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  5. › Freie PDF-Reader: FSFE will Werbung…

Typisch Dogmatiker :-(

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  1. Typisch Dogmatiker :-(

    Autor: M wie Meikel 13.09.10 - 11:58

    Die Idee ist ja gar nicht mal so schlecht, als Alternative zu den Adobe-Links aber etwas vorzuschlagen, dass nur "freie" PDF-Reader listet, damit die populärsten Reader ignoriert und noch nicht einmal eine Empfehlung für Windows und MacOSX nennt, ist einfach nur peinlich.

    Wenn sie es wenigstens so aufgezogen hätten, dass sie alle möglichen PDF-Reader auflisten, in einer Spalte auflisten, ob die "frei" oder "unfrei" sind und für welche Plattformen die verfügbar sind, dann wäre das ein cleveres und akzeptables Angebot.
    Vielleicht bekehrt man damit dann nicht jeden sofort zum FSF-Jünger, aber man zeigt Alternativen zum Platzhirschen Adobe auf. Und da es wesentlich mehr FOSS-Alternativen zum Adobe Reader gibt, dürfte das unterm Strich sowohl PDF als Standard stärken (wer hatte es nicht schon mal mit PDF-Dokumenten zu tun, die sich ärgerlicherweise erst mit dem Adobe Reader in ganzer Pracht präsentierten?) als auch die FOSS-Programme.

    Aber die Dogmatiker müssen mal wieder das Kind mit dem Bade ausschütten. :-(((

  2. Re: Typisch Dogmatiker :-(

    Autor: blabliblub 13.09.10 - 12:20

    Es würde aber wirklich nicht ins Konzept der FSF passen unfreie Software zu nennen, oder? Immerhin wird ja angedeutet, dass es unfreie Alternativen gibt. Und dass jeder die sowieso kennt, ist doch klar. Wer kennt nicht den Acrobat?

  3. Re: Typisch Dogmatiker :-(

    Autor: Hans Q 13.09.10 - 12:28

    Zum Beispiel meine Mutter ???

  4. Re: Typisch Dogmatiker :-(

    Autor: M wie Meikel 13.09.10 - 12:41

    blabliblub schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es würde aber wirklich nicht ins Konzept der FSF passen unfreie Software zu
    > nennen, oder?

    Mir ist bewusst, dass die FSF zu stur ist, um über ihren Schatten zu springen.

    Ich halte die aber auch nicht für so blöd, dass sie glauben, mit ihrem Angebot, das genauso einseitig ist wie der gängige Link auf den Adobe Reader, hätten sie auch nur eine Chance, bei Behörden oder Firmen eine Chance zu haben.

    Warum also so ein Angebot, was eh keine weite Verbreitung erfahren wird, wenn sie mit etwas Entgegenkommen mehr erreichen könnten? Wäre denen lieber, die EU-Kommission würde diese Idee aufgreifen, dann aber dem Lobby-Druck nachgeben und nur kommerzielle PDF-Reader listen?

    Die FSF schießt sich mit ihrer kompromisslosen Haltung doch selber aus dem Rennen. :-(

  5. Re: Typisch Dogmatiker :-(

    Autor: Die Seite 13.09.10 - 13:20

    Hab mir die Seite mal angeguckt, also ich werde meinen PDF-Reader garantiert nicht danach aussuchen, da ist keine Tabelle die die Features vergleicht oder ähnliches, es werden einfach nur alle freien Reader aufgelistet, wie soll man denn da eine Entscheidung treffen?

  6. Re: Typisch Dogmatiker :-(

    Autor: Dr Obvious 13.09.10 - 13:31

    Direkt danach gefragt, kennen den sicherlich weniger Leute, als Du glaubst, selbst wenn sie ihn täglich nutzen. Es gibt eben Leute, die wollen auf den Link klicken und dann geht das Progrämmi auf, das das anzeigt. Die scheren sich ein Dreck um "freie Software" - die interessiert nicht, was das ist, geschweige denn, dass sie es wüssten. Die wollen auch nciht umgeleitet werden auf eine Webseite, wo man TEXT LESEN muss, um in einer Liste auszuwählen, was für einen tollen freien Betrachter man denn benutzen möchte. Die sind mit dieser Entscheidungsfreiheit schlicht überfordert. Was machen die dann? Die rufen ihren Bekannten an - "der macht was mit Computer" - und nerven den mit genau diesem Sch****!

