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KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: hum4n0id3 14.06.13 - 14:25
Im großem und ganzen finde ich KDE ziemlich überfrachtet, nicht gerade stabil und auch nicht besonders innovativ. KDE Software (Krita) schmiert bei mir schon schnell unter Gnome ab. Während Gnome sich ein Ziel festgesetzt hat und einen Desktop baut, der zunehmend immer besser mit dem Internet interagiert, tritt KDE eigentlich auf der Stelle. Ich kann sehr einfach meinen Google,- Outlook-Account in den Gnome-Desktop einbauen und über Nautilus zb. auf Kalender und Aufgaben zugreifen. Alles ganz einfach, was mich als Windows User hier auch mal neidisch werden läßt.
KDE 4 ist im Grunde KDE 3, nur mit neuerem Toolkit und "nutzloser" 3D-Spielerei. Die meiste Software wie KMail ist kaputt, der Desktop gilt nicht als Stabil. Bei mir lief es auch nie ohne Probleme. Jetzt wird es wieder umgeschrieben auf Wayland und die anderen Probleme bleiben weiter bestehen. Wieso erledigt das KDE Projekt die alten Probleme nicht? Wenn das Ding dann released wird, kann man auf jeder Linux News Seite, mal wieder dutzende User beim Jammern beobachten. -
Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: DrWatson 14.06.13 - 14:31
…und bei Gnome hat keiner gejammert?
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Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: BajK 14.06.13 - 14:32
Und was hat Wayland mit KMail zu tun? Richtig - nichts.
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Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: George99 14.06.13 - 14:57
Warum du jetzt gerade gnome als leuchtendes Beispiel darstellst, erschließt sich mir nicht. Gerade bei gnome ist doch die Usability beim Wechsel von Ver. 2 nach Ver. 3 dramatisch zurückgegangen.
Gnome 3 ist praktisch nur im Fallback-Modus noch sinnvoll bedienbar, welcher deswegen wohl von den Machern in der aktuellen 3.10 entfernt wurde. Gnome befindet sich momentan auf einem Holzweg.
Ich bin froh, bei RHEL/CentOS 6.4 noch Gnome 2 benutzen zu können. Bei RHEL/CentOS 7 wird aber auch das wohl nicht mehr möglich sein. -
Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: Seitan-Sushi-Fan 14.06.13 - 15:17
hum4n0id3 schrieb:
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> Im großem und ganzen finde ich KDE ziemlich überfrachtet, nicht gerade
> stabil und auch nicht besonders innovativ.
Was macht eine Community instabil und überfrachtet?
> Während Gnome sich ein Ziel
> festgesetzt hat und einen Desktop baut, der zunehmend immer besser mit dem
> Internet interagiert, tritt KDE eigentlich auf der Stelle.
Unwahr.
> Ich kann sehr
> einfach meinen Google,- Outlook-Account in den Gnome-Desktop einbauen und
> über Nautilus zb. auf Kalender und Aufgaben zugreifen. Alles ganz einfach,
> was mich als Windows User hier auch mal neidisch werden läßt.
Wenn man bei GNOME wirklich über den Dateimanager auf Kalender zugreift, wäre das echt hirntot.
Selbstverständlich lassen sich auch Online-Konten (Google usw.) einbinden und die lassen sich auch dann in der KDE-Software nutzen, die für Kalender zuständig ist.
> KDE 4 ist im Grunde KDE 3
Es gibt kein KDE 4.
> Die meiste Software wie KMail ist kaputt
Unwahr.
> der Desktop gilt nicht als Stabil. Bei mir lief es auch nie ohne Probleme.
Bei dir vielleicht, aber das Problem sitzt ja oftmals vor'm Rechner…
> Jetzt wird es
> wieder umgeschrieben auf Wayland und die anderen Probleme bleiben weiter
> bestehen. Wieso erledigt das KDE Projekt die alten Probleme nicht?
Wayland ist Erledigen alter X11-Probleme, aber wenn man halt keine Ahnung hat, kann man solche Phrasen ruhig mal dreschen…
> Wenn das
> Ding dann released wird, kann man auf jeder Linux News Seite, mal wieder
> dutzende User beim Jammern beobachten.
Also jammern tust aktuell nur du. -
Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: marsie 14.06.13 - 15:20
ich denke, dass ist nur deine persönliche Meinung. solltest du dazu schreiben. ich bin mit gnome 3 sehr zufrieden. klar, zu verbessern gibt es immer was.
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Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: Thaodan 14.06.13 - 15:21
Das von dir oben erwähnte ist in Arbeit. Siehe KDE SC 4.11 Feature List. Füttert KDE mit Manpoer und ihr werden sehen.
Abgesehen davon hat GNOME den Nachteil das GTK auf nicht Desktop Geräten Quasi nicht verwendet wird. Qt wird immer mehr verwendet und KDELibs werden Modularer und mehr in und mehr QT integriert (funktional gesehen).
