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QML: gewaltiger Rückschritt
Autor: Quack 08.11.11 - 07:51
Meiner Meinung nach schlägt Qt hier den falschesten aller denkbaren Wege ein. Qt soll zwar im Kern ein C++-Framework bleiben, die auf QWidget aufbauenden GUI-Elemente sollen aber nur noch stiefmütterlich gepflegt werden, neue GUI-Elemente sollen die Qt-Nutzer bitteschön von Hand per QML modellieren. Das wird nur dazu führen, dass die eine Hälfte der Entwickler die ewig gleichen Räder immer wieder und wieder neu erfindet, während die andere Hälfte sich aus Dutzenden inkonsistenter Libraries irgendwas rauspickt. So oder so wird es demnächst kein "Qt-Look-And-Feel" mehr geben, jedes Programm wird anders aussehen, jedes seine eigenen Widgets und eigene Bedienkonzepte mitbringen.
Schöne neue Welt, IMHO genau das was ein Desktop NICHT braucht. -
Re: QML: gewaltiger Rückschritt
Autor: scroogie 08.11.11 - 08:37
Na, da passt der Spruch "With great power comes great responsibility". Theoretisch war das auch schon vorher möglich, es ist nur jetzt einfacher. Fakt ist, dass dies ein großer Vorteil für Applikationen ist, die verschiedene Oberflächen brauchen bzw. anbieten möchten, z.B. für verschiedene Formfaktoren. Außerdem scheinen Designer damit sehr gut klar zu kommen. Es gab z.B. auf PlanetKDE einige Lobeshymnen.
Ich glaube nicht, dass es für Desktop-Applikationen normal wird, sich grundlegende Widgets selbst zu definieren. Das ist es auch mit QML noch zu aufwändig, im Gegensatz zum Verwenden der Standardelemente. -
Re: QML: gewaltiger Rückschritt
Autor: kmork 08.11.11 - 09:55
Ich find die Strategie, immer stärker auf QML zu setzen, überwiegend positiv. Für Leute, die sich mit QML auskennen, könnte es so sehr einfach werden, den Desktop sehr viel grundlegender an ihre Wünsche anzupassen, als dies mit einfachen Themes möglich wäre - und das ohne irgendetwas neu kompilieren zu müssen.
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Re: QML: gewaltiger Rückschritt
Autor: Wahrheitssager 08.11.11 - 11:35
Da soll doch mit Qt 4.8 auch eine Standardtoolkit hinzukommen.
Zudem scheint ja auch KDE Standardelemente ausliefern zu wollen.
Das man auch eigene Elemente erzeugen kann ist da nur ein Stück freiheit mehr, dass es so aber im normalen Qt auch schon seit Jahren gibt. -
Re: QML: gewaltiger Rückschritt
Autor: Seitan-Sushi-Fan 08.11.11 - 13:48
Quack schrieb:
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> Das wird nur dazu führen, dass die eine Hälfte der Entwickler
> die ewig gleichen Räder immer wieder und wieder neu erfindet, während die
> andere Hälfte sich aus Dutzenden inkonsistenter Libraries irgendwas
> rauspickt.
Hä? Bei KDE wird's definitiv nicht der Fall sein. Die auf QML portierten Plasma-Widgets kann man jedenfalls nicht von traditionellen Widgets unterscheiden. Was andere Qt-Entwickler außerhalb von KDE machen, ist doch völlig am Thema des Artikels vorbei.



