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Nicht wirklich die grosse Revolution...

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  1. Nicht wirklich die grosse Revolution...

    Autor: Freiheit statt Apple 31.03.11 - 15:54

    Vor über drei Jahren wurde KDE 4.0 veröffentlicht. Durch umfangreiche Modifizierungen und Neuschöpfungen - vor Allem auch im für den User nicht sichtbaren Bereich - war das ein ziemlicher Umbruch, der zunächst auch in vielen Distris für einige Probleme insbesondere in Punkto Stabilität geführt hat. Doch KDE besserte recht rasch und gründlich nach, sodass den Usern in der Folge eine stabilde Desktopumgebung auf der Höhe der Zeit zur verfügung stand und steht.

    Isnbesondere im Rahemn der alten Gnome vs KDE Diskussion wurde dabei stets gesagt: Schaut, dem Gnome Team steht dieser grosse Umbruch noch bevor. Lasst und sehen, was die aus Gnome 3 machen.

    Nun scheint es nach einigen Verspätungen, knapp 3,5 Jahre nach KDE, soweit zu sein: Eine neue Gnome Generation erblickt das Licht der Welt und es wird langsam absehbar, wie man bei Gnome diese grossen Herausforderungen gemeistert hat.
    Zugegeben: Was sich im 'Hintergrund' geändert hat, vermag ich nicht zu beurteilen, aber was man nun vom 'Vordergrund' zu sehen bekommt, stimmt doch eher wenig euphorisch:

    Gnome 3 sieht mir nach einer Mischung aus, die sich in drei Komponenten aufteilen lässt:

    1. Viel alter Gnome-Ballast, der mir schon vor vielen Jahren rückständig erschien
    2. Einiges was man sich bei KDE4 abgeguckt hat, aber eher zurückhaltend und halt deutlich zu spät integriert
    3. Eine handvoll neuer gnomischer Konzepte, deren Nutzen aber auf den ersten Blick noch nicht wirklich gesichert scheint.

    Was bleibt uns also zu sagen?
    Gnome 3 mag eine gewisse Modernisierung darstellen, aber die grosse Revolution die gewisse erwartet haben, nachdem sich das Ding jetzt eig verspätet hat scheint es keinesfalls zu sein.
    Nach meinem Eindruck ist man bei Gnome heute noch nicht dort angelangt, wo KDE schon vor mehr als drei Jahren war.
    Nur dass man damals den KDElern noch ihre Bugs und somit indirekt eine vorschnelle Veröffentlichung vorwerfen konnte. Inzwischen zieht das nicht mehr und Gnome müsste sich wohl echt massiv ins Zeug legen, um den Anschluss nicht endgültig zu verlieren.

  2. FULLACK! (kwT.)

    Autor: Der Kaiser! 31.03.11 - 17:29

    > Gnome 3 mag eine gewisse Modernisierung darstellen, aber die grosse Revolution [..] scheint es keinesfalls zu sein.

    ___

    Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!

    Wirkung und Gegenwirkung.
    Variation und Selektion.
    Wie im grossen, so im kleinen.

  3. Re: Nicht wirklich die grosse Revolution...

    Autor: Wahrheitssager 31.03.11 - 19:51

    > Was bleibt uns also zu sagen?
    Gnome 3 mag eine gewisse Modernisierung darstellen, aber die grosse Revolution die gewisse erwartet haben, nachdem sich das Ding jetzt eig verspätet hat scheint es keinesfalls zu sein.

    Evtl. wollte man auch keine große Revolution. Große Änderungen verschrecken gewohnte Anwender eher.

    >Nach meinem Eindruck ist man bei Gnome heute noch nicht dort angelangt, wo KDE schon vor mehr als drei Jahren war.

    Den Eindruck teile ich. KDE hat ein stimmiges Framework geschaffen für die Abstraktion von Hardware und Software und somit auch Schnittstellen geschaffen mit denen Applikationen Grundfunktionen, wie z.B. die Soundausgabe durchführen können. Bei Gnome müsste jedes Programm immer noch selber eine Anpassung an bestimmte Audioframeworks (ALSA, Pulse, OSS usw.) anbieten.
    Dieses Konzept hat für Entwickler gewisse Vorteile ist aber wie KDE auch zeigt Fehleranfälliger.
    Gnome scheint hier also ihrem Stil zu folgen und es "einfacher" zu halten.
    Ob das nun gut oder schlecht ist oder keins von beidem, werden wir erst in der Zukunft sehen.
    Eins fällt mir noch ein KDE und jetzt auch Gnome 3 sind ganz klar (bei Gnome meine ich sogar noch deutlicher es zu sehen) für Tablets und Touchscreens geschaffen.

