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die spinnen, diese opensource-jünger!

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  1. die spinnen, diese opensource-jünger!

    Autor: rf 13.09.10 - 11:37

    kt

  2. Re: die spinnen, diese opensource-jünger!

    Autor: fr 13.09.10 - 11:39

    ist doch klar, dass Adobe einen PDF-Reader anbieten muss und für mich liegt es auch auf der Hand, für den Werbung zu machen.

    das ist wie original Ersatzteile für VW - es gibt andere (vllt. genau so gute) - aber ich vertraue halt in den Hersteller :-)

  3. Re: die spinnen, diese FSF-Jünger!

    Autor: M wie Meikel 13.09.10 - 11:50

    Die FSF, die diese Initiative ins Leben gerufen hat, bevorzugt den Begriff "freie Software", um zu zeigen, dass es ihnen um Grundwerte wie Freiheit und Ethik geht.

    Open Source fokussiert auf ein offenes Entwicklungsmodell und frei zugängliche Sourcen, ohne den ganzen ideologischen Wasserkopf der FSF. Denen geht es um gute Software und nicht um Ideologie.

  4. Re: die spinnen, diese FSF-Jünger!

    Autor: IrgendEinAnderer 13.09.10 - 11:52

    > ... dass es ihnen um Grundwerte wie Freiheit und Ethik geht

    Genauer: sie wollen ALLEN ihre eigene Definition von "Freiheit" und "Ethik" aufzwingen(!).

  5. Re: die spinnen, diese opensource-jünger!

    Autor: Jonne 13.09.10 - 11:52

    @fr
    Es geht nicht einfach um Werbung von Adobe, sondern um Adobe-Reader-Werbung auf _staatlichen_ Seiten, die PDFs zum Download anbieten, vermutlich sogar PDF/A, was jeder PDF-Reader problemlos anzeigen können sollte.

    Warum soll der Staat Werbung für Adobe machen?

  6. Re: die spinnen, diese opensource-jünger!

    Autor: IrgendEinAnderer 13.09.10 - 12:00

    > Warum soll der Staat Werbung für Adobe machen?

    Genau darum geht es ja hier, der Staat macht eben KEINE Werbung für Adobe, sondern nennt lediglich ein kostenloses und plattformunabhängiges Tool (das von den Herausgebern getestet wurde) mit dem die Datei angezeigt und gedruckt werden kann.

    Das entspricht nicht der Definition von "Freiheit" der FSF die es lieber sehen würde wenn dort steht "Benutzen Sie einen PDF-Reader ihrer Wahl." Nur dummerweise hilft das niemandem richtig weiter, denn nicht jedes PDF kann mit jedem Reader geöffnet werden ... trotz aller möglichen Standards und Normen in diesem Bereich.

  7. Re: die spinnen, diese opensource-jünger!

    Autor: blubbediblab 13.09.10 - 12:12

    IrgendEinAnderer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Warum soll der Staat Werbung für Adobe machen?
    >
    > Genau darum geht es ja hier, der Staat macht eben KEINE Werbung für Adobe,
    > sondern nennt lediglich ein kostenloses und plattformunabhängiges Tool
    Das nennt man dann vielleicht „Schleichwerbung“. Das ist doch bekannt, oder?

  8. Re: die spinnen, diese opensource-jünger!

    Autor: IrgendEinAnderer 13.09.10 - 12:28

    > Das nennt man dann vielleicht „Schleichwerbung“. Das ist doch bekannt, oder?

    Nur zur Info: Nicht jede Nennung eines Produktnamens ist gleich "Schleichwerbung".

  9. Re: Mir waren Spinner schon immer sympatisch

    Autor: Anonymer Nutzer 13.09.10 - 12:40

    und lieber als solche Realisten wie Schäuble und Merkel mit ASSE oder Sarrazin mit seinen Genen.

    Im Fall Schäuble/Merkel, als ehemalige Umweltminister, hätte uns dies min. 6 Milliarden an Steuergelder gespart wenn diese auf die Spinner gehört hätten. Diese wurden von den Spinnern gewahrnt oder informiert. Nur leider hatten diese die gleichen Ansichten wie Du hier. :-P

  10. Re: die spinnen, diese opensource-jünger!

    Autor: Adobe LC 13.09.10 - 12:45

    Es geht weit über das Thema Werbung hinaus (um nicht zu sagen es geht gar nicht darum).

