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Anzahl der Versionen im Jahr hat keine Aussage

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  1. Anzahl der Versionen im Jahr hat keine Aussage

    Autor: ota-kun 29.03.15 - 13:17

    Ich finde die Aussage, dass es von LibreOffice wesentlich mehr Veröffentlichungen gab als OpenOffice eine falsche Art zu sagen, dass es besser ist.
    Schließlich ist der Inhalt und die Qualität der Software wichtiger als ein Release-Zyklus.

    Zugegeben kenn ich die Unterschiede in Qualität und Featuremenge pro Release nicht, um eine objektive Aussage treffen zu können. Ich wollte nur verdeutlichen, dass dadurch keine Aussage über die Qualität einer Software machen lässt.

    Als Beispiel will ich dazu ein ähnliches Oracle Streitprojekt vorbringen. Der CI-Server Hudson und der Fork Jenkins.
    Jenkins enthält viele Features, die man in Hudson missen wird. Gerade die Anzahl der Entwickler an Jenkins ist dem von Hudson weit überlegen.
    Dennoch Hudson wurde nachdem es zu Eclipse Foundation überging erstmal gründlich aufgeräumt https://hudsoncentral.wordpress.com/2011/10/26/ip-and-license-clean-for-eclipse-foundation/ .
    Jenkins überzeugt aber mit vielen Features/Plugins, welche Hudson durch die Menge an Entwicklern nicht einfach nachziehen kann. Dennoch finde ich die etwas laxe Qualität von Jenkins bedenklich.

  2. Re: Anzahl der Versionen im Jahr hat keine Aussage

    Autor: bremse 29.03.15 - 18:03

    ota-kun schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde die Aussage, dass es von LibreOffice wesentlich mehr
    > Veröffentlichungen gab als OpenOffice eine falsche Art zu sagen, dass es
    > besser ist.
    > Schließlich ist der Inhalt und die Qualität der Software wichtiger als ein
    > Release-Zyklus.

    Ich finde allerdings, dass man bei LO durchaus merkt, dass nicht nur neue Funktionen dazukommen.

    Man kann die neueren Versionen nutzen, um die neueren Funktionen zu nutzen oder eben eine ältere Version nehmen, die eine Reihe von Bugfixes bekommt.

    Im Moment ist AOO da tatsächlich ein wenig ... langsam.

    PS. Wem eine Uraltversion völlig ausreicht, kann auch die noch immer benutzen. Ist ja nicht so, als ob die sich auf dem Rechner verändern würde.
    Aber ich finde so manche Neuerung, die seither Einzug hielt, doch ganz nützlich. Allerdings verwende ich LO recht intensiv und nutze auch viele Funktionen.

    Die meisten Privatuser kämen mit einem ganz einfachen "Editor" aber wohl öfter besser klar, weil sie viele Funktionen nicht nur nicht benötigen, sondern sogar eher verwirrend finden. - Aber das soll dann doch jeder selbst entscheiden. ;-)

  3. Re: Anzahl der Versionen im Jahr hat keine Aussage

    Autor: honk 30.03.15 - 09:44

    Die vielen neuen Versionen nerven sogar ehe da es keinen vernünftigen Update Mechanismus gibt außer neu zu installieren. Und was auf jeden Fall fehlt, ist eine lanzeit Unterstützung >2 Jahre für bestimmte relase Versionen.Kann mir kein Unternehmen vorstellen, das alle zwei Jahre eine neue Version eines office Paket installieren will.

    Sogut wie gar keine Entwicklung wie bei AOO ist aber natürlich auch nicht die Lösung.

  4. Re: Anzahl der Versionen im Jahr hat keine Aussage

    Autor: bremse 30.03.15 - 13:54

    honk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die vielen neuen Versionen nerven sogar ehe da es keinen vernünftigen
    > Update Mechanismus gibt außer neu zu installieren.

    Ja, das war bei StarOffice besser.

    > Und was auf jeden Fall fehlt, ist eine lanzeit Unterstützung >2 Jahre für
    > bestimmte relase Versionen.

