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"Serverless"

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  1. "Serverless"

    Autor: FibreFoX 26.04.18 - 12:08

    Also eigentlich ist "Serverless" das dümmste Wort im IT-Bereich, das ich seit langem gehört oder gelesen habe. Steht ungefähr auf einer Ebene mit "proaktiv" oder "selbstzerstörende E-Mails" (GMail).

    Liebe Entscheider: lasst euch nicht verarschen, ihr gebt damit die Kontrolle an einen Dritten ab. Ihr kauft damit eine Dienstleistung und macht euch damit abhängig !

    Jaja, "aber ist doch günstiger", ist klar, aber zu was für einen Preis?!

  2. Re: "Serverless"

    Autor: M.P. 26.04.18 - 12:50

    FibreFoX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > macht euch damit abhängig !
    >

    Hieße es nicht besser abhängiger?

    1) Hat man einen Server im eigenen Betrieb, ist man davon abhängig, dass es für das Betriebssystem usw. Updates gibt, sowie der Server oder Prozessorlieferant keine Hintertüren o. Ä. eingebaut haben, über die unbefugte Dritte an die Daten kommen.

    2) Hat man einen eigenen Server im Rack eines externen Betreibers aufgestellt, kommt zusätzlich das Risiko hinzu, dass dort vor Ort unbefugt Duplikate der Festplatte o. Ä. gezogen werden.

    3) Hat man einen VServer bei einem Anbieter gemietet, könnten andere Kunden die Barrieren zwischen den VServern durchbrechen und unbefugten Zugriff bekommen.

    4) Nun der "serverless Betrieb"

    Jeder Schritt bedeutet mehr Abhängigkeit, aber selbst bei (1) gibt es schon Abhängigkeiten...

  3. Re: "Serverless"

    Autor: mxcd 26.04.18 - 13:21

    Die interessante Frage ist, ob die Verwundbarkeit der Infrarstruktur mit der zunehmenden Abgabe der Kontrolle steigt oder nicht.
    Ich denke, eine tägliche Wartung rund um die Uhr kann ich nicht gewährleisten. MS aber schon.
    Eine Infrarstruktur, bei der ich schön nach Bedarf Container automatisch erzeugen kann, und die mit der Nutzung quasi unbegrenzt skaliert ist doch toll.
    Das auf eigener Hardware einzurichten ist zwar möglich aber nicht so toll, wenn man da alle Stufen aktuell halten will, kostet das sicher mehr als die paar Mücken, die MS dafür sehen will.
    Und dann ist da noch die Frage nach der Performance ....

  4. Re: "Serverless"

    Autor: M.P. 26.04.18 - 14:13

    "Sicherheit" kann man im Sinne von

    1) "Zuverlässigkeit" auslegen, oder im Sinne von
    2) "auf meine Daten hat niemand unbefugt Zugriff".

    Womöglich ist aber selbst die zweite Variante bei einer Cloud Lösung eher gegeben, als bei einem eigenen Server, bei dem man nicht dafür gesorgt hat, dass er von jemandem gewartet wird, der sein Handwerk unter allen Gesichtspunkten versteht ...

    Neben Zugang durch die Vordertür, gibt es ja auch Zugang durch die Hintertür, und bei einem nur selten aktualiserten Server der in irgendeiner Ecke des Rechnerraumes Spinnweben ansetzt, gibt es davon in der Regel diverse ...

  5. Re: "Serverless"

    Autor: EdwardBlake 26.04.18 - 14:18

    Wenn sie Morgens zur Arbeit fahren sind sie davon abhängig das die Amplen funktionieren, und ihnen niemand in die Flanke crasht. Unabhängigkeit in der heutigen Gesellschaft ist praktisch unmöglich, da müssen sie schon im Wald leben. (was nicht mal erlaubt ist btw)
    Das ist Teil des Preises für Komfort und Fortschritt

  6. Re: "Serverless"

    Autor: M.P. 26.04.18 - 15:31

    EdwardBlake schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn sie Morgens zur Arbeit fahren ....

    Ich denke, die Antwort ging an den Thread-Ersteller, und war nicht an mich adressiert ...

