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Endlich mit Fokus auf fractional scaling
Autor: AssassinNr1 03.02.23 - 12:59
Funktioniert unter Linux leider nicht zufriedenstellend.
Kostet entweder viel Leistung oder sieht unscharf aus weshalb ich Linux für Laptops mit einer hohen Auflösung nicht empfehlen kann. Der Workaround über font scaling in Gnome ist auch nicht so das wahre.
Gibt aber noch genug andere Baustellen wie scrollen in in verschiedenen Anwendungen oder auch Dynamic tripple buffering was nur bei Ubuntu und Debian dabei ist.
Bei den anderen Distributionen muss man hoffen, dass jemand anders sich die Mühe gemacht hat um es nachträglich installieren zu können.
Aber stimme den anderen thread zu, Linux wäre deutlich weiter wenn nicht jeder gleich eine eigene Distribution erstellen würde -
Re: Endlich mit Fokus auf fractional scaling
Autor: \pub\bash0r 03.02.23 - 13:43
AssassinNr1 schrieb:
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> Aber stimme den anderen thread zu, Linux wäre deutlich weiter wenn nicht
> jeder gleich eine eigene Distribution erstellen würde
Halt ich für ein schlechtes Gerücht. All Projekte die ich gestartet habe und die meisten Projekte die ich kenne, sind entstanden, weil der Autor Lust darauf hatte, das Problem auf seine Art in seiner Zeit umzusetzen. Hätte man das nicht gemacht ("weil es gibt ja schon ähnliche Projekte, arbeite doch einfach daran"), hätten die Leute (mich eingeschlossen) halt einfach gar nix gemacht.
Denk dran, dass es bei vielen Open Source Projekten _nicht_ um Geld geht und keine bezahlten Entwickler dahinter sitzen, die möglichst optimale Ergebnisse für ein Unternehmen liefern sollen. In solch einem Fall würde man natürlich nicht redundant entwickeln, sondern bestehende Lösungen erweitern. Das ist aber nun mal nicht der Fall. -
Re: Endlich mit Fokus auf fractional scaling
Autor: gadthrawn 04.02.23 - 10:17
\pub\bash0r schrieb:
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> AssassinNr1 schrieb:
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> > Aber stimme den anderen thread zu, Linux wäre deutlich weiter wenn nicht
> > jeder gleich eine eigene Distribution erstellen würde
>
> Halt ich für ein schlechtes Gerücht. All Projekte die ich gestartet habe
> und die meisten Projekte die ich kenne, sind entstanden, weil der Autor
> Lust darauf hatte, das Problem auf seine Art in seiner Zeit umzusetzen.
> Hätte man das nicht gemacht ("weil es gibt ja schon ähnliche Projekte,
> arbeite doch einfach daran"), hätten die Leute (mich eingeschlossen) halt
> einfach gar nix gemacht.
Und das wäre auch oft besser. Viele Projekte die irgend was forken, ne neue Distri aufziehen etc.pp. sind eine Weile später wieder eingestellt. Einfach weil ein Author der keine Lust hat mit anderen zusammenzuarbeiten auch kein Interesse an dauerhafter Pflege hat.
Ein superschönes Projekt war die m0n0 firewall. Hat sich kaum jemand dran beteiligt, einige genutzt, einige geforkt. Irgendwann hatte der Author keine Lust mehr (verständlich, nur Nutzer, keine Beteiligung, der hat relativ lange durchgehalten). Die Forks.. haben alle nur kürzer was angeboten. Gäbe es Mitarbeit, hätten die Nutzer weiter etwas davon gehabt. Somit sowohl für die Projekteinzelkämpfer als auch die Benutzer vertane Zeit.
Statt zusammen zu arbeiten und dann eben auch weniger Stress damit zu haben halt lauter Minilösungen die dann nach ein paar Jahren gar keine Nutzer haben.
pfsense und opnsense als größere mit mehr Mitarbeitern - da kann es klappen. Aber schon der nächste der das als Einzelkämpfer forkt hat wahrscheinlich nur eine Kurzzeitlösung.
> Denk dran, dass es bei vielen Open Source Projekten _nicht_ um Geld geht
> und keine bezahlten Entwickler dahinter sitzen, die möglichst optimale
> Ergebnisse für ein Unternehmen liefern sollen. In solch einem Fall würde
> man natürlich nicht redundant entwickeln, sondern bestehende Lösungen
> erweitern. Das ist aber nun mal nicht der Fall.
Bei vielen OpenSource Lösungen geht es nicht direkt um Geld. Aber gerade das nicht teamfähige Arbeiten führt eben zu vielen gestorbenen Lösungen. Für Endanwender bescheiden, wenn sie mal was gefunden haben, was sie verwenden. Nur Egostreicheln von einem oder wenigen Entwicklern als Selbstzweck. Nichts zu machen hätte dann Endanwender gespart, in etwas Zeit zu investieren, was eh eingestellt wird.