Wahrung der Menschenrechte oder Freie fahrt am Wochenende.
-- Georg Schramm -
Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: Thaodan 14.06.13 - 15:23
Seitan-Sushi-Fan schrieb:
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> > bestehen. Wieso erledigt das KDE Projekt die alten Probleme nicht?
> Wayland ist Erledigen alter X11-Probleme, aber wenn man halt keine Ahnung
> hat, kann man solche Phrasen ruhig mal dreschen…
Zu das sogar dem X11 backend hillft.
Wahrung der Menschenrechte oder Freie fahrt am Wochenende.
-- Georg Schramm -
Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: hum4n0id3 14.06.13 - 15:27
Weil ich sehe, das Gnome an sich arbeitet. Vieles hat Gnome bereinigt und selbst Linus Torvalds nutzt ihn wieder. Ich sage nicht, das Gnome das goldene Kalb ist. Ganz und gar nicht. Aber ich sehe als Außenstehender, das hier etwas passiert. Ich finde den Gnome2 Desktop auch besser als den Gnome3. Vielleicht kehren die Macher dahin auch zurück. Aber im Moment bietet der Gnome-Desktop Features an, die bot der Gnome2 nicht und die sind auch stabil.
Ich habe einen Google-Account, auch wegen des Android Tabletts, und kann ihn in den Gnome-Desktop einbinden. Einmal eingerichtet, kann ich zb. über Evolution, auf Email, Kontakte und Kalender zugreifen. Alles was ich über den Computer erledige, sehe ich am Tablett. Was ich am Tablett erledige, sehe ich am Computer. Das ist sehr praktisch, bei nur sehr geringem Aufwand.
Bei KDE ließt man nur, update von das auf das, jetzt das selbe wie vor auch vor 10 Jahren, nur in QML. Fehler, so der Vorwurf der Benutzer, werden nicht wirklich behoben. Und so weiter. -
Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: Thaodan 14.06.13 - 15:32
KDE räumt im Momment für Qt5 auf. Bei GNOME hingegen habe ich das Gefühl das ihnen die Nutzer von GTK außerhalb von GNOME wegbrechen.
Gerade weil die Anwendungen die in ihren Linux Versionen oft GTK verwenden, geringer werden und auch bestehende wie Firefox nur zögernd auf GTK3 gehen. Qt ist einfach attraktiver da es auf so gut wie jeder Zielplattform läuft.
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-- Georg Schramm -
Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: hum4n0id3 14.06.13 - 15:38
Mag ja sein. Qt ist ein sehr schönes Framework. KDEs Probleme liegen mMn. nicht am Framework, sondern an derer Einstellung. Und wie die ist, läßt sich gut am KDE erkennen. Nimm zb. heise und pro-Linux, deren Kommentare. Das Jammern ist sehr groß. Unter openSuSE 12.3 das KDE4.10 installiert und es schmiert dennoch gerne ab. Windows, andere Desktops und WMs laufen ohne Probleme. Jetzt Gnome installiert und mische sie auch mit KDE-Programmen. Und jetzt? Auch unter Gnome, habe ich jetzt die Nachrichten, "das hätte nicht passieren dürfen".
Daher kann ich nicht behaupten, das KDE irgendwie stabil ist. -
Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: hum4n0id3 14.06.13 - 15:47
Ich habe ja auch nichts dagegen. Die Bibliothek ob GTK oder Qt oder sonst was, ist mir dabei völlig Wurst. Nur weil KDE auf Qt setzt, ist es wenig hilfreich, wenn es nicht ordentlich funktioniert. Ich nutze Gnome weil er sehr gut funktioniert, und darauf auch KDE-Software. Und eben die, spinnt auch unter Gnome rum. Krita, man nehme die Undo-Funktion und schon sitzt man vor dem Crash-Manager. Das es jetzt auf Qt aufbaut, ist mir in einem solchem Moment, nicht sehr hilfreich.
Vielleicht wird es mit Qt5 besser und KDE läuft wirklich stabiler. Momentan glaube ich eher nicht daran. -
Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: Thaodan 14.06.13 - 15:48
Ich weiß nicht wo von du redest aber der artiges hatte ich nie. Allerdings habe ich Suse zuletzt zu KDE 4.3 Zeiten genutzt.
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-- Georg Schramm -
Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: Wander 14.06.13 - 15:59
hum4n0id3 schrieb:
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> [...]
>
> Ich habe einen Google-Account, auch wegen des Android Tabletts, und kann
> ihn in den Gnome-Desktop einbinden. Einmal eingerichtet, kann ich zb. über
> Evolution, auf Email, Kontakte und Kalender zugreifen. Alles was ich über
> den Computer erledige, sehe ich am Tablett. Was ich am Tablett erledige,
> sehe ich am Computer. Das ist sehr praktisch, bei nur sehr geringem
> Aufwand.
