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VLC-Blues

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  1. VLC-Blues

    Autor: cpt.dirk 10.02.18 - 23:41

    "Das Entschlüsseln der Disc-Inhalte übernimmt der VLC aber weiterhin nicht."
    Klar - warum auch diesem Abspielschutz den Kampf ansagen. Linux und Blu-Ray #@?!

  2. Re: VLC-Blues

    Autor: Vögelchen 10.02.18 - 23:59

    Dann kauf den Mist halt nicht!
    CDs werden gerade auch m großen Stil aus den Läden genommen, weil sie keiner mehr kauft.

  3. Re: VLC-Blues

    Autor: 1e3ste4 11.02.18 - 20:18

    cpt.dirk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Das Entschlüsseln der Disc-Inhalte übernimmt der VLC aber weiterhin
    > nicht."
    > Klar - warum auch diesem Abspielschutz den Kampf ansagen. Linux und Blu-Ray
    > #@?!

    Wenn BD-J unterstützt wird, dann muss zwangsläufig auch libbluray mitkompiliert sein, sonst können die Datenstrukturen nicht gelesen werden. Heißt also, dass da nur noch libaacs fehlt. Schon vor VLC 3.0 gab es kompilierte Versionen (auch für Windows!), die Blurays mithilfe der Schlüsselliste abspielen konnte.

    Unter Linux: Eigentlich muss man nur libaacs installieren und sich die Schlüsselliste besorgen. Dann läufts. Ich schau Blurays mit mpv und VLC (2.x)...

    P.S.: Mit BD+ verseuchte Scheiben kann ich damit allerdings auch nicht anschauen. Der "Trick" dabei ist einfach alle paar Kilobytes einen Block zu verschlüsseln. Ergebnis ist dann halbkaputtes Bild und stockender Ton...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.02.18 20:20 durch 1e3ste4.

  4. Re: VLC-Blues

    Autor: cpt.dirk 12.02.18 - 17:44

    Kann ich nicht nachvollziehen. Die Installation von libbluray und aacs reicht offensichtlich nicht aus, (ich glaube, es fehlen noch die Schlüssel, mit denen dann decrypted werden kann).

    PowerDVD telefoniert ja auch erst nach Hause, um dort den User und dann den Key abzuholen - im Prinzip wird hier wohl eine implizite Registrierung auf Basis von UIDs erzwungen - absolut indiskutabel.

    Es soll ein proprietäres, kostenpflichtiges Softwaremodul für Linux geben, welches dieselbe Funktion bietet (den Namen habe ich grade nicht zur Hand), aber ich werde sicher nicht noch zusätzliches Geld für so eine Lösung ausgeben - die noch dazu nicht ganz zuverlässig zu sein scheint - wenn ich schon den Film gekauft habe.

  5. Re: VLC-Blues

    Autor: cpt.dirk 12.02.18 - 17:57

    Wir reden aber von Videos, und hier trifft das derzeit eher auf DVDs zu.

    Doch was ist die Alternative? Zwangsweise Registrierung und Deanonymisierung bei den Netstream-Konzernen.

    Damit einher gehen aber noch schlimmere DRM-Technologien, als bislang:

    Proprietäre, in die Browser fest integrierte EME-Module der Contentindustrie und evtl. auch kompromittierende API-Zugriffsmöglichkeiten auf Hardwareebene (ich rede von Speicherbereichen im Flash-RAM, über die dank UEFI-BIOS Firmen z. B. DRM-Informationen in der eigenen Hardware verankern können (von anderer Software bereits genutzt).

    Das lässt beispielsweise Szenarien erahnen, bei denen Mediacontent direkt an die Hardware gebunden wird, sprich: bevor ich einen Film auf dem Notebook, Tablet, bei Freunden oder wo auch immer, ansehen kann, muss ich erst eine weitere Registrierungsprozedur durchlaufen (sofern überhaupt vorgesehen).

    Nix mehr mit DVD mitnehmen oder rippen und einfach anschauen.