    >Nur dass man damals den KDElern noch ihre Bugs und somit indirekt eine vorschnelle Veröffentlichung vorwerfen konnte. Inzwischen zieht das nicht mehr und Gnome müsste sich wohl echt massiv ins Zeug legen, um den Anschluss nicht endgültig zu verlieren.
    Da stimme ich zu. Hoffen wir das es mit Gnome 3 wieder spannender wird.

  4. Re: Nicht wirklich die grosse Revolution...

    Autor: Seitan-Sushi-Fan 31.03.11 - 20:36

    > Eins fällt mir noch ein KDE und jetzt auch Gnome 3 sind ganz klar (bei
    > Gnome meine ich sogar noch deutlicher es zu sehen) für Tablets und
    > Touchscreens geschaffen.

    An Deiner Aussage merkt man mal wieder, wie wichtig und richtig das KDE-Rebranding von 2009 ist (das ja offensichtlich nicht bei Dir angekommen ist):
    Plasma Desktop ist nicht für Touchscreens.
    Plasma Netbook ist nicht für Touchscreens.
    Plasma Mediacenter ist nicht für Touchscreens.
    Plasma Mobile IST für Touchscreens!

    Es gibt kein einzelnes „KDE“ als Oberfläche. KDE, die Community, entwickelt derzeit eine ganze Bandbreite an Oberflächen.
    Plasma Mobile sieht in der aktuellen Vorabversion so aus:
    http://www.youtube.com/watch?v=AvpvU2ZEM6Q

    Dazu kommt noch, dass KDE seine Anwendungen für Touchscreen-Nutzung anpasst.

    Hat GNOME ein Äquivalent zu Kontact Touch? Nein.
    Hat GNOME ein Äquivalent zu MarbleToGo? Nein.
    Hat GNOME ein Äquivalent zu Calligra Mobile? Nein.

    GNOME ist nun wirklich kein schlechtes Projekt, aber zu behaupten, GNOME sei besser für Touchscreens geeignet als „KDE“, offenbart Deine Ahnungslosigkeit. So viel zu „Wahrheitssager“…

  5. Re: Nicht wirklich die grosse Revolution...

    Autor: Dadie 31.03.11 - 22:35

    Meine ersten Gedanken waren eigentlich:

    OS X Menubar
    OS X Spaces
    OS X Exposé

    Ob jetzt Apple wiederum wo anders geklaut hat kann ich nicht sagen. Waren aber so die ersten Gedanken als ich die "revolutionäre" neue GUI Gnome-Shell sah.

  6. Re: Nicht wirklich die grosse Revolution...

    Autor: Wahrheitssager 31.03.11 - 23:24

    Ich habe mich zugegebener Maßen unglücklich ausgedrückt.
    Du hast recht ich hätte mich konkreter ausdrücken müssen.
    Mit GNOME meinte ich einzig alleine die Gnome (3) Shell und mit KDE meinte ich den Plasma Desktop.
    Mir ist aber durchaus bewusst, dass es im KDE Projekt dank Plasma auch spezielle Entwicklungen für Touchscreens gibt.

  7. Re: Nicht wirklich die grosse Revolution...

    Autor: Seitan-Sushi-Fan 01.04.11 - 02:43

    Dass GNOME Shell besser auf Touchscreens ausgelegt ist, als Plasma Desktop, ist natürlich vollkommen richtig.

  8. Re: Nicht wirklich die grosse Revolution...

    Autor: Schnarchnase 02.04.11 - 23:25

    Freiheit statt Apple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gnome 3 mag eine gewisse Modernisierung darstellen, aber die grosse
    > Revolution die gewisse erwartet haben, nachdem sich das Ding jetzt eig
    > verspätet hat scheint es keinesfalls zu sein.

