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Pure Faulheit der Nutzer

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  1. Pure Faulheit der Nutzer

    Autor: Chais 30.05.16 - 15:42

    Das "Problem" lässt sich leicht mit Bordmitteln lösen, auch ohne die neue Funktion komplett zu deaktivieren. Einfach screen/tmux/etc. als User service einrichten, lingering für den user aktivieren und gut ist. Der Service wird direkt beim Boot gestartet und läuft auch weiter nachdem die letzte Session geschlossen wurde. Wie ein daemon odr regulärer service, nur halt mit den Berechtigungen des jeweiligen Nutzers.
    Aber dafür müsste man sich halt mit den Möglichkeiten von systemd auseinandersetzen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.05.16 15:46 durch Chais.

  2. Die "Faulheit der User"...

    Autor: demon driver 30.05.16 - 16:05

    ... ist aber auch der Grund, warum der Computer erfunden und immer weiter entwickelt wurde – damit man nicht mehr alles selber machen muss. Insofern gilt das nicht als Vorwurf ;-)

    (Ich wäre, denke ich, auch zumindest kurz angepisst, würde man mir mit einem Update Arbeit machen, die ich nicht bestellt habe...)

  3. Re: Die "Faulheit der User"...

    Autor: bofhl 30.05.16 - 16:10

    Dann stellt sich aber die Frage: warum wurde Systemd dann upgedatet?

  4. Re: Die "Faulheit der User"...

    Autor: Chais 30.05.16 - 16:15

    Ich sehe den Computer eher als Werkzeug denn als Automat. Er wurde entwickelt und verbessert um mir die Arbeit zu erleichtern. Abnehmen kann er sie mir nur in Ausnahmefällen. Insofern ergibt auch der Anspruch vieler Nutzer, dass so ein Gerät wartungsfrei sein müsse, keinen Sinn. Ein Messer muss geschliffen werden, ein Auto betankt und gewartet und ein Computer eben konfiguriert und geupdatet. Und nachdem Andere die Software schreiben die ich auf meinem Werkzeug benutze kann es eben passieren dass sich Funktionsweisen verändern und ich folglich meine Konfiguration ändern muss. Eine Weigerung führt unweigerlich zu Debian und anderen Problemen.
    Und ja, ich kann natürlich Leute dafür bezahlen, meinen Computer zu warten, wie ich das beim Auto auch tue. Dann muss ich halt damit leben, (oder sollte zumindest müssen) dass ich auf meinem eigenen Rechner keinen Admin-Zugriff habe. Momentan sieht man eher dass Nutzer alles tun können, aber nicht tun müssen wollen. Entweder ich administriere meine Maschine, mit allem was dazu gehört, oder ich lasse es bleiben.

  5. Re: Pure Faulheit der Nutzer

    Autor: lear 30.05.16 - 17:48

    Der korrekte Ansatz wäre es gewesen, die daemon() Funktion in libc anzupassen, dann hätten nohup/tmux/screen/whaetever nämlich einfach weiterfunktioniert.
    Oder man hätte den GNOME bug gefixed, der diesen Unfug überhaupt erst getriggert hat.

    Und ein wirklich hängender Prozess braucht im Zweifel immer noch ein SIGKILL, daß Du beim logout auch nicht unkonditionell absetzen kannst (und was systemd auch nicht tut)

    Systemd verbessert hier also gar nichts, sie lösen nur bug #a indem sie bug #b einführen (wobei systemd weder Software A noch B ist)

  6. Re: Pure Faulheit der Nutzer

    Autor: Mingfu 30.05.16 - 18:37

    Chais schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das "Problem" lässt sich leicht mit Bordmitteln lösen, auch ohne die neue
    > Funktion komplett zu deaktivieren. Einfach screen/tmux/etc. als User
    > service einrichten, lingering für den user aktivieren und gut ist. Der
    > Service wird direkt beim Boot gestartet und läuft auch weiter nachdem die
    > letzte Session geschlossen wurde.

    Das ist doch völliger Murks für Systeme, auf die potenziell tausende Nutzer Zugriff haben, auch wenn immer nur wenige gleichzeitig darauf arbeiten. Dort muss für jeden dieser Service gestartet werden, ohne dass die meisten ihn jemals nutzen.

  7. Re: Pure Faulheit der Nutzer

    Autor: Trockenobst 31.05.16 - 09:20

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dort muss für jeden dieser Service gestartet werden, ohne dass die meisten
    > ihn jemals nutzen.

    Ob du jetzt
    screen
    oder
    systemd-run --scope --user screen

    schreibst ist doch auch schon Banane.

