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Wir sind zu blöd für Einstellungen

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  1. Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: EqPO 28.06.13 - 12:17

    Ich nehme an die nächste Version erlaubt garkeine grafischen Einstellungen mehr. Schließlich sind wir zu blöd Einstellungen vorzunehmen.

    Danke Mozilla. Jetzt wissen wir was ihr von euren Usern denkt. Dumm wie Brot. Blos nix entscheiden lassen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.06.13 12:18 durch EqPO.

  2. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: baltasaronmeth 28.06.13 - 12:41

    Das ist leider der Trend. User macht Einstellungen, User verbaut Einstellungen, Produkt geht nicht mehr, Hersteller ist schuld. Anstatt zu reklamieren wird im Internet geheult.

    Solange alles unter about:config bleibt, ist mir das aber egal. Ich nutze das sowieso fast ausschließlich.

  3. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: /mecki78 28.06.13 - 12:55

    Du bist vielleicht nicht zu blöd für die Einstellungen, aber meine Mutter z.B. schon. Und das nicht nur weil sie schon älter ist. Bekannte von mir haben z.B. zwei Kinder im Teenageralter, die wissen auch nicht was JavaScript ist und wenn ich die Frage, ob sie glauben, dass die Facebook Seite noch völlig problemlos funktioniert, wenn sie JavaScript abschalten, dann zucken die nur mit den Achseln.

    Da draußen gibt es zig Millionen Fx Nutzer, von denen dir wahrscheinlich 50% nicht einmal genau erklären können, was JavaScript überhaupt ist und weitere 30% zwar schon mal davon gehört haben und auch eine grobe Vorstellung haben, was das ist, aber nicht einschätzen können wozu eine Webseite genau JavaScript braucht und welche Funktionalität sich jetzt nur mit JavaScript verwirklichen lässt und wozu man im Web nur auf HTML/CSS und serverseitige Datenverarbeitung zurück greifen muss. Du machst hier den Kapitalfehler der meisten Menschen, dass du von dir und deinem Wissensstand auf andere Menschen und deren Wissensstand schließt.

    /Mecki

  4. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: SoniX 28.06.13 - 12:59

    Gleiches wie in Ubuntu, Gnome, Windows, etc etc....

    Mir gefällt die Richtung die Software einschlägt schon seit einigen Jahren nichtmehr.

    Dabei ist es durch solche Maßnahmen noch nie einfacher geworden; auch nicht für die Anfänger. Dafür ärgern sich Menschen die sich auskennen grün und blau.

  5. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: TeK 28.06.13 - 13:03

    Genau so isses. Das war das wahre Wort zum Wochenende! /salute

  6. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: Chrios 28.06.13 - 13:14

    Meint EqPO nicht "grafische Einstellungen", also Tabs immer ausblenden ohne umgekehrte Option?

    Mir persönlich fehlen die nämlich, ich mag nicht dieses ewige Ein- und Ausgeblende oder Rein und Rausgescrolle von Elementen. Wozu habe ich denn zwei große Displays?

    Daher ist für mich die Abschaffung der Option ein Ärgernis und es nicht verständlich, warum man diese Option rausnimmt.

  7. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: /mecki78 28.06.13 - 13:27

    Chrios schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir persönlich fehlen die nämlich, ich mag nicht dieses ewige Ein- und
    > Ausgeblende oder Rein und Rausgescrolle von Elementen. Wozu habe ich denn
    > zwei große Displays?

    Ähh... du hast da was falsch verstanden. Fx 23 hat die Option entfernt, weil Fx 23 IMMER den Tabbar anzeigt. Es gibt keine Option mehr ihn auszublenden, d.h. Fx23 verhält sich immer so, wie du dir das wünscht.

    /Mecki

  8. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: elend0r 28.06.13 - 13:27

    Tatsächlicherweise sind "wir" nicht "zu blöd" für die Einstellungen. Die Konfiguration über about:config ist nach wie vor möglich und das ist für "uns" sicherlich machbar.

    Es geht wie gesagt um die Menschen, die das Produkt nutzen ohne zu begreifen, was sich damit alles anstellen lässt, was wie konfiguriert werden kann, etc. Es geht schon seit Jahren nur noch um Konsum, sprich blindes Benutzen einer Sache. Voreinstellungen werden nicht hinterfragt, Funktionen sind teilweise nicht bekannt und was mecki78 beschreibt - nun die Unkenntnis über Internet, Code, usw. da braucht man nicht mehr hoffen. Grade hier in Deutschland hat man in den Schulen einiges dafür getan, dass solches Wissen nicht gelehrt wird.