    Scheint mir kein wirkliches Problem zu sein.
    Unter Linux könnte man eine LTS-Distribution verwenden und die mitgelieferte LO-Version nutzen.

    Andererseits:
    Wir hatten bisher auch kein Problem damit, eine Version so lange zu nutzen, wie es uns paßte und b.B. parallel schon neuere Versionen zu testen, nutzen, ...

    Intern muß also eine bestimmte Version zuverlässig funktionieren, es können aber auch neuere benutzt werden, solange die damit erstellten Dokumente auch unter der "Fix-Version" tun.

    Derzeit ist die "Fix-Version" noch die 4.3, in Verwendung sind aber auch schon 4.4.1 und testweise gar 4.4.2.

    > Kann mir kein Unternehmen vorstellen, das alle zwei Jahre eine
    > neue Version eines office Paket installieren will.

    Muß man auch nicht, kann aber. ;-)
    Auch insofern finde ich gut, dass Design und Bedienung zwischen den Versionen kaum ändern.
    Allerdings sind die Versionen auch nur in etwa 1 Jahr aktuell. Wobei uns bisher noch keine Ändrungen wirklich auf die Füße gefallen wäre.

    Man müßte auch bedenken, dass die Versionsnummern schneller hochgehen, als dass wirklich inkompatible Änderungen aufträten. Wenn man die Versionshinweise jedes Mal genau durchliest, bleiben Überraschungen auch aus.

    Da braucht man dann "nur" schauen, ob die Scripte noch passen und die Dokumentenkompatibilität gegeben ist.

    Den Vorteil, den viele Leute als Nachteil sehen, E-Mail u.ä. machen wir nicht über das "Office". Der Kram wird nur eingebunden. Somit fallen Wechsel von Office oder E-Mail oder ... sehr viel kleiner aus, als wenn alles auf einen Rutsch verändert wird.

    > Sogut wie gar keine Entwicklung wie bei AOO ist aber natürlich auch nicht
    > die Lösung.

    War aber zu befürchten. Die unterschiedlichen Lizenzen verfolgen unterschiedliche Ziele. AOO setzt auf Firmen, die eigene Entwicklungen machen. LO setzt eher auf breitere Entwicklung, die dann auch wieder mehr oder weniger direkt in LO zurückfließen.

    Beides kann gut funktionieren. Offensichtlich findet die Mehrheit der Entwickler derzeit die LO-Lizensierung attraktiver.
    Vielleicht ändert sich das auch wieder. Vielleicht bleiben beide Office-Suiten dauerhaft nebeneinander bestehen. Warum auch nicht? Solange beide ODF-konform sind, muß das kein Nachteil sein.

    PS. Was vielleicht später verstärkt werden könnte, dass es Dienstleister gibt, die bestimmte LO-Versionen über einen festen Zeitraum supporten. - Gibt es, allerdings eher selten.
    (Das wird zwar von einigen Leuten immer wieder gefordert, andererseits müßten Firmen/Verwaltungen dann auch entsprechend dafür bezahlen. - Soweit wiederum wollen die meisten Forderer dann aber doch nicht gehen.)

    Ich selbst finde die derzeitige LO-Entwicklung als sehr praktikabel an. Man kann lange eine Version nutzen, kann aber sehr flexibel Upgrades planen und realisieren.

    Ein BS-Upgrade muß nicht zeitgleich noch mit Office-Upgrade stattfinden. So hat man mehrere kleine Schritte und man arbeitet das Ganze kontinuierlicher ab.
    (All das kann man bei Windows auch so machen. Allerdings sind in der Praxis viele Aufsätze für genau eine BS-Version mit genau einer Office-Version verbunden. - Und das macht bei Upgrades dann viel Arbeit in relativ kurzer Zeit.)

    Aber ich bin ohnehin ein Freund von mehr Modularität. (Nicht alle Funktionen direkt über das "Office" zu realisieren.) ;-)

    PPS. Wer unbedingt noch ältere Versionen benötigt, der wird hier fündig:
    https://downloadarchive.documentfoundation.org/libreoffice/old/

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