    Denkbar ist sogar ein Register der erworbenen, bzw. angesehenen Filme und der Favoriten direkt in der Hardware, auf das von jedem beliebigen OS / von jeder entsprechenden Software zugegriffen werden kann.

    NEIN DANKE.

  6. Re: VLC-Blues

    Autor: 1e3ste4 12.02.18 - 18:27

    cpt.dirk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann ich nicht nachvollziehen. Die Installation von libbluray und aacs
    > reicht offensichtlich nicht aus, (ich glaube, es fehlen noch die Schlüssel,
    > mit denen dann decrypted werden kann).

    Ich schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schon vor VLC 3.0 gab es kompilierte Versionen (auch für Windows!), die Blurays
    > mithilfe der Schlüsselliste abspielen konnte.


    cpt.dirk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PowerDVD telefoniert ja auch erst nach Hause, um dort den User und dann den
    > Key abzuholen - im Prinzip wird hier wohl eine implizite Registrierung auf
    > Basis von UIDs erzwungen - absolut indiskutabel.

    Nein, so funktioniert AACS nicht. Dann könnte auch kein Bluray-Player ohne Internetanschluss eine BD abspielen. Die Firmware-Update, auf welche hingewiesen wird, werden hauptsächlich für Scheiben mit BD+ benötigt, da regelmäßig die Spec geändert wird.

    Der Punkt ist, dass nicht nur libaacs installiert sein muss, sondern bei VLC die Option zur Compilezeit aktiviert gewesen sein muss. Sonst sucht er garnicht nach der Lib. Ich jedenfalls kann meine Scheiben unter Arch Linux problemlos abspielen.

    Die Keylist ist zur Zeit die einzige sinnvolle Möglichkeit, da geleakte private Schlüssel von Software-Player sehr schnell in frisch gepressten BDs als zurückgezogen markiert werden (wie der ganze Kram funktioniert mag ich aber nicht breittreten, das ist in den einschlägigen Foren bestens dokumentiert :).

  7. Re: VLC-Blues

    Autor: throgh 13.02.18 - 12:01

    Also mit MakeMKV komme ich derweil sehr gut klar und kann auch ganz bequem jedweden Film schauen, noch dazu von der Festplatte aus. ;)

    Freiheit geht vor: Linux-Anwender!
    Immer daran denken: Stereotypen sind keine so gute Idee!

  8. Re: VLC-Blues

    Autor: 1e3ste4 13.02.18 - 12:08

    throgh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also mit MakeMKV komme ich derweil sehr gut klar und kann auch ganz bequem
    > jedweden Film schauen, noch dazu von der Festplatte aus. ;)

    MakeMKV ist "ganz nett". Aber jedes Mal eine Stunde warten bis der Film fertig gerippt ist, damit ich ihn mir dann einmal anschauen kann, ist dann doch nicht so meins...

  9. Re: VLC-Blues

    Autor: 0xDEADC0DE 13.02.18 - 12:11

    Ehrlich gesagt stört mich so eine Lösung, wenn man einen Film sofort schauen und nicht erst auf Platte kopieren will. Dauert dann um die 20 Minuten länger, bis man den Film schauen kann. Dafür fällt der ganze nervige andere Mist weg...

  10. Re: VLC-Blues

    Autor: 1e3ste4 13.02.18 - 12:23

    0xDEADC0DE schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dafür fällt der ganze nervige andere Mist weg...

    Welcher nervige Mist? Ich kann direkt die Videostreams abspielen. Und bei BDs sind praktischerweise Warnungen, Werbung, Film und Extras in getrennten Titeln :D

  11. Re: VLC-Blues

    Autor: 0xDEADC0DE 13.02.18 - 13:22

    Genau den meinte ich, in Zusammenhang zu konventionellen Blue-Ray-Playern (Hard- wie auch Software).

  12. Re: VLC-Blues

    Autor: throgh 13.02.18 - 13:42

    Nun ja: Ihr könnt euch den Film auch direkt anschauen und via VLC streamen. Dazu bietet MakeMKV entsprechend eine Lösung. Es bedarf nicht erst der Ablage lokal auf der Festplatte. Mein Arbeitsablauf sieht dahingehend nochmals anders aus: Erst mittels MakeMKV ablegen und dann mittels Handbrake nachbearbeiten.