    Freie SW unterstützen is ja toll und richtig. Aber doch net SO!

  7. Re: Typisch Dogmatiker :-(

    Autor: Haary 13.09.10 - 19:46

    Dr Obvious schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die scheren
    > sich ein Dreck um "freie Software" - die interessiert nicht, was das ist,
    > geschweige denn, dass sie es wüssten. [...] Die sind mit dieser
    > Entscheidungsfreiheit schlicht überfordert.

    Die Leibeigenen im Feudalismus interessierte das auch nicht. Man diente dem Lehnsherren und gut ist. Entscheidungsfreiheit für das eigene Leben? Das hätte die armen Leute doch nur verwirrt und überfordert..

    Manch einer wünscht sich ja eine derartige Gesellschaft zurück, egal ob unter rotem oder braunem Vorzeichen. Einige Wenige sagen dem großen Rest wie sie zu leben haben. Ich denke aber, die meisten in den westlichen Zivilisationen wissen den Wert der Freiheit durchaus zu schätzen.

    Im Bereich der Software (und generell der Kulturgüter) ist Freiheit aber ein sehr revolutionärer und visionärer Begriff. Zu sehr sind Leute daran gewöhnt, dass andere ihnen sagen, welche Software sie zu benutzen und welche Kulturgüter (Musik, Filme, etc.) sie zu konsumieren haben. Und nicht nur das: tut dies jemand "illegal" ist das ein verabscheuenswertes Verbrechen.

    Die Schulhöfe werden kriminalisiert, das Urheberrecht wird verschärft, "Intellectual Property" ist heutzutage mehr wert als Menschenleben. Angesichts dieser Lage ist der Kampf um die Freiheit hochaktuell.

  8. Re: Typisch Dogmatiker :-(

    Autor: DER GORF 14.09.10 - 11:09

    Haary schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Die Leibeigenen im Feudalismus interessierte das auch nicht. Man diente dem
    > Lehnsherren und gut ist. Entscheidungsfreiheit für das eigene Leben? Das
    > hätte die armen Leute doch nur verwirrt und überfordert..

    Sorry, aber wenn ich jetzt sager "der Vergleich hinkt" wäre das in etwa so als würde ich behaupten das einbeinige Pferd lahmt ein wenig.

    Wie kommst du nur auf die unsinnige Idde einen blöden Hersteller von Grafik- und PDF-Programmen mit einem Feudalherren zu vergleichen? Das steht ja in keinster Relation zueinander.

    > Manch einer wünscht sich ja eine derartige Gesellschaft zurück, egal ob
    > unter rotem oder braunem Vorzeichen. Einige Wenige sagen dem großen Rest
    > wie sie zu leben haben. Ich denke aber, die meisten in den westlichen
    > Zivilisationen wissen den Wert der Freiheit durchaus zu schätzen.

    Und jetzt werden User die einfach einen schnellen Link zu einem funktionierenden PDF Reader wollen mit Nazis und Stalinisten gleichgesetzt, hakts bei dir eigenlich ein bisschen oder bist du nur verbittert weil dein eigener PDF Reader von den Behörden nicht verlinkt wird?

    > Im Bereich der Software (und generell der Kulturgüter) ist Freiheit aber
    > ein sehr revolutionärer und visionärer Begriff. Zu sehr sind Leute daran
    > gewöhnt, dass andere ihnen sagen, welche Software sie zu benutzen und
    > welche Kulturgüter (Musik, Filme, etc.) sie zu konsumieren haben. Und nicht
    > nur das: tut dies jemand "illegal" ist das ein verabscheuenswertes
    > Verbrechen.

