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Warum muss eigentlich jeder sein eigenes Ding machen?
Autor: Bananularphone 03.02.23 - 12:15
Jeder meint seine eigene Linux Distribution mit eigenem Desktop Environment machen zu müssen.
95% dieser Projekte könnte man durch eine der großen Distributionen ersetzen wenn man halt ein kleines zusätzliches Repo mit der Config und den Wallpapers und Themes macht. -
Re: Warum muss eigentlich jeder sein eigenes Ding machen?
Autor: Thjostalf 03.02.23 - 12:37
Da gibt's vielfältige Gründe...
* Weil man's kann.
* Weil man meint, Dinge besser zu implementieren (und ggf. durch ein from Scratch auch Altlasten vermeidet).
* Weil man ein Alleinstellungsmerkmal / Reputation haben/aufbauen will.
* Weil Programmiersprache X als besser geeignet erscheint / vom Entwickler besser beherrscht wird.
* Weil man mit sich mit den Geflogenheiten anderer Projekte/Personen nicht anfreunden kann.
Und wahrscheinlich gibt's noch 100 weitere Punkte mehr. -
Re: Warum muss eigentlich jeder sein eigenes Ding machen?
Autor: \pub\bash0r 03.02.23 - 12:40
Zu Punkt 1 kommt nicht selten auch noch dazu: weil man Bock drauf hat
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Re: Warum muss eigentlich jeder sein eigenes Ding machen?
Autor: teddybums 03.02.23 - 13:07
Ich sehe schon einen Punkt den viele von i3wm haben wollen und das sind virtuelle desktops 'workspaces' pro Monitor.
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Re: Warum muss eigentlich jeder sein eigenes Ding machen?
Autor: series3 03.02.23 - 14:15
Bananularphone schrieb:
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> Jeder meint seine eigene Linux Distribution mit eigenem Desktop Environment
> machen zu müssen.
>
> 95% dieser Projekte könnte man durch eine der großen Distributionen
> ersetzen wenn man halt ein kleines zusätzliches Repo mit der Config und den
> Wallpapers und Themes macht.
Ich verstehe dein Problem, aber wer etwas an bestehender Software anpassen will, kommt halt schnell an das Ende von Open Source: Den tagesformabhängigen Willen einiger Entwickler:innen. Bevor ich mir anderen aus der Community zusammenarbeite, würde ich es auch selbst machen. -
Re: Warum muss eigentlich jeder sein eigenes Ding machen?
Autor: Steffo 03.02.23 - 14:46
Du solltest auch mal die andere Seite der Medaille betrachten: Das treibt auch Innovationen voran.
KDE und Gnome sind voller Altlasten, ich kann verstehen, dass man endlich mal einen sauberen Schnitt machen möchte.
Außerdem nutzt hier System76 durchaus bestehende Open Source Rust Bibliotheken und beteiligt sich auch an diesen Projekten. -
Re: Warum muss eigentlich jeder sein eigenes Ding machen?
Autor: JumpLink 03.02.23 - 17:02
Naja, man kann es ja erst einmal versuchen. Kann ja auch sein, dass du selbst überzeugt wird, warum deine eigene Idee so vielleicht gar nicht so gut ist. Ich habe selbst bereits zu einigen Projekten mit sehr kooperativen OSS-Maintaibern beigetragen. Natürlich habe ich aber auch schon negative Erfahrungen gemacht, dann wird halt ein Fork gepflegt oder etwas eigenes Entwickelt. Trotzdem versuche ich wann immer es möglich ist einen Fork zu vermeiden und lieber etwas bestehendem beizutragen. Bei dem was ich bisher so gelesen habe, scheint in diesem Fall aber System76 eher der Sturrkopf gewesen zu sein. Ich hatte auch schon einmal mit einem Entwickler von denen zutun. Die Argumente die sie gegen GNOME/ Gtk anführen kann ich alle nicht nachvollziehen. Ich entwickele selbst mit Gnome-Technologien und eigentlich hätte es für alles Lösungen gegeben oder war schlicht falsch.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.02.23 17:06 durch JumpLink. -
Re: Warum muss eigentlich jeder sein eigenes Ding machen?
Autor: FlowPX2 03.02.23 - 18:01
Also ich kann ein paar background Informationen geben, weshalb dies neu und in Rust geschrieben wird.
Einige Mitarbeiter von System76 sind auch Teil vom RedoxOS Team, sowie auch der Gründer von RedoxOS.
