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  5. › Cloud Computing: Was ist eigentlich…

Gut geschrieben. Mehr bitte.

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  1. Gut geschrieben. Mehr bitte.

    Autor: tbol.inq 06.10.16 - 09:53

    Das Thema wurde für einen ersten Überblick sehr gut beschrieben. Auch was OSDs und MONs angeht ist die Erklärung einfach und verständlich gehalten.

    Etwas mehr Erklärung hätte ich mir bei dem Thema Anbindung von Ceph gewünscht. Openstack und S3... okay.
    Aber wie sieht es in einem kleineren Umfeld aus?
    Lassen sich aus Ceph nur Blockdevices nach außen reichen?
    Ist es möglich aus Ceph ein Share heraus zu erstellen oder wird dafür das OS auf dem Ceph läuft gebraucht?
    Kann ich mit Ceph einen Unified Storage Ansatz fahren (Block-Device, Share, Export, iSCSI, ...) und wie wird dieser nach außen präsentiert?
    Wie funktioniert in diesem Zusammenhang die Erweiterung eines Ceph-Clusters?
    Wie arbeitet der Crush-Algorithmus nach dem Hinzufügen neuer OSDs bzw. gruppierter OSDs?

    Es gibt noch jede Menge anfänglicher Fragen.
    Weiterhin lässt sich zwar am Beispiel einer Cloud gut beschreiben warum Skalierbarkeit in der Breite gut ist, aber wie könnte das KMUs zu gute tun? Welcher Benefit ergibt sich außerhalb des Cloud-Ansatzes (wenn überhaupt)?

  2. Re: Gut geschrieben. Mehr bitte.

    Autor: kaymvoit 06.10.16 - 10:05

    Also wir sind zwar kein KMU, sondern in Forschungsinstitut, aber wir generieren eine Menge Daten. Wenn man ein paar hundert Terabyte Speicher und Optionen in den Petabyte-Bereich will, und das ganze vielleicht noch mit HPC bearbeiten will, dann klappt das halt nicht in die Höhe.
    Natürlich kann man mehrere Server nebeneinander stellen und sich irgendwo merken, wo welche Daten liegen, aber damit macht man sich das Leben komplizierter UND schmeißt Performance weg, weil eine Datei halt nur von den Spindeln eines Servers kommt.

    Wenn man nut ein paar Terabyte für die Buchhaltung braucht, dann vermute ich, braucht man kein SDS.

  3. Re: Gut geschrieben. Mehr bitte.

    Autor: User_x 06.10.16 - 10:11

    ist also sowas wie eine virtuelle festplatte als datei?

  4. Re: Gut geschrieben. Mehr bitte.

    Autor: TheBro 06.10.16 - 10:20

    Im Prinzip ja:
    http://cdn3.bryanapperson.com/wp-content/uploads/2016/04/ceph-a-distributed-storage-system-10-638.jpg

    Auf jeder Platte des Storage Systems liegt ein Filesystem und es läuft ein OSD-Dienst. Über diese wird die Datenablage softwareseitig gemanaged. Striping, Mirroring, Wiederherstellung etc erledigt das SDS dabei selbstständig.

  5. Re: Gut geschrieben. Mehr bitte.

    Autor: tbol.inq 06.10.16 - 10:43

    kaymvoit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also wir sind zwar kein KMU, sondern in Forschungsinstitut, aber wir
    > generieren eine Menge Daten. Wenn man ein paar hundert Terabyte Speicher
    > und Optionen in den Petabyte-Bereich will, und das ganze vielleicht noch
    > mit HPC bearbeiten will, dann klappt das halt nicht in die Höhe.
    > Natürlich kann man mehrere Server nebeneinander stellen und sich irgendwo
    > merken, wo welche Daten liegen, aber damit macht man sich das Leben
    > komplizierter UND schmeißt Performance weg, weil eine Datei halt nur von
    > den Spindeln eines Servers kommt.
    >
    > Wenn man nut ein paar Terabyte für die Buchhaltung braucht, dann vermute
    > ich, braucht man kein SDS.

    Dann wäre vielleicht das etwas für euch:
    https://www.supermicro.com.tw/products/nfo/NVMe.cfm

    Gibt's "schon" bei einigen Verkäufern mit Vollausstattung mit 512GB RAM und 5 Jahre Wartung für 150 - 200 k¤. 96 TB NVME Raw in 2 HE.