    Nein, der Begriff ist weder Visionär noch neu, das rumgeheule der Open Source Community und der FSFE wird nur mit jeder Woche schwerer erträglich.

    - MIMIMIMI da wurde nur auf ein KOSTENLOSES Programm verwiesen...
    - Mimimimi Microsoft hat IN SEINEM EIGENEN BETRIEBSSYSTEM nicht genügend Fremdsoftware...
    - Mimimimi Große Firmen sind zu erfolgreich, niemand will mehr *Schrott hier einfügen* benutzen...
    - Mimimimimi *heul* *flenn* *mecker* *NEID*

    > Die Schulhöfe werden kriminalisiert, das Urheberrecht wird verschärft,
    > "Intellectual Property" ist heutzutage mehr wert als Menschenleben.
    > Angesichts dieser Lage ist der Kampf um die Freiheit hochaktuell.

    Wenigstens da bin ich halbwegs einer Meinung mi dir, das lass ich mal so stehen.

    - Es gibt nichts das eine million Chinesen nicht billiger tun könnten.

    - Alle Verdächtigen sind schuldig, sonst wären sie ja keine Verdächtigen.

  9. Re: Typisch Dogmatiker :-(

    Autor: M wie Meikel 14.09.10 - 13:30

    Haary schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die Leibeigenen im Feudalismus interessierte das auch nicht. Man diente dem
    > Lehnsherren und gut ist. Entscheidungsfreiheit für das eigene Leben? Das
    > hätte die armen Leute doch nur verwirrt und überfordert..

    Mit solchen Vergleichen diskreditiert man nicht die anderen, sondern letztendlich nur sich selber.

    > Im Bereich der Software (und generell der Kulturgüter) ist Freiheit aber
    > ein sehr revolutionärer und visionärer Begriff. Zu sehr sind Leute daran
    > gewöhnt, dass andere ihnen sagen, welche Software sie zu benutzen und
    > welche Kulturgüter (Musik, Filme, etc.) sie zu konsumieren haben. Und nicht
    > nur das: tut dies jemand "illegal" ist das ein verabscheuenswertes
    > Verbrechen.

    Bitte nicht Freiheit und "freie Software" im Sinne der FSF durcheinander bringen.

  10. Re: Typisch Dogmatiker :-(

    Autor: GodsBoss 14.09.10 - 19:34

    > Mir ist bewusst, dass die FSF zu stur ist, um über ihren Schatten zu
    > springen.

    Weil die Free Software Foundation keine Werbung für unfreie Software machen will, ist sie stur?

    > Ich halte die aber auch nicht für so blöd, dass sie glauben, mit ihrem
    > Angebot, das genauso einseitig ist wie der gängige Link auf den Adobe
    > Reader, hätten sie auch nur eine Chance, bei Behörden oder Firmen eine
    > Chance zu haben.
    >
    > Warum also so ein Angebot, was eh keine weite Verbreitung erfahren wird,
    > wenn sie mit etwas Entgegenkommen mehr erreichen könnten? Wäre denen
    > lieber, die EU-Kommission würde diese Idee aufgreifen, dann aber dem
    > Lobby-Druck nachgeben und nur kommerzielle PDF-Reader listen?
    >
    > Die FSF schießt sich mit ihrer kompromisslosen Haltung doch selber aus dem
    > Rennen. :-(

    Das nennt sich „Konsequenz“ und wird leider bloß von einer extrem winzigen Minderheit der Menschheit beherrscht. Der allergrößte Teil sind Mitläufer, Ducker, Ja-Sager und Nichtdenker.

    Die FSF hat gute (in meinen Augen nirgends widerlegte) Argumente, warum es genau so gemacht werden sollte. Warum sollten sie sich mit einer schlechteren Lösung zufrieden geben? Ein fauler Kompromiss kann ja gern von den Behörden selbst implementiert werden.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

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