    Freiheit geht vor: Linux-Anwender!
    Immer daran denken: Stereotypen sind keine so gute Idee!

  13. Re: VLC-Blues

    Autor: throgh 13.02.18 - 13:43

    Also du kannst Spuren auch direkt als Stream anbieten und mittels VLC anschauen. Wird quasi durchgereicht. :)

    Freiheit geht vor: Linux-Anwender!
    Immer daran denken: Stereotypen sind keine so gute Idee!

  14. Re: VLC-Blues

    Autor: 1e3ste4 13.02.18 - 13:50

    throgh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun ja: Ihr könnt euch den Film auch direkt anschauen und via VLC streamen.

    Das kann ich direkt mit VLC OHNE MakeMKV.

  15. Re: VLC-Blues

    Autor: throgh 13.02.18 - 14:33

    Entsprechend ist MakeMKV auch dann ein weiterer alternativer Lösungsweg.

    Freiheit geht vor: Linux-Anwender!
    Immer daran denken: Stereotypen sind keine so gute Idee!

  16. Re: VLC-Blues

    Autor: ffrhh 13.02.18 - 17:03

    throgh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mein Arbeitsablauf sieht dahingehend
    > nochmals anders aus: Erst mittels MakeMKV ablegen und dann mittels
    > Handbrake nachbearbeiten.

    Ja das hatte ich auch mal überlegt. Dann habe ich für mich entschieden, dass mir meine Lebenszeit dafür zu kostbar ist und Festplattenplatz kaum etwas kostet. Daher nutze ich makemkv und lege das untouched ab.

  17. Re: VLC-Blues

    Autor: cpt.dirk 13.02.18 - 19:52

    Nein, aber PowerDVD funktioniert aber offenbar so.

    Mit aacs und VLC hatte ich es schon einmal versucht - erfolglos.

    Ebenso ein erneuter Versuch gestern übrigens, wobei die Auflistung der vorhandenen VLC-Module bluray aufzeigte, aacs jedoch nicht. Das VLC von Ubuntu (Xenial) ist Version 2.2.2, ob das ausreichend ist - fraglich, kann ich aber im Moment nicht beantworten.

    Und ob nun aacs in dieser Version kompiliert ist, ist nicht ganz klar; jedenfalls wurde die Disk auch nicht nach dem Platzieren der Keyliste im Ordner .config/vlc/aacs/ geöffnet - im Log allerdings schon als "uses AACS" gemeldet.

    Im Moment habe ich nicht die Zeit und Lust, es mit einem expliziten Compilieren zu versuchen, um es zu überprüfen, wozu ich ggf. eine andere Distro bräuchte, die die entsprechenden Abhängigkeiten für 3.0 mitbringt. Wobei dann wiederum nicht gesagt ist, dass aacs damit zusammenspielt.

    Ich meine aber, dass das Abspielen einer CD, DVD oder Bluray grundsätzlich ein Standardfeature darstellt, welches keinesfalls solche Frickelklimmzüge erfordern darf. Selbst wenn es irgendwie (vielleicht unter Arch) machbar ist, auf diese Weise ist so etwas ist mit einer vernünftigen UX unvereinbar.

    Wenn es sein muss, sollte z. B. Canonical oder die EFF vielleicht mal eine gerichtliche Entscheidung bezüglich der Zulässigkeit eines "Kopierschutzes" vs. eines "Abspielschutzes" herbeiführen. Denn letztlich bauen die Akteure der Contentindustrie wohl nur auf eine Rechtsunsicherheit, die keinen Bestand haben darf und zugunsten der Nutzer beseitigt gehört.

    Hier bedarf es einiger Grundsatzurteile, welche die Nutzerrechte wieder stärken.