    Du machst dich lächerlich. Was hat KDE 4 am Bedienkonzept geändert? Genau null, nichts, niente, nada, 0. Der Großteil hat sich unter der Haube geändert, was zweifellos gut ist, aber mit Sicherheit für den Endbenutzer im Vergleich zu Gnome 3 weniger Neuigkeiten bietet.

    Außerdem:
    1. Genau das ist der Grund für den Sprung zur nächsten Hauptversion: Trennung von Altlasten.
    2. Was soll von KDE abgeguckt sein? Ich kann nichts wesentliches erkennen.
    3. Was du da so leichtfertig abtust, ist ein komplett neues Bedienkonzept. Das konnte KDE mit Version 4 nicht bieten. (Ob man das nun braucht ist die andere Frage, deine Sichtweise ist allerdings total verblendet.)

  9. Re: Nicht wirklich die grosse Revolution...

    Autor: Seitan-Sushi-Fan 03.04.11 - 02:24

    Schnarchnase schrieb:
    ---------
    > Du machst dich lächerlich.
    Nicht von Dir auf andere schließen!

    > Was hat KDE 4 am Bedienkonzept geändert?

    Was ist ein KDE 4?


    > 2. Was soll von KDE abgeguckt sein? Ich kann nichts wesentliches erkennen.
    Vermutlich meinst Du Hinterweltler die Arbeitsumgebungen (Plural), die von KDE entwickelt werden…
    Aber wenn Du nicht erkennen kannst, dass KDE Plasma Netbook ein komplett anderer Ansatz ist, als klassische Desktop-Umgebungen, und KPNs „Suchen und Ausführen“-Konzept in weiten Teilen von der „Anwendungen“-Ansicht von GNOME Shells „Aktivitäten“-Overlay adaptiert wurde, erkennst Du vermutlich noch ganz andere Dinge nicht.
    Bei Deinem Gesabbel muss man sich doch glatt fragen, ob Du die verschiedenen Arbeitsumgebungen, über die Du Dich auslässt, überhaupt kennst. Also ich habe hier in meiner openSUSE-Installation sowohl neben den beiden Plasma Workspaces auch GNOME 3 mit Shell und auch exotischeren Kram wie z.B. IceWM installiert und kann ggf. sogar fix in eine parallel laufende Sitzung rüberschalten, um Aspekte zu vergleichen.
    GS ist bei weitem kein KPN-Abklatsch, aber einige Aspekte sind auf jeden Fall adaptiert worden.

  10. Re: Nicht wirklich die grosse Revolution...

    Autor: Schnarchnase 03.04.11 - 10:59

    Seitan-Sushi-Fan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht von Dir auf andere schließen!

    Tu ich nicht.

    > Was ist ein KDE 4?

    Man kann sich auch absichtlich dumm anstellen. Als was hat KDE angefangen? Als Desktop, den Bogen zu Plasma Desktop solltest selbst du hinbekommen.

    > Vermutlich meinst Du Hinterweltler die Arbeitsumgebungen (Plural), die von
    > KDE entwickelt werden…

    Ist vollkommen egal, denn auch Plasma Netbook bietet nichts wesentliches was in Gnome 3 übernommen wurde.

    > Aber wenn Du nicht erkennen kannst, dass KDE Plasma Netbook ein komplett
    > anderer Ansatz ist, als klassische Desktop-Umgebungen, und KPNs „Suchen und
    > Ausführen“-Konzept in weiten Teilen von der „Anwendungen“-Ansicht von GNOME
    > Shells „Aktivitäten“-Overlay adaptiert wurde, erkennst Du vermutlich noch
    > ganz andere Dinge nicht.

    Oh Wahnsinn, es werden Anwendungen gruppiert dargestellt und da hören die Gemeinsamkeiten dann auf. Das gab es im übrigen schon vor Plasma Netbook bei anderen Netbook-Oberflächen, aber wenn man nur seinen KDE-Horizont kennt fällt es wohl schwer über den Tellerrand zu schauen. SAL lasse ich nicht gelten, das gibt es schon lange in Form von Gnome-Do.

    > Bei Deinem Gesabbel muss man sich doch glatt fragen, ob Du die
    > verschiedenen Arbeitsumgebungen, über die Du Dich auslässt, überhaupt
    > kennst.

