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  5. › Debian 8 angeschaut: Das unsanfte…

Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

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  1. Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    Autor: Tylon 28.04.15 - 13:25

    Vor dem Text:
    Der Bericht dafür ist sehr schön. Kompliment an Golem.

    Bin Admin. Hab mit Unix angefangen. Bin am Client Windows-Welt-Bewohner, auch bei vielen Servern. Unter anderem wegen diversen negativen Erfahrungen bei Hardware und diverser Arien in Form von Usability-Knockouts. Trotzdem setze ich Linux für diverses ein. Insbesondere natürlich im Web-Bereich.

    Mehrere Sachen stören mich ganz enorm:
    1. als wenn es nicht egal wäre, wie das startet. Ob da Systemd dahintersteckt oder XYZ. Wieso die Community da immer so unglaubliche Probleme damit hat, ist mir unbegreiflich. Sofern dann irgendwann ne Shell oder ein Desktop kommt, is doch alles in Butter. Das gefühlte Paradigma der Tuxianer "anders gehts nicht" ist immer arg nervig. Geht wohl. Macht auch shell.
    2. wenn ich den Bericht lese, wird mir klar, wieso sich Linux nicht durchsetzt.
    "wenn ich nicht will, dass irgendwas beim Upgrade ersetzt wird, muss ich lediglich ne Textdatei mit speziellem Inhalt in nen speziellen Ort platzieren." Das ist ja gut so, dass es auch den Holzweg gibt (z.B. für Autodeployment). Aber ketzerisch gesagt, hat man dafür im Installationsbildschirm eh schon genug Checkboxen. Die eine mehr hätte das Kraut nicht fett gemacht. Erraten tut das keiner und vor dem Upgrade im Detail drüber informieren, wie das Linux dann startet, grenzt an die ähnliche Debatte damals bei Windows95 bzw. NT4/2000. Nur wurde "Dos is endlich weg" damals als gut aufgefasst. Dabei hätte man sogar, wie es bei der Partitionierung üblich ist, eine Erklärung und "empfohlen" für die Unkundigen mit hinschreiben können. Zugänglichkeit vom feinsten.
    Oder ich kann vorher ganz einfach die Eignung auf Systemd mit (Achtung festhalten) "grep -e precheck -e check -e checkargs -e noearly -e loud -e keyscript /etc/crypttab" überprüfen. Ja, mag sein. Erschließt sich auch für den Profi, der weiß, was er da macht. Aber das is doch nix für Laien. Das Upgrade hat doch Zugriff auf die Platte und kann da selber nachschauen und auf Probleme hinweisen. Aber nein, auch hier eher Holzweg. Man hätt ja vorher alle Manpages lesen und verstehen können, dann hätt mans auch gewusst bevor die Platte mit allen wichtigen Daten (deswegen ja verschlüsselt) nicht mehr zugänglich ist und auch auf weiteres nicht mehr sein wird, wenn man nicht weiß, wie man das hinterher umbiegt ohne was zu schreddern. Bootbereich ist ja immer nicht so trivial wenn man was falsch macht.
    Linux is für manche Sachen richtig klasse, aber so wird es sich nie im Desktop-Bereich durchsetzen und auch den Admins im Server-Bereich weiterhin eher ein gequältes Lächeln hinterm Monitor hervorrufen.
    Naja, aber Internet of Things wird die Zahlen zum Angeben, dass es das meist eingesetzte System ist, schon aufrechthalten.
    Ehrlich: ich seh da noch Arbeit. Auch oder gerade in ner 8.0.

  2. Re: Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    Autor: IceTea77 28.04.15 - 14:18

    Du hast ja recht, allerdings ist Debian auch nicht unbedingt für den User gedacht, der sich gar nicht mit dem System beschäftigen möchte. Wenn ich mich mit meiner Software gut auskenne (egal ob Desktop oder Server) möchte ich, dass man mir die Wahl lässt bei Details zum Upgrade, da vielleicht sonst etwas nicht mehr in meinem Sinne funktioniert (z.B. Wenn von mir geänderte Konfigurations-Dateien mit Neueren, aber anderen Einstellungen überschrieben werden). Für diese Zwecke ist Debian echt gut.

