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Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: M.P. 05.06.23 - 10:27
Eine Linux-Mint Distribution, die gratis installiert werden kann, und Privatpersonen ermöglicht, quasi alles an gängigen Anwendungen lokal und kostenlos zu installieren und zu nutzen ...
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Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: ITsMe 05.06.23 - 10:56
Ich hoffe oder glaube das Debian als community Linux nicht diesen weg gehen wird.
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Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: M.P. 05.06.23 - 11:02
Die Frage ist, ob die Community in dem Umfang ein Software-Paket wie Libre Office pflegen könnte, wie es nötig ist ...
Ein Linux ohne Standard-Anwendungen ist durchaus weniger hilfreich. Und wenn die großen Firmen, die da Manpower in den Support und die Weiterentwicklung gesteckt haben nun abspringen ...
Vielleicht wird man dann irgendwann nicht mehr umhin kommen, sich eine "Heim-Cloud" aufzusetzen, um zu vermeiden, eine Cloud-Office-Suite eines der großen Player auf dessen Cloud zu nutzen ... -
Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: Stimmy 05.06.23 - 11:21
M.P. schrieb:
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> Die Frage ist, ob die Community in dem Umfang ein Software-Paket wie Libre
> Office pflegen könnte, wie es nötig ist ...
Die Frage ist auch, wie viel neue Features LibreOffice auf irgendwie absehbare Zeit noch braucht.
Irgendwann ist eine Office-Suite halt mal ausentwickelt. Problematisch sind dann v.a. noch Sicherheitslücken und Abhängigkeiten. -
Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: Steffo 05.06.23 - 11:23
M.P. schrieb:
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> Die Frage ist, ob die Community in dem Umfang ein Software-Paket wie Libre
> Office pflegen könnte, wie es nötig ist ...
Äh, tut sie das nicht schon? Debian hat mit Red Hat nichts zu tun.
Und da Debians Hauptaufgabe die Integration von Paketen ist und nicht die Entwicklung von neuen Technologien, wie das bei Red Hat/Fedora der Fall ist, würden sie sich selbst obsolet machen, wenn sie nicht mehr ihrer Hauptaufgabe gerecht werden. -
Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: TheUnichi 05.06.23 - 12:43
M.P. schrieb:
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> Eine Linux-Mint Distribution, die gratis installiert werden kann, und
> Privatpersonen ermöglicht, quasi alles an gängigen Anwendungen lokal und
> kostenlos zu installieren und zu nutzen ...
Achja, das ist so geil. Einfach keinen Cent zu bezahlen, andere setzen sich mit Patches, Wartung und neuen Technologien auseinander und man selbst zahlt halt keinen Penni, nutzt einfach nur, gibt nichts zurück und erklärt dann in Foren was für ein geiler ITler man ist.
Hachja so schön ist die Welt, lululu -
Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: demon driver 05.06.23 - 13:33
TheUnichi schrieb:
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> M.P. schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > Eine Linux-Mint Distribution, die gratis installiert werden kann, und
> > Privatpersonen ermöglicht, quasi alles an gängigen Anwendungen lokal und
> > kostenlos zu installieren und zu nutzen ...
>
> Achja, das ist so geil. Einfach keinen Cent zu bezahlen, andere setzen sich
> mit Patches, Wartung und neuen Technologien auseinander und man selbst
> zahlt halt keinen Penni, nutzt einfach nur, gibt nichts zurück und erklärt
> dann in Foren was für ein geiler ITler man ist.
> Hachja so schön ist die Welt, lululu
Ja, und?
Wenn Open Source die Pflicht für jeden einzelnen Nutzer eines Produkts beinhalten würde, sich aktiv an exakt dessen Entwicklung zu beteiligen, gäbe es sie nicht und hätte sie nie gegeben. Tolle Wurst.
Was ist das eigentlich immer für eine einfältige Erwartungshaltung, dieses quid pro quo? Open Source könnte tatsächlich die Initialzündung einer freieren Wirtschaftsordnung sein, aber das will anscheinend niemand. -
Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: Steffo 05.06.23 - 13:46
Selbst Open Source funktioniert nicht ohne irgendeine Art von Gegenleistung. Wie sollen bspw. Projekte ohne Infrastruktur funktionieren? Selbst Bug Reports mit hilfreichen Informationen sind eine nützliche Art von Gegenleistung.
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Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: manudrescher 05.06.23 - 13:46
Werden sie nicht, die hängen immer noch in der Steinzeit.
Und das meine ich nicht mal als Trollversuch.
