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Dann werden wir wohl auf MS-Office umsteigen. Richtig schade ist das.

Expertentalk zu DDR5-Arbeitsspeicher am 7.7.2020 Am 7. Juli 2020 von 15:30 bis 17:00 Uhr wird Hardware-Redakteur Marc Sauter eure Fragen zu DDR5 beantworten.
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  1. Dann werden wir wohl auf MS-Office umsteigen. Richtig schade ist das.

    Autor: soulsurfer42 09.07.12 - 10:50

    Wir sind eine Anwaltskanzlei und haben das Glück, eine Branchensoftware mit Openoffice-Anbindung gefunden zu haben (Advolux). Das einzige Problem war und ist, dass Openoffice kein PIM-Modul beinhaltet. Wir haben uns bislang daher mit Thunderbird/Lightning beholfen, was mit ein wenig Fummelei (insbesondere die Updates waren ein Problem - keine MSI-Pakete...) leidlich funktioniert.

    Wenn Thunderbird nun eingestellt wird, dürfte kein Weg mehr an Outlook vorbeiführen. Cloud-Angebote sind für Unternehmen, erst Recht aber für eine Anwaltskanzlei keine Lösung, da sie gegen geltendes Datenschutzrecht verstoßen (vgl. § 11 BDSG) - es existiert schlicht kein Anbieter, der bereit wäre, eine wirksame Auftragsdatenverarbeitungsvereinbarung abzuschließen. Außerdem kommen Web-Oberflächen insbesondere mit Blick auf Suche und Darstellung nicht an "echte" Clients heran. Wir benutzen bereits jetzt Zarafa als Mailserver und die Darstellung ist nett "für unterwegs", kann Thunderbird aber nicht ersetzen - es fehlt neben der ausgefeilten Suche und der Darstellung von virtuellen Ordnern vor allem auch die Möglichkeit einer vernünftigen Gestaltung des Footers, der Einstellung, wann und wie er eingebunden werden soll, wie die Darstellung bei Antworten auszusehen hat etc.

    Bleibt nur zu hoffen, dass die Entscheidung revidiert wird. Denn wir werden sicher nicht nur Outlook-Lizenzen kaufen, sondern schon aus Gründen der einfacheren Verwaltung den vollständigen Umstieg auf Microsoft Office vollziehen - und ehrlich gesagt ist mir Open-Source-Software einfach erheblich sympathischer als die Redmonder Stangenware. Nur aus Gründen der Sympathie nehmen wir schon bislang die Nickeligkeiten in Kauf, die sich bei der Nutzung von Open-Source-Programmen nicht vermeiden lassen: keine zentralisierten oder automatisierten Updates ohne Admin-Rechte auf den Clients, keine Verzahnung der verschiedenen Programme etc.

    Die Entscheidung von Mozilla halte ich daher für kurzsichtig. Thunderbird enthält alles, was ein Mail-Client braucht - auf neue Features kommt es daher tatsächlich nicht an. Aber die Sicherheitsupdates sind nun einmal unverzichtbar. Wir werden das Jahr nutzen und uns in Ruhe informieren. Falls jemand einen Alternativvorschlag hat, wird mich eine entsprechende Nachricht freuen.

  2. Re: Dann werden wir wohl auf MS-Office umsteigen. Richtig schade ist das.

    Autor: honk 09.07.12 - 11:15

    Nicht nur die Überschrift lesen.

    Es wird weiterhin ein Team geben, das thunderbird pflegt, nur neue Funktionen werden von Mozilla nicht mehr entwicklet. In die ESR version sollen allerdings bis auf weiteres noch community erweiterungen eingepflegt werden.

    Das klingt zwar nach einem Abschied auf raten, aber den Eindruck hatte man bei thunderbird eh schon lange. Es ist aber keineswegs nötig, jetzt von heute auf Morgen nach Alternativen zu suchen. Man kann thunderbird problemlos die nächsten Jahre weiter nutzen. Vieleicht ist es ja auch mal ein anspron, das Libre oder OpenOffice mal endlich in die gänge kommen und eine Outlook Alternative ins Office Paket integrieren.

  3. Re: Dann werden wir wohl auf MS-Office umsteigen. Richtig schade ist das.

    Autor: soulsurfer42 09.07.12 - 12:51

    Stimmt schon. Einem heise-Bericht entnehme ich aber auch, dass die Unterstützung mit Sicherheitsupdates nur noch für ein Jahr laufen soll - und das wäre schon ziemlich ärgerlich.

