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  5. › Haiku im Test: BeOS-Nachbau in…

10 Jahre verschlafen

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  1. 10 Jahre verschlafen

    Autor: Sandmann 12.05.10 - 13:47

    und passt zu Kandidaten, wie

    Freedos und ReactOS

    nur, dass die Lizenz zudem keine Rolle spielt und sich daher auch niemand zum mitspielen findet.

    Also mir ist meine Zeit dafür zu schade.

  2. Re: 10 Jahre verschlafen

    Autor: Wahrheitssager 12.05.10 - 14:07

    Wenn man überlegt das BeOS mindestens 10 Jahre seiner Zeit damals voraus hatte ist Haiku doch jetzt gerade aktuell ;)
    Viele der Ideen die man jetzt in KDE 4.X , Windows oder OSX sieht basieren auf Ideen und Designs aus dem BeOS Lager. Andere widerrum sind immer noch einzigartig und lassen sich nur auf Haiku finden. Wie z.B. das Dateisystem, dass ähnlich einer Datenbank aufgebaut ist und neben Jorunaling auch Dateiindexierung mit erweiterten Dateiattributen macht.
    Das bei Ubuntu so hochgelobte Me-Menu gab es bereits 6-7 Jahre vorher in BeOS/ZETA als sogenanntes IM-Kit.

    Mir würden jetzt noch viele weitere Gründe einfallen, dass man es sich als Entwickler mal Haiku anschaut. Aber jedem das seine.

  3. Re: 10 Jahre verschlafen

    Autor: benji83 12.05.10 - 14:23

    Dein Beitrag klingt ziemlich interresant, hast du zufällig noch ein paar Beispiele von Sachen die ausserhalb von BeOS recht unbekannt sind? Gerade im Berreich der Bedienung bin ich für jede Inspiration dankbar. Gerne auch links zu brauchbaren Youtubevideos mit Killerfeatures.

  4. Re: 10 Jahre verschlafen

    Autor: Wahrheitssager 12.05.10 - 14:29

    Hier das Video mit dem Dateisystem (auf Englisch):
    http://www.youtube.com/watch?v=fVFrZEP9w4M

    Hier ein Video, das sich mit dem User-Interface beschäftigt:
    http://www.youtube.com/watch?v=ccniJHjo_Uw

    Haikus Sliding Tab Demo:
    http://www.youtube.com/watch?v=MkhlqDD8J1E
    Das Gimmick kann recht interessant sein :)

    Gnash auf Haiku:
    http://www.youtube.com/watch?v=7NPeuLpIep4

    Ansonsten hier:
    http://www.haiku-os.org/

    Dort gibt es einige interessante Dokumente sowie GSOC (Google Sommer of Code) Projekte die auch sehr interessant sind.

  5. Re: 10 Jahre verschlafen

    Autor: unnötiges OS 12.05.10 - 15:32

    Und wie bekräftigt das jetzt die Behauptung, dass BeOS seiner Zeit 10 Jahre voraus war? (Vor allem gab es damals schon NT, Linux, *BSD und Solaris)

  6. Re: 10 Jahre verschlafen

    Autor: UnnötigeKaffeemaschinen 12.05.10 - 15:36

    Wer braucht eigentlich Kaffee-Maschinen? Eine völlig sinnlose Erfindung - genauso sinnlos wie Beiträge, was alles dem persönlichen Gusto nach Sinnlos sei.

  7. Re: 10 Jahre verschlafen

    Autor: faszinierend 12.05.10 - 16:05

    Tolle Antwort. Welchen Anwendungsbereich siehst du denn für das OS? Wirst du es auf deinem Rechner produktiv einsetzen? Welchen Vorteil habe ich damit gegenüber Linux?

  8. Re: 10 Jahre verschlafen

    Autor: Wahrheitssager 12.05.10 - 16:30

    Hauptsächlich Geschwindigkeit.
    Als Entwickler würde ich die BeAPI auch noch nennen, die noch einfacher zu bedienen ist als QT, was C++ angeht.
    Da die Auswahl nicht so breit ist, muss immer nur eine Implementierung von Soundsupport oder Grafiksupport einbauen.

