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Und was ist mit den anderen Unixen?

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  1. Und was ist mit den anderen Unixen?

    Autor: NichtLinuxer 19.11.10 - 18:12

    Ist ja schön, dass sich X.org überlegt, wie man auf Linux eine graphische Oberfläche mit Technik aus dem 21. Jahrhundert bauen kann.
    Nur was bitte sollen dann die ganzen anderen Unixe (z.B. Solaris, *BSD) machen, die kein KMS, evdev und die anderen Linux-eigenen Schnittstellen besitzen?
    Vielen Dank, Herr Packard, dass Sie auch nicht über Ihren Tellerrand hinausblicken!

  2. Re: Und was ist mit den anderen Unixen?

    Autor: Schnarchnase 19.11.10 - 18:47

    NichtLinuxer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielen Dank, Herr Packard, dass Sie auch nicht über Ihren Tellerrand
    > hinausblicken!

    Tut er doch, er sprach von Auslagerung in Komponenten. Komponenten die auf einem Linux-System nicht benötigt werden, können dort entfallen, auf anderen Systemen werden sie einfach wie bisher weiter benutzt. Ein Modularer Ansatz ist grundsätzlich nicht verkehrt und sehr flexibel.

  3. Re: Und was ist mit den anderen Unixen?

    Autor: NichtLinuxer 19.11.10 - 20:39

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tut er doch, er sprach von Auslagerung in Komponenten. Komponenten die auf
    > einem Linux-System nicht benötigt werden, können dort entfallen, auf
    > anderen Systemen werden sie einfach wie bisher weiter benutzt. Ein
    > Modularer Ansatz ist grundsätzlich nicht verkehrt und sehr flexibel.

    Sorry, aber das funktioniert aktuell auch nicht, siehe KMS. Der aktuelle Intel-Treiber unterstützt nämlich nur noch KMS, und damit sind alle anderen außer Linux draußen.

  4. Re: Und was ist mit den anderen Unixen?

    Autor: Bloat Ware 20.11.10 - 06:38

    NichtLinuxer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist ja schön, dass sich X.org überlegt, wie man auf Linux eine graphische
    > Oberfläche mit Technik aus dem 21. Jahrhundert bauen kann.
    > Nur was bitte sollen dann die ganzen anderen Unixe (z.B. Solaris, *BSD)
    > machen, die kein KMS, evdev und die anderen Linux-eigenen Schnittstellen
    > besitzen?
    > Vielen Dank, Herr Packard, dass Sie auch nicht über Ihren Tellerrand
    > hinausblicken!

    Ohne fies zu sein aber der Anteil der *BSD, Solaris, etc auf Desktops ist noch geringer als der von Linux auf Desktops, also bräuchten diese nicht zwingend Xorg oder Wayland.

    Falls dem nicht so ist, sollten diese KSM, GEM, EVDEV etc implementieren sollte zumindest für Oracle kein Problem sein.


    PS. BSD ist klasse, keine Frage aber nicht für den Desktop :)

  5. Re: Und was ist mit den anderen Unixen?

    Autor: cbmuser 20.11.10 - 10:17

    NichtLinuxer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Vielen Dank, Herr Packard, dass Sie auch nicht über Ihren Tellerrand
    > hinausblicken!

    Bevor du anderen vorwirfst, dass sie mit Scheuklappen durchs Leben rennen, fass dir erstmal an die eigene Nase. Lies einfach mal, was vor kurzem auf Phoronix gepostet wurde [1].

    Zitat:

    "Also I'll mention that the FreeBSD foundation is looking to sponsor a developer who would be interested in working on our GEM/KMS support here soon. If anybody who could use some extra $$ and would be interested in working on this, then feel free to let us know."

    Und ehrlich gesagt. Ich seh's nicht ein, dass die Linux-Community sich hier von den BSD-Leuten ausbremsen lassen soll. Es ist nunmal so, dass Linux das dominierende freie Unix ist und der Rest eben nur unter ferner Liefen laeuft. Wer solch ein exotisches Betriebssystem faehrt, der weiss schon von vornherein, dass er sich seine Hardware eben gezielt aussuchen muss. Das ist nunmal der Preis, den man fuer diese Betriebssysteme zahlen muss. Und dass Linux populaerer als die anderen freien Unices sind, kannst du nun nicht der Linux-Community zum Vorwurf machen.

    Vielleicht solltest du auch mal bedenken, dass die von dir verlangte Programmierarbeit erstmal jemand leisten muss. Das kommt nicht von ungefaehr. Wenn du selbst so ein begeisterter BSD-Anhaenger bist, was haelst du denn davon, wenn du dich selbst mal engagierst und bei der Verbesserung des Hardware-Supports hilfst, statt anderen vorzuwerfen, dass sie sich primaer auf eine andere Plattform konzentrieren.

    Adrian

    [1] http://www.phoronix.com/scan.php?page=news_item&px=ODcwNQ

  6. Re: Und was ist mit den anderen Unixen?

    Autor: Schnarchnase 20.11.10 - 18:11

    NichtLinuxer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sorry, aber das funktioniert aktuell auch nicht, siehe KMS. Der aktuelle
    > Intel-Treiber unterstützt nämlich nur noch KMS, und damit sind alle anderen
    > außer Linux draußen.

    Das kannst du wohl schlecht den Xorg-Entwicklern ankreiden, der schwarze Peter geht an Intel.

