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Windows hat einen stabilen Kernel

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  1. Windows hat einen stabilen Kernel

    Autor: Beebo 04.11.20 - 15:06

    Windows hat einen stabilen Kernel, so dass Uralt Software auch auf sehr aktuellen Windows Systemen laufen. Bei Linux gibt es ständig Kernel Veränderungen, wodurch auch ständig die Linux Anwendungssoftware an Kernel Änderungen angepasst werden muss. Bei Linux werden neue Technologien im Kernel integriert, während sie bei Windows als zusätzliches Modul hinzugefügt werden. Beides hat seine Vor und Nachteile.

    Microsoft macht viel Beratungsgeschäft mit Unternehmenskunden. Vielleicht wollen diese Kunden Windows und Linux nebeneinander für verschiedene Aufgaben nutzen.

  2. Re: Windows hat einen stabilen Kernel

    Autor: \pub\bash0r 04.11.20 - 16:00

    Der Kernel ist für den User Space in 99% der Fälle egal. Solang die WinAPI stabil und abwärtskompatibel bleibt, ist den Anwendungen egal, welcher Kernel unten drunter läuft (siehe WINE als Beispiel).

    Einzig Programme, die direkt mit dem Kernel interagieren (z.B. dreckige Kopierschutzsysteme oder Anti-Cheat-Systeme) hätten ein Problem. Aber die haben auch jetzt teilweise schon Probleme.

  3. lol

    Autor: grutzt 04.11.20 - 17:54

    So kann man auch ausdrücken, dass Microsoft wahrscheinlich wenig bis gar keine Kernel-Entwickler hat.

  4. Re: Windows hat einen stabilen Kernel

    Autor: smurfy 04.11.20 - 18:26

    Beebo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei Linux gibt es ständig Kernel
    > Veränderungen, wodurch auch ständig die Linux Anwendungssoftware an Kernel
    > Änderungen angepasst werden muss.

    Und dieses Wissen hast du genau woher?

    Gerade beim Linux-Kernel wird peinlichst genau auf eine stabile ABI zu den Programmen im user space geachtet. Linus regt sich so ziemlich Megamäßig auf, wenn jemand eine Änderung am Kernel einbringt, welche bestehende Programme inkompatibel machen.

    Es gibt sogar eine Richtlinie, dass die Schnitstelle zum user space nie gebrochen werden darf.

    https://unix.stackexchange.com/questions/235335/why-is-there-a-linux-kernel-policy-to-never-break-user-space

    https://www.dpdk.org/blog/2019/10/10/why-is-abi-stability-important/

    Was du wohl eher meinst, sind stabile Schnittstellen zu Frameworks wie Qt oder gtk+.
    Da gibt es schön öfters einen Bruch, wie z.B. von Qt4 auf Qt5. Aber selbst diese Brüche sind auch nicht so oft, wie du es hier einem suggerieren möchtest. Qt4 wurde 2005 veröffentlicht und Qt5 2012. Dazwischen blieben alle Qt-Programme kompatibel. Und es hat auch überhaupt nichts mit dem Linux-Kernel zu tun.

  5. Re: Windows hat einen stabilen Kernel

    Autor: Sharra 04.11.20 - 19:02

    Ein Felsbrocken ist auch stabil, und zu nicht viel zu gebrachen...

  6. Re: Windows hat einen stabilen Kernel

    Autor: mke2fs 04.11.20 - 20:50

    Also Uralt-Windows-Anwendungen laufen mitnichten ohne Probleme auf neueren Windows-Versionen.
    Das ist u.a. (neben Treiber-Problemen) der Grund warum viele fachliche Gerätschaften und Computer mit bestimmter Software eben nicht upgedated werden, sondern mit Uralt-Versionen weiter laufen.
    Natürlich ändern sich die Schnittstellen, wie bei aller Software, sonst gäbe es keine Weiterentwicklung oder du müssest die alten Schnittstellen zusätzlich mitschleppen und so umwursteln das sie weiterhin funktionieren - sozusagen eine Art Kompatibilätsschicht.

