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Klassisches lokales Dateisystem ist mMn veraltet...

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  1. Klassisches lokales Dateisystem ist mMn veraltet...

    Autor: Käx 06.10.16 - 10:37

    Das klassische Blocksystem eines einzelnen DAS is veraltet -nicht erst seit gestern -und nicht nur in großen System. Skalierbarkeit ist das A und O effizienter Storage Lösungen -die teuerste Festplatte ist bekanntlich eine leere Festplatte. Klassische RAID5/6 Lösungen sind hier mMn ebenfalls Dinosaurier da veraltet bzw. bestenfalls als sub-unit eines solchen Speicherkonstrukts interessant. Vorallem auf Heim-Servern haben Lösungen wie Drivepooling und intelligente "Hybrid-RAIDs" die auf Dateiebene arbeiten statt Block-Level bereits klassische Blocklevel RAID5/6 verdrängt, da sie Dateien intelligent & flexibel speichern können und selten benötigte Daten zB auf Helium Archiv-Platten ablegen können während zB .docx mehrfach redundant auf SSD-Speicher und konventionellen HDDs gespeichert werden -ganz nach Benutzeranforderung. Apple zB führt mit OSX Sierra ebenfalls ein Cloudbasiertes Filesystem ein, dass Dateien on-demand aus der Cloud lädt, völlig transparent für die Anwendung. Vor allem auf Server-Seite ist SDS is die logische Konsequenz in Zeiten von Virtual Server Infrastructure. Das klassische Zuordnen von Speicher als (V)LUN ist eben nur noch für das System-Laufwerk zeitgemäß...

  2. Re: Klassisches lokales Dateisystem ist mMn veraltet...

    Autor: kaymvoit 06.10.16 - 11:17

    "Vorallem auf Heim-Servern haben Lösungen wie Drivepooling und intelligente "Hybrid-RAIDs" die auf Dateiebene arbeiten statt Block-Level bereits klassische Blocklevel RAID5/6 verdrängt"

    Z.B.?

  3. Re: Klassisches lokales Dateisystem ist mMn veraltet...

    Autor: Nogul 06.10.16 - 11:33

    Letztendlich ist es doch immer Blockdevice egal ob via Loop Device auf Dateibasis ein Container angesprochen wird oder mit LVMs. Durch das logische Aufteilen unterschiedlich großen HDDs versucht man unterschiedlich große HDDs effizienter zu nutzen weil RAIDs doch auf gleich großen Platten zugeschnitten sind.

    Allerdings verstehe ich nicht warum aus effizienterer Nutzung der Tod der Blockdevices werden soll.

    Ansonsten, wie viele Rechenzentren sind in Betrieb die so viele 10 PB SANs bei sich haben wo deren Verwaltung umständlich genug ist, um eine zusätzliche Abstraktionsebene zu etablieren?

  4. Re: Klassisches lokales Dateisystem ist mMn veraltet...

    Autor: Käx 06.10.16 - 11:47

    Drive-Extender, Drivepool, Drivebender, you name it...
    StableBit DrivePool habe ich selber im Einsatz und die Robustheit und Flexibilität lassen jedes RAID hinter sicher... Das is nicht notwendigerweise auf Server beschränkt. Eignet sich auch super für Clients. Wobei in dem Fall auch StableBit Cloud-Drive (hat integrierte on-the-fly Ver- und Entschlüsselung) interessant - eventuell sogar in Kombination mit DrivePool. Da kann man sich quasi ein eigenes distributed cloud storage system auf einem Client einrichten. Interessant wenn man eine schnelle Internetverbindung hat und mit der Latenz leben kann.

    Ich sage nicht, dass RAID5/6 keine Existenzberechtigung mehr hat, aber mMn is es nur für große Storage Racks/SAN interessant, zB wo 6x 8 Platten RAID5 zum Einsatz kommt oder 4x 16 Platten RAID6. Da sind die Dimensionen wo man ohnehin das ganze RAID upgraded und nicht einzelne Platten innerhalb eines Verbundes beliebig durchmischt, aber zB in KMUs mit 1-6 Platten im Server, die man den Anforderungen entsprechend gegen größere austauschen möchte is ein klassisches RAID mE hoffnungslos veraltet.