Debian mag bei ITlern im Privatbereich oder gewissen kleinen/kleineren Unternehmen eine Rolle spielen....aber Debian hat es geschafft, sich selbst "nur noch" zu einem reinen Paketlieferanten zu reduzieren.
Im Unternehmens-/Enterprise-Bereich gibt es im Prinzip nur 3 Player.
RedHat...dann kommt lange gar nichts, dann kommt Canonical und als Schlusslicht Suse...that`s it.
Der Rest der Linux-Distributionen (selbst Arch) spielen für das Ökosystem und dessen technologische und strategische Entwicklung absolut keine Rolle...null.
Weder ein Debian, ein Manjaro, noch ein Mint, noch ein Arch, ein Slackware, ein Solus, ein xyz tragen dazu bei, das Ökosystem weiter zu bringen, hier im Schwerpunkt technologisch.
Und die drei genannten bestimmen (allen voran RedHat) wie sich das Linux-Ökosystem entwickelt...worauf dann aufgrund des Upstreams auch Debian wieder zu "gezwungen" wird.
Als Positivbeispiel Wayland, kommt ja auch von RedHat...oder Gnome....oder oder oder....
Auf dem gesamten Linux-Ökosystem ist technologisch so ein dicker RedHat-Stempel, da würde ich den Begriff "Freiheit/Freedom" durchaus in Frage stellen. -
Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: demon driver 05.06.23 - 13:54
Steffo schrieb:
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> Selbst Open Source funktioniert nicht ohne irgendeine Art von
> Gegenleistung [...]
Falsch. Open Source, und das könnte rein prinzipiell genauso für alles andere einschließlich der physischen Güterproduktion und jeglicher Dienstleistungen gelten, funktioniert nicht ohne irgendeine Art von Leistung, obviously. Gegen-Leistung muss das nicht sein.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.06.23 13:54 durch demon driver. -
Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: violator 05.06.23 - 14:56
TheUnichi schrieb:
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> Achja, das ist so geil. Einfach keinen Cent zu bezahlen, andere setzen sich
> mit Patches, Wartung und neuen Technologien auseinander und man selbst
> zahlt halt keinen Penni, nutzt einfach nur, gibt nichts zurück und erklärt
> dann in Foren was für ein geiler ITler man ist.
Ja, weil jeder hier im Forum programmieren kann oder was von Softwareentwicklung usw. versteht, ne? -
Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: bofhl 05.06.23 - 15:59
.. wenn man jetzt noch bedenkt, dass RedHat eigentlich IBM bedeutet und eigentlich nur mehr ein Markenname ist...
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Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: ilovekuchen 05.06.23 - 16:06
Was ich auffällig finde ist, dass sich meistens die beschweren die eh nix von redhat nutzen. Mint ist steinzeit, gut gemacht aber Steinzeit.
Mit hdr und wayland bringt man gnome mehr, gnome ist desktop. Nach gnome kommt lange nix, ist halt so.
Ob libreoffice jetzt langsamer entwickelt wird interessiert mich nicht, ist einfach nicht relevant, niemand fragt danach. Lieber office-google im browser, it just works und teil links auf dateien in der cloud zum Beispiel. Und sturzt nie ab im Gegensatz zu desktop Anwendungen. -
Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: MHaJo 05.06.23 - 16:47
manudrescher schrieb:
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> Werden sie nicht, die hängen immer noch in der Steinzeit.
> Und das meine ich nicht mal als Trollversuch
Ich bin so frei, das aber genau so zu betrachten.
> Im Unternehmens-/Enterprise-Bereich gibt es im Prinzip nur 3 Player.
> RedHat...dann kommt lange gar nichts, dann kommt Canonical und als
> Schlusslicht Suse...that`s it.
Lol ... SUSE als Schlusslicht nach lange nichts.
Ich halte dich nicht für kompetent in dieser Frage.
Schon mal DAX-Unternehmen von innen gesehen? -
Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: IT-Profit 05.06.23 - 16:48
ilovekuchen schrieb:
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> Was ich auffällig finde ist, dass sich meistens die beschweren die eh nix
> von redhat nutzen. Mint ist steinzeit, gut gemacht aber Steinzeit.
>
> Mit hdr und wayland bringt man gnome mehr, gnome ist desktop. Nach gnome
> kommt lange nix, ist halt so.
>
> Ob libreoffice jetzt langsamer entwickelt wird interessiert mich nicht, ist
> einfach nicht relevant, niemand fragt danach. Lieber office-google im
> browser, it just works und teil links auf dateien in der cloud zum
> Beispiel. Und sturzt nie ab im Gegensatz zu desktop Anwendungen.