Das ist dank Akonadi unter den KDE Workspaces doch auch problemlos möglich; einmal eingerichtet hat man mit Kontact (und vielen weiteren Anwendungen) Zugriff auf E-Mails, Kontakte, Kalender und Aufgaben.
> Bei KDE ließt man nur, update von das auf das, jetzt das selbe wie vor auch
> vor 10 Jahren, nur in QML. Fehler, so der Vorwurf der Benutzer, werden
> nicht wirklich behoben. Und so weiter.
Was kritisierst du also konkret? Was fehlt dir? -
Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: Thaodan 14.06.13 - 16:00
Nebenbei: Ich frage mich wer die Telepathy in das PIM System als erstes hinkriegt...
Wahrung der Menschenrechte oder Freie fahrt am Wochenende.
-- Georg Schramm -
Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: Wander 14.06.13 - 16:07
Ich kann ihn diesbezüglich durchaus verstehen. Viel länger als ein Jahr hat es bei mir bisher kein .kde4-Ordner überlebt; Fehler und Abstürze nehmen mit der Zeit immer mehr zu - insbesondere bei Kmail und Nepomuk.
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Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: regiedie1. 14.06.13 - 16:20
Ich bin mit KDE SC 4.7 von GNOME 2 auf KDE Plasma gewechselt. Es läuft auf Arch Linux recht rund, da ich genügend Rechenpower habe, stören auch die Indizierungsdienste nicht und Abstürze kommen direkt nicht vor.
Meine Kritik momentan an KDE ist, dass sich bei der Usability nichts tut. Die Frameworks unten drunter sind wohl teilweise nahe an OS X-Qualität und da wird auch ständig dran gebastelt. Aber es passiert einfach nichts in der UI. Bestes Beispiel die Dateidizierung: Praktisch unbenutzbar, weil es kein gutes GUI dafür gibt. Oder Nepomuk und die ganze Geschichte des semantischen Desktops. Tags auf Dateien (technisch wahrscheinlich sauberer gelöst als bei OS X 10.9) – gibt es bei KDE SC schon seit Jahren, aber sind im Dateimanager nach wie vor furchtbar implementiert. (Ansonsten ist der Dateimanager Dolphin der beste grafische Dateimanager, den ich auf allen Betriebssystemen je genutzt habe.) Der Desktop fühlt sich an wie ein Nebenprojekt zu den Bibliotheken und Frameworks, um den man sich auch noch ein bisschen kümmert. Diese Aktivitäten sind bis heute nicht produktiv verwendbar. KWin ist, soweit ich das technisch überblicke, der momentan fortschrittlichste Compositing-Window-Manager auf Linux. Nach wie vor ruckeln die Effekte auf meiner Radeon HD 7770 mit fglrx auf QHD, wo 2007 schon Compiz mit weit weniger starker GPU flüssige Effekte zauberte. Und KWin sieht nach wie vor nicht so elegant natürlich wie Compiz aus. Der Desktop wird einfach vernachlässigt.
Ich bin kein Freund von den Interface-Nazis bei GNOME, aber deren Desktop sieht attraktiv aus und besitzt moderne Desktop-Metaphern. Das Konzept für die virtuellen Arbeitsoberflächen ist z.B. genial. GNOME bewegt sich da auf Niveau von Aqua und teilweise darüber. http://youtu.be/ete5Us0-IpY
Wenn jetzt KDE SC 4.11 das letzte Feature Release werden soll und dann zwei Jahre lang nur an den KDE 5-Frameworks gearbeitet werden soll, werde ich wohl über kurz oder lang auf GNOME wechseln. -
Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: marsie 14.06.13 - 16:32
ich hoffe, das gnome bald wirklich von vala profitiert. die Sprache gefällt mir richtig gut. nur eine vernünftige IDE fehlt noch
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Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: hum4n0id3 14.06.13 - 16:43
Die Distribution ist egal. Ich bin verschiedener Hardware, mit verschiedenen Distributionen KDE gefahren. Überall das selbe miese Bild.
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Re: KDE macht kaum Fortschritte?
Autor: Thaodan 14.06.13 - 17:20
regiedie1. schrieb:
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> Wenn jetzt KDE SC 4.11 das letzte Feature Release werden soll und dann zwei
> Jahre lang nur an den KDE 5-Frameworks gearbeitet werden soll, werde ich
> wohl über kurz oder lang auf GNOME wechseln.
Da hast da was falsch verstanden, bezogen auf Plasma stimmt da so. Beim rest hingegen stimmt das nicht.
Wahrung der Menschenrechte oder Freie fahrt am Wochenende.
-- Georg Schramm