    Hier etwas zu ändern wird schwierig und sich als Entwickler darauf zu verlassen, dass sich da was tut ist doch naiv. Entsprechend muss man Software, OS und entsprechende Oberflächen umgestalten für weniger gebildete Nutzer. Nur so kann man sich Marktanteile sichern. Wenn "das Internet" mal wieder nicht geht, weil man nicht begreift was man verstellt hat oder nicht weiß, was man umstellen muss, dann ist ein anderer Browser schneller zur Hand. Und dann "geht das Internet wieder" mit IE oder Chrome - Fehler gefunden. Es liegt am Firefox!

    Der User hinterfragt sein Unwissen selten. In erster Linie ist es immer das Gerät oder die Software. Und der Umstieg auf ein anderes Gerät oder eine andere Software (eine saubere Umgebung) ist natürlich der Beweis dafür, dass es am alten Gerät oder an der alten Software lag - es geht ja jetzt, vorher ging es nicht.

    Ich hab jahrelang versucht, meinem Umfeld diese Dinge zu erklären, aber mittlerweile habe ich es aufgegeben. Es hat schon gefruchtet, aber es kommen ja immer mehr Unwissende dazu. Man müsste mal Kurse abhalten und Grundlagen erklären aber wer hat da Zeit dafür?
    Außerdem ist es so, dass viele Leute einfach nur etwas benutzen möchten, ohne groß darüber nachdenken zu müssen. Man will nicht verstehen, warum ein Auto fährt - es soll einen einfach nur von A nach B bringen. Ob man durch seine Fahrweise das AUto beschädigt ist erstmal egal - denn wenn es dann nicht mehr fährt, ist ja das Auto schuld oder der Hersteller oder oder oder. Neues Auto, alles wieder gut. Niemand kommt auf die Idee, dass man durch die individuelle Falschnutzung etwas kaputt machen könnte. Und das sogar bei Dingen, wo man extra einen Führerschein braucht.

    Bevor mir Kunden wegfallen, weil sie mit der Komplexität meiner Software nicht klar kommen, gestalte ich sie lieber idiotensicher. Und dass man dem erfahrenen User dann noch sämtliche Optionen "im Geheimen" in die Hand drückt, halte ich für einen super Bonus. Andere Browser sind da weniger konfugurierbar. Und idiotensicher nur insofern, dass von Anfang an einfach alles erlaubt ist - für mich ein absolutes Ausschlusskriterium.

  9. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: zZz 28.06.13 - 13:34

    wo ist das problem. für die breite masse ist das sinnvoll, für erfahrene user ist about:config sowieso besser - weil dank filtermöglichkeiten schneller zugänglich.

  10. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: /mecki78 28.06.13 - 13:37

    SoniX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir gefällt die Richtung die Software einschlägt schon seit einigen Jahren
    > nichtmehr.

    Du meinst die Richtung weg von "Software ist etwas komplexes, das man erst erlernen muss, und womit nur Computer Geeks so richtig effektiv umgehen können" zu "Software ist etwas einfaches, das man auf Anhieb begreift, und das jeder Mensch da draußen ohne große Vorkenntnisse und Fachwissen bedienen kann"? Ja, dieser Trend ist natürlich schrecklich. Wo kämen wir denn dahin, wenn plötzlich jeder einen Computer genauso gut bedienen kann wie! Ich, der sich das dafür notwendige Wissen hart und mühevoll erarbeiten musste. Eine Frechheit ist das!

    [Dieser Beitrag könnte unter Umständen verstecke Bemerkung enthalten, die man als Sarkasmus bezeichnen könnte. Also Augen auf beim Lesen]

    /Mecki

  11. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: Johnny Cache 28.06.13 - 13:59

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da draußen gibt es zig Millionen Fx Nutzer, von denen dir wahrscheinlich
    > 50% nicht einmal genau erklären können, was JavaScript überhaupt ist und
    > weitere 30% zwar schon mal davon gehört haben und auch eine grobe
    > Vorstellung haben, was das ist, aber nicht einschätzen können wozu eine
    > Webseite genau JavaScript braucht und welche Funktionalität sich jetzt nur
    > mit JavaScript verwirklichen lässt und wozu man im Web nur auf HTML/CSS und
    > serverseitige Datenverarbeitung zurück greifen muss. Du machst hier den
    > Kapitalfehler der meisten Menschen, dass du von dir und deinem Wissensstand
    > auf andere Menschen und deren Wissensstand schließt.