    Das Datenbank ähnliche Dateisystem kann zudem zu universellen Datenaustausch verwendet werden. Sprich willst du von einem Mail Programm zu einem anderen wechseln benötigst du keinerlei Konvertierarbeit von deinen Mails, da diese zentral im Dateisystem mit extra Attributen abgespeichert werden.
    Ein Musikverwaltungsprogramm dass evtl. zusätzlich Speicher für eine Musikdatenbank fressen würde entfällt, dank des Dateisystems.
    Dokumente können anständig katalogisiert werden ohne viel Aufwand treiben zu müssen.

    Wenn der PC als Server dienen soll fürs Web kannst du ebenfalls vom datenbankähnlichen Dateisystem profitieren. Scripts die z.B. vollautomatisch eine Webseite mit Tipps erstellt (siehe http://betips.net/ ).

    Es gibt viele weitere Anwendungsbereiche. Podcasting z.B. oder auch Videoschnitt (wobei letzeres noch nicht möglich ist, da die Software noch nicht ganz fertig ist).
    Ich benutze es als Hauptsystem auf meinem Netbook.
    Dort sehe ich die meisten Chancen, dank des sehr flotten Starts, des geringen Ressourcenverbrauchs und es netten Umgangs mit der geringen Bildschirmgröße.

  9. Re: 10 Jahre verschlafen

    Autor: HA 12.05.10 - 19:21

    Wahrheitssager schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hauptsächlich Geschwindigkeit.
    > Als Entwickler würde ich die BeAPI auch noch nennen, die noch einfacher zu
    > bedienen ist als QT, was C++ angeht.

    Aber gerade die Verfügbarkeit von Qt zur Anwendungsprogrammierung wird im Artikel doch hervorgehoben.

    > Da die Auswahl nicht so breit ist, muss immer nur eine Implementierung von
    > Soundsupport oder Grafiksupport einbauen.

    Das ist unter Windows auch so, also kein Vorteil.

    > Ich benutze es als Hauptsystem auf meinem Netbook.

    Für was?

    > Dort sehe ich die meisten Chancen, dank des sehr flotten Starts, des
    > geringen Ressourcenverbrauchs und es netten Umgangs mit der geringen
    > Bildschirmgröße.

    Es gibt auch für Netbooks optimierte Linux-Dsitributionen.

  10. Re: 10 Jahre verschlafen

    Autor: Wahrheitssager 12.05.10 - 19:42

    HA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wahrheitssager schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Hauptsächlich Geschwindigkeit.
    > > Als Entwickler würde ich die BeAPI auch noch nennen, die noch einfacher
    > zu
    > > bedienen ist als QT, was C++ angeht.
    >
    > Aber gerade die Verfügbarkeit von Qt zur Anwendungsprogrammierung wird im
    > Artikel doch hervorgehoben.
    >
    Der QT-Port wird vom Haiku Team allerdings nicht offiziell unterstützt.
    > > Da die Auswahl nicht so breit ist, muss immer nur eine Implementierung
    > von
    > > Soundsupport oder Grafiksupport einbauen.
    >
    > Das ist unter Windows auch so, also kein Vorteil.
    >
    Es ist ein Vorteil gegenüber Linux.

    > > Ich benutze es als Hauptsystem auf meinem Netbook.
    >
    > Für was?
    >
    Surfen, Mails, Musik hören, Videos abspielen. Ab und zu dient es auch als Podcast Aufnahmegerät. Vor allen Dingen wird das Netbook aber für Präsentationen genutzt.
    > > Dort sehe ich die meisten Chancen, dank des sehr flotten Starts, des
    > > geringen Ressourcenverbrauchs und es netten Umgangs mit der geringen
    > > Bildschirmgröße.
    >
    > Es gibt auch für Netbooks optimierte Linux-Dsitributionen.
    Es gibt aber keine die bei weitem so schnell Einsatzbereit ist und aus meiner Sicht interessant ist, wie Haiku.

  11. Re: 10 Jahre verschlafen

    Autor: Mensch Leute 12.05.10 - 23:46

    HA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Aber gerade die Verfügbarkeit von Qt zur Anwendungsprogrammierung wird im
    > Artikel doch hervorgehoben.

    Schon mal daran gedacht, dass man so vielleicht die Portierung von bestehender Software erleichtert? Gibt ja genug Qt-Software.