    Anders ist es aber bei Otto-Normal mit seinem Ubuntu. Hier reicht ein Klick auf "Update auf neue Version", der Fortschrittsbalken läuft 10 Minuten durch und fertig. Da werden mir die wichtigen Entscheidungen abgenommen, welche aber meist für den Nutzer auch nicht weiter Relevant sind. Dies ist bei einem Upgarde mit Windows oder OS/X auch nicht anders. Das schöne an Linux ist aber: Ich kann mir selbst aussuchen wieviel Zeit ich in die Konfiguration stecken will. Debian geht da halt einen Mittelweg, der sich an Fortgeschrittene richtet.

    Und: Muss sich Linux denn zwingend am Desktop durchsetzen, ist das wirklich das große Ziel? Linux hat vielleicht einen Marktanteil von 3% - Das ist wenig, aber in tatsächlichen Zahlen bei Millionen von Rechnern auf der Welt doch sogar recht beeindruckend. Und es würden nicht abertausende an Dollar für Entwicklungskosten an KDE/Gnome/etc ausgegeben, wenn der Desktop nur eine Hand voll Nutzer hätte ;)

  3. Re: Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    Autor: wowbagger999 28.04.15 - 14:47

    Tylon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bin Admin.
    Dann solltest du aber Anspruch, Stärken und Haupteinsatzgebiete von Debian kennen und bei diesem Artikel nicht über den Desktop rummotzen.
    P.S. Auch als ernstzunehmender Windows-Admin solltest du die durchaus vorkommenden Fälle kennen, in denen die Powershell ein Segen gegenüber den Klickibunti ist.

  4. Re: Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    Autor: Wallbreaker 28.04.15 - 14:53

    Tylon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ehrlich: ich seh da noch Arbeit. Auch oder gerade in ner 8.0.

    Du hast deutliche Konfigurationsfehler bei solchen Problemen, womit das eigentliche Problem vor dem PC zu suchen ist.
    Wir reden hier von Debian und nicht von irgendeiner 08-15 Distribution, ohne jegliche Qualitätskontrolle.
    Und wenn Debian eines auszeichnet, dann ist es Stabilität zu jeder Zeit, und vor allem update-übergreifend.
    Habe etliche Systeme unterschiedlichster Art hier mit Debian, von Wheezy auf Jessie aktualisiert, was nicht einen einzigen Stressfaktor produzierte. Und das trotz umfangreicher Konfigurationen, auch hinsichtlich Raid und globaler Verschlüsselung aller Datenträger. Auch nutzen diverse Bekannte ebenso Debian, und auch hier trotz häufigem Kontakt, nicht eine Wortmeldung über Probleme mit Jessie.

  5. Re: Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    Autor: Tylon 28.04.15 - 14:55

    IceTea77 schrieb:

    > Und: Muss sich Linux denn zwingend am Desktop durchsetzen, ist das wirklich
    > das große Ziel? Linux hat vielleicht einen Marktanteil von 3% - Das ist
    > wenig, aber in tatsächlichen Zahlen bei Millionen von Rechnern auf der Welt
    > doch sogar recht beeindruckend. Und es würden nicht abertausende an Dollar
    > für Entwicklungskosten an KDE/Gnome/etc ausgegeben, wenn der Desktop nur
    > eine Hand voll Nutzer hätte ;)

    Die Frage ist gut und ich denke auch nein. Muss nicht. Scheint aber auch eindeutig nicht das Ziel zu sein, wenn ich das sehe.

  6. Re: Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    Autor: Tylon 28.04.15 - 15:09

    wowbagger999 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tylon schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bin Admin.
    > Dann solltest du aber Anspruch, Stärken und Haupteinsatzgebiete von Debian
    > kennen und bei diesem Artikel nicht über den Desktop rummotzen.
    > P.S. Auch als ernstzunehmender Windows-Admin solltest du die durchaus
    > vorkommenden Fälle kennen, in denen die Powershell ein Segen gegenüber den
    > Klickibunti ist.

    Bei mir kam Shell im Text immer vor Desktop. Aber die Installation darf doch gerne geführt sein.
    Ich bin auch und vor allem über die Powershell sehr begeistert. Macht das Leben deutlich einfacher.
    Klar ist es nicht für Neulinge. Trotzdem erschließen sich gewisse Pipe-Kommandozeilenfolgen auch den Fortgeschrittenen nicht von alleine.

