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Strukturelle Verschiebung der Arbeitswelt

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  1. Strukturelle Verschiebung der Arbeitswelt

    Autor: Oviing 22.11.21 - 16:12

    Hat sie auch, ist nur bei vielen in den Köpfen nicht angekommen. In der VWL nennt man sowas „Strukturelle Verschieben von Angebot oder Nachfrage“ und genau so was sehen wir hier gerade in Echtzeit. Das bedeutet kurz bis mittelfristig natürlich Verwerfungen im zum Beispiel Immobilienmarkt in den Stadtzentren. Wenn natürlich Büros verweist sind, bedeutet das auch für viele Restaurants dass viele Mittagessen weniger verkauft werden. Gerade deshalb drehen manche Politiker so am Rad und versuche alles, damit Homeoffice nicht gang und gebe wird

  2. Re: Strukturelle Verschiebung der Arbeitswelt

    Autor: Der schwarze Ritter 22.11.21 - 16:25

    Is klar, weil die Gastronomen der Politik ja so am Herzen liegen. So sehr, dass man diesen TSE und anderen Kram aufgenötigt hat, weil man damit die ganzen Billionen hinterzogener Steuern reinholen muss.

  3. Re: Strukturelle Verschiebung der Arbeitswelt

    Autor: LH 22.11.21 - 16:37

    Oviing schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn natürlich Büros verweist sind,
    > bedeutet das auch für viele Restaurants dass viele Mittagessen weniger
    > verkauft werden.

    Das ist nicht zwingend der Fall. Zum einen gehen Leute auch von zu Hause aus essen, zum anderen sin die Leute ja nicht gänzlich weg. Zumindest in der Stadt verschiebt es sich nur, machen halt Restaurants woanders auf. Hart trifft es nur Kantinen.

    > Gerade deshalb drehen manche Politiker so am Rad und
    > versuche alles, damit Homeoffice nicht gang und gebe wird

    Nicht wirklich, die meisten Auswirkungen in dieser Richtung sind für die Politik nicht relevant.

  4. Re: Strukturelle Verschiebung der Arbeitswelt

    Autor: sogos 22.11.21 - 16:50

    LH schrieb:
    > Das ist nicht zwingend der Fall. Zum einen gehen Leute auch von zu Hause
    > aus essen, zum anderen sin die Leute ja nicht gänzlich weg. Zumindest in
    > der Stadt verschiebt es sich nur, machen halt Restaurants woanders auf.
    > Hart trifft es nur Kantinen.

    Naja, die wenigsten würden von zu Hause Mittags (eher alleine) in ein Restaurant gehen. Aber etwas bestellen... Lieferdienste (ob fertiges Essen oder Lebensmittel) sind ja gerade im Hyperwachstum.

    > Nicht wirklich, die meisten Auswirkungen in dieser Richtung sind für die
    > Politik nicht relevant.

    So weit denken die nicht. Die Angst der Politik kommt aus anderen Richtungen: Kontrolle der Arbeitnehmer im positiven (Arbeitsbedingungen, siehe Gewerkschaften) und negativen (Angst die Kontrolle zu verlieren).
    Aber im IT Bereich kann man schon sagen: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben (Auf Unternehmen bezogen).

    edit: typo



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.11.21 17:08 durch sogos.

  5. Re: Strukturelle Verschiebung der Arbeitswelt

    Autor: miguele 22.11.21 - 17:01

    Wäre ja mal ganz schön, wenn sich alles mehr in der Breite verteilt anstatt das alles versucht in einer kleinen Fläche im Zentrum einer Stadt zu sein. Egal ob Büros, Restaurants, Geschäfte, etc.

    Lieber mal überall kleine "Mini-Zentren" statt einem überfüllten Stadtkern.

  6. Re: Strukturelle Verschiebung der Arbeitswelt

    Autor: sogos 22.11.21 - 17:20

    Menschen werden weiterhin in die Zentren kommen, weil:
    * Kulturangebote (Museen, aber auch Restaurants etc.)
    * Bildung (Schulen, Universitäten)
    * Dienstleistungen ( kein Gorillas in der Pampa)
    * Infrastruktur ( Auto notwendig? Breitband Internet?)

    Arbeit ist nur ein Punkt, der wegfällt.
    usw...