    Das frage ich mich eher bei deinen Äußerungen.

    > Also ich habe hier in meiner openSUSE-Installation sowohl neben den
    > beiden Plasma Workspaces auch GNOME 3 mit Shell und auch exotischeren Kram
    > wie z.B. IceWM installiert und kann ggf. sogar fix in eine parallel
    > laufende Sitzung rüberschalten, um Aspekte zu vergleichen.

    Bei IceWM wirst du wohl kaum etwas zum Vergleichen finden. Ist ja schön, dass du diese Möglichkeit hast, vielleicht solltest du sie mal nutzen.

    > GS ist bei weitem kein KPN-Abklatsch, aber einige Aspekte sind auf jeden
    > Fall adaptiert worden.

    Natürlich, sie benutzen auch Icons für Anwendungen, oho, das haben sie natürlich von KDE abgeschaut. Die einzelnen Aspekte von Gnome 3 sind nicht neu, das habe ich auch nie behauptet, es sind alles Dinge die es in bestehenden Desktop-/Netbook-Oberflächen schon gab. Neu ist die Anordnung, der Workflow und genau das ist der wesentliche Punkt.

    Ein paar Dinge sind definitiv adaptiert worden, mit Sicherheit aber nicht von Plasma Netbook, das die meisten Dinge selbst von anderen Vorreitern übernommen hat (was es nicht schlechter macht, sondern nur gegen deine Behauptung spricht).

  11. Re: Nicht wirklich die grosse Revolution...

    Autor: Freiheit statt Apple 03.04.11 - 21:23

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du machst dich lächerlich.

    Indem ich haltlos die begründeten Meinungen anderer diffamiere? Ah, moment, nein, das warst ja du...

    > Was hat KDE 4 am Bedienkonzept geändert? Genau
    > null, nichts, niente, nada, 0.

    Das Bedienkonzept (als weit gefassten Begriff) hat sich in der Tat nicht grossartig geändert. War ja auch nicht notwendig, weil das Bedienkonzept gut ist.

    Das was du bei Gnome wohl als Änderung des Bedienkonzeptes verstehst betrachte ich hingegen als Verschlimmbesserung. Es dürfte die Bedienung wesentlich verlangsamen. (Aber das haben hier ja auch viele andere bereits festgestellt.)

    > Der Großteil hat sich unter der Haube
    > geändert, was zweifellos gut ist, aber mit Sicherheit für den Endbenutzer
    > im Vergleich zu Gnome 3 weniger Neuigkeiten bietet.

    Dem würde ich so nicht zustimmen. Auch wenn das Grundkonzept ähnlich blieb, so gab es doch unzählige kleine hilfreichen Änderungen und Modernisierungen. Und auch die Änderungen unter der Haube machen sich ja teilweise für den Endbenutzer positiv bemerkbar. Ich denke hier z.B. an die Nepomuk Integration usw.
    Vor Allem waren die Änderungen für die Endbenutzer in KDE 4 wohl positiver Natur, während dies bei Gnome 3 doch eher zu bezweifeln ist.

    > Außerdem:
    > 1. Genau das ist der Grund für den Sprung zur nächsten Hauptversion:
    > Trennung von Altlasten.

    Ja. Aber ich sehe noch nicht, wo Gnome seine Altlasten losgeworden ist.
    Es sei denn, du betrachtest es als Trennung von Altlasten, wenn man ein Giftmüllfass durch ein Atommüllfass ersetzt..

    > 2. Was soll von KDE abgeguckt sein? Ich kann nichts wesentliches erkennen.

    Woran ich da gedacht habe, weiss ich nicht mehr genau.
    Auf die schnelle Fallen mir die SNAP-Funktionen ein (wobei dies nicht direkt von KDE abgeschaut ist, da KDE es seinerseits bereits von Windows 7 abgeschaut hat) oder die Schnellsuche nach Anwendungen etc.

    > 3. Was du da so leichtfertig abtust, ist ein komplett neues Bedienkonzept.
    > Das konnte KDE mit Version 4 nicht bieten. (Ob man das nun braucht ist die
    > andere Frage, deine Sichtweise ist allerdings total verblendet.)