  7. Welcher Laie setzt Debian Desktop ein ?

    Autor: dabbes 28.04.15 - 15:19

    oder anders gefragt: welcher Laie upgraded ?

    Aber ich verstehe deinen grundsätzlichen Artikel und stimme dir absolut zu.

    Selbst DAU freundliche Desktops sind nichts für Laien.

  8. Re: Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    Autor: tangonuevo 28.04.15 - 15:32

    Tylon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1. als wenn es nicht egal wäre, wie das startet. Ob da Systemd
    > dahintersteckt oder XYZ. Wieso die Community da immer so unglaubliche
    > Probleme damit hat, ist mir unbegreiflich. Sofern dann irgendwann ne Shell
    > oder ein Desktop kommt, is doch alles in Butter. Das gefühlte Paradigma der
    > Tuxianer "anders gehts nicht" ist immer arg nervig. Geht wohl. Macht auch
    > shell.

    Ach, und bei Windows gibt es keine Unwilligen, die ihrem XP oder W7 nachweinen, wenn eine neue Version da ist? Du verkennst, daß z.B. der Großteil der Packetmanager bei debian offensichtlich keinerlei Probleme mit dem Umstieg hatte. Aber wie in jeder Gruppe gibt es eben auch Leute die anderer Meinung sind, und die können halt auch recht lautstark sein.

    > 2. wenn ich den Bericht lese, wird mir klar, wieso sich Linux nicht
    > durchsetzt.
    > "wenn ich nicht will, dass irgendwas beim Upgrade ersetzt wird, muss ich
    > lediglich ne Textdatei mit speziellem Inhalt in nen speziellen Ort
    > platzieren." Das ist ja gut so, dass es auch den Holzweg gibt (z.B. für
    [...]
    > den Profi, der weiß, was er da macht. Aber das is doch nix für Laien.

    Das mag allgemein durchaus ein valider Kritikpunkt gegen Linux sein, aber dies ist definitiv das falsche Beispiel. debian ist keine Distribution für Laien und Laien sollten debian8 nicht mit svsv betreiben und haben auch keinerlei Interesse daran ("sysv, was ist das?" !!!! Ein Laie wäre eher irittiert, wenn es beim update so ein Häckchen gäbe.

    Ehrlich, wie kommst du auf die Idee, daß dieses Häckchen für einen Laien von irgendeinem Nutzen wäre?

    PS: Ich würde mal gerne das Häckchen bei Windows8 sehen, wo man einfach auf die Nicht-Tablet-Oberfläche umschalten kann. Stattdessen muss man (wenn meine Erinnerung mich nicht trübt) irgendwo tief in den Einstellungen mehrere Hacken anwählen, deren Beschreibung teilweise wenig darauf hindeutet, daß sie dafür relevant sind.

  9. Re: Welcher Laie setzt Debian Desktop ein ?

    Autor: Tylon 28.04.15 - 15:41

    Mir gings nicht primär um die Desktop-Variante.
    Zugänglichkeit bedeutet dann auch, dass ich das trotzdem ordentlich kann, wenn ich hinterher kein Firefox aufrufen kann.
    Klar ist der Fokus nicht auf Laien. Ich bin aber der Meinung, dass essentielles doch einfach gemacht sein darf. Sonst ist es Verschwendung von Zeit.
    Gefühlt geht man doch an ein Update von nicht kritischen Diensten ran und legt halt los und "dann wird man schon sehen". Hier vorher die Changelogs und Beschreibung zu lesen ist nett, aber "es würde auch anders gehen, wenn man es bewußt zugänglich gestaltet".
    Der Inhalt des Artikels würde mich privat abschrecken und in der Arbeit sehr nerven, weil ich zusätzlich zu den Abhängigkeiten mit den wirklichen Arbeitssachen (man arbeitet ja nicht mit dem OS sondern mit irgendwas da drauf) noch sowas prüfen muss. Irgendwie sind ja PHP, Apache oder Tomcat Versionssprünge bei nem großen Versionssprung schon immer Arbeit genug, dass hinterher wieder alle Sachen so laufen, wie sie sollen.