Gnome ist Steinzeit, das stimmt. KDE ist State of Art. -
Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: MHaJo 05.06.23 - 16:53
ilovekuchen schrieb:
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> Lieber office-google im
> browser, it just works und teil links auf dateien in der cloud zum
> Beispiel. Und sturzt nie ab im Gegensatz zu desktop Anwendungen.
Zum Glück ist deine Ansicht nicht der Mittelpunkt des Universums.
Und wenn bei dir Desktop-Anwendungen abstürzen, bei mir aber nicht, so mag jeder seine eigenen Schlussfolgerungen daraus herleiten. -
Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: MHaJo 05.06.23 - 16:54
Das ist kein Alleinstellungsmerkmal von Mint.
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Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: demon driver 05.06.23 - 16:58
ilovekuchen schrieb:
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> Was ich auffällig finde ist, dass sich meistens die beschweren die eh nix
> von redhat nutzen.
So what? Was heißt das denn? Dass sie kein Recht haben, darüber zu urteilen? Oder dass sie, weil sie's nicht nutzen, auch nicht kennen können? Vielleicht nutzen manche es ja genau deswegen nicht, weil sie's kennen (wie vieles andere, was sie auch nicht nutzen, eben auch)? Oder aber sie kennen es und wissen sehr gut, dass es für sie auch eine konkrete Alternative wäre, aber bedauern, dass die für sie jetzt schlechter wird?
Ganz abgesehen von der Tatsache, dass die Entscheidung einer Major-Distribution, die Pakete, die für sämtliche Ableger davon als Grundlage dienen, nicht weiter zu pflegen, mehr Auswirkungen auf die Linux-Softwarelandschaft hat als nur für diese eine Distro.
> Mint ist steinzeit, gut gemacht aber Steinzeit.
Was heißt denn "Steinzeit"? Für mich und viele andere sind Zweckmäßigkeit und Usability entscheidend, nicht irgendein Trieb, mit allem was ich nutze an der vordersten Front der technologischen Entwicklung dabei zu sein. (Das gilt übrigens für fast alle Dinge, die ich nutze, einschließlich des PKWs.)
> Mit hdr und wayland bringt man gnome mehr, gnome ist desktop. Nach gnome
> kommt lange nix, ist halt so.
Klar, dass Wayland inzwischen auch praktische Vorteile an der einen oder anderen Stelle hat, für ganz spezielle Anwendungen und Bedürfnisse. Das ist aber bisher nur eine MInderheit.
Und Gnome ist ja leider eine Usability-Totalkatastrophe, und selbst der Aussage, dass es 'Desktop' wäre, ließe sich begründet widersprechen, nachdem es zentrale Aspekte der Schreibtischmetapher mutwillig über Bord geworfen hat .
Deswegen ist Mint ja auch weiterhin immer noch unter den ersten Plätzen, was die geschätzte Verbreitung von Distros angeht. Weil die wenigsten User interessiert, was für ein display server im Hintergrund läuft.
> Ob libreoffice jetzt langsamer entwickelt wird interessiert mich nicht, ist
> einfach nicht relevant, niemand fragt danach. Lieber office-google im
> browser, it just works und teil links auf dateien in der cloud zum
> Beispiel. Und sturzt nie ab im Gegensatz zu desktop Anwendungen.
Weitgehende Zustimmung an dieser Stelle, auch wenn ich selbst weiterhin zu LibreOffice und/oder Softmaker Office als lokalen Applikationen tendiere, mit zunehmendem Anteil von Collabora als Komponente einer selbstgehosteten Nextcloud-Instanz, wenn es um collaboration und document sharing zwischen mehreren Leuten geht. -
Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: KartoffelsalatUndBrot 05.06.23 - 18:17
violator schrieb:
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> TheUnichi schrieb:
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> > Achja, das ist so geil. Einfach keinen Cent zu bezahlen, andere setzen
> sich
> > mit Patches, Wartung und neuen Technologien auseinander und man selbst
> > zahlt halt keinen Penni, nutzt einfach nur, gibt nichts zurück und
> erklärt
> > dann in Foren was für ein geiler ITler man ist.
>
> Ja, weil jeder hier im Forum programmieren kann oder was von
> Softwareentwicklung usw. versteht, ne?
Zum bezahlen muss man kein Softwareentwickeler sein, ne? -
Re: Die schönen Jahren sind bald vorbei
Autor: Busverbindung 05.06.23 - 18:37
Ich spende an Debian über die SPI (USA) www debian org/donations.de.html
Eine entsprechende Organisation gibt es in der Schweiz und Frankreich, leider nicht in Deutschland.