    Und weil viele Leute zu dumm sind macht man es den Leuten die wissen was sie tun noch schwerer? Wie in aller Welt sollten die Leute etwas dazu lernen wenn man alles um sie herum noch einfacher oder eher idiotengerechter macht?

    http://img293.imageshack.us/img293/7323/signaturebn2.png

  12. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: SoniX 28.06.13 - 14:12

    Achso ^^ na dann ist ja alles gut.

    Ist ja kein Problem, dass immer mehr Leute einfach nurmehr anstehen und nicht weiter wissen, weil das System sich so derart abschottet, dass man überhaupt keine Ahnung mehr hat was da drinnen überhaupt vorsich geht, weil es zum Wohl des Anwenders alles möglichst gut versteckt und kaschiert.

    Jemandem der sich mit PCs wenig bis garnicht auskennt, dem stört so ne Checkbox in den Optionen doch nicht. Im schlimmste Fall macht er sie mal aus, wundert sich warum dann einiges nichtmehr funktioniert und schon hat er gelernt was das ist.

    Erst vor zwei Tagen hatte ich so nen Fall an gutgemeinter Vereinfachung mit verheerenden Folgen. Ein Verwandter hatte vor einem Jahr begonnen die Importfunktion von Vista zu nutzen um seine Fotos von der Kamera runterzubekommen und nicht wie ich es ihm gezeigt hatte ein Verzeichnis zu erstellen und im Explorer zu verschieben. Ende des Liedes: Nach nun einem Jahre kam er drauf, dass die Hälfte seiner Fotos garnicht da ist. Ich habe dann mit ihm gemeinsam importiert und tatsächlich; manche Bilder werden importiert und andere nicht. Teilweise erschienen die Importierten in der Fotogalliere und teilweise nicht obwohl sie im entsprechenden Verzeichnis lagen. Noch dazu hat er dadurch jeden Bezug zu den Datein verloren; wusste nicht wie diese heissen und wusste nicht wo sie liegen. Er hat sich auf die verbaute Automatik verlassen und war damit verlassen.

    Hätte er es einfach so weitergemacht wie ich es ihm gezeigt hatte: Verzeichnis erstellen, Bilder reinschieben, fertig; dann hätte er niemals ein Problem gehabt. Er wüsste immer wo die Bilder liegen; er wüsste ob sie kopiert oder verschoben werden und hätte die volle Kontrolle über seine Daten gehabt.

    Die allerwenigsten Automatismen und Vereinfachungen taugen was und die meisten davon bergen ein immenses Schadenspotentiel.

    Das war ja nur ein Beispiel; da gibts hunderte....

    Und deshalb hasse ich solche Sachen auch so. Sie funktionieren einfach nie wirklich zuverlässig und deshalb sollte man dem User; dem einzig verantwortlichen; die Wahl lassen was er denn machen will. Eine Bevormundung ist niemals gut; weder für Anfänger noch für Fortgeschrittene.

    Ausserdem ist die ganze Diskussion sowieso hinfällig. Meine Mutter als absoluter Nichtchecker (sorry Mama) hat schon vor 25 Jahren mit PCs gearbeitet; mit purem DOS ohne Windowsaufsatz und Wordstar. War absolut kein Problem obwohl sie da selbst die Steuerzeichen und alles manuell eingeben musste. Sie hat damit erfolgreich Ihre Diplomarbeit geschrieben. Heute aber mit Windows 7, Office 2010 mit Ribbons und hunderten Assistenten und ständigen unnötigen Veränderungen steht sie weit öfter an als damals.

  13. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: violator 28.06.13 - 14:20

    EqPO schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke Mozilla. Jetzt wissen wir was ihr von euren Usern denkt. Dumm wie
    > Brot. Blos nix entscheiden lassen.

    Und damit haben sie recht.
    DAU liest im Internet, dass Javascript böse ist, hat aber überhaupt keine Ahnung was JS überhaupt ist und was es macht, DAU deaktiviert JS, Webseiten funktionieren nichtmehr, Browser ist schuld, weils in anderen Browsern ja noch funktioniert.

  14. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: violator 28.06.13 - 14:24

    Johnny Cache schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und weil viele Leute zu dumm sind macht man es den Leuten die wissen was
    > sie tun noch schwerer? Wie in aller Welt sollten die Leute etwas dazu
    > lernen wenn man alles um sie herum noch einfacher oder eher
    > idiotengerechter macht?

    Muss jemand der im Internet surft denn wissen was z.b. Javascript ist und wie es funktioniert? Wenn nicht, dann muss man ihm auch nicht Optionen dafür hinstellen.

