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Systemd statt Consolekit

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  1. Systemd statt Consolekit

    Autor: ChilliConCarne 27.02.12 - 16:37

    Sehr gut. Man kann von Poettering halten was man will, aber persönlich würde ich Systemd nicht mehr vermissen wollen.

  2. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: Steffo 27.02.12 - 16:41

    Aus welchem Grund?

  3. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: ChilliConCarne 27.02.12 - 16:54

    Siehe Tabelle unten auf:
    http://0pointer.de/blog/projects/why.html
    Nicht alle Punkt (da ich hier einfach noch nicht getestet habe), aber die meißten haben sich in der Praxis wirklich bewährt.

    Der Wechsel auf meinem System von BSD init (ArchLinux) zu Systemd lief komplett ohne Probleme und die Konfiguration mit diesem 'service target ...' Konzept ist wirklich einfach. Vor allem der Unterschied in der Bootzeit vom Kernelload bis alle Dienste geladen und X einsatzbereit ist, ist wie Tag und Nacht.

  4. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: bstea 27.02.12 - 18:06

    Die Gnome Leute waren so überzeugt von Systemd, dass Red Hat allen voran His Lennartis selber ran musste.

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  5. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: Rost 27.02.12 - 19:28

    ChilliConCarne schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehr gut. Man kann von Poettering halten was man will

    Ich persönlich halte von ihm überhaupt nichts. Meiner Ansicht nach kann man sich seine Ansichten nur mit seiner Jugend erklären, sprich, dem fehlenden Wissen darum, was *ix so erfolgreich gemacht hat: KISS. Das systemd ist eher in der Microsoft-Philosophie daheim: aufgeblasen und komplex.

  6. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: Stiffler 27.02.12 - 23:29

    ... da spricht mir einer aus dem Herzen. Mir wird regelrecht schlecht, wenn ich mir den systemd anschaue ... :-(
    Für einen Desktop möge das vielleicht noch Sinn machen aber ich hoffe das der systemd nie, nie, niemals in eine Enterprise Serverdistribution Einzug hält ...
    Dort ist mir es mir vollkommen egal, ob der Bootvorgang 1 oder 2min. dauert. Was ich brauche ist ein transparentes System, bei dem alle Vorgänge sauber nachvollziehbar sind und auch keine "Binary" statt einem Initscripte .. (ja es sollen auch noch Scripte gehen).

    Gruß Stiffler

  7. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: Hello_World 28.02.12 - 02:44

    Rost schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich persönlich halte von ihm überhaupt nichts. Meiner Ansicht nach kann man
    > sich seine Ansichten nur mit seiner Jugend erklären, sprich, dem fehlenden
    > Wissen darum, was *ix so erfolgreich gemacht hat: KISS. Das systemd ist
    > eher in der Microsoft-Philosophie daheim: aufgeblasen und komplex.
    Kompletter Blödsinnn. Aufgeblasen und komplex war der Shell-Script-Verhau, den systemd ersetzt. Systemd macht so ziemlich alles einfacher. Abhängigkeiten zwischen Services werden vollautomatisch geregelt (ein Dienst muss nicht mehr angeben, von welchen Services er abhängt), systemd-Unit-Dateien sind _viel_ einfacher zu schreiben als sysvinit-scripte, und das ganze ist auch noch bedeutend effizienter. Selbst die API, mit der man Dienste um systemd-Unterstützung erweitert, ist absolut trivial.

  8. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: Hello_World 28.02.12 - 02:49

    Stiffler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dort ist mir es mir vollkommen egal, ob der Bootvorgang 1 oder 2min.
    > dauert. Was ich brauche ist ein transparentes System, bei dem alle Vorgänge
    > sauber nachvollziehbar sind und auch keine "Binary" statt einem
    > Initscripte .. (ja es sollen auch noch Scripte gehen).
    Ein Kommentar auf lwn.net fasst meine Meinung darüber ziemlch gut zusammen:
    http://lwn.net/Articles/459725/

    Übrigens liefert systemd vollständige Unterstützung für sysvinit-Scripte mit, also tu doch hier nicht so, als würde Dir irgendetwas weggenommen...