    Und nein bei Linux ändern sich die Schnittstellen zwischen Userspace und Kernelspace nicht ständig.
    Das ist der Sinn dahinter das es eine Trennung gibt. Der Userspace ist eine Umgebung die über definierte Schnittstellen mit dem Kernel spricht und sich eben keine Rispe darum machen muss das sich dort Dinge ändern.
    Im Kernel selbst ändern sich ab und an die Schnittstellen, aber auch nicht am laufend Band.
    Und im Userspace selbst ändern sich die Schnittstellen innerhalb von Frameworks und (selten) Desktopumgebungen.
    Und die Schnittstellen von Bibliotheken ändern sich öfter mal, das ist vermutlich das was du eigentlich meinst, das sieht für dich vielleicht wie ein Teil von Linux aus, weil die Libs von Linux-Distributionen mitgeliefert werden und diese auch entscheiden welche Versionen sie ausliefern und dadurch Programme dann ggf. neu übersetzt werden müssen (oder ihre eigene Version mitbringen müssen).
    Das hat aber nichts mit dem Kernel zu tun, passiert vermutlich im Windows-Umfeld auch (nur das da die meisten Programme ihre Bibliotheken jeweils selbst mitschleppen (und man ggf. .die gleiche Lib mehrfach auf dem System hat) und daher nicht neu compiliert werden müssen wenn sich was ändert) und lässt sich wie gesagt vermeiden (Libs mitliefern oder gleich statisch linken).

  7. Re: Windows hat einen stabilen Kernel

    Autor: countzero 04.11.20 - 21:06

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Felsbrocken ist auch stabil, und zu nicht viel zu gebrachen...

    Der Felsbrocken ist aber eher der Linux-Kernel, Stichwort monoLITHISCH :-P

  8. Re: Windows hat einen stabilen Kernel

    Autor: FreiGeistler 04.11.20 - 21:35

    smurfy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was du wohl eher meinst, sind stabile Schnittstellen zu Frameworks wie Qt
    > oder gtk+.
    > Da gibt es schön öfters einen Bruch, wie z.B. von Qt4 auf Qt5. Aber selbst
    > diese Brüche sind auch nicht so oft, wie du es hier einem suggerieren
    > möchtest. Qt4 wurde 2005 veröffentlicht und Qt5 2012. Dazwischen blieben
    > alle Qt-Programme kompatibel. Und es hat auch überhaupt nichts mit dem
    > Linux-Kernel zu tun.

    Und es gibt auch weiterhin Qt4 und Qt4-Software.

  9. Re: Windows hat einen stabilen Kernel

    Autor: FreiGeistler 04.11.20 - 21:37

    countzero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sharra schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ein Felsbrocken ist auch stabil, und zu nicht viel zu gebrachen...
    >
    > Der Felsbrocken ist aber eher der Linux-Kernel, Stichwort monoLITHISCH :-P

    Mittlerweile auch eher Hybrid.

  10. Re: Windows hat einen stabilen Kernel

    Autor: Spiritogre 25.06.21 - 19:22

    mke2fs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also Uralt-Windows-Anwendungen laufen mitnichten ohne Probleme auf neueren
    > Windows-Versionen.
    > Das ist u.a. (neben Treiber-Problemen) der Grund warum viele fachliche
    > Gerätschaften und Computer mit bestimmter Software eben nicht upgedated
    > werden, sondern mit Uralt-Versionen weiter laufen.
    > Natürlich ändern sich die Schnittstellen, wie bei aller Software, sonst
    > gäbe es keine Weiterentwicklung oder du müssest die alten Schnittstellen
    > zusätzlich mitschleppen und so umwursteln das sie weiterhin funktionieren -
    > sozusagen eine Art Kompatibilätsschicht.

    Das liegt aber nicht an Windows sondern daran, dass es die ganzen Hardwareschnittstellen nicht mehr gibt und nicht für alle gibt es einen USB etc. Adapter.