    Und alle andere wissen ja wo sie ihre Experteneinstellungen weiterhin finden.

  15. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: SoniX 28.06.13 - 14:30

    Es ist auch füe einen Anfänger nicht gut, wenn man ihm die Optionen versteckt.

    Ich hätte noch nie gehört, dass jemand meinte "Boah, da sind aber viele Optionen. Ich kenne mich nicht aus. Ich hätte lieber weniger."

    Das ist schon auch bei Gnome gut und auch nicht bei Ubuntu und auch sonst nirgendwo.

  16. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: elend0r 28.06.13 - 14:35

    Das Niveau wird in der Tat angepasst. Vereinfachungen sind begrüßenswert und ich persönlich bin weit davon entfernt, mein Wissen über andere Stellen zu wollen.

    Die Frage ist nur, inwiefern eine Vereinfachung Sinn macht bzw. wie man das gestaltet. Ich glaube, dass man sich weniger darüber ärgert, dass vereinfacht wird. Sondern viel mehr darüber, dass man selbst als "Wissender" sich ständig neu orientieren muss, weil für eine breite Masse (die die Arbeit dahinter sowieso nicht schätzt) mal wieder alles geändert wurde. Den Undankbaren Blind-Usern wird alles in den Hintern geschoben und der Pro-User wird schon irgendwie damit klar kommen. Das hat nicht unbedingt etwas damit zu tun, dass man sich als Experte fühlen möchte. Es nervt nur irgendwie.

    Ist doch wie bei Spielen und Updates. Wenn man heutzutage mal ordentlich gefordert wird und nicht mit einem Klick den Boss-Gegner erledigt, dann heult die gesamte Community auf, es sei viel zu unbalanced. Die alten Veteranen (die schon seit 20 Jahren Games zocken) sehen dann dabei zu, wie erneut ein Spiel Herausforderungen abbaut. Auch hier gehts nicht mehr um Skill. Die Zeiten sind vorbei. Heute will und muss jeder alles schaffen können. Eine Elite soll es nicht geben, weil sonst Neid aufkommt. Ein guter CS-Spieler ist auch ein Cheater. Also muss alles einfacher werden für die Masse. Am besten ein Spiel, bei dem alle gewinnen können. Weil Verlieren schlecht ist fürs Gemüt.


    Ich reg mich eher darübe rauf, dass das Niveau gesenkt wird. Warum wird das Niveau nicht gehalten und alle anderen bemühen sich mal ein bisschen mehr, die Dinge zu verstehen? Man muss nicht erklären oder verstehen können, wie eine Festplatte Daten abspeichert und was da physikalisch und chemisch im Detail abläuft, wie das mit der Magnetisierung genau abläuft, warum das so ist, was man sich da zu Nutze macht, etc. Auch nicht wie eine CPU aussieht, wie sie funktioniert oder wie man sie herstellt und all diese Details. Das ist für Leute wie mich interessant, das muss aber nicht jeder wissen (außer er/sie möchte es wissen).
    Man sollte aber die Bauteile kennen, man sollte ihre Funktion kennen, man sollte einigermaßen nachvollziehen können (wenn Probleme auftreten) woran das liegen könnte und wie man das weiter eingrenzt. Wenn ein Gerät zu heiß wird, sollte man nicht ein Neues kaufen, sondern erstmal den Staub entfernen. Man muss noch nicht mal ein Gerät zsmbauen können. Aber man sollte in den Laden gehen können und sagen können "Hey, ich glaub die CPU/GPU wird nicht mehr richtig gekühlt" anstatt "Fühlt sich oft warm an, obwohl ich gar nicht heize"
    Es geht hier einfach um die Argumentationsweise, um die Erkennung von Problemen, um Abstraktion, um Transferleistung. Das wird im Bereich Technik so gut wie nicht erbracht. Weil man einfach immer was Neues kaufen kann, sobald mit dem alten Gerät etwas nicht mehr stimmt.

    Damit werden Probleme aber nicht aus der Welt geschafft. Man sucht sich nur einen leichteren Weg. Wegwerfen und Kaufen. Das ist einfach eine Symptomatik, die im IT-Bereich überall auftritt, sobald die breite Masse Zugang hat. Niemand will verstehen, niemand will etwas kapieren. Jeder will nur nutzen und konsumieren.