    Verblendet ist ein starkes Wort dafür dass ich die Prioritäten bei der Bewertung der 'Revolutionarität' etwas anders gesetzt habe als du...
    Zugegeben: Das Bedienkonzept von Gnome 2 zu Gnome 3 hat sich radikaler verändert als von KDE 3 zu KDE 4. Das ändert aber nichts an der Richtigkeit meiner Aussage "Nach meinem Eindruck ist man bei Gnome heute noch nicht dort angelangt, wo KDE schon vor mehr als drei Jahren war.". Denn während die weniger radikalen Änderungen bei KDE in eine sinnvolle Richtung gingen, ist dies bei Gnome wie gesagt stark zu bezweifeln. Zudem muss man sehen, dass Gnome stets weniger bieten konnte als KDE - und eben genau diese Aufholjagd haben sie trotz langer Verspätung nun mit Gnome 3 keinesfalls geschafft.
    Ich hätte natürlich von Anfang an glauben und sagen können "ach das mit Gnome wird ja eh nie was", doch ich habe es vorgezogen etwas positiv zu denken und dem Gnome Team viel zuzutrauen (denn ich dachte mir, irgendwas müssen die ja während all den Jahren machen). Scheinbar hab ich mich da geirrt. Aber deswegen bin ich wohl kaum verblendet, sondern habe eifach die übertriebene Hoffnung gehabt, dass nun wieder etwas gesunde und förderliche Konkurrenz für KDE auftreten wird. Zum Glück entwickelt sich aber KDE ja auch ohne akute Konkurrenz einigermassen gut.

  12. Re: Nicht wirklich die grosse Revolution...

    Autor: Schnarchnase 03.04.11 - 23:11

    Freiheit statt Apple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Indem ich haltlos die begründeten Meinungen anderer diffamiere? Ah, moment,
    > nein, das warst ja du...

    Hihi, du meintest wohl indem ich begründet die haltlose (und unbegründete) Meinung von dir widerlege.

    > Das was du bei Gnome wohl als Änderung des Bedienkonzeptes verstehst
    > betrachte ich hingegen als Verschlimmbesserung. Es dürfte die Bedienung
    > wesentlich verlangsamen. (Aber das haben hier ja auch viele andere bereits
    > festgestellt.)

    Ob das nun positiv ist oder nicht ist doch ein ganz anderer Punkt. Fakt ist, es wurde sehr viel verändert. (Die Bedienung geht zumindest mit der Tastatur sehr flott von der Hand.)

    > Dem würde ich so nicht zustimmen. Auch wenn das Grundkonzept ähnlich blieb,
    > so gab es doch unzählige kleine hilfreichen Änderungen und
    > Modernisierungen. Und auch die Änderungen unter der Haube machen sich ja
    > teilweise für den Endbenutzer positiv bemerkbar. Ich denke hier z.B. an die
    > Nepomuk Integration usw.
    > Vor Allem waren die Änderungen für die Endbenutzer in KDE 4 wohl positiver
    > Natur, während dies bei Gnome 3 doch eher zu bezweifeln ist.

    Sag ich doch, es haben sich nur Kleinigkeiten geändert. Es sagt ja niemand, dass es nicht positiv für den Nutzer war. Bei Gnome wird sich das wohl noch zeigen, da möchte ich ungern eine Prognose wagen, wobei ich anmerken möchte, dass diejenigen am lautesten schreien, die Gnome scheinbar gar nicht nutzen.

    > Ja. Aber ich sehe noch nicht, wo Gnome seine Altlasten losgeworden ist.

    Bei Gnome funktioniert das grundsätzlich anders als bei KDE. KDE startet mit einer neuen Version und macht diese Stabil, Gnome fügt neue Funktionen mit und mit hinzu und markiert alte als deprecated, der Schritt zur neuen Version findet dann nur noch durch entfernen der als deprecated markierten Funktionen statt. Es wurden also ganz klar Altlasten entfernt.

    > Es sei denn, du betrachtest es als Trennung von Altlasten, wenn man ein
    > Giftmüllfass durch ein Atommüllfass ersetzt..

    Das zeugt nun wieder von wenig Sachverstand und verstärkt mein Gefühl, dass du eigentlich einfach nur stänkern willst.