Die Entwicklung von OrbTk wurde eingestellt, stattdessen wird auf Iced gesetzt. Ziel ist es später diese Desktop Umgebung nicht nur für Pop_Os einzusetzen, sondern es wird jetzt schon drauf geachtet, dass diese auch mit Redox kompatibel ist.
Also eigentlich ein ziemlich cleverer Zug, erstmal weiter bei Linux bleiben und Schritt für Schritt neue Teile entwickeln, welche dann in einem ganz neuen Betriebssystem landen.
RedoxOS basiert im Gegensatz zu Linux komplett auf Rust, während Linux jetzt einzelne Komponente erstmal nur in Rust umsetzen will.
RedoxOS hat somit eine gute Chance, die Nummer 1 bei der Betriebssystem-Auswahl zu sein, wenn es sich um sicherheitskritischen Systemen handelt.
Noch nicht jetzt, dafür funktioniert einfach noch viel zu wenig, aber die Entwickler von System76 haben einen guten Plan. -
Re: Warum muss eigentlich jeder sein eigenes Ding machen?
Autor: TheUnichi 03.02.23 - 21:13
Konkurrenz belebt das Geschäft.
Die Welt wäre extrem langweilig, wenn es nur ein OS für alle geben würde und Fortschritt in der Richtung würde auch stagnieren mittelfristig. -
Re: Warum muss eigentlich jeder sein eigenes Ding machen?
Autor: Steffo 03.02.23 - 21:40
FlowPX2 schrieb:
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> RedoxOS hat somit eine gute Chance, die Nummer 1 bei der
> Betriebssystem-Auswahl zu sein, wenn es sich um sicherheitskritischen
> Systemen handelt.
Ich kann mir vorstellen, dass Redox in 10 Jahren vielleicht ein ganz nettes Hobby-OS sein wird und dann so richtig viele Entwickler anzieht. Aber die Entwicklung eines Betriebssystems mit allem drum und dran, kostet viele Milliarden Dollar/Euro.
Bevor andere darauf kommerziell aufsetzen, wird man Linux weiter verbessern, das ebenfalls Open Source und kostenlos ist.
Ich mag Rust und Redox ist definitiv interessant, aber man muss auch realistisch bleiben.
Redox wird vielleicht nie aus den Kinderschuhen gedeihen. Und es sind schon viel bessere Betriebssystem gescheitert wie OS/2 und BeOS. Dennoch hat sich Microsoft durchgesetzt und das sage ich als jemand, der MS-Produkte im besten Falle als mittelmäßig empfindet.
Und was System76 angeht: Diese Firma kann sich mit diesen Eigenentwicklungen die Finger verbrennen. Die zahlen dafür Geld, ohne auch nur einen Cent damit zu gewinnen. Wer sich diese Laptops kauft, kauft sie wegen der Linux-Kompatibilität, nicht wegen dem Desktop. Natürlich ist das auch ganz nettes Marketing, das muss man ihnen lassen.
Ich habe jedenfalls nichts dagegen, wenn ich am Ende unrecht habe. :-)
Nur die MIT-Lizenz stört mich ehrlich gesagt an Redox. Diese Lizenz erlaubt nämlich, dass man sich bedienen kann und im selben Zuge sogar den Autor wegen Lizenzverletzungen zu verklagen. -
Re: Warum muss eigentlich jeder sein eigenes Ding machen?
Autor: gadthrawn 04.02.23 - 09:55
series3 schrieb:
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> Bananularphone schrieb:
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> > Jeder meint seine eigene Linux Distribution mit eigenem Desktop
> Environment
> > machen zu müssen.
> >
> > 95% dieser Projekte könnte man durch eine der großen Distributionen
> > ersetzen wenn man halt ein kleines zusätzliches Repo mit der Config und
> den
> > Wallpapers und Themes macht.
>
> Ich verstehe dein Problem, aber wer etwas an bestehender Software anpassen
> will, kommt halt schnell an das Ende von Open Source: Den
> tagesformabhängigen Willen einiger Entwickler:innen. Bevor ich mir anderen
> aus der Community zusammenarbeite, würde ich es auch selbst machen.
Ja, aber durch diese Unfähigkeit von Zusammenarbeiten gibt es unzählige Forks.
Gerade bei Distributionen.