  9. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: Schnarchnase 28.02.12 - 08:16

    Stiffler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... da spricht mir einer aus dem Herzen. Mir wird regelrecht schlecht, wenn
    > ich mir den systemd anschaue ... :-(

    Warum? Ich sehe da sehr viele Vorteile auf der Seite von systemd.

    > Dort ist mir es mir vollkommen egal, ob der Bootvorgang 1 oder 2min.
    > dauert. Was ich brauche ist ein transparentes System, bei dem alle Vorgänge
    > sauber nachvollziehbar sind und auch keine "Binary" statt einem
    > Initscripte .. (ja es sollen auch noch Scripte gehen).

    Es geht ja nicht nur um die Dauer des Bootvorgangs, das ist eigentlich ein „Problem“ was systemd nur zufällig auch „löst“ (tatsächlich glaube ich nicht, dass systemd den Bootvorgang merkbar beschleunigen kann).

    Die Konfiguration als Binary ist meiner Meinung nach der größte Nachteil, diese Möglichkeit sollte man gar nicht erst anbieten. Ich weiß, man muss es nicht nutzen, aber wenn ein Distributor sich dafür entscheidet, hat man selten eine Wahl. Das ist genau der gleiche Rückschritt den wir schon bei Grub2 durchgemacht haben, dort ist es nicht mal eine binäre Datei, aber man muss nach jeder Änderung in der Konfiguration wieder (wie bei Lilo früher) ein Update (update-grub) anschmeißen.

    In dem Punkt bin ich wirklich altmodisch und halte an den althergebrachten Konfigurationsdateien fest, das ist meiner Meinung nach einer der größen Vorteile der unixoiden Systeme.

  10. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: bstea 28.02.12 - 08:28

    Systemd ist nicht komplex?
    Hast du dir mal angeschaut, wo überall Systemd zum Einsatz kommen soll und
    was für Abhängigkeiten direkt zum Linux Kernel bestehen?
    Systemd macht ein was, wenn etwas nicht mehr läuft, darf ich ein Bug Report direkt an Red Hat schicken. Alle anderen können das nicht mehr fixen. Schöne neue Welt.
    Und was hat diese massive Linux Funktionalität in einer Unix Desktop Enviroment zu suchen?

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  11. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: bstea 28.02.12 - 08:31

    Ein Wort BLOB. Das Unix Prinzip und alle Erfahrungen mit Megaprogrammen der letzten Zeit werden schlicht und einfach ignoriert.

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  12. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: Seitan-Sushi-Fan 28.02.12 - 08:58

    bstea schrieb:
    -------------------------------
    > Systemd macht ein was, wenn etwas nicht mehr läuft, darf ich ein Bug Report
    > direkt an Red Hat schicken. Alle anderen können das nicht mehr fixen.

    Was für ein Unsinn. systemd war, ist und bleibt FOSS und jeder mit entsprechenden Fähigkeiten kann Bugs fixen.

  13. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: Schnarchnase 28.02.12 - 09:00

    bstea schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Wort BLOB. Das Unix Prinzip und alle Erfahrungen mit Megaprogrammen der
    > letzten Zeit werden schlicht und einfach ignoriert.

    Nunja, erst einmal ist systemd nur dazu gedacht Prozesse zu starten, überwachen und beenden. Wo ist das ein „Megaprogramm“?

    Falls du auf die Bestrebung syslog zu ersetzen hinaus willst, stimme ich dir zu. Das hat meiner Meinung nach nichts in einem Init-Daemon verloren. Das macht systemd aber nicht per se zu einer schlechten Software, vom Ansatz her ist es SysVinit und Upstart deutlich überlegen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.02.12 09:01 durch Schnarchnase.