    > Woran ich da gedacht habe, weiss ich nicht mehr genau.
    > Auf die schnelle Fallen mir die SNAP-Funktionen ein (wobei dies nicht
    > direkt von KDE abgeschaut ist, da KDE es seinerseits bereits von Windows 7
    > abgeschaut hat) oder die Schnellsuche nach Anwendungen etc.

    Also nichts... die Schnellsuche gab es auch vorher schon mit Gnome-Do.

    > Verblendet ist ein starkes Wort dafür dass ich die Prioritäten bei der
    > Bewertung der 'Revolutionarität' etwas anders gesetzt habe als du...

    Nun, so wie du dich darum bemühst nur eine Seite ins rechte Licht zu rücken, denke ich das Wort passend gewählt zu haben.

    > "Nach meinem Eindruck ist man bei Gnome heute noch nicht dort angelangt,
    > wo KDE schon vor mehr als drei Jahren war."

    Das ist wiederum deine Meinung, die du objektiv nicht belegen kannst.

    > Zudem muss man sehen, dass Gnome stets weniger bieten konnte als KDE -
    > und eben genau diese Aufholjagd haben sie trotz langer Verspätung nun
    > mit Gnome 3 keinesfalls geschafft.

    Das ist auch wieder nur deine Meinung.

    > Ich hätte natürlich von Anfang an glauben und sagen können "ach das mit
    > Gnome wird ja eh nie was", doch ich habe es vorgezogen etwas positiv zu
    > denken und dem Gnome Team viel zuzutrauen (denn ich dachte mir, irgendwas
    > müssen die ja während all den Jahren machen). Scheinbar hab ich mich da
    > geirrt. Aber deswegen bin ich wohl kaum verblendet, sondern habe eifach die
    > übertriebene Hoffnung gehabt, dass nun wieder etwas gesunde und förderliche
    > Konkurrenz für KDE auftreten wird. Zum Glück entwickelt sich aber KDE ja
    > auch ohne akute Konkurrenz einigermassen gut.

    Sag ich doch verblendet, das trifft es einfach ganz genau.

  13. Re: Nicht wirklich die grosse Revolution...

    Autor: Freiheit statt Apple 04.04.11 - 00:02

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hihi, du meintest wohl indem ich begründet die haltlose (und unbegründete)
    > Meinung von dir widerlege.

    Auf die Widerlegung warten wir alle noch gespannt :p

    > Sag ich doch, es haben sich nur Kleinigkeiten geändert.

    Na dann aber verdammt viele 'Kleinigkeiten', die in ihrer Gesamtheit die angeblich 'sehr vielen' (oder wohl in deinem Sinne eher: 'sehr grossen') Änderungen aufweigen dürften.

    > Also nichts... die Schnellsuche gab es auch vorher schon mit Gnome-Do.

    Es geht eher um ihre Integration bzw. den Ort ihrer Integration. Als Äquivalent zu Gnome-Do gibts ja auch KRunner (früher Katapult), aber die stecken eben, wie auch Gnome Do, an anderen Orten als die Schnellsuche nun.

    > Nun, so wie du dich darum bemühst nur eine Seite ins rechte Licht zu
    > rücken, denke ich das Wort passend gewählt zu haben.

    Nun, es ging hier halt um die Neuerungen in Gnome 3.

    Ich kann aber, wenn du das befreiend findest, gerne auch ein wenig über KDE ablästern. Beispielsweise wie sies seit Ewigkeiten nicht schaffen, sowas grundlegendes wie ne manuelle IP-Konfiguration richtig in ihren Networ-Manager einzubauen. Ist nur halt nich unbedingt das Thema hier.

    > Das ist wiederum deine Meinung, die du objektiv nicht belegen kannst.

    Kommt drauf an, was für Prioritäten man setzt.
    Aber auf den, der hier ankommt und aufzeigen will, dass Gnome heute moderner ist als KDE, bin ich ja doch gespannt. Beziehungsweise vor Allem auf seine Begründung.

    (Gut, ein möglicher Begründungsansatz würde mir da schon einfallen... aber der würd dann wieder ins Apple-Gebiet abdriften.)


    > Sag ich doch verblendet, das trifft es einfach ganz genau.