    >
    > > Da die Auswahl nicht so breit ist, muss immer nur eine Implementierung
    > von
    > > Soundsupport oder Grafiksupport einbauen.
    >
    > Das ist unter Windows auch so, also kein Vorteil.

    Das ist wieder mal typisch deutsch! Immer erstmal alles schlecht reden, was neu ist oder dessen Konzept man nicht versteht.

    "Wofür ist das gut?", "Ich sehe keinen Vorteil darin!", "Ich habe sowas noch nie gebraucht!", "Wieso sollte ich sowas nutzen?", "Was bringt das?", "Bisher ging es auch ohne!", oder der Klassiker: "Gab's schon mal" ... Und mal ausprobiert? Neee.

    Denkt doch einfach mal ein bisschen weiter.

    > > Dort sehe ich die meisten Chancen, dank des sehr flotten Starts, des
    > > geringen Ressourcenverbrauchs und es netten Umgangs mit der geringen
    > > Bildschirmgröße.
    >
    > Es gibt auch für Netbooks optimierte Linux-Dsitributionen.

    Es gibt auch noch DOS, läuft bestimmt noch schneller auf einem Netbook. Wenn es nach dir gänge, würden wir wahrscheinlich immer noch damit rumgurken. Mann, mann, mann! Schon mal Haiku oder dessen Vorbild, BeOS, aus der Nähe gesehen?

  12. Re: 10 Jahre verschlafen

    Autor: AnZweifler 13.05.10 - 12:22

    Wahrheitssager schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hauptsächlich Geschwindigkeit.
    Gibt es dafür irgendwelche Belege? Warum sollte ein System wie Heiku, dass gerade mal Alpha ist und erst einmal stabil werden muss schon schneller sein als z.b. Linux, dass schon seit Jahren auf Geschwindigkeit optimiert wird?
    > Das Datenbank ähnliche Dateisystem kann zudem zu universellen
    > Datenaustausch verwendet werden. Sprich willst du von einem Mail Programm
    > zu einem anderen wechseln benötigst du keinerlei Konvertierarbeit von
    > deinen Mails, da diese zentral im Dateisystem mit extra Attributen
    > abgespeichert werden.
    Wenn alle Mail Programme, die du Verwendest dies unterstützen, ja. Dann kanst du dich aber auch gleich auf ein Verzeichnis wie ~/Mail einigen, und ein einheitliches Format nutzen.
    > Es gibt viele weitere Anwendungsbereiche. Podcasting z.B. oder auch
    > Videoschnitt (wobei letzeres noch nicht möglich ist, da die Software noch
    > nicht ganz fertig ist).
    Warum ist Haiku da besonders gut geeignet?
    > Ich benutze es als Hauptsystem auf meinem Netbook.
    > Dort sehe ich die meisten Chancen, dank des sehr flotten Starts, des
    > geringen Ressourcenverbrauchs und es netten Umgangs mit der geringen
    > Bildschirmgröße.
    Da kannst du auch ein Linux mit einem ähnlichen Minimal WM nehmen, da kannst du dann sogar die Stromspaarfunktionen deines Netbooks nutzen.

  13. Re: 10 Jahre verschlafen

    Autor: Wahrheitssager 13.05.10 - 13:01

    > > Hauptsächlich Geschwindigkeit.
    > Gibt es dafür irgendwelche Belege? Warum sollte ein System wie Heiku, dass
    > gerade mal Alpha ist und erst einmal stabil werden muss schon schneller
    > sein als z.b. Linux, dass schon seit Jahren auf Geschwindigkeit optimiert
    > wird?