  7. Re: "Serverless"

    Autor: FibreFoX 26.04.18 - 19:11

    "abhängig dass die Amplen funktionieren": nö, bin ich nicht, dafür gibt es normale Verkehrsvorschriften und Schilder, der Vergleich hinkt aber, denn da nutzt man vorhandene staatliche Infrastruktur, bei einer Cloud und vor allem Serverless nutzt man fremde Infrastruktur (ja, es geht auch eine eigene interne "Cloud")

    "Das ist Teil des Preises für Komfort und Fortschritt": nö, wer sagt denn bitte, dass ich Kontrolle, meine Daten und meine Privatsphäre in die Machtbereiche von jemandem geben muss? Genau, niemand! Das ist alles Marketing-Hirnwäsche, und bloße Ideologie, dass alles "in der Wolke" gemacht werden muss, weil "die großen" das ja so machen.

    In Anbetracht der immer wieder erfolgenden "Leaks" muss man sich doch so langsam mal fragen, ob es nicht eher Fluch anstatt Segen ist.

  8. Re: "Serverless"

    Autor: M.P. 27.04.18 - 08:57

    Auch, wenn eine Ampel sich bei Detektion eines Defektes komplett ausschaltet, hat sie noch funktioniert.

    Eine Ampelanlage, die in einer Weise nicht funktioniert, dass sie z. B. allen Fahrtrichtungen gleichzeitig grün zeigt, würde kaum jemand erwarten.... Ich vermutete, dass man voller Vertrauen über eine grüne Ampel fährt, in Erwartung, dass man 100 % sicher sein kann, dass der Querverkehr rot hat ...

    In gewissen anderen Ländern sollte man sich entweder aus technischen Gründen, oder aus Gründen der Mentalität der einheimischen Autofahrer nicht zu sehr auf Ampelgrün verlassen...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.04.18 08:58 durch M.P..

  9. Re: "Serverless"

    Autor: lestard 28.04.18 - 14:44

    Was ist den an dem Begriff "Serverless" auszusetzen und was hat das mit der Abhängigkeit zu einem Dienstleister zu tun?

    Es ist doch wohl vollkommen offensichtlich, dass es sich hier um eine Dienstleistung handelt, die man einkauft. Die "Warnung" an Entscheider ist doch vollkommen sinnlos weil das doch Jedem mit halbwegs Verstand und der sich auch nur grob mit dem Thema beschäftigt hat, klar ist.
    Und dennoch kann man die Abwägung treffen und in manchen Fällen zu dem Entschluss kommen, diese Dienstleistung in Anspruch zu nehmen und damit gut fahren.

  10. Re: "Serverless"

    Autor: FibreFoX 28.04.18 - 15:02

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was ist den an dem Begriff "Serverless" auszusetzen und was hat das mit der
    > Abhängigkeit zu einem Dienstleister zu tun?
    >

    Es ist fachlich falsch, denn man benötigt fachlich einen Server, der Unterschied ist nur, dass dieser Server einem nicht selber gehört bzw. man diesen selber nicht managed. Dadurch entsteht genauso wie mit dem ganzen Container-Marketing-Blabla eine gefährliche und missverständliche Sprache. Habe oft genug miterlebt, dass hier durch Buzzword-Lesen die technischen Unterschiede nicht verstanden werden.

  11. Re: "Serverless"

    Autor: lestard 29.04.18 - 02:02

    Aber das ist doch überhaupt nicht die Aussage, dass kein Server mehr gebraucht wird. Zumindest habe ich das so noch nirgends sondern dass man sich als Entwickler der Anwendung nicht um das Management des Servers kümmert. Daher finde ich auch den Begriff fachlich nicht so unpassend. Im gesamten Prozess der Anwendungsentwicklung ist die Frage nach einzelnen Servern nicht mehr relevant.
    Natürlich ist da auch Marketing dabei. Aber ich würde nicht den Begriff verfluchen, nur weil manche Leute sich nicht richtig ins Thema einlesen wollen. Weil wenn man sich einliest, erfährt man sofort, dass es nicht darum geht, dass keine Server mehr existieren.

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