Und die meisten davon sind nach 1-5 Jahren tot. Weil derjenige der glaubte: Och da muss man ja nicht zusammenarbeiten erst dann den Pflegeaufwand herausfindet.
Wer einen Laptop bei system76 kauft, einen ganz eigenen Sonderweg darstellt, den erst mal kein anderer mitgeht. muss dann halt auch wissen, dass er etwas mitfinanziert was halt hohe Kosten aber keine Zusatzeinnahmen verursacht.
Ohne den Quatsch "besonders" sein zu wollen, sondern einfach nur an anderen Projekten mitzuarbeiten, wäre man nicht bei Sonderlösungen die eventuell nie weite runterstützt werden.
Nehmen wir mal Steam. Der Steamlink wurde entwickelt eben auch durch das Geld der Käufer von Spielen. Der SteamController wurde entwickelt, Die SteamBoxen etc.pp. Sehr viel Geld ist da reingeflossen, was alles nur eingestellter Müll ist. Da hätten stattdessen die Spiele auf der Plattform etwas günstiger sein können.
Und praktisch bringt es anderen nichts. Die "Verbesserungen" an Windowskompatibilität kann man getrost als "Closed Open Source Ansatz" betrachten. -
Re: Warum muss eigentlich jeder sein eigenes Ding machen?
Autor: schoenix 04.02.23 - 23:49
JumpLink schrieb:
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> Naja, man kann es ja erst einmal versuchen. Kann ja auch sein, dass du
> selbst überzeugt wird, warum deine eigene Idee so vielleicht gar nicht so
> gut ist. Ich habe selbst bereits zu einigen Projekten mit sehr kooperativen
> OSS-Maintaibern beigetragen. Natürlich habe ich aber auch schon negative
> Erfahrungen gemacht, dann wird halt ein Fork gepflegt oder etwas eigenes
> Entwickelt. Trotzdem versuche ich wann immer es möglich ist einen Fork zu
> vermeiden und lieber etwas bestehendem beizutragen. Bei dem was ich bisher
> so gelesen habe, scheint in diesem Fall aber System76 eher der Sturrkopf
> gewesen zu sein. Ich hatte auch schon einmal mit einem Entwickler von denen
> zutun. Die Argumente die sie gegen GNOME/ Gtk anführen kann ich alle nicht
> nachvollziehen. Ich entwickele selbst mit Gnome-Technologien und eigentlich
> hätte es für alles Lösungen gegeben oder war schlicht falsch.
Ich halte es nicht für falsch einen Desktop in Rust schreiben zu wollen und das ist bei GNOME eben nicht der Fall.
Und wenn eben, wie ein anderer Kommentator hier anmerkte, es, zum Teil, die selben Leute sind wie bei Redox, dann ist das eben auch ein Grund.
Allgemein finde ich dieses Rumgeheule weil Leute eigene Distries und eigene Projekte machen auch für übertrieben.
Erstens hat man dann anscheinend nicht verstanden wie das, gerade im Open Source Bereich so läuft. Wenn da nicht gerade eine Firma dahinter steht geht es auch um Spaß und sich erstmal in 20 Jahre alten C-Code zu Wühlen ist nicht Jedermanns Vorstellung davon.
Anderseits geht es eben auch ums Ausprobieren und es entstehen so eben teilweise auch coole neue Dinge, die es nicht gäbe wenn man immer nur das alte weitermachen würde.
Natürlich entsteht auch viel Ausschuss aber es kann eben niemand einem vorschreiben ob man nun ein neues Projekt anfangen darf oder nicht, daher ist das Gemosere eh nutzlos. -
Re: Warum muss eigentlich jeder sein eigenes Ding machen?
Autor: FlowPX2 05.02.23 - 17:11
Zum Thema ein OS entwickeln kostet viel Geld, ja das ist klar, aber durch viele Menschen die in ihrer Freizeit daran arbeiten werden die kosten auch etwas gesenkt, außerdem hat RedoxOS erst letztens eine sehr großzügige Spende bekommen, es wird aktuell geprüft, ob sie diese verwenden dürfen. 20 Jahre wird dies auch nicht mehr dauern, ein paar Jahre noch, dann könnte RedoxOS in kleineren Teilbereichen produktiv eingesetzt werden, jetzt nicht umbedingt als Desktop OS für privat Benutzer, jedoch als robuster Lightweight Server OS für Microservices beispielsweise.