    Es wundert mich wirklich, dass trotz des seit Jahren bekannten Bedarfs diese letzte Lücke (PIM) nach wie vor nicht beackert wird. Wer zum Teufel braucht ein Vektorgrafikprogramm in einer Office-Suite? Dagegen muss man für einen Serienbrief eine Adress-Import-Orgie und einen Drei-Tages-Kurs in Datenbankprogrammierung auf sich nehmen. Irgendwie ist das nicht zu Ende gedacht. Und wenn nun Thunderbird eingestellt wird, scheint es jedenfalls für mich so, als sei eine "vollständige" Produktivumgebung auch nicht das Ziel der Bemühungen der verschiedenen Initiativen.

    OpenOffice oder LibreOffice reicht ja vom Funktionsumfang in den Kernanwendungen calc und writer durchaus aus - aber die Konkurrenz hat seit Office 2003 gerade auch keine bahnbrechenden Neuerungen in diesem Bereich auf den Weg gebracht, sondern sich darum gekümmert, dass der Informationsaustausch und die Bedienbarkeit einfacher wurde. OpenOffice dagegen kann als einzige echte Neuerung seit rund einem Jahrzehnt ein Tool zur vereinfachten Eingabe mathematischer Formeln vorweisen - diese Tatsache spricht für sich selbst.

    Es ist frustrierend: Open-Source-Software war auf einem guten Weg, Monopole aufzubrechen und so für mehr Innovation zu sorgen. Nach jetzigem Stand werden viele Projekte allerdings künftig allein die Bedürfnisse computeraffiner Privatnutzer und einiger Nerds bedienen. Da diese Zielgruppe kaum kostenpflichtigen Support in Anspruch nehmen wird, lohnt sich Open Source als Geschäftsmodell nicht mehr, so dass wir uns wieder im Jahr 1997 wiederfinden: ein Hersteller bedient alles.

    Scheibenkleister.

  4. Re: Dann werden wir wohl auf MS-Office umsteigen. Richtig schade ist das.

    Autor: mumble 09.07.12 - 14:46

    Schaut euch mal als Ergänzung zu Open Office SugarCRM an. das ist nicht nur ein eMail client, sondern ein komplettes CRM-System, welches sich an OpenOffice anbinden läßt.

  5. Re: Dann werden wir wohl auf MS-Office umsteigen. Richtig schade ist das.

    Autor: SSD 09.07.12 - 16:31

    soulsurfer42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > OpenOffice oder LibreOffice reicht ja vom Funktionsumfang in den
    > Kernanwendungen calc und writer durchaus aus - aber die Konkurrenz hat seit
    > Office 2003 gerade auch keine bahnbrechenden Neuerungen in diesem Bereich
    > auf den Weg gebracht, sondern sich darum gekümmert, dass der
    > Informationsaustausch und die Bedienbarkeit einfacher wurde. OpenOffice
    > dagegen kann als einzige echte Neuerung seit rund einem Jahrzehnt ein Tool
    > zur vereinfachten Eingabe mathematischer Formeln vorweisen - diese Tatsache
    > spricht für sich selbst.
    Also ich denke durch die Abspaltung von OpenOffice von Oracle und dem Fork LibreOffice, Calligra, Krita, VLMC, den ganzen Neuerungen im DE-Bereich u.s.w. gibt es durchaus noch immer viele Impulse / Entwicklungen in der Open Source Welt.

  6. Re: Dann werden wir wohl auf MS-Office umsteigen. Richtig schade ist das.

    Autor: samy 10.07.12 - 23:29

    SSD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > soulsurfer42 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > OpenOffice oder LibreOffice reicht ja vom Funktionsumfang in den
    > > Kernanwendungen calc und writer durchaus aus - aber die Konkurrenz hat
    > seit
    > > Office 2003 gerade auch keine bahnbrechenden Neuerungen in diesem
    > Bereich
    > > auf den Weg gebracht, sondern sich darum gekümmert, dass der
    > > Informationsaustausch und die Bedienbarkeit einfacher wurde. OpenOffice
    > > dagegen kann als einzige echte Neuerung seit rund einem Jahrzehnt ein
    > Tool
    > > zur vereinfachten Eingabe mathematischer Formeln vorweisen - diese
    > Tatsache
    > > spricht für sich selbst.
    > Also ich denke durch die Abspaltung von OpenOffice von Oracle und dem Fork
    > LibreOffice, Calligra, Krita, VLMC, den ganzen Neuerungen im DE-Bereich
    > u.s.w. gibt es durchaus noch immer viele Impulse / Entwicklungen in der
    > Open Source Welt.

    MS-Office ist schon wirklich viel viel besser zu bedienen auch als Softmaker-Office. So Kleinigkeiten wie dass die Anzahl der Markierten Zeilen und deren Summe (bei Zahlen) in der Statusleiste erscheint oder dass man ganz einfach nach Farben filtern kann.. sind die Dinge die ich an MS-Office schätze.. auch wenn ich Privat mit LibreOffice arbeite...

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    Für offene Standards
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