  10. Re: Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    Autor: Tylon 28.04.15 - 15:50

    tangonuevo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ach, und bei Windows gibt es keine Unwilligen, die ihrem XP oder W7
    > nachweinen, wenn eine neue Version da ist? Du verkennst, daß z.B. der
    > Großteil der Packetmanager bei debian offensichtlich keinerlei Probleme mit
    > dem Umstieg hatte. Aber wie in jeder Gruppe gibt es eben auch Leute die
    > anderer Meinung sind, und die können halt auch recht lautstark sein.
    >

    Das stimmt. So verglichen gehts mir schon ein. Es ist zwar ähnlich, aber nicht ganz gleich. Weil OS ist ja 8 statt 7.x. Der Taskmanager in Win8 ist auch größer wie in Win7, ja mei, Welt dreht sich noch. Sogar das Metro-Gesabbel hat sich im Nachhinein nur als größeres Startmenü rausgestellt, was im Jahr nur 5 Minuten offen ist und somit recht egal.


    > Das mag allgemein durchaus ein valider Kritikpunkt gegen Linux sein, aber
    > dies ist definitiv das falsche Beispiel. debian ist keine Distribution für
    > Laien und Laien sollten debian8 nicht mit svsv betreiben und haben auch
    > keinerlei Interesse daran ("sysv, was ist das?" !!!! Ein Laie wäre eher
    > irittiert, wenn es beim update so ein Häckchen gäbe.
    >
    > Ehrlich, wie kommst du auf die Idee, daß dieses Häckchen für einen Laien
    > von irgendeinem Nutzen wäre?

    Dem Laien bringt es "wird empfohlen" und dem Profi ein "Mist, hab ich net mitbekommen, muss ich nochmal checken bevor ich weiterklicke". Net mehr, net weniger. Aber wie immer: Linux hat ne Konfig-Datei (eventuell bzw. selber angelegt), Windows hat viel zu viele Haken und Apple weiß sowieso besser wie Du was gut ist und lässt Einstellungen weg.

    >
    > PS: Ich würde mal gerne das Häckchen bei Windows8 sehen, wo man einfach auf
    > die Nicht-Tablet-Oberfläche umschalten kann. Stattdessen muss man (wenn
    > meine Erinnerung mich nicht trübt) irgendwo tief in den Einstellungen
    > mehrere Hacken anwählen, deren Beschreibung teilweise wenig darauf
    > hindeutet, daß sie dafür relevant sind.

    Siehe oben. Das Startmenü ist doch mal ganz ohne Emotionen völlig egal, weil ein Startmenü. Das einzige was nervt sind die Seiten und die bald wieder ausgebaut bzw. optional einstellbar.

  11. Re: Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    Autor: tangonuevo 28.04.15 - 16:13

    Tylon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Siehe oben. Das Startmenü ist doch mal ganz ohne Emotionen völlig egal,
    > weil ein Startmenü. Das einzige was nervt sind die Seiten und die bald
    > wieder ausgebaut bzw. optional einstellbar.

    Möglich. Ich habe es bisher noch zu wenig benutzt um eine definitive Meinung dazu zu haben. Das einzige Mal, wo ich was damit zu tun hatte, hat es mich ziemlich gestört, aber das ist verständlich bei einer neuen Oberfläche, da findet man erstmal nichts.

  12. Re: Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    Autor: Tylon 28.04.15 - 16:29

    tangonuevo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tylon schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Siehe oben. Das Startmenü ist doch mal ganz ohne Emotionen völlig egal,
    > > weil ein Startmenü. Das einzige was nervt sind die Seiten und die bald
    > > wieder ausgebaut bzw. optional einstellbar.
    >
    > Möglich. Ich habe es bisher noch zu wenig benutzt um eine definitive
    > Meinung dazu zu haben. Das einzige Mal, wo ich was damit zu tun hatte, hat
    > es mich ziemlich gestört, aber das ist verständlich bei einer neuen
    > Oberfläche, da findet man erstmal nichts.