    Es geht darum Geschäftsprozesse abzusichern. Viele PDF die man insbesondere von einer Regierungsseite herunterlädt sind Teils eines komplexen Ablaufs (Business Prozess) mit ggf. Auswertung, Freigabe, oder Integration in weiteren Systeme einer Organisation.

    Nur Adobe(r) PDF gibt den vollen Funktionsumfang zur Sicherstellung der Abläufe. Es geht da lange nicht mehr um nur Lesen! (Was sicherlich freie Verfügbare Reader können).

  11. Re: die spinnen, diese opensource-jünger!

    Autor: Jonne 13.09.10 - 16:49

    IrgendEinAnderer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau darum geht es ja hier, der Staat macht eben KEINE Werbung für Adobe,
    > sondern nennt lediglich ein kostenloses und plattformunabhängiges Tool (das
    > von den Herausgebern getestet wurde) mit dem die Datei angezeigt und
    > gedruckt werden kann.

    Man nennt lediglich ein Tool? Die Hinweise, die ich von solchen Seiten kenne, lauten eher "Um diese Dateien zu betrachten, _benötigen_ Sie den Adobe Reader".

  12. Re: die spinnen, diese FSF-Jünger!

    Autor: GodsBoss 14.09.10 - 18:55

    > Die FSF, die diese Initiative ins Leben gerufen hat, bevorzugt den Begriff
    > "freie Software", um zu zeigen, dass es ihnen um Grundwerte wie Freiheit
    > und Ethik geht.
    >
    > Open Source fokussiert auf ein offenes Entwicklungsmodell und frei
    > zugängliche Sourcen, ohne den ganzen ideologischen Wasserkopf der FSF.
    > Denen geht es um gute Software und nicht um Ideologie.

    (Hervorhebung durch mich)

    Boah, dieser fette ideologische Wasserkopf:

    > The freedom to run the program, for any purpose.
    > The freedom to study how the program works, and change it to make it do
    > what you wish.
    > The freedom to redistribute copies so you can help your neighbor.
    > The freedom to distribute copies of your modified versions to others.

    Diese vier Freiheiten möchte die FSF garantiert haben, mehr nicht. Und ist dabei so tolerant, dass diese vier Freiheiten auch Leuten zugestanden werden, die auf sie pissen, so wie dir.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  13. Re: die spinnen, diese FSF-Jünger!

    Autor: Klaus5 14.09.10 - 19:46

    > Diese vier Freiheiten möchte die FSF garantiert haben, mehr nicht.

    Doch, sie wollen mehr, denn diese Grundfreiheiten werden von vielen Lizenzen gewährleistet, welche als freie Lizenzen auch von der FSF selbst anerkannt sind und trotzdem sind alle Lizenzen, außer der GPL in den Augen der FSF letztlich nur Lizenzen zweiter Klasse.

    ES ist rechtens und moralisch gerecht das jeder Entwickler SEINEN Code unter die Linzenz seiner Wahl stellt, nur Freiheit hört da auf wo jemand glaubt seine Überzeugungen auch anderen per Lizenz aufzwingen zu wollen, NICHT NUR für seinen Code (das ist ja vollkommen richtig) sondern auch für ihren Code.

    Beispiel:
    Schreibe ich das Programm oder die Code-Bibliothek namens "A", so ist es gerecht und fair wenn ich diese so lizensiere wie ich das will.
    Kommt jetzt aber ein zweiter Entwickler und schreibt selbst Code, nennen wir den Code "B", und will nun ganz einfach "A" und "B" zu "C" verbinden, so erlaubt das die GPL nur wenn der zweite Entwickler seinen Code auch unter GPL stellt, also zwangsweise die GPL wählt, obwohl er vielleicht lieber LGPL oder BSD als Lizenz hätte.

    Und genau das ist nicht mit Freiheit begründbar, weil Software ein virtuelles Gut und somit 'unerschöpflich' ist. Der Programmmierer von "A" hat also keinen Nachteil wenn jemand "A" mit "B" vermischt, weil ja das ursprüngliche "A" weiterhin uneingeschränkt unter der ursprünglichen Lizenz verfügbar bleibt.

    Hingegen versucht der Entwickler von "A" mittels GPL dem Entwickler von "B" seinen Willen aufzuzwingen obwohl er selbst an "B" keinen Anteil hat.