    In Sachen Entwicklung und Kompilierung ist es in der Tat noch langsamer als Linux. Hier muss also in der Tat noch aufgeholt werden.
    In Sachen Desktopapplikationen: Dateimanager, Webbrowser, E-Mail Client, Media Player und Bilderbearbeitung ist es jedoch deutlich schneller. Dies ist zum Großteil eine subjektive Wahrnehmung, die sich aber durch Meßwerte des Startes von Anwendungen auch belegen lässt.
    Dank der Nutzung des exzessiven Multithreadings (also richtiges Multithreading für mehrere Prozessoren ohne unnötige Synchronisation) kann jede Applikation wunderschön Mehrkernprozessoren besser nutzen.
    Beispiel: 3DMov. Ein 3D Buch das ähnlich wie Apples iPad fungiert und zwischen Seiten umblättern kann (mit dem Knickeffekt beim blättern). Es verfügt z.B. über 4 Seiten. Auf jeder Seite kann ein Objekt abgelegt werden. Egal ob ein Bild, Musikfile, Text oder Video. Jedes dieser Objekte läuft in einem eigenen Thread ab. Die für die Animation verantwortlichen Algorithmen laufen in einem eigenen Thread ab und auch die Darstellung des Buches wird in einem eigenen Thread abgearbeitet. Das Fenster sowie das Zeichnen auf dem Desktop läuft dann auch in einem eigenen Thread ab.
    Natürlich macht dies erst einmal Grundsätzlich, dass System nicht schneller. Da diese Threads jedoch intelligent zusammenarbeiten, kann das Programm ohne Probleme auf einem Low-End Rechner mit 200 MHZ (ja 200 nicht 2 Ghz) und Vesa Grafikkarte laufen und das bei 64 MB RAM oder auch weniger. Dies ist ein objektiver Maßstab für einen Vergleich.


    > > Das Datenbank ähnliche Dateisystem kann zudem zu universellen
    > > Datenaustausch verwendet werden. Sprich willst du von einem Mail
    > Programm
    > > zu einem anderen wechseln benötigst du keinerlei Konvertierarbeit von
    > > deinen Mails, da diese zentral im Dateisystem mit extra Attributen
    > > abgespeichert werden.
    > Wenn alle Mail Programme, die du Verwendest dies unterstützen, ja. Dann
    > kanst du dich aber auch gleich auf ein Verzeichnis wie ~/Mail einigen, und
    > ein einheitliches Format nutzen.

    Das Format ist ja einheitlich und wird von den Mail Clients bisher auch immer verwendet. Der Vorteil gegenüber einem ~/Mail Verzeichnis ist die Sortierung und Verwaltung der Mails. Sie werden anders als bei fetchmail oder mutt, nicht in kryptischen Dateinamen gespeichert, sondern ihre Attribute (Empfänger, Versender, Betreff, Erstellungsdatum usw.) können im Dateimanager (Tracker) einfach angezeigt und verändert werden. Im Zweifel ist also nicht mal ein Mail-Programm von nöten um die E-Mails zu sortieren. Zusammen mit der Dateisystemsuche und den Attributen erlaubt es auch Suchordner (Queries) zu erstellen, die z.B. den Namen "Mails von XYZ" enthält. In diesem Ordner kann nun ganz normal mit dem Dateimanager hineingegangen werden und die Mails geöffnet werden. Kommt eine neue Mail herein und entspricht dem Suchkriterium (Query) landet sich automatisch und live in diesem Suchordner. Man kennt das unter OSX und Windows ab Vista auch. Man stelle sich aber vor, dass dies schon vor mehr als 10 Jahren möglich war. Diese speziellen Ordner belegen logisch auch keinen Speicherplatz, da dies im Dateisystem live gemacht wird.
    Man stelle sich dieses Konzept noch weiter gedacht mit Kontakten vor. So kann ich zentral in einem Ordner meine Kontakte verwalten, kann sie direkt anrufen wenn ich will, ne mail schreiben, oder falls online eine Instant Message versenden. Das lässt sich sogar dynamisch einstellen, dass automatisch die "richtige" (oder einzig mögliche) Aktion ausgeführt wird, wenn ich den Kontakt kontaktieren will.
    Die Integration von Web 2.0 in das Dateisystem stellt auch kein Problem dar. So kann z.B. auch ein Twitter Ordner erstellt werden, der meine Twitternachrichten in Form von Dateien hinterlegt. Zentral über die Desktopsuche sind dann auch Inhalt, Adressat und Links angebunden.

    Ich finde das ein sehr interessant und geniales Konzept.

    > > Es gibt viele weitere Anwendungsbereiche. Podcasting z.B. oder auch
    > > Videoschnitt (wobei letzeres noch nicht möglich ist, da die Software
    > noch
    > > nicht ganz fertig ist).
    > Warum ist Haiku da besonders gut geeignet?