  6. Re: Gut geschrieben. Mehr bitte.

    Autor: olqs 06.10.16 - 11:20

    tbol.inq schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Etwas mehr Erklärung hätte ich mir bei dem Thema Anbindung von Ceph
    > gewünscht. Openstack und S3... okay.
    > Aber wie sieht es in einem kleineren Umfeld aus?
    > Lassen sich aus Ceph nur Blockdevices nach außen reichen?
    Es gibt Rados Block Devices (rbd) und CephFS als Schnittstellen nach ausen. Der S3 Rados Gateway greift auch nur auf rbd zu und bietet damit eine zusätzliche Schnittstelle.

    > Ist es möglich aus Ceph ein Share heraus zu erstellen oder wird dafür das
    > OS auf dem Ceph läuft gebraucht?
    CephFS und Samba als kombination sollten das können. Für CephFS werden noch Metadata Server Dienste gebraucht, die für die CephFS Verwaltung zuständig sind und auf den Ceph Knoten mitlaufen können.
    Den Fileserver der das CephFS einbindet und dann per Samba exportiert würde ich aber auf einem extra Server laufen lassen.
    Wenn sowieso nur von Windows Clients auf das Filesystem zugegriffen werden soll, dann kann auch ein Block Device am Fileserver eingehängt werden dann wie bei einer lokalen Festplatte ein Filesystem erstellt, eingehängt und per Samba exportiert werden.
    CephFS hat gegenüber der letzteren Lösung nur den Vorteil, wenn es wirklich nativ auf mehreren Clients eingehängt wird.

    > Kann ich mit Ceph einen Unified Storage Ansatz fahren (Block-Device, Share,
    > Export, iSCSI, ...) und wie wird dieser nach außen präsentiert?
    iSCSI sollte mittlerweile auch stable sein. Ein Howto das das erklärt findest zu hier z.B. https://www.susecon.com/doc/2015/sessions/TUT16512.pdf
    > Wie funktioniert in diesem Zusammenhang die Erweiterung eines
    > Ceph-Clusters?
    Hierzu gibt es eine schöne Doku auf ceph.com. Es sind nicht viele Schritte notwendig, egal ob man einen neuen Server, oder nur eine Platte in einen Server einbaut.

    > Wie arbeitet der Crush-Algorithmus nach dem Hinzufügen neuer OSDs bzw.
    > gruppierter OSDs?
    Der Crush Mechanismus rechnet sofort neu aus, wo die Daten jetzt liegen müssten, markiert die Kopien die auf den falschen OSDs liegen als misplaced und startet mit der Neuorganisation.


    > Es gibt noch jede Menge anfänglicher Fragen.
    > Weiterhin lässt sich zwar am Beispiel einer Cloud gut beschreiben warum
    > Skalierbarkeit in der Breite gut ist, aber wie könnte das KMUs zu gute tun?
    > Welcher Benefit ergibt sich außerhalb des Cloud-Ansatzes (wenn überhaupt)?

    Wie und ob sich das für KMUs lohnt hängt sehr stark von der Anforderung ab.
    Wir nutzen Ceph günstiges Archivstoragesystem unsere Benefits sind:
    - günstiger als unser Hauptstorage
    - Standortübergreifendes Storage
    - Schutz der Datenintegrität durch die automatischen Deep Scrubs und 4 Kopien

  7. Re: Gut geschrieben. Mehr bitte.

    Autor: kaymvoit 06.10.16 - 11:20

    Wir brauchen ungefähr das dreifache im Startausbau. Das wären dann also 450k-600k¤ ist nicht völlig abwegig, wir haben aber ein Lösung, die uns nur etwa die Hälfte kostet. Kann jetzt nicht sagen, ob Deine entsprechend mehr Performance bringen würde, aber HPC ist gerade auch nur als Option geplant und in unserer Lösung können wir schnelle Teilspeicher einbauen. Basiert auf Huawei-Storagesysteme mit einem SDS drauf.

  8. Re: Gut geschrieben. Mehr bitte.

    Autor: olqs 06.10.16 - 11:32

    Wenn ihr sowieso eine Forschungseinrichtung seit, dann fragt doch mal unverbindlich beim CERN an. Die sind sehr grosse Ceph Nutzer und arbeiten auch mit den Entwicklern zusammen.
    Uns wurde, vor der Entscheidung für Ceph, von Redhat angeboten einen Kontakt herzustellen.

    Fragen kostet nichts.

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