    Und je mehr sich Freie Software verbreitet desto mehr merken das die Leute und wehren sich gegen die Ideologisierung und die FSF hat scheinbar kein Rezept dagegen als ihren Dogmatismus immer weiter zu treiben.

    > Und ist
    > dabei so tolerant, dass diese vier Freiheiten auch Leuten zugestanden
    > werden, die auf sie pissen, so wie dir.

    Nee, die FSF ist dort überhaupt nicht tolerant, weil die 4 Grundfreiheiten ausschließlich von den jeweiligen Programmierern/Urhebern der jeweiligen Software gewährt werden und nicht von der FSF.

    Im Übrigen 'pisst' niemand auf die 4 Grundfreiheiten, weil er diese in lediglich in anderen FREIEN, UND von der FSF als frei anerkannten Lizenzen zum Leben erweckt, sei es beispielsweise die BSD-Lizenz oder die LGPL.

  14. Re: die spinnen, diese FSF-Jünger!

    Autor: GodsBoss 14.09.10 - 20:12

    > > Diese vier Freiheiten möchte die FSF garantiert haben, mehr nicht.
    >
    > Doch, sie wollen mehr, denn diese Grundfreiheiten werden von vielen
    > Lizenzen gewährleistet, welche als freie Lizenzen auch von der FSF selbst
    > anerkannt sind und trotzdem sind alle Lizenzen, außer der GPL in den Augen
    > der FSF letztlich nur Lizenzen zweiter Klasse.

    Diese anderen Lizenzen garantieren ja die Freiheiten auch nicht für die Derivate der Software! Jeder kann herkommen und BSD-Code und LGPL-Bibliotheken für seine proprietäre Software nutzen, in welcher dann die Freiheiten nicht mehr gewährleistet sind. Somit wird indirekt proprietäre Software und somit Unfreiheit unterstützt. Die GPL erlaubt keine Einschränkung der Freiheit.

    > ES ist rechtens und moralisch gerecht das jeder Entwickler SEINEN Code
    > unter die Linzenz seiner Wahl stellt, nur Freiheit hört da auf wo jemand
    > glaubt seine Überzeugungen auch anderen per Lizenz aufzwingen zu wollen,
    > NICHT NUR für seinen Code (das ist ja vollkommen richtig) sondern auch für
    > ihren Code.

    Niemand zwingt irgendwen, seinen Code unter bestimmte Lizenzen zu stellen. Das Verwenden von GPL-Code geschieht freiwillig oder wird irgendwer dazu gezwungen? Und wenn rechtens und moralisch gerecht ist, dass jeder Entwickler seinen Code unter die Lizenz seiner Wahl stellt, wie du selbst schreibst, gilt das doch auch für die GPL.

    > Beispiel:
    > Schreibe ich das Programm oder die Code-Bibliothek namens "A", so ist es
    > gerecht und fair wenn ich diese so lizensiere wie ich das will.
    > Kommt jetzt aber ein zweiter Entwickler und schreibt selbst Code, nennen
    > wir den Code "B", und will nun ganz einfach "A" und "B" zu "C" verbinden,
    > so erlaubt das die GPL nur wenn der zweite Entwickler seinen Code auch
    > unter GPL stellt, also zwangsweise die GPL wählt, obwohl er vielleicht
    > lieber LGPL oder BSD als Lizenz hätte.

    Nun, auch wenn er die BSD-Lizenz verwendet, muss er deren Bedingungen einhalten. Die sind nur eben anders als die der GPL. Aber nenn doch eine Lizenz, die verhindert, dass der Code eines Entwicklers, der das so möchte (das ist seine Freiheit), irgendwann in einem Closed-Source-Projekt landet und nicht die Eigenschaften der GPL in sich trägt.

    > Und genau das ist nicht mit Freiheit begründbar, weil Software ein
    > virtuelles Gut und somit 'unerschöpflich' ist. Der Programmmierer von "A"
    > hat also keinen Nachteil wenn jemand "A" mit "B" vermischt, weil ja das
    > ursprüngliche "A" weiterhin uneingeschränkt unter der ursprünglichen Lizenz
    > verfügbar bleibt.
    >
    > Hingegen versucht der Entwickler von "A" mittels GPL dem Entwickler von "B"
    > seinen Willen aufzuzwingen obwohl er selbst an "B" keinen Anteil hat.