    Hier kommt wieder das exzellente Multithreading ins Spiel.
    Die sehr gute Nutzung von Multikernprozessoren (BeOS konnte das ja auch schon mehr als 10 Jahre zuvor, und das teilweise besser als aktuelle Systeme) eignet sich für Audio- und Videoschnitt besonders gut.
    Dank der einheitlichen Schnittstellen im MediaKit und der geringen Latenzen ist es immer noch interessant für Audio Enthusiasten.
    Es gab ja einen Grund weshalb Steinberg als Beta für BeOS erschienen ist.

    > > Ich benutze es als Hauptsystem auf meinem Netbook.
    > > Dort sehe ich die meisten Chancen, dank des sehr flotten Starts, des
    > > geringen Ressourcenverbrauchs und es netten Umgangs mit der geringen
    > > Bildschirmgröße.
    > Da kannst du auch ein Linux mit einem ähnlichen Minimal WM nehmen, da
    > kannst du dann sogar die Stromspaarfunktionen deines Netbooks nutzen.

    Die Stromsparfunktion wird dank ACPI Unterstützung auch weitestgehend ausgenutzt. Dank eines großen Akkus ist das Problem der fehlenden Heruntertaktung der CPU nicht so das große Problem. Auf die halbe Stunde kommt es nicht an ;)
    Aktuelle Linux Distributionen(auch diejenigen die für Netbooks geeignet sind) fühlen sich auf dem Netbook um die hälfte langsamer an. (Netbook ist ein eeePC 700)

  14. Re: 10 Jahre verschlafen

    Autor: Historiker 13.05.10 - 14:51

    Wahrheitssager schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man überlegt das BeOS mindestens 10 Jahre seiner Zeit damals voraus
    > hatte ist Haiku doch jetzt gerade aktuell ;)

    Jo, kein Netzwerksupport im Kernel, Maximal 1GB Ram und kein Dateicaching - BeOS war seine Zeit wahrlich um 10 Jahre voraus.

  15. Re: 10 Jahre verschlafen

    Autor: Pragmatiker 13.05.10 - 15:06

    Historiker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wahrheitssager schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn man überlegt das BeOS mindestens 10 Jahre seiner Zeit damals voraus
    > > hatte ist Haiku doch jetzt gerade aktuell ;)
    >
    > Jo, kein Netzwerksupport im Kernel, Maximal 1GB Ram und kein Dateicaching -
    > BeOS war seine Zeit wahrlich um 10 Jahre voraus.


    Da das ja jetzt behoben ist und sonst BeOs seiner Zeit wirklich vorraus war, was Performance angeht - whayne?

  16. Re: 10 Jahre verschlafen

    Autor: Wahrheitssager 13.05.10 - 15:14

    Ich bezog mich eher auf:

    - preemptives Multithreading
    - Mehrkern Support
    - 64Bit Journaling Dateisystem mit erweiterten Attributen
    - Speicherschutz, der verhindert, dass ein abgestürztes Programm das gesamte System beeinträchtigt (damals zu Win9x Zeiten und MacOS 9 war das Luxus und Windows kann hat das erst seit ein paar Jahren im Heimanwenderbereich)
    - Software Valet (Paketmanager)
    - Touchscreenfähige Videoverwaltung (Vorläufer von Mediacenter)
    - BeIA ( Internet Appliance Software)
    - Funkinternet angebundener Tablet [damals gab es den WLAN Standard noch gar nicht] )
    - Internet Terminals (vorläufer von nettops/netbooks) mit angepasster einfacher Oberfläche

    Ich könnte die Liste noch ewig Fortsetzten. Ich denke mit der Beschränkung auf Endnutzer relevante Dinge belasse ich es aber.

