mehr Kerne.

    > Dir ist schon klar das die nicht
    > Erweiterbarkeit des Chipmem mit ein Grund für den Niedergang des Amigas
    > war. War aber nicht so ausschlaggebend wie Commodore selbst. der A1200
    > hätte 2 Jahre früher rauskommen müssen und die Erweiterbarkeit hätte erhöht
    > werden müssen.

    Ich kenne die Geschichte von Commodore ziemlich gut.
    Ich war früher ganz gut in der Amiga-Szene drin.

    Commodore hätte sich entscheiden müssen, ob sie PCs entwickeln wollen oder
    Amigas. Sie wären auf beiden Schienen erfolgreich gewesen. Sie haben sich aber
    entschieden mal nur das eine und mal nur das andere zu tun und hatten schließlich
    veraltete PCs und veraltete Amigas.

    Vermutlich hätten sie sich für PCs entschieden, denn auch das AmigaOS hätte mal
    für das neue Jahrtausend neu aufgesetzt werden müssen. Den Mut hat bisher nur
    Apple mit MacOS X gezeigt. Microsoft versucht es seit bald 10 Jahren.

    Danach ist erstmal ein, zwei Jahrzehnte Stillstand zu erwarten.

  8. Re: Amiga?

    Autor: fool 23.03.12 - 17:36

    Amüsierter Leser schrieb:
    ------------------------------------------------
    > Auf einem Amiga 500 sind heute noch mehr eigenständige Prozessoren als
    > auf einem Standard-PC. Okay, heute hat man in der CPU mehr Kerne.

    Nicht wirklich. Du kannst da höchstens auf 'ne größere Zahl kommen wenn du bei Features wie FPU, MMU usw. nicht zählst, dass die heute noch genau so existieren, aber halt auf dem CPU-Die untergebracht sind, weil schneller. Auf der anderen Seite hat ein Standard-PC heutzutage oft zwei separate Grafiksysteme, eins auf dem Board und eines als Steckkarte. Die Steckkarte hat evtl. noch einen Physik-Chip. Für Sound gilt was ähnliches, einmal auf dem Board und einmal als Steckkarte. Auf der Steckkarte ist dann noch ein DSP. Controller für diverse Hardware sind auch nicht weggefallen, es sind nur halt andere. Und so weiter. Eigentlich ist ein Standard-PC aber nichtmal ein guter Vergleich, weil die Amigas zu ihrer Glanzzeit nicht das "Standardgerät" waren, sondern am oberen Ende. D.h. man müsste eventuell mit etwas besser ausgestatteten PCs vergleichen, und dann kommen noch so Dinge wie SLI/CrossFire mit ins Spiel, usw.

  9. Re: Amiga?

    Autor: irata 24.03.12 - 14:40

    Amüsierter Leser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kenne die Geschichte von Commodore ziemlich gut.

    Für die Geschichte muss man aber weit ausholen.
    Zu der Zeit, als Commodore noch Taschenrechner herstellte, wurden sie beinahe von Texas Instruments vernichtet.
    Daher haben sie MOS Technology gekauft, um unabhängig zu sein.
    Dadurch konnte sie günstige Home- und Personal Computer bauen.
    Der VIC-20 und C64 wurden schließlich so billig und erfolgreich verkauft, dass der gesamte Homecomputer-Markt nachhaltig geschädigt wurde.
    Auch Commodore selbst litt stark unter der von ihnen initiierten Preisspirale, und im Grunde haben sie sich davon nie wieder richtig erholt.
    Das führte u.a. auch teilweise zum "Videogame Crash" und dem Ausscheiden des Firmengründers Tramiel.
    Der Amiga war dann bei weitem nicht so erfolgreich wie der C64, von Marktanteilen ganz zu schweigen.
    Diverse Fehlentscheidungen, Flops und schlechtes Marketing haben ihr übriges zum Ende von Commodore beigetragen.

  10. Re: Amiga?

    Autor: Jacques de Grand Prix 24.03.12 - 18:35

    >Das waren doch diese Tastaturrechner mit denen man alles mögliche spielen konnte, weil die für die 80er viel Power hatten. An sich relativ billige Teile aber schnelles OS in 'ner Hartplastikverpackung mit externem Netzteil.

    Das mit den billigen Teilen musste man erstmal hinbekommen. Die haben das damals richtig gut gemacht. Auch die OS war gut. So übersichtlich, dass ich selbst als zehnjähriger damals die startup-sequence bearbeiten konnte, damit ein Bootscreen auf meinem Amiga 1200 angezeigt wird.

    Bei uns in der Kleinstadt im Kaufhaus gab es so eine Amiga-Zeitschrift mit CD. Die hatten dort viel Software aus dem Aminet draufgeknallt. Da hat an dann gerne auch mal geguckt wie der Assembler für die Motorola-CPU funktioniert.

    >Ein Amiga braucht nicht viel, aber das Wenige muß passen. Im Endeffekt 'ne Spielekonsole auf der man, halt ohne Umstände, auch die normalen Standard-Computerarbeiten machen kann.

    Den "neuen" Amiga in ein Mini-Gehäuse packen und ein Linuxderivat drauf zu packen finde ich auch als alter Amiga-Fan passen.

    Nur der Preis enttäuscht von vorne bis hinten und passt überhaupt nicht. Wenn das ein bisschen günstiger wird, würde ich mir auch so ein Teil für daheim kaufen!

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