    > Und je mehr sich Freie Software verbreitet desto mehr merken das die Leute
    > und wehren sich gegen die Ideologisierung und die FSF hat scheinbar kein
    > Rezept dagegen als ihren Dogmatismus immer weiter zu treiben.

    Und hier kommt das Gegenbeispiel: Projekt A wird unter BSD-Lizenz gestellt. Jemand anderes macht daraus Projekt A', veröffentlicht aber nicht die Änderungen am Code. Er fügt Features hinzu, wieder ohne Veröffentlichung des Codes. Was machen nun die Programmierer von Projekt A? Die Features nachprogrammieren? Können sie natürlich. Nun kommen sie damit nicht unbedingt hinterher. A' hingegen kann jedes Feature von A direkt übernehmen, weil bei A Sourcecode immer veröffentlicht wird.

    Jeder, der Features von A' gut findet oder benötigt, die in A nicht zu finden sind, hat nun die Arschkarte gezogen, weil er A' so nehmen muss, wie es ihm vorgesetzt wird. Er hat nicht die Freiheit, das Programm nach seinen Vorstellungen zu verändern. Die Freiheit ist nicht da!

    GPL verhindert das und genau deswegen ist diese Lizenz auch so erfolgreich.

    > > Und ist
    > > dabei so tolerant, dass diese vier Freiheiten auch Leuten zugestanden
    > > werden, die auf sie pissen, so wie dir.
    >
    > Nee, die FSF ist dort überhaupt nicht tolerant, weil die 4 Grundfreiheiten
    > ausschließlich von den jeweiligen Programmierern/Urhebern der jeweiligen
    > Software gewährt werden und nicht von der FSF.

    Natürlich ist die FSF tolerant, sie fordert ja nicht einmal, dass Leute, die gegen die GPL sind, deren Freiheiten nicht genießen sollten (verbieten könnte sie es sowieso nicht).

    > Im Übrigen 'pisst' niemand auf die 4 Grundfreiheiten, weil er diese in
    > lediglich in anderen FREIEN, UND von der FSF als frei anerkannten Lizenzen
    > zum Leben erweckt, sei es beispielsweise die BSD-Lizenz oder die LGPL.

    Aber er pisst auf sie, wenn er explizit die GPL, die diese Freiheiten für den Code und jeden Kontext, in den er gebettet wird, garantiert, ablehnt.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  15. Re: die spinnen, diese FSF-Jünger!

    Autor: Klaus5 14.09.10 - 22:50

    > Diese anderen Lizenzen garantieren ja die Freiheiten auch nicht für die
    > Derivate der Software!

    Ja, exakt. Darum kann es auch garnicht gehen, denn quasi vorbeugend REchte für Software die noch garnicht geschrieben ist zu erzwingen hat nichts damit zu tun die Freiheit bestehendeer Software zu sichern.

    > Jeder kann herkommen und BSD-Code und
    > LGPL-Bibliotheken für seine proprietäre Software nutzen, in welcher dann
    > die Freiheiten nicht mehr gewährleistet sind.

    Die Freiheiten bezogen sich ja auch bisher nur auf die bereits bestehende Software, zu glauben diese quasi automatisch auf anderen, zukünftigen Code audehnen zu müssen ist der _Zwang_ zur Freiheit.

    Die Freiheit bestehenden Codes ist durch zukünftige Entwicklung hingegen nie in Gefahr, da beliebig viele Kopien eines einmalig freien Codes erzeugt werden können.

    > Somit wird indirekt
    > proprietäre Software und somit Unfreiheit unterstützt.

    Stimmt, indirekt ist das der Fall.

    > Die GPL erlaubt
    > keine Einschränkung der Freiheit.

    Doch, weil Menschen verschiedene Ansichten zur Freiheit haben und viele erzwuingene Freiheit ablehnen.

    >
    > > ES ist rechtens und moralisch gerecht das jeder Entwickler SEINEN Code
    > > unter die Linzenz seiner Wahl stellt, nur Freiheit hört da auf wo jemand
    > > glaubt seine Überzeugungen auch anderen per Lizenz aufzwingen zu wollen,
    > > NICHT NUR für seinen Code (das ist ja vollkommen richtig) sondern auch
    > für
    > > ihren Code.
    >
    > Niemand zwingt irgendwen, seinen Code unter bestimmte Lizenzen zu stellen.
    > Das Verwenden von GPL-Code geschieht freiwillig oder wird irgendwer dazu
    > gezwungen?