  7. Re: Und was ist mit den anderen Unixen?

    Autor: Hello_World 20.11.10 - 19:28

    NichtLinuxer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sorry, aber das funktioniert aktuell auch nicht, siehe KMS. Der aktuelle
    > Intel-Treiber unterstützt nämlich nur noch KMS, und damit sind alle anderen
    > außer Linux draußen.
    Dann müssen sich die Entwickler anderer Betriebssysteme eben hinsetzen und die Unterstützung für diese Intel-Chipsätze für ihr System hinbiegen. Es verlangt doch auch keiner, dass Linux-WLAN-Treiber oder Sound-Treiber oder so unter anderen Systemen laufen, wieso sollte das bei Grafikchips anders sein?

  8. Re: Und was ist mit den anderen Unixen?

    Autor: Pillepallepuff 20.11.10 - 23:57

    cbmuser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    (...)

    Linux ist kein Unix. Bitte erst informieren und dann arrogant daher plappern.

  9. Re: Und was ist mit den anderen Unixen?

    Autor: Pillepallepuff 21.11.10 - 00:20

    NichtLinuxer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist ja schön, dass sich X.org überlegt, wie man auf Linux eine graphische
    > Oberfläche mit Technik aus dem 21. Jahrhundert bauen kann.

    Viel Spass damit.

    > Nur was bitte sollen dann die ganzen anderen (...)

    Auch wenn ein richtiges Unix eine wirklich feine Sache ist -- die anderen Unices sind praktisch ohne Bedeutung oder übernehmen zwar wichtige Aufgaben bei denen aber irgendwelcher GUI Kram absolut zweitrangig ist.

    Daneben hatte Linux sowieso nie was mit Unix zu tun sondern war immer schon bestenfalls ein 'Unixoides Klon OS' und die Annäherung an richtige Unices war letztlich der Portierbarkeit der Software geschuldet, denn ohne diese wäre Linux schon längst vollständig verschwunden.

    Apple hat es dagegen richtig gemacht und mit OS X letztlich ein eigenes OS geschaffen. Es wird Zeit das auch Linux als eigenständiges System verstanden wird, auch wenn es im Grunde schon gestern ein OS von letzter Woche war.

    Alte Zöpfe muss man irgendwann abschneiden. Das ist der Lauf der Dinge und wer in der IT Welt beschäftigt ist sollte wissen das wenig Zeit ist den Blick nach hinten zu richten.

    Das X Window System war eine feine Sache als an einem Server noch zehn X-Terminals hingen. Die typische Linux Installation aber sieht, schon seit vielen Jahren, anders aus.

  10. Re: Und was ist mit den anderen Unixen?

    Autor: Der Kaiser! 22.11.10 - 03:19

    > Linux ist kein Unix. Bitte erst informieren und dann arrogant daher plappern.
    Blablabla..

    ___

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    Variation und Selektion.
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  11. Re: Und was ist mit den anderen Unixen?

    Autor: lampe 22.11.10 - 04:54

    linux ist ein unix clone
    beides sind seperate OS
    auch mac osx ist ein unix clone..

    es sind alles unics systeme nicht zu verwechseln mit unicsos
    linux = frei
    unix = muss man kaufen !

  12. Re: Und was ist mit den anderen Unixen?

    Autor: cos3 22.11.10 - 09:57

    > auch mac osx ist ein unix clone..

    soweit ich weiss, ist Mac OS X offiziell ein Unix..

  13. Re: Und was ist mit den anderen Unixen?

    Autor: ramadann 22.11.10 - 11:59

    Soweit ich weiß ist ein PC mit Mac OS X kein PC sondern ein "Mac" ;)

  14. Re: Und was ist mit den anderen Unixen?

    Autor: Hello_World 22.11.10 - 17:46

    Pillepallepuff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alte Zöpfe muss man irgendwann abschneiden. Das ist der Lauf der Dinge und
    > wer in der IT Welt beschäftigt ist sollte wissen das wenig Zeit ist den
    > Blick nach hinten zu richten.
    Nö, die Geschichte hat gezeigt, dass Abwärtskompatibilität immer über Wohl und Wehe einer Plattform entschieden hat. Warum verwenden wir bis heute x86-Prozessoren? Weil der 8080 kompatibel zum 8008 war (gut, man musste neu assemblen, aber das war's auch schon), der 8086 zum 8080 (dito), der 80286 zum 8086 usw., und auf heutigen 64-Bit-Prozessoren kann man noch 32-Bit-Programme ausführen. Warum hält sich Windows auf dem Desktop? Weil stets auf Kompatibilität geachtet wurde, unter Windows XP laufen teilweise noch Programme aus der Win3.1-Ära.

    Kurz gesagt: Die Bedeutung von Legacy-Software kann man fast gar nicht überschätzen. Kein System, das keine sanfte Migration von bestehender Software ermöglicht, wird sich durchsetzen. Glücklicherweise läuft X.org komplett unter Wayland, so dass Wayland daran wohl nicht scheitern wird.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.11.10 17:47 durch Hello_World.

  15. Re: Und was ist mit den anderen Unixen?

    Autor: Der Kaiser! 23.11.10 - 13:47

    >> Alte Zöpfe muss man irgendwann abschneiden. Das ist der Lauf der Dinge und wer in der IT Welt beschäftigt ist sollte wissen das wenig Zeit ist den Blick nach hinten zu richten.

    > Die Bedeutung von Legacy-Software kann man fast gar nicht überschätzen. Kein System, das keine sanfte Migration von bestehender Software ermöglicht, wird sich durchsetzen.
    ACK!

    > Glücklicherweise läuft X.org komplett unter Wayland, so dass Wayland daran wohl nicht scheitern wird.
    Ich finds trotzdem blöd. Wieso kann man nicht direkt QT/GTK auf Wayland laufen lassen?

    ___

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