    Wir sind eine hochtechnisierte Gesellschaft, wir haben so viele Optionen und so viel Wissen ist frei zugänglich. Aber kaum jemand weiß all diese Dinge, die im Alltag recht nützlich sein können. Das höchste der Gefühle ist Halbwissen ohne fachliches Fundament. Trotzdem fühlt sich jeder als Experte. Weil man die Config auf der Verpackung lesen kann und weiß, dass 4 GHz Quad Core besser ist als 4 GHz Dual Core.

    Das ist die Basis für Kaufempfehlunfen oder für Herstellerkritik. Es geht um Design und Haptik, um Megapixel und GHz. Flach muss es sein und schön. Akku ist noch wichtig, aber nicht essentiell. Und genau das liefert der Markt auch. Nicht grundsolide Hardware oder Software, sondern Design und Prestige.

    Wenn Mozilla oder andere also wieder etwas anpassen müssen, um auch non-Geek-Kunden zu binden, dann in erster Linie deswegen, weil die non-Geeks zu faul sind, ihren Horizont zu erweitern.

    Wo zieht man da die Grenze? Muss man noch wissen, woher Lebensmittel kommen oder reicht es zu wissen, dass sie unterschiedlich heißen, hauptsache billig und konsumierbar?

    Ich seh das alles sehr kritisch. Aus meiner Sicht ist das eine gefährliche Gesamtentwicklung. Sie fängt damit an, dass kleine Dinge verändert werden, weil man es sich leicht machen will. Es ist leichter, als Entwickler etwas zu vereinfachen, als die breite Masse zu bitten, sich endlich mal ein bisschen zu bilden. Die Masse kriegt es nämlich nicht hin, trotz (teilweise) frei zugänglicher Informationen.

    Früher hat man noch Sachen gekauft, weil man sie benötigt hat. Das hatte voraus gesetzt, dass man in der Regel wusste, wozu man diese Dinge braucht und was man damit anstellen kann. Heute kauft man sie, weil man es kann und weil es cool ist.
    Ich lauf häufig durch Räume, vollgestopft mit Technik. Niemand nutzt sie wirklich, die wenigsten begreifen das Nutzungspotential - aber man besitzt diese Dinge, weil es grad billig war oder weil man es einfach haben wollte.

    Aus wirtschaftlicher Sicht bzw in Bezug auf die Freiheit der Menschen ist das sicherlich eine tolle Sache. Menschen wollen etwas, also dürfen sie es ruhig haben. Und Geld fließt auch noch. Aber die Sinnfrage stellt niemand mehr. Nicht hier und nicht bei anderen Dingen.

  17. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: Johnny Cache 28.06.13 - 15:36

    violator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muss jemand der im Internet surft denn wissen was z.b. Javascript ist und
    > wie es funktioniert? Wenn nicht, dann muss man ihm auch nicht Optionen
    > dafür hinstellen.

    Das Aufsuchen der Optionen war schon immer eine rein freiwillige Leistung.

    > Und alle andere wissen ja wo sie ihre Experteneinstellungen weiterhin
    > finden.

    About:config mit Optionen zu vergleichen ist aber schon mehr als gewagt, denn es ist nicht anständig dokumentiert und man hat dort wirklich die Möglichkeit den Browser ordentlich zu verhunzen. Deswegen gehörden die Ungefährlichen Optionen dort beim besten Willen nicht hin.

    http://img293.imageshack.us/img293/7323/signaturebn2.png

  18. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: BananenGurgler 28.06.13 - 15:59

    elend0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...]

    Amen, Bruder!

  19. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: krabbelgruppe6 28.06.13 - 16:56

    Es gibt so viele Optionen und Plugins, mit denen der DAU den Browser zerschießen kann.

    Warum man gerade diese beiden durchaus sinnvollen Optionen entfernen muss...

    Jede (klassische) Website, die noch nicht mal den Text ohne Javascript anzeigen kann, ist keines Blickes würdig. Wenn es wirklich benötigt wird, dann kann man durch ein <noscript>-Element darauf aufmerksam machen, genau wie man es bei Adobe Flash tut.

  20. Re: Wir sind zu blöd für Einstellungen

    Autor: violator 28.06.13 - 17:31

    SoniX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hätte noch nie gehört, dass jemand meinte "Boah, da sind aber viele
    > Optionen. Ich kenne mich nicht aus. Ich hätte lieber weniger."

    Schonmal Miranda benutzt? Da gabs so viele (unnütze) Optionen dass ich sogar googlen musste wo genau da bestimmte Optionen zu finden sind... Und das waren grundlegende Optionen die ich gesucht habe aber nicht finden konnte weil lauter Blödsinn an unnützen Optionen drumrum lagen.

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