    Wenn das nicht bald geschieht, werden in der Realität alternativlose Fakten geschaffen, die den Nutzer in seinen Rechten massivst einschränkt, indem durch die vollständige Verdrängung mittels Onlinestreaming bei Anwendung ähnlicher und noch restriktiverer Mechanismen gearbeitet wird.

  18. Re: VLC-Blues

    Autor: 1e3ste4 13.02.18 - 20:29

    .config/vlc/aacs/ ist schon mal falsch. Die Schlüsseldatei wird von libaacs ~/.config/aacs/KEYDB.cfg erwartet. Hol dir probehalber auch mal SMPlayer mit mpv als Backend (falls es bei Ubuntu verfügbar ist), um es zu testen.

    Ansonsten schau dir mal den ArchWiki-Eintrag zu dem Thema durch. Das sollte auf Ubuntu übertragbar sein: [wiki.archlinux.org]

    Eventuell gibt es auch Wiki-Einträge für Ubunten.

  19. Re: VLC-Blues

    Autor: ManMashine 13.02.18 - 21:09

    Die Sache mit der key Liste ist leider nur eine unbefriedigende Lösung da aktzuelle scheiben meist neue Keys haben die noch nicht in den geleakten key listen mit drinnen ist. Somit sind die aktuellsten Scheiben die man dann mittels VLC anschauen kann, maximal von 2012. Und auch hier nicht alle. Mir ist mitten in der 5. Staffel von Star Trek The Next Generation passiert dass disc 1 und 2 noch liefen aber Disc 3 bereits beim pressen einen aktuelleren Key bekam. CBS Paramount ist da immer extrem gewesen.

    Somit musste ich es auf der PS3 weiterschauen.

    Aaaaaaber es gibt allerdings auch Ausnahmen. Kleinere Labels nutzen nicht immer die aktuellsten keys. Somit sind auch aktuelle Veröffentlichungen (Zum Beispiel "U-Boot in Not") mit VLC und dem Blu-ray Extra mit der Keyliste, ohne Probleme anschaubar. Alles ohne irgendwas cracken zu müssen.

    Mein Beruf ist es zu sehen und das Gesehene zu zeigen.

  20. Re: VLC-Blues

    Autor: cpt.dirk 16.02.18 - 20:12

    Der falsche Pfad war offensichtlich nicht das Problem, wie bereits vermutet. Mag sein, dass diese alte VLC-Version ohne bluray-Modul compiliert wurde, mag sein, dass nicht - das Log ist hier nicht unbedingt eindeutig.

    Vernünftige Dokumentation hierzu scheint nicht auffindbar zu sein, nur verwaiste Einträge über obsolete Windows-DLLs, oder Verweise auf das berüchtigte "MakeMKV", (und das schon seit Jahren) ein proprietäres, kommerzielles Tool von zweifelhafter Herkunft. Es war nicht anders zu erwarten.

    Entweder hat die Contentlobby hier ganze Arbeit geleistet in Bezug auf Zensur entsprechender Einträge bei den üblichen Suchmaschinen, oder es ist nichts zu finden, weil es schlicht nicht funktioniert (vermutlich eine Mischung aus beidem).

    Mit dem derzeitigen Ubuntuderivat als Testbasis ist das Unterfangen ohnehin zusätzlich erschwert, wegen der unpassenden Deps, die in Konflikt mit einer neueren Version von VLC und aacskeys liegen.

    Evtl. versuche ich nochmal Arch demnächst, aber die Erfolgsaussichten scheinen mir irgendwie zu dürftig dafür - zu wenig Neue Info auf der erwähnten Seite und anderswo. Ich konnte auch keine Anleitung finden, wie VLC konkret mit Bluraysupport zu compilieren sei... nicht einmal bei Arch, welches in solcher Hinsicht oft recht gut war.

    Ein Hauptproblem scheint zu sein, dass sich schon keiner mehr traut, auch nur ansatzweise lösungsorientierte Kommentare zu schreiben, aus Angst vor dem Moderator und/oder der Contentmafia. Internet-Selbstzensur in Reinkultur...

    Aber wie bereits zu Anfang gesagt: Linux und Bluray - einfach nur traurig das Ganze Thema.

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