Und immer nur an vorhandenen weiter zu entwickeln, bringt keinen großen Fortschritt, manchmal muss man Geld in etwas investieren ohne schon zu wissen, ob dies später einen Nutzen bringt.
Das ist wie Grundlagenforschung, kostet Geld ohne Ende und niemand weiß, ob dies je was bringt bei einigen Projekten.
Oftmals lernt man daraus dennoch was und zwar Sammelt man kleine Teilerfolge oder das Wissen, wie es nicht geht und muss dies nicht erneut probieren. -
Re: Warum muss eigentlich jeder sein eigenes Ding machen?
Autor: Steffo 05.02.23 - 18:16
FlowPX2 schrieb:
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> Zum Thema ein OS entwickeln kostet viel Geld, ja das ist klar, aber durch
> viele Menschen die in ihrer Freizeit daran arbeiten werden die kosten auch
> etwas gesenkt,
Wenn Linux nur durch Freizeit-Entwickler entwickelt worden wäre, wäre es heute tot. Es hat so angefangen, richtig, brauchte aber am Ende die Unterstützung vieler Firmen und Konzerne.
> außerdem hat RedoxOS erst letztens eine sehr großzügige
> Spende bekommen,
Was ist eine großzügige Spende? Und inwiefern hilft diese eimalige "großzügige" Spende? Ich meine, der Hauptentwickler wird jetzt deswegen nicht seinen Job bei System76 kündigen.
> 20 Jahre wird dies auch nicht mehr dauern, ein paar Jahre noch, dann könnte
> RedoxOS in kleineren Teilbereichen produktiv eingesetzt werden, jetzt nicht
> umbedingt als Desktop OS für privat Benutzer, jedoch als robuster
> Lightweight Server OS für Microservices beispielsweise.
Dazu müssen erst einmal Applikationen wie Datenbanken, Container-Technologien, Skriptsprachen, und viele andere (professionelle) Applikationen auf auf Redox portiert werden.
Oder anders gefragt: Was genau qualifiziert denn Redox als Server-OS? Wenn du jetzt mit Sicherheit kommst: Gibt genug Mikrokernel die (beweisbar) sicher und sogar zertifiziert sind. Das hat sie jetzt aber nicht zum Server-OS gemacht...
Du stellst dir das alles sehr einfach vor.
> Und immer nur an vorhandenen weiter zu entwickeln, bringt keinen großen
> Fortschritt, manchmal muss man Geld in etwas investieren ohne schon zu
> wissen, ob dies später einen Nutzen bringt.
> Das ist wie Grundlagenforschung, kostet Geld ohne Ende und niemand weiß, ob
> dies je was bringt bei einigen Projekten.
> Oftmals lernt man daraus dennoch was und zwar Sammelt man kleine
> Teilerfolge oder das Wissen, wie es nicht geht und muss dies nicht erneut
> probieren.
Vielleicht kommt irgendein Konzern und pumpt viel Geld in Redox hinein, aber Linux und Windows hören deshalb nicht auf zu existieren. Schau dir nur mal die Gaming-Situation unter Linux an: Valve investiert seit Jahren viel Geld. Klar, hat sich die Situation gebessert, aber bis heute ist Linux trotz Steam-Deck keine Gaming-Plattform, denn die Linux-Nutzerzahlen bei Steam liegen noch immer - und das seit Jahren - konstant bei 1,x %. Und das was unter Wine läuft, läuft nicht immer super und kann beim nächsten Update wieder kaputt gehen (habe ich erst kürzlich erlebt).
Vielleicht wird Linux irgendwann eine Gaming-Plattform, aber wie man daran sehen kann, braucht das viele, viele Jahre und sehr viel Geld und so etwas geht nicht "in ein paar Jahren". -
Re: Warum muss eigentlich jeder sein eigenes Ding machen?
Autor: FlowPX2 06.02.23 - 17:29
> Steffo schrieb:
> --------------------------------------------------------------------------------
> Wenn Linux nur durch Freizeit-Entwickler entwickelt worden wäre, wäre es
> heute tot. Es hat so angefangen, richtig, brauchte aber am Ende die
> Unterstützung vieler Firmen und Konzerne.
Es arbeiten ja nicht nur Freizeit-Entwickler daran, sondern auch das Team von System76 schreibt ihre Software jetzt schon kompatibel für die Zukunft von RedoxOS. Außerdem werden mit den monatlichen Spenden schon jetzt Leute bezahlt, welche sich um ein ausgewähltes Thema kümmern.