Auch so Sachen wie: OpenSSL hat eine Riesenlücke. Oh, da arbeitet ja nur einer dran... Also fixen wir nicht vorwiegen die Lücke, sondern machen erst mal einen LibreSSL Fork. den dann einige verwenden (Also auch Zeit bei anderen Projekten kostet). Und bei dem man mittlerweile sieht, dass es auch scheiße ist. Daher hat ausser OpenELEC jede einigemassen bekannte Distri wieder auf OpenSSL zurückumgestellt. Doppelte Arbeit für viele. Andere wie GnuTLS haben neue lustige Lücken und sind seit Jahren praktisch mittlerweile tot.
Mit gemeinsamer Arbeit wäre es ein wahrscheinlich besser gepatchtes Projekt statt mehrerer tote Projekte. -
Re: Endlich mit Fokus auf fractional scaling
Autor: Steffo 04.02.23 - 21:35
gadthrawn schrieb:
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> Auch so Sachen wie: OpenSSL hat eine Riesenlücke. Oh, da arbeitet ja nur
> einer dran... Also fixen wir nicht vorwiegen die Lücke, sondern machen erst
> mal einen LibreSSL Fork. den dann einige verwenden (Also auch Zeit bei
> anderen Projekten kostet).
LibreSSL wurde von den OpenBSD-Leuten geforkt, die wirklich große Ahnung von Sicherheit haben! Die haben erst einmal extrem viel Code gelöscht und da ist es fraglich, dass die OpenSSL-Maintainer da mitgemacht hätten!
Der Fork hat übrigens hat zur Verbesserung der Random-Funktion in Linux beitragen, weil es kein entsprechendes Äquivalent unter Linux gab:
"Im Rahmen der Portierung auf Linux wurde im Juli 2014 ein Problem im Zufallszahlengenerator des Kernels deutlich, was zu Kontroversen und schließlich zur Implementierung eines neuen System-Aufrufs getrandom() im Linux-Kernel führte."
Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/LibreSSL
> Und bei dem man mittlerweile sieht, dass es auch
> scheiße ist. Daher hat ausser OpenELEC jede einigemassen bekannte Distri
> wieder auf OpenSSL zurückumgestellt.
Also die meisten nutzen LibreSSL. Siehe englisches Wiki:
https://en.wikipedia.org/wiki/LibreSSL -
Re: Endlich mit Fokus auf fractional scaling
Autor: gadthrawn 05.02.23 - 20:18
Steffo schrieb:
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> gadthrawn schrieb:
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> > Auch so Sachen wie: OpenSSL hat eine Riesenlücke. Oh, da arbeitet ja nur
> > einer dran... Also fixen wir nicht vorwiegen die Lücke, sondern machen
> erst
> > mal einen LibreSSL Fork. den dann einige verwenden (Also auch Zeit bei
> > anderen Projekten kostet).
>
> LibreSSL wurde von den OpenBSD-Leuten geforkt, die wirklich große Ahnung
> von Sicherheit haben! Die haben erst einmal extrem viel Code gelöscht und
> da ist es fraglich, dass die OpenSSL-Maintainer da mitgemacht hätten!
> Der Fork hat übrigens hat zur Verbesserung der Random-Funktion in Linux
> beitragen, weil es kein entsprechendes Äquivalent unter Linux gab:
>
> "Im Rahmen der Portierung auf Linux wurde im Juli 2014 ein Problem im
> Zufallszahlengenerator des Kernels deutlich, was zu Kontroversen und
> schließlich zur Implementierung eines neuen System-Aufrufs getrandom() im
> Linux-Kernel führte."
>
> Siehe de.wikipedia.org
Das lustige ist, dass das gleiche Problem auf der Linux Kernel Mailing List ein paar Jahre vorher als "ist nicht sicherheitskritisch" abgelehnt wurde.
Und die LibreSSL Verbesserungen sind eben nicht in OpenSSL zurückgeflossen, dafür ist Libre aus so gut wie jeder Linux Distri verschwunden.
Und nur weil jemand sich mit einem Bereich Sicherheit auskennt, heißt es eben nicht, dass von anderen eine Ahnung da ist. Sonst wäre das eher von Scratch geschehen. SO gab es große Lücken bei LibreSSL (Lücke in der Beziehung, dass eben einiges gelöschtes produktiv war und damit weniger Funktionalität da war - auch ein Grund des Rückwechsels. Eher nehmen distris was, was Fehler hat, wie etwas, was weniger Funktionalität hat).
> > Und bei dem man mittlerweile sieht, dass es auch
> > scheiße ist. Daher hat ausser OpenELEC jede einigemassen bekannte Distri
> > wieder auf OpenSSL zurückumgestellt.
>
> Also die meisten nutzen LibreSSL. Siehe englisches Wiki:
>
> en.wikipedia.org
Das ist nur veraltet.
OpenELEC - Distri ist eingestellt
TrueOS - Distri ist eingestellt
OPNSense - ist 2021 wieder auf OpenSSL zurück
Python hat es 2015 fallengelasen
Alpine hat es 19, Gentoo 21 fallengelasen
Oh wow.. das steht sogar in dem von dir zitierten Artikel. Vielleicht hättest du den lesen sollen?



