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Hat der neue DC auch Vorteile für nicht-Vega-basierte AMD-Grafikchips?

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  1. Hat der neue DC auch Vorteile für nicht-Vega-basierte AMD-Grafikchips?

    Autor: Impergator 20.11.17 - 18:04

    Wie funktioniert die Grafikausgabe auf den anderen Architekturen bisher unter Linux?
    Und wann wird der neue Code auch für diese nutzbar sein und was wären die Vorteile?

  2. Re: Hat der neue DC auch Vorteile für nicht-Vega-basierte AMD-Grafikchips?

    Autor: Porterex 20.11.17 - 18:10

    Impergator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie funktioniert die Grafikausgabe auf den anderen Architekturen bisher
    > unter Linux?
    > Und wann wird der neue Code auch für diese nutzbar sein und was wären die
    > Vorteile?

    Geht schon lange für alle anderen AMD Architekturen. Der Vorteil ist, dass auch die neuen Vega Karten out-of-the-box mit dem Open Source Treiber direkt funktionieren ohne einen proprietären Treiber zu benötigen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.11.17 18:14 durch Porterex.

  3. Re: Hat der neue DC auch Vorteile für nicht-Vega-basierte AMD-Grafikchips?

    Autor: Impergator 20.11.17 - 18:35

    Danke für die Antwort :)

    Heißt das jede Grafikarchitektur braucht einen eigenen DC?

  4. Re: Hat der neue DC auch Vorteile für nicht-Vega-basierte AMD-Grafikchips?

    Autor: felix.schwarz 20.11.17 - 21:15

    Wie schon erwähnt, benötigt man den "DC"-Code unter Linux schon dafür, um eine vernünftige Grafikausgabe mit Vega-Karten zu bekommen.

    Der DC-Code wird derzeit standardmäßig nur bei Vega-Karten benutzt. "DC" ist aber Teil des "amdgpu"-Kerneltreibers und kann daher auch für ältere Chips verwendet werden (alles ab GCN 2, z.B. Polaris). Stand heute muss dies allerdings vom Anwender explizit eingeschaltet werden, weil die Priorität in der Entwicklung auf Vega lag. Ich bin mir sicher, dass DC in Zukunft auch bei älteren GPUs aktiviert wird.

    Eventuell wird "amdgpu" sogar irgendwann GCN 1 unterstützen (läuft derzeit noch über "radeon.ko"). Dann könnte DC sogar auf diese doch schon recht betagten Karten kommen.

    Was bringt "DC"? Neben den offensichtlichen Vorteilen bei Vega bringt DC die Voraussetzungen für FreeSync (bin mir nicht sicher, ob das im Linux-Kernelstack schon implementiert wurde – hier muss AMD tatsächlich Pionierarbeit leisten) und unterstützt endlich auch "atomic mode setting". Grob gesagt kann man damit die Ausgabeart der Grafikkarte (z.B. Connector, Auflösung, Bildfrequenz) aus Sicht des user space "atomar" festlegen.

    IIRC kann man mit Polaris derzeit auch kein Audio über HDMI und/oder DisplayPort ausgeben. Mit DC geht das.

    Mehr Details zu atomic mode setting: https://archive.fosdem.org/2015/schedule/event/kms_atomic/attachments/slides/740/export/events/attachments/kms_atomic/slides/740/atomic_modesetting.pdf

  5. Re: Hat der neue DC auch Vorteile für nicht-Vega-basierte AMD-Grafikchips?

    Autor: felix.schwarz 20.11.17 - 21:29

    Impergator schrieb:
    > Heißt das jede Grafikarchitektur braucht einen eigenen DC?

    Nein. "DC" ist quasi ein AMD-Name für eine Teilkomponente des Kerneltreibers. In meinem anderen Post habe ich versucht zu erklären, welche Vorteile DC für den Nutzer bringt.

    Abgesehen von diesen direkten Vorteilen ist "DC" aber für AMD aus ganz anderen Gründen wichtig: Zugrunde liegt dem Code nämlich die Reorganisation des Entwicklungsprozesses, um mit begrenzten Ressourcen einen besseren, freien Linux-Treiber zu entwickeln bzw. neue Hardware schneller zu unterstützen (idealerweise zum Launch).

    Letztlich will AMD, dass die low-level-Teile des Treibers (als das "low level" des "low level"), eben die hardware-spezifischen "magischen" Konstanten mit allen Quirks und Workarounds bei Linux die gleichen sind wie bei Windows. Dazu müssen die Linux-Entwickler in der Lage sein, direkt in den frühesten Entwicklungsphasen mit den Hardware-Entwicklern zusammenzuarbeiten und deren HW-Informationen/Code direkt in den Treiber einzuspeisen.

    Dazu hat AMD den Entwicklungsprozess (auch des Windows-Treibers) umgestellt und der daraus resultierende Code wurde "DAL" genannt.

    An dieser Stelle finde ich auch den Golem-Artikel irreführend:
    > Ursprünglich erstellt worden ist der Code für Windows.

    Das ist meiner Erinnerung nach falsch. Für mich klingt das so, als ob Windows-Code zu Linux portiert worden wäre. Tatsächlich bin ich mir aber recht sicher, dass der komplette Code neu erstellt wurde, wobei AMD darauf geachtet hat, dass sie die hardware-nächsten Teile auf allen Betriebssystemen nutzen können (Windows, aber vermutlich auch PS4 und Xbox).

    Insofern: "DC" war eine große Umstellung, weil der freie Treiber damit jetzt AMD-intern direkt von der Arbeit der Hardware-Entwickler profitieren kann. Dies zeigt sich auch darin, dass langsam die Feature-Parität zum Windows-Treiber in greifbare Nähe rückt. Letztlich sehen wir derzeit das letzte Drittel einer ca. 10 Jahre dauernden Reise hin zu komplett freien Linux-Grafiktreibern, die sich mit den Windows-Treibern messen können.

    Zukünftig muss man aber diesen Kraftakt nicht bei jeder neuen GPU-Architektur wiederholen. Statt dessen existiert jetzt eine Basis, um HW-Support inkrementell und zeitnah in Linux zu implementieren.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.11.17 21:30 durch felix.schwarz.

  6. Re: Hat der neue DC auch Vorteile für nicht-Vega-basierte AMD-Grafikchips?

    Autor: Impergator 20.11.17 - 22:37

    Jetzt ergibt es Sinn :D
    Danke für die ausführlichen Antworten!

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