  5. Re: Klassisches lokales Dateisystem ist mMn veraltet...

    Autor: kaymvoit 06.10.16 - 12:00

    "Drive-Extender, Drivepool, Drivebender"

    Und die haben auf Heimservern "klassische Blocklevel RAID5/6 verdrängt"? Wie hoch ist überhaupt der Windowsanteil von Heimservern?

    Also ich bin zu Hause immer gut damit ausgekommen, mit 2 Platten zu starten und dann das RAID5 zu erweitern. Mittlerweile kann mdadm ja sogar RAID1 zu RAID5 wandeln.
    Wenn man da an der Obergrenze angekommen ist, sollten die Platten eh getauscht werden. Demnächst tausche ich 4x1TB gegen 2x8TB.
    Auf die Idee, mir irgendeinen proprietären Windowsschrams aufs System zu hauen und dem meine Daten anzuvertrauen, käme ich nicht. Schön wäre dagegen, wenn BTRFS endlich mal benutzbar wäre (sprich: sicherer RAID5-Code und evtl. Verschlüsselung).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.10.16 12:05 durch kaymvoit.

  6. Re: Klassisches lokales Dateisystem ist mMn veraltet...

    Autor: Käx 06.10.16 - 12:37

    Naja, die unterliegende Schicht is Blockdevice... das wird wohl auch so bleiben. Irgendwie muss ja der Speicher addressiert werden. Darüber ergibt es eigentlich wenig Sinn auf Blocklevel zu arbeiten. Die Frage is nicht ob sondern ab wann man vom Blocklevel weggeht. Die Anwendung arbeitet am Ende immer nur mit einer Datei. Die Frage is also ob es Sinn ergibt Blocklevel auf Blocklevel auf Blocklevel aufzusetzen (zB VM auf VM-Host auf RAID-Controller in SAN auf phsysischer HDD). Dass sich das auf die Latenz schlägt is Fakt, wird aber häufig ausreichend durch Caches und dgl. kompensiert.

  7. Re: Klassisches lokales Dateisystem ist mMn veraltet...

    Autor: Käx 06.10.16 - 13:15

    Das is ja gerade der Punkt. Ich vertrau der Software nichts an. Wenn ich eine gepoolte Platte aus dem Verbund ziehe läuft der Rest des Pools normal weiter und ich kann die Platte an 'nem andere Rechner als normale NTFS Platte auslesen. Proprietär: ja, aber nur das Fake-Dateisystem und die Software, die die Files auf die Platten verteilt. Das kann ein RAID nicht. Wenn die Platte aus dem RAID gekickt wird kann man einen Restore machen oder zumindest neu initialisieren.
    DrivePool und dessen Ansatz (!) ist im Gegensatz extrem robust, leicht migrierbar, auf jedem 08/15 Laptop auslesbar (nämlich Windows, Linux und OSX ohne dass ich irgendwas installieren oder konfigurieren müsste). Tatsächliche Alternativen auf Linux sind -wie du selbst sagst- eben nicht unbedingt benutzbar ...oder wie so häufig unkomfortabel in der Benutzung. Praktisch leider ein äußerst relevantes Kriterium. Ich verstehe auch nicht wieso es sowas für Linux nicht gibt. Und damit meine ich dateibasiertes Drive-Pooling, kein JBOD, RAID0 oder dergleichen. Is nicht so, dass das hochkomplex wäre oder RAM bzw CPU-Leistung bräuchte.

    Google mal nach Drive Extender Alternative, dann weißt Du was ich meinte mit verdrängt. ^^ Linux-NAS mit propreitären Blocklevel RAIDs sind eben propreitäre NAS und keine vernünftigen Server. Das spürt man spätestens bei der Performance oder man migrieren möchte. Selbst mein recht teures Synology NAS schafft keine 60MB/s im RAID5 Betrieb. Die Anzahl an custom (self-setup Debian, SuSe,..) Linux Servern dürfte wohl noch geringer sein, als die an alten WHS. RBpie und diverse Router-NAS mal außen vor ...und FreeNAS is sowie BSD und ne Story für sich.