> Was ist eine großzügige Spende? Und inwiefern hilft diese eimalige
> "großzügige" Spende? Ich meine, der Hauptentwickler wird jetzt deswegen
> nicht seinen Job bei System76 kündigen.
Es wurden 400.000 US-Dollar für das Projekt gespendet, der Hauptentwickler soll seinen Job bei System76 garnicht kündigen, die arbeiten doch jetzt schon in die Richtung ihre Projekte für Redox kompatibel zu machen, mit dem Geld können weitere Entwickler für andere offene Punkte bezahlt werden.
> Dazu müssen erst einmal Applikationen wie Datenbanken,
> Container-Technologien, Skriptsprachen, und viele andere (professionelle)
> Applikationen auf auf Redox portiert werden.
Viele Linux/Unix Anwendungen müssen nur neu kompiliert werden, bei manchen ist etwas Anpassung nötig. Aber auch schon in dem frühem Stadium des Projekts, ist es schon möglich vieles auszuführen, problematisch sind natürlich aktuell noch klassische Desktop Anwendungen.
> Oder anders gefragt: Was genau qualifiziert denn Redox als Server-OS? Wenn
> du jetzt mit Sicherheit kommst: Gibt genug Mikrokernel die (beweisbar)
> sicher und sogar zertifiziert sind. Das hat sie jetzt aber nicht zum
> Server-OS gemacht...
Der Unterschied besteht in der Programmiersprache und der daraus folgenden Sicherheit.
Natürlich kann man auf einen schon bewiesenen sicheren Microkernel setzen, jedoch wird dieser bei Anpassungen und neuen Features theoretisch wieder unsicher, bis die Sicherheit wieder bewiesen ist. Bei einem Kernel in Rust wäre die Sicherheit generell schon sehr hoch und könnte dennoch schnell durch neue Features erweitert werden. Was natürlich ein zusätzliches Prüfen nicht ausschließen soll.
> Du stellst dir das alles sehr einfach vor.
Ganz im Gegenteil, ich habe schon beim RedoxOS bei der Programmierung mitgeholfen. Es ist ein weiter Weg und keineswegs einfach.
> Vielleicht kommt irgendein Konzern und pumpt viel Geld in Redox hinein,
> aber Linux und Windows hören deshalb nicht auf zu existieren. Schau dir nur
> mal die Gaming-Situation unter Linux an: Valve investiert seit Jahren viel
> Geld. Klar, hat sich die Situation gebessert, aber bis heute ist Linux
> trotz Steam-Deck keine Gaming-Plattform, denn die Linux-Nutzerzahlen bei
> Steam liegen noch immer - und das seit Jahren - konstant bei 1,x %. Und das
> was unter Wine läuft, läuft nicht immer super und kann beim nächsten Update
> wieder kaputt gehen (habe ich erst kürzlich erlebt).
> Vielleicht wird Linux irgendwann eine Gaming-Plattform, aber wie man daran
> sehen kann, braucht das viele, viele Jahre und sehr viel Geld und so etwas
> geht nicht "in ein paar Jahren".
Linux ist schon jetzt ein ein gigantischer Erfolg beim Gaming, nur nicht im klassischem Sinne auf dem Desktop Heimcomputer. Aber bedenkt man das jedes Android Smartphone/Tablet auf einen Linux Kernel setzt und aktuell mit Gaming im mobilen Sektor aktuell Milliarden Gewinne erzielt werden.
Ach für RedoxOS kann es einen Bereich geben, wo es dominieren kann, weil es durch seiner hohen Sicherheit eventuell Punkten kann. Aber das ist natürlich jetzt reine Spekulation, dennoch würde ich nicht behaupten das dies 20 Jahre dauert, man bedenke, Linux ist jetzt 32 Jahre alt und dies gibt es auch schon seit vielen Jahren im Einsatz, selbst als noch viele große Unternehmen wie Microsoft versucht haben gegen Linux zu schießen. Google existiert erst seit 24 Jahren, haben in der Zeit hunderte von Projekten umgesetzt, und arbeiten an mehreren Betriebssysteme wie Android, ChromeOS, Fuchsia und Linux Kernel.
Und davon, dass es Windows oder Linux ablösen soll war auch niemals die Rede gewesen, so etwas würde wirklich sehr lange dauern, wie lange, das weiß niemand... 50 Jahre, 100 Jahre?