  7. Re: Strukturelle Verschiebung der Arbeitswelt

    Autor: FerdiGro 22.11.21 - 19:17

    sogos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Menschen werden weiterhin in die Zentren kommen, weil:
    > * Kulturangebote (Museen, aber auch Restaurants etc.)
    > * Bildung (Schulen, Universitäten)
    > * Dienstleistungen ( kein Gorillas in der Pampa)
    > * Infrastruktur ( Auto notwendig? Breitband Internet?)
    >
    > Arbeit ist nur ein Punkt, der wegfällt.
    > usw...

    Der Punkt mit den Mini Zentren ist trotzdem spannend je nach Lebensstil. Für unsere Familie sind Gewisse alltägliche Dinge in unmittelbarer Nähe entscheidend (Schule, Kita, einkaufen, Familienangehörige etc). Dafür gibt es im Stadtzentrum viele Dinge die man sehr gerne aber selten in Anspruch nimmt (Kino, Theater, ausgefallene Restaurants und Ausstellungen). Die alltäglichen Dinge sind da häufig Schwieriger zu erreichen.

    Daher bin ich für viele Alltagszentren und Großstadt Zentrum in der Nähe. Das macht am meisten Sinn denke ich.

  8. Re: Strukturelle Verschiebung der Arbeitswelt

    Autor: Pantsu 22.11.21 - 22:00

    Wird da nicht auf Dauer Wohnraum frei? Man muss nichts extra bauen und alle sind mal zufrieden. Natürlich nur, wenn man die Einwanderungspolitik mal regelt, wonach es nicht aussieht, aber für so 10 Jahre hält das sicher, und länger plant ja eh keiner mehr.

    Ich merke es jedenfalls schon an deutlich angenehmeren Bahnfahrten, dazu zwischendurch etwas Lockdown (muss ja kein echter sein, einfach etwas Panik machen), und Städte werden endlich gemütlich. Die Auswirkungen kann man ja auch so 10 Jahren ignorieren.

    Nein, mal ehrlich, Homeoffice ist wunderbar, aber dass Leute immer noch eisern an 8-10 Stunden festhalten, anstatt mal weniger arbeiten zu wollen - für mich irgendwie immer noch bescheuert, man verschwendet weiterhin zuviel Zeit für die Arbeit und vermutlich hat auch nicht jeder ein schönes Arbeitszimmer dafür, also wird die Arbeit ins Private verlagert und lässt neue Konflikte aufflammen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.11.21 22:02 durch Pantsu.

  9. Re: Strukturelle Verschiebung der Arbeitswelt

    Autor: Trockenobst 23.11.21 - 08:32

    Pantsu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wird da nicht auf Dauer Wohnraum frei? Man muss nichts extra bauen und alle
    > sind mal zufrieden. Natürlich nur, wenn man die Einwanderungspolitik mal
    > regelt, wonach es nicht aussieht, aber für so 10 Jahre hält das sicher, und
    > länger plant ja eh keiner mehr.

    Die meisten "Einwanderer" wohnen in Satellitenstädte in der die meisten Menschen die in der Stadt "durchstarten" wollen nicht wohnen wollen. Meist auch in Gegenden wo man sinnvoll ein Auto braucht, was bei den Millenials schon gar nicht geht.

    Bevor die großen Büropaläste zu Wohnraum umgewandelt werden, haben wir eher den New York oder London Effekt, wo die einfach Leer stehen gelassen werden und die Wertsteigerung dann als Investitionsobjekt gilt. Alle Büros raus und die Ruine steht da für 30 Jahre, irgendwann kauft jemand das Teil für 2x den Wert.

    Aber auch mit Umwandlung werden das bestenfalls Luxusobjekte, keine Sozialwohnungen. Die Stadtkerne sind für den Plebs weltweit verloren, die finanziellen Könige und Barone haben sich die Städte gekrallt. Solange Nullzins den Kapitalismus weiter finanziert, wird das auch so bleiben.

