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  5. › Gardena: Open Source, wie es sein…

Geht das nicht einfacher?

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  1. Geht das nicht einfacher?

    Autor: erlkoenig 06.11.19 - 11:54

    Eins verstehe ich an der ganzen Sache nicht: Es gibt eine Reihe an SoC's mit (nahezu) vollständiger Dokumentation der Hardware und komplettem Mainline-Support durch Linux, U-Boot & Zubehör, alles direkt vom Hersteller. Also eben genau so "wie es sein soll". Diese Hersteller sind (u.a.) TI, NXP, Microchip, (neuerdings) STMicroelectronics. Bei anderen wie Marvell sind die genannten Dinge nicht öffentlich findbar, aber angeblich per NDA zu bekommen.
    Warum benutzt Gardena nicht solche SoC? Das würde den ganzen Aufwand mit zusätzlichen Entwicklern, eigene Integration in Mainline usw. komplett vermeiden. Der Nachteil wäre, dass diese SoC vielleicht 2$ teurer sind (genaue Preise sind ja geheim). Macht das wirklich den Unterschied, welcher die ganze Arbeit rechtfertigt?

  2. Re: Geht das nicht einfacher?

    Autor: Trockenobst 07.11.19 - 17:16

    erlkoenig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum benutzt Gardena nicht solche SoC? Das würde den ganzen Aufwand mit
    > zusätzlichen Entwicklern, eigene Integration in Mainline usw. komplett
    > vermeiden. Der Nachteil wäre, dass diese SoC vielleicht 2$ teurer sind
    > (genaue Preise sind ja geheim).

    Die sind nicht nur "ein bisschen" teuer. Die sind u.U. 10x so teuer, vor allem wenn du die Software dazu haben willst. Irgendwer muss doch die ganze Integration und Mainline pflegen, das gibt es nicht für 2$ mehr pro Gerät.

    Wenn du Medizingeräte oder Flugzeughardware brauchst, macht dir das Geld nichts aus, weil Du bereit bist für die Zertifizierung und Risikoabnahme viel Geld zu lassen. Der Privatmann macht das aber nicht.

    Der ganze neu entstandene Markt der Raspis und Orangeboards kam mit sehr viel Freiheit, vor allem was die Interconnectivität und der Shields. Das war vorher alles ein großes Geheimnis, was mit wem und wer zusammenspielt, wo es dafür Sourcen gibt.

    Android hatte im Telefonmarkt relativ leicht, Fans zu gewinnen. Weil Treiber schreiben für viele Fließbandfirmen ein schlechter Deal ist und Google ihnen viel abnahm. Nokia und Microsoft wollten nicht nur Lizenzgeld für ihre Telefon-OS, sie wollten auch sehr viel Geld für die Zertifizierung von Wald+Wiesenhardware(!) haben, damit man sie mit ihrem OS nutzen durfte.

    Mediatek/Allwinner/Rockchip sind massenproduzierte ARM Chips mit sehr viel Support, verfügbaren Lizenzkonzepten und ohne Kontrollwahn der Produzenten. Deswegen stecken die fast überall drin, aber NXP, STM und Co. findest du nur in harten Kommerzgeräten wie Kreditkartenlesegeräte und sowas.

  3. Re: Geht das nicht einfacher?

    Autor: schnedan 10.11.19 - 15:09

    Je nach Stückzahlgerüst des Produktes sind alleine die Kosten pro Chip deutlich höher, aber das hat "Trockenobst" ja schon schön erläutert.

    daneben wenn Gardena als traditioneller "Hardware Hersteller" so tickt wie ich es kenne, ist man HK getrieben. Herstellungskosten über alles! Entwicklung, Support, Livecycle Management, all das wird kaum betrachtet oder gar sauber berechnet. Da nimmt man lieber den Chip der 50Cent billiger ist auch wenn es die Firma über Jahre 100.000¤ mehr kostet. A. kann da eh keiner nachverfolgen B. so lange man Erfolg hat interessiert es keinen und C. ist's eh ne andere Kostenstelle D. Boni gibts für niedrige HK nicht dafür das man Gesamtheitlich denkt.

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