  14. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: bstea 28.02.12 - 09:08

    Syslog soll doch auch komplett ersetzt werden. Für Session Management wirds ebenfalls genutzt. Damit sind es 3 Funktionalitäten die vorher getrennt waren.

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  15. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: bstea 28.02.12 - 09:13

    Ein Argument für was. Red Hat entwickelt ausschließlich daran, finde erstmal jemanden der da durchsteigt und den Atem hat mit Red Hat mitzuhalten.
    Oja, ich freu mich schon darauf statt durch Skripte mich durch C Code zu wühlen.

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  16. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: Schnarchnase 28.02.12 - 09:38

    bstea schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Syslog soll doch auch komplett ersetzt werden.

    Wie gesagt, in dem Punkt stimme ich mit dir überein, das gehört für mich nicht in einen Init-Daemon.

    > Für Session Management wirds ebenfalls genutzt. Damit sind es 3 Funktionalitäten
    > die vorher getrennt waren.

    Session Management ist im Prinzip nichts anderes als Prozesse die in Abhängigkeit gestartet werden. Damit ist der Init-Daemon für diese Aufgabe eigentlich wie geschaffen. Das zu vereinheitlichen finde ich äußerst sinnvoll und sehe hier keinen Nachteil.

  17. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: bstea 28.02.12 - 10:37

    Wenn dadurch alle andere Unixe ausgesperrt werden, sehe ich das schon problematisch. Noch ist dieser Teil optional aber die Geschichte hat gezeigt, irgendwann wird wieder einer kommen, die Alternative entfernen, "weil das ohnehin keiner mehr nutzt" (Linux).
    Schon jetzt ist die Entwicklung problematisch, praktisch jedes Nichtlinuxsystem patcht sich seine DE zurecht.

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  18. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: Schnarchnase 28.02.12 - 11:26

    bstea schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schon jetzt ist die Entwicklung problematisch, praktisch jedes
    > Nichtlinuxsystem patcht sich seine DE zurecht.

    Ja, da könnte freedesktop.org etwas mehr durchgreifen, im Endeffekt nutzt es ja allen wenn man an einem Strang zieht.

    Ich sehe die Probleme die systemd verursacht, aber statt deswegen die neuen (oder auch nicht so neuen) Ansätze zu verteufeln, sollte man lieber die Probleme lösen.

  19. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: Hello_World 28.02.12 - 13:34

    > Systemd ist nicht komplex?
    Nein. Erklär doch bitte mal, was daran so komplex sein soll. Ich habe bereits Beispiele für Sachen genannt, die durch systemd einfacher werden.

    > Hast du dir mal angeschaut, wo überall Systemd zum Einsatz kommen soll und
    was für Abhängigkeiten direkt zum Linux Kernel bestehen?
    Ja, die systemd-Implementierung ist nicht portabel, weil das die Implementierung wesentlich vereinfacht - wieso sollte sich Poettering auch das Leben schwer machen, um Systeme zu unterstützen, die ihn nicht interessieren? Die Interfaces, die systemd bereitstellt, z. B. das Übergabeprotokoll für den Socket bei socket-based activation, können hingegen auf jedem Unix sehr einfach implementiert werden.

  20. Re: Systemd statt Consolekit

    Autor: Hello_World 28.02.12 - 13:38

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Konfiguration als Binary ist meiner Meinung nach der größte Nachteil,
    > diese Möglichkeit sollte man gar nicht erst anbieten.
    Darf man fragen, wovon Du sprichst? Systemd wird über Textdateien im ini-Format konfiguriert.

    > Das ist genau der gleiche Rückschritt den wir schon bei
    > Grub2 durchgemacht haben, dort ist es nicht mal eine binäre Datei, aber man
    > muss nach jeder Änderung in der Konfiguration wieder (wie bei Lilo früher)
    > ein Update (update-grub) anschmeißen.
    Nein, muss man nicht. update-grub ist nur ein Wrapper um grub-mkconfig, und das generiert nur eine neue /boot/grub/grub.cfg. Diese Datei kann man auch von Hand editieren, wenn man das lieber mag.

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