    Zum Excel-Start ex eingeben und Enter drücken. Daher kann man die zeiten auf ein Minimum reduzieren. Die Suche im Menü is doch ne super Sache. Bei Win9x hat man noch Menü sortiert. Bei XP hatte man das aufgrund der Menge aufgegeben. Aufmachen, und nach Anfangsbuchstaben suchen is tatsächlich das einfachste ums zu finden. Wie gesagt, die Seiteneinblendungen nerven am Desktop. Aber sonst ein Klick auf Desktop und fertig is die Laube.

  13. Re: Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    Autor: tangonuevo 28.04.15 - 16:42

    Tylon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aufgegeben. Aufmachen, und nach Anfangsbuchstaben suchen is tatsächlich das
    > einfachste ums zu finden. Wie gesagt, die Seiteneinblendungen nerven am
    > Desktop. Aber sonst ein Klick auf Desktop und fertig is die Laube.

    In meinem Fall damals wohl nicht, da ich Einstellungen rund ums Netzwerk und WLAN machen musste. Da sind mehrere Konfig-Menues daran beteiligt und von denen weiss man nicht unbedingt den Namen und sie fangen auch nicht unbedingt mit Netz... und Wlan... an. Aber guter Hinweis, vielleicht klappt es nächstes Mal besser.

  14. Re: Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    Autor: bremse 28.04.15 - 18:30

    Tylon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Linux is für manche Sachen richtig klasse, aber so wird es sich nie im
    > Desktop-Bereich durchsetzen und auch den Admins im Server-Bereich weiterhin
    > eher ein gequältes Lächeln hinterm Monitor hervorrufen.
    > Naja, aber Internet of Things wird die Zahlen zum Angeben, dass es das
    > meist eingesetzte System ist, schon aufrechthalten.
    > Ehrlich: ich seh da noch Arbeit. Auch oder gerade in ner 8.0.

    Fast alles, was du aufgezählt hast, betrifft Normalanwender überhaupt nicht.
    Wenn in der sources.list "stable" steht, läuft der Krempel einfach automagisch durch.
    Wenn nicht, dann ersetzt man "wheezy" eben durch "jessie". - Fertig!

    Warum man als "ambitionierter" Anwender mal die Release-Notes gelesen haben sollte? Ganz einfach: Es wird eben nicht nur das BS auf eine höhere Version gezogen, sondern auch eine ganze Reihe von sonstiger Software.

    Wenn man Windows "aktualisiert", betrifft das bpw. den Apache mal gar nicht. Aktualisiert man diesen aber unter Windows, sollte man vorher ebenfalls auf Änderungen achten.

    PS. Hier laufen ein PC und zwei Laptops, die bereits das 2. bzw. gar 3. Mal per dist-upgrade versorgt wurden und alles problemlos weiterläuft. Ja, auch der Wechsel auf systemd funktionierte hier reibungslos. Die Server brauchten ein wenig mehr Arbeit. - Einen der Günde nannte ich schon. - Ansonsten auch hier: Alles problemlos abgelaufen.
    Debian läßt einem die Wahl, ob man nun Automagie oder mehr Handarbeit will. Beides kann sinnvoll sein. (Dist-Upgrades mit Ubuntu liefen vor Jahren zwar auch nahezu automagisch, dafür selten ohne Probleme. - Das mag jetzt anders aussehen, aber da habe ich keine aktuellen Erfahrungen mehr.)

  15. Re: Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    Autor: LordSiesta 28.04.15 - 18:52

    wowbagger999 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann solltest du aber Anspruch, Stärken und Haupteinsatzgebiete von Debian
    > kennen und bei diesem Artikel nicht über den Desktop rummotzen.

    Dieses Wissen würde dir auch recht gut tun, denn Debian will nichts Geringeres sein als die eine Distro für alles (das »universelle Betriebssystem« halt). Mecker über den Desktop sind daher ziemlich angebracht.

  16. Re: Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    Autor: YaelSchlichting 28.04.15 - 19:13

    Nein, es ist nicht egal, wie ein Linux gestartet wird.

    Für einen Admin, der mit Zapp&Klick administriert, macht es in der tat keinen Unterschied. Ein Admin, der sein Handwerk von Grund auf erlernt hat, fühlt sich an dieser Stelle jedoch von übereifrigen Entwicklern verarscht.
    systemd ist nicht notwendig und genau deshalb hätte ihn Debian besser weggelassen.