  8. Re: Pure Faulheit der Nutzer

    Autor: GAK 31.05.16 - 11:53

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mingfu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dort muss für jeden dieser Service gestartet werden, ohne dass die
    > meisten
    > > ihn jemals nutzen.
    >
    > Ob du jetzt
    > screen
    > oder
    > systemd-run --scope --user screen
    >
    > schreibst ist doch auch schon Banane.

    Nein, ist es für klardenkende Menschen nicht.

    Alleine schon wegen existierenden Scripts die sowas einsetzen _könnten_ und daher geprüft werden müssen - oder übersehen werden und dann Fehlfunktionen zeigen die ggf. schon mal den Wert eines Einfamilienhauses mit Garten (pro Stunde) vernichten können.

    Das Leben besteht nicht nur aus Test-VMs in denen man mal eben ein neues default System automatisiert hochzieht während man hofft 'der gerade geschriebene Code wird schon irgendwie in genau dieser Konfiguration funktionieren' um den dann auf die Menschheit loszulassen und anschließend den Leuten die sich im Bugtracker über explodierende RL Systeme beschweren zu erzählen sie sollen das doch gefälligst in der Konfiguration betreiben die in der Test-VM des Entwicklers herrscht.

    Wenn durch Änderungen wie diese Zeit von Administratoren und Anwendern vernichtet wird kommen schon mal ein paar auf die Idee ob eine Lebendfeuerbestattung für Poetterung & Co nicht eventuell weniger kumulierte Lebenszeit vernichtet als deren digitale Ausflüsse...

  9. Re: Pure Faulheit der Nutzer

    Autor: nille02 31.05.16 - 12:23

    GAK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trockenobst schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Mingfu schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
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    > > > Dort muss für jeden dieser Service gestartet werden, ohne dass die
    > > meisten
    > > > ihn jemals nutzen.
    > >
    > > Ob du jetzt
    > > screen
    > > oder
    > > systemd-run --scope --user screen
    > >
    > > schreibst ist doch auch schon Banane.
    >
    > Nein, ist es für klardenkende Menschen nicht.
    >
    > Alleine schon wegen existierenden Scripts die sowas einsetzen _könnten_ und
    > daher geprüft werden müssen - oder übersehen werden und dann Fehlfunktionen
    > zeigen die ggf. schon mal den Wert eines Einfamilienhauses mit Garten (pro
    > Stunde) vernichten können.

    Dann setzte einfach einen alias dafür oder baue ein if else in das Script. Ist ja nicht so, dass man keine davon brauchen würde.

  10. Re: Pure Faulheit der Nutzer

    Autor: wasdeeh 31.05.16 - 15:20

    GAK schrieb:
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    > Trockenobst schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
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    > > Mingfu schrieb:
    > >
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    > > > Dort muss für jeden dieser Service gestartet werden, ohne dass die
    > > meisten
    > > > ihn jemals nutzen.
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    > > Ob du jetzt
    > > screen
    > > oder
    > > systemd-run --scope --user screen
    > >
    > > schreibst ist doch auch schon Banane.
    >
    > Nein, ist es für klardenkende Menschen nicht.
    >
    > Alleine schon wegen existierenden Scripts die sowas einsetzen _könnten_ und
    > daher geprüft werden müssen - oder übersehen werden und dann Fehlfunktionen
    > zeigen die ggf. schon mal den Wert eines Einfamilienhauses mit Garten (pro
    > Stunde) vernichten können.

    Ähm. RTFM? Dann spiel das Ding halt net ein. Kein mensch zwingt dich, es zu nutzen bzw. upzugraden.

  11. Re: Pure Faulheit der Nutzer

    Autor: xUser 31.05.16 - 21:10

    GAK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Leben besteht nicht nur aus Test-VMs in denen man mal eben ein neues
    > default System automatisiert hochzieht während man hofft 'der gerade
    > geschriebene Code wird schon irgendwie in genau dieser Konfiguration
    > funktionieren' um den dann auf die Menschheit loszulassen und anschließend
    > den Leuten die sich im Bugtracker über explodierende RL Systeme beschweren
    > zu erzählen sie sollen das doch gefälligst in der Konfiguration betreiben
    > die in der Test-VM des Entwicklers herrscht.

    Im modernen professionellen Bereich setzt man auf Container, welcher mittels Build-Pipeline gebaut werden. Ein Beispiel dafür ist Docker.
    Und selbst wo (noch) keine Container eingesetzt werden setzt man auf automatische Deployments, weil diese nachvollziehbar sind und insbesondere bei Fehlern immer gleich fehlschlagen. Damit kann man dann auch die Entwickler VMs betanken und erhält so eine reproduzierbaren und debugbaren Zustand.

    Wer seine (überkomplizierten) Scripte aber als Arbeitserhaltungsmaßnahme versteht, bekommt bei den neueren Entwicklungen zurecht Feuer unter dem Hintern.

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