    Also mal ernsthaft: entweder die FOSS-Bewegung arbeitet zusammen oder gegeneinander.
    Wenn es freien Code gibt, den ein Entwickler gerne mit anderem freien Code mischen würde (ohne ihn zu mißbrauchen) und eine Lizenz hindert ihn daran und er muß zusätzlich Aufwand zum Nachprogrammieren treiben, schwächt das letztlich Freie Software insgesamt.

    > Und wenn rechtens und moralisch gerecht ist, dass jeder
    > Entwickler seinen Code unter die Lizenz seiner Wahl stellt, wie du selbst
    > schreibst, gilt das doch auch für die GPL.

    Ja, natürlich, aber es gilt eben nicht dafür das die GPL das auch für zukünftigen Code, der noch garnicht geschrieben ist, erzwingt.

    > Nun, auch wenn er die BSD-Lizenz verwendet, muss er deren Bedingungen
    > einhalten. Die sind nur eben anders als die der GPL. Aber nenn doch eine
    > Lizenz, die verhindert, dass der Code eines Entwicklers, der das so möchte
    > (das ist seine Freiheit), irgendwann in einem Closed-Source-Projekt landet
    > und nicht die Eigenschaften der GPL in sich trägt.

    Wozu? Ich wittere ja keine Gefahr darin das eine Kopie der Software mit properitärem Code gemischt wird, weil ja beliebig viele Kopien der ursprünglichen Software weiter frei sind und bleiben.


    > Und hier kommt das Gegenbeispiel: Projekt A wird unter BSD-Lizenz gestellt.
    > Jemand anderes macht daraus Projekt A', veröffentlicht aber nicht die
    > Änderungen am Code. Er fügt Features hinzu, wieder ohne Veröffentlichung
    > des Codes. Was machen nun die Programmierer von Projekt A? Die Features
    > nachprogrammieren?

    Ja, denn warum sollten diese denn _automatisch_ das Recht an der Nutzung von Code haben den sie garnicht geschrieben haben?

    Das ist auch für die Entwickler von Projekt A kein Problem, da ich niemanden kenne der die BSD verwendet ohne sich über diese Art der Folgen im KLaren zu sein.
    Genau hier liegt doch der UNterschied zwischen der wahren Freiheit von Lizenzen wie der BSD und der erzwungenen Freiheit der GPL.

    Diejenigen die unter BSD veröffentlichen sind nämlich sicher auch nicht daran interessiert das andere den Code den sie geschrieben haben 'ausnutzen', ABER Sie wägen die Interessen beider SEiten ab und sagen sich das sie lieber bereit sind sich der Gefahr aussetzen das ihr Code 'ausgenutzt' wird, als anderen ihre Ansichten aufzuzwingen.
    Sie wissen dabei eigentlich sogar das ihr Code teilweise 'ausgenutzt' werden wird bauen aber darauf das sich FREIWILLIG eine genügende Anzahl von Leuten finden die den Code nicht 'ausnutzen'.

    Nenne diese Haltung ruhig Fatalismus, allein es bleibt diese Haltung die den Unterschied zwischen wahrer und erzwungener Freiheit ausdrückt.

    > Aber er pisst auf sie, wenn er explizit die GPL, die diese Freiheiten für
    > den Code und jeden Kontext, in den er gebettet wird, garantiert, ablehnt.

    Nein, absolut nicht. Ich z.B. 'pisse' auf viele Parteien (nicht auf alle), nur bringt mich das nicht ansatzweise dazu auf die Demokratie insgesamt zu 'pissen'.

  16. Re: die spinnen, diese FSF-Jünger!

    Autor: GodsBoss 15.09.10 - 20:14

    > > Diese anderen Lizenzen garantieren ja die Freiheiten auch nicht für die
    > > Derivate der Software!
    >
    > Ja, exakt. Darum kann es auch garnicht gehen, denn quasi vorbeugend REchte
    > für Software die noch garnicht geschrieben ist zu erzwingen hat nichts
    > damit zu tun die Freiheit bestehendeer Software zu sichern.

    Richtig, es wird die Freiheit auch für Derivate garantiert.

    > > Jeder kann herkommen und BSD-Code und
    > > LGPL-Bibliotheken für seine proprietäre Software nutzen, in welcher dann
    > > die Freiheiten nicht mehr gewährleistet sind.
    >
    > Die Freiheiten bezogen sich ja auch bisher nur auf die bereits bestehende
    > Software, zu glauben diese quasi automatisch auf anderen, zukünftigen Code
    > audehnen zu müssen ist der _Zwang_ zur Freiheit.