  17. Re: Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    Autor: redmord 28.04.15 - 19:38

    YaelSchlichting schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, es ist nicht egal, wie ein Linux gestartet wird.

    Weshalb sollte man dann weiterhin zu SysV-Init halten?

    > Ein Admin, der sein Handwerk von Grund auf erlernt hat,
    > fühlt sich an dieser Stelle jedoch von übereifrigen Entwicklern verarscht.

    Veränderung = Verarsche?

    > systemd ist nicht notwendig und genau deshalb hätte ihn Debian besser
    > weggelassen.

    Was ist an Jessie überhaupt notwendig?

  18. Re: Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    Autor: EQuatschBob 28.04.15 - 20:21

    Tylon schrieb:
    > Bin Admin.

    Aha.

    > Aber das is doch nix für Laien.

    Korrekt. Laien, die Debian installieren, werden das auch nicht machen müssen, da sie ein Standard-Debian ohne manuelle Änderungen haben. Profis wird dieses Kommando dagegen wohl kaum abschrecken.

    > Linux is für manche Sachen richtig klasse, aber so wird es sich nie im
    > Desktop-Bereich durchsetzen und auch den Admins im Server-Bereich weiterhin
    > eher ein gequältes Lächeln hinterm Monitor hervorrufen.

    Was kennst Du für Admins? Ausnahmslos alle Admins die ich kenne, würden nur unter Androhung von Gewalt irgendwas anderes als Debian einsetzen, bzw. eines seiner Derivate. YMMV.

  19. Re: Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    Autor: LordSiesta 28.04.15 - 20:32

    Wenn der Admin sein Handwerk von Grund auf erlernt hat, dann dürfte es für ihn ja überhaupt kein Problem sein, sich mal in eine neue Technik einzuarbeiten, die ein wenig anders funktioniert. Das ist wie bei den Betriebssystemen: Hat man eins kapiert, kann man sich in die anderen reinfuchsen.

    Ich kann mir auch überhaupt nicht vorstellen, was ein Admin, auch wenn er sein Handwerk von Grund auf erlernt hat, gegen ein zeitgemäßes Init-System haben kann, das nicht nur stur Skripte in einem Verzeichnis abarbeitet (und die Fehler darin), sondern seine Wünsche in Form von Textdateien entgegennimmt und sich selbst um die Ausführung kümmert. Das reduziert ja die Anzahl potenzieller Fehlerquellen (an Stelle der vielen Skripte tritt ein einzelnes Programm, das erwiesenermaßen funktioniert).

  20. Re: Artikel gut, Inhalt ärgerlich.

    Autor: Tylon 29.04.15 - 10:54

    EQuatschBob schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tylon schrieb:
    > > Bin Admin.
    >
    > Aha.
    >
    > > Aber das is doch nix für Laien.
    >
    > Korrekt. Laien, die Debian installieren, werden das auch nicht machen
    > müssen, da sie ein Standard-Debian ohne manuelle Änderungen haben. Profis
    > wird dieses Kommando dagegen wohl kaum abschrecken.
    >
    Manche Profis nervt das. Betriebssystem Administration ist nicht zum Selbstzweck. Viele Admins kümmern sich drum, dass die Anwendung da DRAUF läuft. Daher primär erstmal um die Funktion, die das Gerät später machen soll, denn um die Funktion, die die eigentliche Funktion startet.

    > > Linux is für manche Sachen richtig klasse, aber so wird es sich nie im
    > > Desktop-Bereich durchsetzen und auch den Admins im Server-Bereich
    > weiterhin
    > > eher ein gequältes Lächeln hinterm Monitor hervorrufen.
    >
    > Was kennst Du für Admins? Ausnahmslos alle Admins die ich kenne, würden nur
    > unter Androhung von Gewalt irgendwas anderes als Debian einsetzen, bzw.
    > eines seiner Derivate. YMMV.

    SLES? RH? Ist wohl durchaus beides noch verbreitet... wenn alle Admins, die Du kennst, so festgefahren sind, solltest Du über den Freundeskreis nachdenken.

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