  8. Re: Klassisches lokales Dateisystem ist mMn veraltet...

    Autor: kaymvoit 06.10.16 - 14:34

    "ich kann die Platte an 'nem andere Rechner als normale NTFS Platte auslesen"
    Wie soll das funktionieren, ohne dass die Daten vollständig doppelt da sind? Das kann ja bestenfalls ein RAID1 ersetzen. RAID1 ist mir aber für die Video-Bibliothek zu teuer. Da, wo es mir nicht zu teuer ist, mache ich trotzdem lieber RAID5 und gebe das gesparte Geld für Offsite-Backup aus. Denn: RAID, genauso wenig wie Deine Lösung, is not a backup. Im Grunde hält das nur die Downtime unten und sichert die ganz frischen Daten etwas besser, weil bei einem Festplattenausfall nicht das Backup wiederhergestellt werden muss. Der Vorteil ist mir N+1 wert (bei 8TB-Platten immerhin 300 ¤), aber nicht 2N. Insofern halte ich komplette Datendopplung GERADE bei Homeservern für kompletten Blödsinn. Weder ist da eine Downtime kritisch, noch gibt es viele Daten auf dem Server, die nicht kurzfristig noch woanders sind. Auf der SD der Kamera, auf dem Nextcloud-Client usw.
    Wollte ich 2N Platten benutzen, würde ich eher gar kein RAID nehmen, sondern ein BTRFS-JBOD und dann regelmäßig Snapshots spiegeln. Dann gibt es wenigstens auch eine (bei halbwegs statischen Daten) sehr billige History, mit allen Vorteilen, die Du oben nennst.

    Bezüglich Geschwindigkeit: Mein schnarchlahmer N36L schafft fast 60MB/s im verschlüsselten(!, kein AES-NI) RAID5 mit 4 Platten. Wenn Dein Drive Extender allerdings keine Wunder vollbringt, die ich mir mathematisch nicht erklären macht, macht RAID5 dabei aber auch deutlich aufwändigere Berechnungen als Dateien auf Festplatten zu verteilen: er schafft halt Ausfallsicherheit für eine Platte mit N+1 Platten, anstatt mit 2N Platten. Und dazu scheinst Du auch noch Leistung von einfacheren System auf einem vollwertigen PC mit dem mathematisch komplexeren System auf einer embedded-Gurke zu vergleichen. Das macht wenig Sinn.

    Der Ansatz, einfach Objekte auf Platten zu verteilen, kann natürlich trotzdem Sinn machen - sonst täten es die großen SDS ja nicht. Hauptproblem ist bei steigendem Speicher die Dauer eines Rebuilds. Um das zu umgehen, muss man aber MINDESTENS die doppelte Speichermenge vorhalten. Und das macht, wie ausgeführt, meiner Meinung nach zu Hause keinen Sinn.

    "Google mal nach Drive Extender Alternative, dann weißt Du was ich meinte mit verdrängt." Ganz ehrlich? Was ich da so lese sind im Wesentlichen Leute, die sich einreden lassen haben, das das, was sie hatten, toll sei, und nix anderes kennen. Wir schon seinen Grund haben, das Microsoft das gestrichen hat und auf RAID verweist.



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 06.10.16 14:48 durch kaymvoit.

  9. Re: Klassisches lokales Dateisystem ist mMn veraltet...

    Autor: grslbr 06.10.16 - 20:57

    FreeNAS mit ZFS ist imho echt idiotensicher und kann so circa alles was ich auf'm Heimserver je wollen könnte. Just saying...

    Edit: Proprietärer Murks kommt mir da aber auch nicht unter. Brrr.

    Nobody belongs anywhere, nobody exists on purpose,
    everybody's going to die. Come watch TV?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.10.16 20:58 durch grslbr.