    Vor allem aber ist es der „Zwang“ zur Freiheit, du scheinst also langsam zu begreifen. :-)

    Habe „Zwang“ in Anführungsstriche gesetzt, denn niemand ist gezwungen, GPL-Code als Basis für seine Software zu nehmen.

    > Die Freiheit bestehenden Codes ist durch zukünftige Entwicklung hingegen
    > nie in Gefahr, da beliebig viele Kopien eines einmalig freien Codes erzeugt
    > werden können.

    Öhm, wenn der A dem B Code unter BSD-Lizenz gibt und der B macht daraus ein proprietäres Projekt und gibt das an C weiter, wie kommt C an den Quellcode? A fragen, von dem er womöglich nichts weiß? Das Ganze dürfte natürlich in Zeiten des WWW wenig Bedeutung haben, aber es geht ja vor allem auch um den Anspruch auf den Code. Wenn eine Software von A zu B gegeben wird, die unter GPL steht, hat B einen Anspruch darauf, den Code zu erhalten.

    > > Somit wird indirekt
    > > proprietäre Software und somit Unfreiheit unterstützt.
    >
    > Stimmt, indirekt ist das der Fall.
    >
    > > Die GPL erlaubt
    > > keine Einschränkung der Freiheit.
    >
    > Doch, weil Menschen verschiedene Ansichten zur Freiheit haben und viele
    > erzwuingene Freiheit ablehnen.

    Aha, um welche Freiheit geht es denn, die die GPL nicht gewährt? Die Freiheit, anderen keine Freiheit zu gewährleisten? Darum geht es doch. Um nichts anderes!

    > > > ES ist rechtens und moralisch gerecht das jeder Entwickler SEINEN Code
    > > > unter die Linzenz seiner Wahl stellt, nur Freiheit hört da auf wo
    > jemand
    > > > glaubt seine Überzeugungen auch anderen per Lizenz aufzwingen zu
    > wollen,
    > > > NICHT NUR für seinen Code (das ist ja vollkommen richtig) sondern auch
    > > für
    > > > ihren Code.
    > >
    > > Niemand zwingt irgendwen, seinen Code unter bestimmte Lizenzen zu
    > stellen.
    > > Das Verwenden von GPL-Code geschieht freiwillig oder wird irgendwer dazu
    > > gezwungen?
    >
    > Also mal ernsthaft: entweder die FOSS-Bewegung arbeitet zusammen oder
    > gegeneinander.
    > Wenn es freien Code gibt, den ein Entwickler gerne mit anderem freien Code
    > mischen würde (ohne ihn zu mißbrauchen) und eine Lizenz hindert ihn daran
    > und er muß zusätzlich Aufwand zum Nachprogrammieren treiben, schwächt das
    > letztlich Freie Software insgesamt.

    Nun, soweit ich weiß, scheint es ja kein Problem zu sein, GPL- und BSD-Code zu mischen und unter der GPL weiterzuverbreiten, zumindest soll das bereits mehrfach geschehen sein. Ich sehe nicht, wo hier die GPL ein Problem sein soll.

    Außerdem ist die FOSS-Bewegung nunmal keine geschlossene Organisation, die komplett in eine Richtung marschiert. Es gibt nun mal unterschiedliche Ansichten, die einfach inkompatibel sind. Entweder Code kann in proprietären Projekten verwendet werden oder nicht. Es gibt schlicht keinen Kompromiss. Willst du nun einfach verlangen, dass eine Seite ihre Ansichten begräbt?

    > > Und wenn rechtens und moralisch gerecht ist, dass jeder
    > > Entwickler seinen Code unter die Lizenz seiner Wahl stellt, wie du
    > selbst
    > > schreibst, gilt das doch auch für die GPL.
    >
    > Ja, natürlich, aber es gilt eben nicht dafür das die GPL das auch für
    > zukünftigen Code, der noch garnicht geschrieben ist, erzwingt.

    Für beliebigen zukünftigen Code macht sie das doch auch gar nicht.

