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Müssen Treiber grundsätzlich quelloffen sein?

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  1. Müssen Treiber grundsätzlich quelloffen sein?

    Autor: GeneralWest 08.04.13 - 12:07

    Was spricht dagegen die Firmen dazu zu bewegen zumindest closedsource-Treiber für Linux zu veröffentlichen? Das würde zwar den Entwicklern nicht zuspielen aber die Nutzerbasis deutlich verbessern. Oder gibt es hier lizenzrechtliche Hürden? Auf Windows und MacOS schreit schliesslich auch Niemand nach OpenSource-Treibern und wenn Linux Land gut machen will sollte es sich - imho - stärker um die Nutzerbasis als um die Entwickler kümmern.

    Wie gesagt: imho.

  2. Laut GPL: ja

    Autor: Anonymer Nutzer 08.04.13 - 12:29

    Alle anderen Wege sind lediglich umständliche Umgehungen der Offenlegungspflicht.

  3. Re: Müssen Treiber grundsätzlich quelloffen sein?

    Autor: bstea 08.04.13 - 12:30

    In der Regel existieren die Systeme länger als der Support der Hardware und Treiber.
    Zudem laufen die Entwicklungszyklen dermaßen unterschiedlich, ohne ständige Mitarbeit des Herstellers ist der Treiber nach spät. 2 Jahren kaum zu gebrauchen.
    Auch dürfte die Rechts- und Technikabteilung bei Linuxentwicklungen ausreichend Beschäftigung finden.

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  4. Re: Müssen Treiber grundsätzlich quelloffen sein?

    Autor: Xstream 08.04.13 - 13:35

    Die Linux Entwicklergemeinde sieht Closed Source Treiber eher ungerne und streubt sich daher auch eine stabile Treiberschnittstelle in Linux zu schaffen. Das bedeutet die Hersteller können durchaus Closed Source Treiber anbieten (und machen das auch) laufen damit aber Gefahr dass der Treiber bei jeder neuen Kernel Version erst mal angepasst werden muss.

  5. Closed-Source-Treiber behindern evolutionäre und plattformübergreifende Entwicklung

    Autor: Smaug 08.04.13 - 14:01

    Closed-Source-Treiber behindern und verhindern die evolutionäre und plattformübergreifende Entwicklung, wie sie bei freier Software und Systemen üblich ist.

    Die proprietären Treiber von nVidia und ATI unterstützen (nach Jahren) immer noch nicht KMS oder GEM. Sie lassen sich ebenso nicht an Wayland anpassen oder auf andere Plattformen portieren. Sie sind sogar nur zu einzelnen Versionen des X-Servers kompatibel.

    Proprietäre Treiber funktionieren nur solange sich APIs nicht ändern. Anpassungen und Verbesserungen der APIs, sowie Neuentwicklungen sind mit proprietären Treibern nur langsam möglich, führen zu Inkompatibilitäten und sind vom Wohlwollen des Herstellers abhängig. APIs sollte man nicht unnötig ändern, doch muss es möglich sein, damit Neuentwicklungen und Verbesserungen möglich sind.

    Unter MS-Windows funktionieren proprietäre Treiber, weil sich die APIs nicht ändern. Es gibt auch nur eine MS-Windows-Distribution mit seltenen Systemupdates. Im Gegensatz zu MS-Windows ist Linux-Entwicklung sehr vielfältig und dynamisch. Linux ist auch aufgrund seiner Anpassbarkeit wesentlich schlanker, schneller und flexibler als MS-Windows.
    Durch die Monopolstellung von MS-Windows auf dem PC-Markt müssen Hardwarehersteller nur ein einzelnes System auf einer einzigen Architektur mit proprietären Treibern unterstützen, um über 90% des PC-Marktes zu erreichen. Gäbe es einen funktionierenden PC-Markt, mit mehreren Betriebssystemen, mehreren Architekturen und einer dynamischen Entwicklung, so wäre der Aufwand für die Hardwarehersteller wesentlich höher. Der große Nachteil proprietärer Treiber käme dann zum Tragen.

    Proprietäre Treiber funktionieren also nur in einem System-Monopol mit träger Entwicklung gut. Freie Hardwaredokumentationen, sowie freie Referenzimplementierungen können ein breites Spektrum an Systemen und Architekturen bedienen.

  6. Re: Müssen Treiber grundsätzlich quelloffen sein?

    Autor: Smaug 08.04.13 - 14:16

    Xstream schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Linux Entwicklergemeinde sieht Closed Source Treiber eher ungerne und
    > streubt sich daher auch eine stabile Treiberschnittstelle in Linux zu
    > schaffen.

    Dazu sollte man noch sagen, dass die Linux Entwicklergemeinde Closed Source Treiber nicht grundlos ungerne sieht, sondern CS-Treiber viele Probleme bereiten und nicht in das Linux-Entwicklungsmodell passen.

    > Das bedeutet die Hersteller können durchaus Closed Source Treiber
    > anbieten (und machen das auch) laufen damit aber Gefahr dass der Treiber
    > bei jeder neuen Kernel Version erst mal angepasst werden muss.

    Glücklicher Weise entdecken immer mehr Hardwarehersteller die Vorteile freier Treiber für sich und stellen selber freie Treiber zur Verfügung, die auch, im Gegensatz zu den CS-Treibern, problemlos funktionieren. Auf Hardware, für die es ausschließlich proprietäre Treiber gibt, kann man heute meist verzichten.