    Ich habe hier auch Geräte rumliegen, die ich nicht mehr nutzen kann schlicht weil meine PCs keine Anschlüsse dafür haben. Aber ich habe bei vielen im Netz mal geschaut und einige Leute haben sich Adapter gebastelt und sogar auch die alten Treiber zum Laufen bekommen.
    Wenn es XP Treiber gibt, dann hat man in der Regel eh Glück.

  11. Re: Windows hat einen stabilen Kernel

    Autor: schnedan 25.06.21 - 22:07

    Der NT Kernel ist alt - und gut, das ist Richtig.

    Aber Auch Linux ist stabil. Ich habe ne komplexe SW von 2006. War mal ne kostenlose Version einer sehr teuren SW (damals Windows & MacOS only). Die Läuft ausgezeichnet auf modernen Kernel.

    Ein GNU/Windows wäre mal was - NT Kern mit GNU Userland. Sollte gehen, immerhin ist der Kern POSIX kompatibel. Dann schön mit XFCE, Gnome und KDE Desktop *g*... und für die MS Freunde: ne Powershell

  12. Re: Windows hat einen stabilen Kernel

    Autor: schnedan 25.06.21 - 22:08

    "Also Uralt-Windows-Anwendungen laufen mitnichten ohne Probleme auf neueren Windows-Versionen."

    Stimmt, das liegt aber nicht am Kernel, sondern an Userland dll's

  13. Re: lol

    Autor: xPandamon 27.06.21 - 00:29

    grutzt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So kann man auch ausdrücken, dass Microsoft wahrscheinlich wenig bis gar
    > keine Kernel-Entwickler hat.

    Wozu auch, funktioniert ja alles. Vieles ist backwards-compatible, wenn nicht liegt das an der verbauten Hardware die schlicht nicht mit alten Programmen klarkommt und anderen Geschichten. Windows ist halt recht simpel und das ist super so, dadurch funktioniert es ja so gut. Mit Linux hatte ich IMMER Probleme, irgendwas wollte nie. Die zig Sachen die man alle getrennt über Commands und Co upgraden/ updaten kann sind für den Ottonormalo einfach nur nervig.

  14. Re: lol

    Autor: Plumpaquatsch 28.06.21 - 08:46

    xPandamon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Windows ist halt recht simpel
    Du hast offenbar noch nie Programme unter Windows mit fremden Bibliotheken verlinkt.

    > und das ist super so, dadurch funktioniert es ja so gut.
    Das ist jetzt aber ein echter Schenkelklopfer ;). Sorry, ja es funktioniert oft, und seit Windows 7 wesentlich besser als vorher - trotzdem habe ich die meisten Probleme unter Windows, obwohl ich ca. 50/50 damit Arbeite.

    > Mit Linux hatte
    > ich IMMER Probleme, irgendwas wollte nie.
    Was natürlich nicht daran liegen kann, dass jeder Hersteller Windows Treiber mitliefert (übrigens - wie funktionieren denn die Sachen, wenn du eine ältere Windows Version hast, wozu es keinen Treiber gibt? Oder bei der Installation nicht auf Treiber Disk bei einem Laptop zurückgreifen kannst?) während unter Linux die Treiber von freiwilligen (oder den Anbietern aber nur mit einem Bruchteil der Windows Resourcen) geschrieben wurden - oftmals mittels Reverse Engineering, da der Hersteller keine Informationen rausgibt ...
    Es kann auch nicht ein, dass du die Probleme einfach immter "in the Windows way" gesehen hast und lösen wolltest, oftmals aber einfach völlig (z.T. Diametral verschiedene) Konzepte dahinterstehen und das deshalb nicht klappen konnte?
    Und wie kommt es eigentlich, dass mich permanent Leute anrufen, welche Probleme mit Ihrer Windows Umgebung haben? Während die Linux Anwender sich zwar auch 1x im Jahr melden aber ansonsten ziemlich ruhe ist?

    > Die zig Sachen die man alle
    > getrennt über Commands und Co upgraden/ updaten kann sind für den
    > Ottonormalo einfach nur nervig.
    Aber man kann Sie ;). Und selbst MS hat erkannt, dass eine vernünftige Shell im Professionellen Umfeld unersetzlich ist (auch wenn es Jahrzehnte gedauert hat).

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