    > > Nun, auch wenn er die BSD-Lizenz verwendet, muss er deren Bedingungen
    > > einhalten. Die sind nur eben anders als die der GPL. Aber nenn doch eine
    > > Lizenz, die verhindert, dass der Code eines Entwicklers, der das so
    > möchte
    > > (das ist seine Freiheit), irgendwann in einem Closed-Source-Projekt
    > landet
    > > und nicht die Eigenschaften der GPL in sich trägt.
    >
    > Wozu? Ich wittere ja keine Gefahr darin das eine Kopie der Software mit
    > properitärem Code gemischt wird, weil ja beliebig viele Kopien der
    > ursprünglichen Software weiter frei sind und bleiben.



    > > Und hier kommt das Gegenbeispiel: Projekt A wird unter BSD-Lizenz
    > gestellt.
    > > Jemand anderes macht daraus Projekt A', veröffentlicht aber nicht die
    > > Änderungen am Code. Er fügt Features hinzu, wieder ohne Veröffentlichung
    > > des Codes. Was machen nun die Programmierer von Projekt A? Die Features
    > > nachprogrammieren?
    >
    > Ja, denn warum sollten diese denn _automatisch_ das Recht an der Nutzung
    > von Code haben den sie garnicht geschrieben haben?

    Automatisch gar nicht, das ist doch der Witz an der BSD-Lizenz. Also müssen sie die Features nachprogrammieren. Mehr Arbeit für Entwickler freier Software, die hätte vermieden werden können. Genau das, was du selbst oben kritisiert hast.

    Letztlich sorgt es doch dafür, dass Projekt A' immer besser ist als Projekt A, also das freie Pendant schlechter ist. Dass eine Organisation wie die Free Software Foundation dagegen ist, ist doch nur logisch und konsequent. Dass Entwickler freier Software dafür sind, ist deren gutes Recht, aber dämlich ist es trotzdem.

    > Das ist auch für die Entwickler von Projekt A kein Problem, da ich
    > niemanden kenne der die BSD verwendet ohne sich über diese Art der Folgen
    > im KLaren zu sein.

    Also, Theo de Raadt war ja mal ziemlich angepisst, weil Code genau so verwendet wurde.

    > Genau hier liegt doch der UNterschied zwischen der wahren Freiheit von
    > Lizenzen wie der BSD und der erzwungenen Freiheit der GPL.

    „Wahre“ Freiheit ist also, die Freiheit anderer einschränken zu können. Gut, wenn du das so siehst, dann ist es wohl so. Aber akzeptiere, dass es Tausende von Entwicklern anders sehen und sie lieber verhindern, dass Freiheit eingeschränkt wird.

    > Diejenigen die unter BSD veröffentlichen sind nämlich sicher auch nicht
    > daran interessiert das andere den Code den sie geschrieben haben
    > 'ausnutzen', ABER Sie wägen die Interessen beider SEiten ab und sagen sich
    > das sie lieber bereit sind sich der Gefahr aussetzen das ihr Code
    > 'ausgenutzt' wird, als anderen ihre Ansichten aufzuzwingen.
    > Sie wissen dabei eigentlich sogar das ihr Code teilweise 'ausgenutzt'
    > werden wird bauen aber darauf das sich FREIWILLIG eine genügende Anzahl von
    > Leuten finden die den Code nicht 'ausnutzen'.

    Mit dem Ergebnis, dass die BSDs wahrscheinlich alle zusammen weniger Entwickler haben als der Linux-Kernel alleine, weil bei Letzterem Firmen sicher sein können, dass ihnen die Verbesserungen aller anderen Firmen ebenfalls zugute kommen.

    > Nenne diese Haltung ruhig Fatalismus, allein es bleibt diese Haltung die
    > den Unterschied zwischen wahrer und erzwungener Freiheit ausdrückt.

    Du kannst aufhören, beständig den Unsinn von der „wahren und erzwungenen Freiheit“ zu schreiben, ich bin nicht dafür anfällig, etwas zu glauben, nur weil es oft genug erwähnt wird.

    > > Aber er pisst auf sie, wenn er explizit die GPL, die diese Freiheiten
    > für
    > > den Code und jeden Kontext, in den er gebettet wird, garantiert,
    > ablehnt.
    >
    > Nein, absolut nicht. Ich z.B. 'pisse' auf viele Parteien (nicht auf alle),
    > nur bringt mich das nicht ansatzweise dazu auf die Demokratie insgesamt zu
    > 'pissen'.

    Ich kann mich nur wiederholen: Es gibt keinen passenden Vergleich. Niemals.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

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