  10. Re: Klassisches lokales Dateisystem ist mMn veraltet...

    Autor: robinx999 07.10.16 - 08:02

    kaymvoit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "ich kann die Platte an 'nem andere Rechner als normale NTFS Platte
    > auslesen"
    > Wie soll das funktionieren, ohne dass die Daten vollständig doppelt da
    > sind? Das kann ja bestenfalls ein RAID1 ersetzen. RAID1 ist mir aber für
    > die Video-Bibliothek zu teuer.
    Natürlich müssen Daten doppelt geschrieben werden. Hat halt durchaus Vorteile in der Administrierbarkeit wenn man unterschiedlich Große Festplatten hat, wenn man so einem System jetzt sagt man möchte das jede Datei 2 mal geschrieben wird und
    Klar ich kann sagen wenn ich eine 4 eine 3 eine 2 und eine 1 TB Festplatte habe das ich die 4er und die 1er mittels JBOD zu einem 5er zusammenfasse und das gleiche mit der 3er und der 2er machen und dann die zwei 5er mittels Raid 1 zusammenfassen, aber es ist doch einfacher wenn ich dem System sage nimm die 4 Festplatten und speichere jede Datei zwei mal. Wobei man bei so einem System natürlich relativ Leicht Festplatten hinzufügen bzw. entfernen kann

    BTRFS unterstützt da mit Multiple Devices ja auch einiges

  11. Re: Klassisches lokales Dateisystem ist mMn veraltet...

    Autor: Jürgen Troll 07.10.16 - 12:58

    Käx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tatsächliche Alternativen auf Linux sind -wie du selbst sagst- eben nicht
    > unbedingt benutzbar ...oder wie so häufig unkomfortabel in der Benutzung.
    > Praktisch leider ein äußerst relevantes Kriterium. Ich verstehe auch nicht
    > wieso es sowas für Linux nicht gibt. Und damit meine ich dateibasiertes
    > Drive-Pooling, kein JBOD, RAID0 oder dergleichen. Is nicht so, dass das
    > hochkomplex wäre oder RAM bzw CPU-Leistung bräuchte.

    Schau dir mal SnapRAID an. Das Prinzip ist zwar leicht anders, ich komme damit aber unter Windows sehr gut klar.

  12. Klassisches lokales Dateisystem ist mMn veraltet...

    Autor: Käx 07.10.16 - 17:00

    Eben dieses.
    Der Vorteil von Drive Pooling ist das selektive (!) Spiegeln von Daten. Die Dokument-Ordner werden bei mir zB gespiegelt, Video-Files und BackUps nur einfach gespeichert, da is die Availability ja auch eher irrelevant. Damit fahr ich besser als unflexibles RAID5. Das BackUp liegt eh auf dem NAS... RAID5 kann schon sinnvoll sein, is aber eben unflexibel, da man nicht mal eben Platten zu oder abstecken kann. Jedes Mal ein Rebuild is nicht unbedingt sauber. Ich habe früher selbst auf ein 5 Platten RAID5 gesetzt, aber mal im Ernst: 90% der Daten auf TB-großen Laufwerken sind Video-Files, BackUps, usw... Für das Zeug is Availability fast egal. Nur wenige 10GB sind davon idR kritisch. Daher fährt man gerade im 1-4 Platten Betrieb mit DrivePooling mit selektiver Spiegelung besser als mit einem RAID5, dass man eigentlich von Anfang an voll bestücken sollte. Dann bleibt die Frage zwischen Software-RAID, dass eher langsam is, oder teurem Hardware-RAID (teurere TLER-Platten von Vorteil), was neben Kosten andere Nachteile mit sich bringt (Kompatibilität => Advanced Format, Stromsparmodi, zusätzliche Komponente,...).

    Das Argument propreitär oder nicht spielt am Ende übrigens keine Rolle, uA da Drive Pooling auf ein bestehendes FileSystem aufsetzt und eben kein propreitäres System mit sich bringt. Hier werden nur Dateien aufgeteilt und kopiert...

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