  7. Re: Müssen Treiber grundsätzlich quelloffen sein?

    Autor: kmork 08.04.13 - 14:47

    Geschlossene Treiber sind immer auch ein potenzielles Sicherheitsrisiko: Niemand kann nachvollziehen, ob nicht eventuell gravierende Sicherheitslücken oder gar Backdoors enthalten sind, und das wo sie immer mit Root-Rechten laufen.

    Die Zugänglichkeit der Quelltexte ist (auch) darum bei Treibern so wichtig wie in kaum einem anderen Bereich. Das gillt imho eigentlich auch für das BIOS bzw. UEFI. Aber bis dahin, dass sich soetwas wie CoreBoot durchsetzen könnte, ist es noch ein langer Weg.

  8. Re: Müssen Treiber grundsätzlich quelloffen sein?

    Autor: EisenSheng 08.04.13 - 15:33

    bstea schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In der Regel existieren die Systeme länger als der Support der Hardware und
    > Treiber.
    > Zudem laufen die Entwicklungszyklen dermaßen unterschiedlich, ohne ständige
    > Mitarbeit des Herstellers ist der Treiber nach spät. 2 Jahren kaum zu
    > gebrauchen.
    > Auch dürfte die Rechts- und Technikabteilung bei Linuxentwicklungen
    > ausreichend Beschäftigung finden.

    Ist das ein Argument für oder gegen Open Source Treiber? Es gibt auch in der Open Source Welt Fälle in denen die Hardware die Open Source Treiber überlebt hat. Ist der X.org r128 Treiber für ATI Rage 128 überhaupt noch compilierbar? Spätestens Wayland/Weston wird sie aber wohl nicht mehr erleben …

  9. Re: Laut GPL: ja

    Autor: rtreffer 08.04.13 - 15:45

    Versuchsperson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alle anderen Wege sind lediglich umständliche Umgehungen der
    > Offenlegungspflicht.

    Laut GPL: Wenn man danach den kernel weitergeben will. Die Tatsache das man selber ein derived Work generiert (z.B. indem man den kernel mit einer closed source Komponente verbindet) macht gar nichts. Erst wenn ich das ganze weitergebe muss ich alles unter der GPL bereitstellen oder habe den GPL Teil ohne gültige Lizenz verwendet.

    Würde wirklich mal helfen wenn jeder der die GPL heranzieht diese auch mal liest...

  10. Re: Müssen Treiber grundsätzlich quelloffen sein?

    Autor: Christo 08.04.13 - 15:54

    War nicht so, als Nvidia den ersten Teil seines Treibers veröffentlichte, herauskam, dass die Werte, die vom Userland kamen, nicht überprüften? Ein Unding in der Linuxwelt!

  11. Re: Müssen Treiber grundsätzlich quelloffen sein?

    Autor: lisgoem8 08.04.13 - 16:56

    Klares JA.

    Offene Treiber heisst, man kann endlich die Grafikkarte auch länger verwenden.

    Jedes Distributionupdate ist leider zum Glückspiel geworden. Wird der nächste Kernel, das nächste X noch mit der Grafikkarte funktionieren?

    Oftmals geht es schief. Closed Soruce sorgt einfach nur für Probleme :-(

    Selbst bei Ubuntu.

    Wenn die 3D-Unterstützung für NV und AMD endlich in den Kernel kommt, gäbe es endlich einen deutlichen Schub für Linux-Systeme.

  12. Re: Müssen Treiber grundsätzlich quelloffen sein?

    Autor: nille02 08.04.13 - 17:01

    Kommt drauf an was du unter dem Treiber verstehst. Die Teile die vom OS ausgeführt werden müssen, sollten meiner Meinung nach FOSS sein. Firmware die auf der Hardware läuft kann meinetwegen weiter als Blob daherkommen. Bei der RPI GPU ist man aber etwas zu weit mit der Firmware gegangen. Dort kann man nicht mal die API Implementierungen Fixen falls sie einen bug haben da sie auch in der Firmware liegen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.04.13 17:01 durch nille02.

  13. Re: Müssen Treiber grundsätzlich quelloffen sein?

    Autor: SinnBefreiter 08.04.13 - 17:49

    Es wäre ja schon ein Ansatz, wenn die Hersteller ihre Hardware-Reference-Manuals mit der Beschreibung der IO-Ports und -Schnittstellen frei veröffentlichen würden.

  14. ABI != API

    Autor: Thaodan 08.04.13 - 18:02

    Bitte lern zwischen ABI und API zu unterscheiden, es gibt keine stabile ABI letzteres aber schon.

    Wahrung der Menschenrechte oder Freie fahrt am Wochenende.
    -- Georg Schramm

  15. Re: Müssen Treiber grundsätzlich quelloffen sein?

    Autor: bstea 08.04.13 - 21:47

    Der r128 wurde erst letzten Jahr auf ein Stand gebracht, den man fast nutzen kann ;)

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  16. Re: Laut GPL: ja

    Autor: chrulri 09.04.13 - 19:18

    Und dann soll nvidia den Treiber für sich behalten oder wie stellst du dir das vor? Wozu programmieren sie ihn dann?

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