    Also mit anderen Worten: Ich bin verblendet, weil ich so dumm war zu glauben, dass Gnome in all den Jahren tatsächlich den grossen 'Change' hinkriegt, den mir gewisse Gnome-Anhänger seit Jahren prophezeit haben, weil ihnen selber langsam klar wurde, dass ihr aktuelles Gnome nicht mehr so ganz auf der Höhe der Zeit war?

    Und im Umkehrschluss: Nicht verblendet wäre ich gewesen, wenn ich von Anfang an ausgeschlossen hätte, dass die andere Seite in der Debatte einmal recht bekommen könnte.
    Na dann...

  14. Re: Nicht wirklich die grosse Revolution...

    Autor: Der Kaiser! 04.04.11 - 15:53

    > Das ist wiederum deine Meinung, die du objektiv nicht belegen kannst.
    Eine Meinung ist per Definition subjektiv.

    ___

    Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!

    Wirkung und Gegenwirkung.
    Variation und Selektion.
    Wie im grossen, so im kleinen.

  15. Re: Nicht wirklich die grosse Revolution...

    Autor: Der Kaiser! 05.04.11 - 00:35

    > GS ist bei weitem kein KPN-Abklatsch, aber einige Aspekte sind auf jeden Fall adaptiert worden.
    Was bedeutet "GS" und "KPN"?

    ___

    Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!

    Wirkung und Gegenwirkung.
    Variation und Selektion.
    Wie im grossen, so im kleinen.

  16. Re: Nicht wirklich die grosse Revolution...

    Autor: Der Kaiser! 05.04.11 - 03:36

    > Es gibt kein einzelnes "KDE" als Oberfläche.

    > Die Community [rund um KDE], entwickelt derzeit eine ganze Bandbreite an Oberflächen[:]

    > - Plasma Desktop
    > - Plasma Netbook
    > - Plasma Mediacenter
    > - Plasma Mobile
    Zu viele Namen. Zu verwirrend. KDE=Desktop ist viel einfacher. :)

    ___

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    Wirkung und Gegenwirkung.
    Variation und Selektion.
    Wie im grossen, so im kleinen.

  17. Re: Nicht wirklich die grosse Revolution...

    Autor: Linuxianer 08.04.11 - 19:26

    Hmmmm, ich benutze seit genau 2 Tagen die Shell im Gnome 3.


    Habe jahrelang damit zugebracht KDE Plasma und Gnome 2 zu benutzen. Immer irgendwie im Wechsel. Neue Distris testen und sehen was anders ist...

    Und soll ich euch was verraten? Über Jahre hinweg waren KDE und GNOME nahezu gleich, was die Bedienbarkeit angeht. Taskleiste, Startmenüs, etc...... ein paar andere Aussehen... Programmvielfalt hin oder her.... vom workflow gaben sich beide nicht viel.

    Und nun kommt Gnome 3, was neues. Aufgeräumt. Sieht schick aus, Bedienung ist, meiner Meinung nach, leichter, ich brauche weniger Klicks. Shortcuts sind gut und einfach.
    Einstellungsmöglichkeiten, durch ein kleines Extratool, sind vorhanden. Icons, GTK Stile, Schriftarten-Größen, etc. können alle eingestellt werden.
    Und was machen die Nerds? Meckern. Hergott.... Ich kann Fan sein, etwas besser finden... aber irgendwann ist es Zeit für was neues. Entwicklung braucht Zeit.

    Und ich sehe im KDE 4 nichts anderes als im KDE 3. Lediglich Gadgets (Plasmas) haben Einzug gehalten. Und ich rede nur vom BENUTZEN. Nicht was unter der Haube passiert.....
    Und ja, ich stimme Schnarchnase zu wenn er sagt das KDE nix neues bringt. Netbooks sind für mich Spielzeug, welches zum produktiven Arbeiten nicht geeignet ist. Ich beziehe mich auf Laptops und Desktoprechner.

    Gnome 3 ist für mich neu, intuitiv weniger, aber man kann sich daran gewöhnen. Es bricht mit den Standard Desktopgedanken, wie man sie bisher kannte.
    Wer sich daran gewöhnt ist gut, wer nicht bleibt eben bei KDE, LXDE, Gnome 2......

    Grüße!

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