  10. Re: Strukturelle Verschiebung der Arbeitswelt

    Autor: Dino13 23.11.21 - 09:14

    Pantsu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wird da nicht auf Dauer Wohnraum frei? Man muss nichts extra bauen und alle
    > sind mal zufrieden. Natürlich nur, wenn man die Einwanderungspolitik mal
    > regelt, wonach es nicht aussieht, aber für so 10 Jahre hält das sicher, und
    > länger plant ja eh keiner mehr.
    >
    > Ich merke es jedenfalls schon an deutlich angenehmeren Bahnfahrten, dazu
    > zwischendurch etwas Lockdown (muss ja kein echter sein, einfach etwas Panik
    > machen), und Städte werden endlich gemütlich. Die Auswirkungen kann man ja
    > auch so 10 Jahren ignorieren.
    >
    > Nein, mal ehrlich, Homeoffice ist wunderbar, aber dass Leute immer noch
    > eisern an 8-10 Stunden festhalten, anstatt mal weniger arbeiten zu wollen -
    > für mich irgendwie immer noch bescheuert, man verschwendet weiterhin zuviel
    > Zeit für die Arbeit und vermutlich hat auch nicht jeder ein schönes
    > Arbeitszimmer dafür, also wird die Arbeit ins Private verlagert und lässt
    > neue Konflikte aufflammen.

    Ich bin einfach nur begeistert wie man es einfach so ganz ohne jeglichen Kontext die bösen Migranten ins Gespräch bringt. Wahnsinn.

  11. Re: Strukturelle Verschiebung der Arbeitswelt

    Autor: miguele 23.11.21 - 10:38

    FerdiGro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Punkt mit den Mini Zentren ist trotzdem spannend je nach Lebensstil.
    > Für unsere Familie sind Gewisse alltägliche Dinge in unmittelbarer Nähe
    > entscheidend (Schule, Kita, einkaufen, Familienangehörige etc). Dafür gibt
    > es im Stadtzentrum viele Dinge die man sehr gerne aber selten in Anspruch
    > nimmt (Kino, Theater, ausgefallene Restaurants und Ausstellungen). Die
    > alltäglichen Dinge sind da häufig Schwieriger zu erreichen.
    >
    > Daher bin ich für viele Alltagszentren und Großstadt Zentrum in der Nähe.
    > Das macht am meisten Sinn denke ich.

    Ich wohne auch in einer kleinen Stadt, nicht direkt im Zentrum aber doch relativ zentral, soweit man das hier sagen kann. Ich hab einen Lebensmittelmarkt direkt vor der Tür, eine Packstation 7 Minuten zu Fuß entfernt, einen Bahnhof ebenfalls 7 Minuten entfernt, 2-3 Restaurants in der Nähe und liefern tun hier alle Lieferdienste auch hin. Dadurch kann ich auch mein Auto die meiste Zeit über in der Tiefgarage stehen lassen. Das ist hier also ein ganz netter Platz um zu leben, ohne im Zentrum zu sein und trotzdem "alles" hier zu haben.
    Wenns dann mehr sein soll, gehts mal ins Zentrum.

    Sowas müsste für jeden Stadtteil einfach immer mitbedacht werden. Das dort alles in ausgewogener Menge vorhanden sein sollte und sich nicht alle ins Zentrum quetschen müssen. Einfach mal breiter anlegen und die Stadtkerne entschlacken.

  12. Re: Strukturelle Verschiebung der Arbeitswelt

    Autor: ratti 24.11.21 - 11:57

    LH schrieb:
    > Das ist nicht zwingend der Fall. Zum einen gehen Leute auch von zu Hause
    > aus essen, zum anderen sin die Leute ja nicht gänzlich weg. Zumindest in
    > der Stadt verschiebt es sich nur, machen halt Restaurants woanders auf.

    Naja, auf junge Menschen mag das zutreffen.

    Für mich heisst “Mittagessen im Homeoffice“ inzwischen aber, dass ich mit meiner Familie essen kann. Und das heisst, es wird gekocht (auch wenn es oft nur Fertiggerichte sind) — ich geh ja nicht zum Dönermann, wenn Frau und Kind auch in der Wohnung sind.

    Und “Bestellen“ ist auch eher was für jüngere Besserverdiener. Ich persönlich mag das gar nicht. Das bezahlbare Essen ist schlecht und wenig, das gute Essen sauteuer, und es geht einfach alle naslang was schief. Und: Essen um 12 heisst für mich um 12. Und nicht um 11:50 oder 12:10, wenn der Pizzamann grad mal kommt.

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