  17. Re: 10 Jahre verschlafen

    Autor: Historiker 13.05.10 - 15:35

    na jetzt übertreib mal nicht
    Wahrheitssager schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bezog mich eher auf:
    >
    > - preemptives Multithreading
    > - Mehrkern Support
    Damals gabe es bereits NT 4.0, auch Linux konnte dies bereits vorweisen.
    > - 64Bit Journaling Dateisystem mit erweiterten Attributen
    NTFS gab es seit NT 3.1, daneben auch XFS
    > - Speicherschutz, der verhindert, dass ein abgestürztes Programm das
    > gesamte System beeinträchtigt (damals zu Win9x Zeiten und MacOS 9 war das
    > Luxus und Windows kann hat das erst seit ein paar Jahren im
    > Heimanwenderbereich)
    Unter NT und Linux auch noch nie ein Problem gewesen, NeXTSTEP gab es auch schon seit 1989 und auch OS/2 hatte sowas natürlich implementiert
    > Tolle Software für BeOS

    Das BeOS den DOS basierten Windows Systemen um Jahre voraus wahr, ist keine Kunst, diese lagen mit ihrer Technologie aber auch Jahre hinter der aktuellen Entwicklung - BeOS hatte außer dem innovativen Dateisystem keine wirklichen Neuerungen gegenüber Linux, NT oder NeXTSTEP vorzuweisen, war inkompatibel und verschwand nicht ohne Grund von der Bildfläche.

  18. Re: 10 Jahre verschlafen

    Autor: Wahrheitssager 13.05.10 - 16:36

    > > Ich bezog mich eher auf:
    > >
    > > - preemptives Multithreading
    > > - Mehrkern Support
    > Damals gabe es bereits NT 4.0, auch Linux konnte dies bereits vorweisen.

    mein Fehler. Ich bin mit der Begrifflichkeiten ein wenig durcheinander gekommen. Ich meinte natürlich NICHT preemptives Multithreading bzw. Multitasking (weil letzteres hatten die anderen Systeme, ersteres gibt es gar nicht), sondern
    - Pervasives Multithreading im gesamten System

    Und dieses gibt es bis jetzt nicht bei Windows oder MacOS X.

    > > - 64Bit Journaling Dateisystem mit erweiterten Attributen
    > NTFS gab es seit NT 3.1, daneben auch XFS

    erweiterte Dateiattribute gab es meines Wissens zwar auch in XFS (NTFS kann das bis heute nicht richtig) allerdings war es eher im Experimentierstatus und wurde sowieso kaum genutzt.

    > > - Speicherschutz, der verhindert, dass ein abgestürztes Programm das
    > > gesamte System beeinträchtigt (damals zu Win9x Zeiten und MacOS 9 war
    > das
    > > Luxus und Windows kann hat das erst seit ein paar Jahren im
    > > Heimanwenderbereich)
    > Unter NT und Linux auch noch nie ein Problem gewesen, NeXTSTEP gab es auch
    > schon seit 1989 und auch OS/2 hatte sowas natürlich implementiert

    Das stimmt.

    > > Tolle Software für BeOS
    >
    > Das BeOS den DOS basierten Windows Systemen um Jahre voraus wahr, ist keine
    > Kunst, diese lagen mit ihrer Technologie aber auch Jahre hinter der
    > aktuellen Entwicklung - BeOS hatte außer dem innovativen Dateisystem keine
    > wirklichen Neuerungen gegenüber Linux, NT oder NeXTSTEP vorzuweisen, war
    > inkompatibel und verschwand nicht ohne Grund von der Bildfläche.

    Siehe oben. Neben dem Dateisystem gab und gibt es eine Reihe von weiteren Dingen in denen BeOS stärker war als Linux, OS/2 und Konsorten. Hier will ich nur BMessages ansprechen, das eine Kommunikationsschnittstelle zwischen Applikationen darstellt. Eine Sache die erst seit kurzem mit DBus in Linux einzug gehalten hat, darüber aber bei weitem noch nicht so genutzt wird, wie BeOS damals bzw. Haiku es heutzutage nutzt.
    Der Grund weshalb BeOS verschwand ist einzig und alleine auf einen Fehler in der Chefetage zurückzuführen. (Wurde auch Jahrzehnte später von Jean-Luis Gassee bei einer Präsentation von Haiku bei Google eingeräumt)
    Es gab genügend vor allen Dingen kommerzielle Unterstützung mit Adobe, dass Photoshop portieren wollte , Steinberg, dass eine Beta eines mächtigen Audioeditors herausgegeben hatte und eine Menge Firmen die Videoschnittsoftware herausbringen wollten.
    Mit TuneTracker gibt es heutzutage immer noch eine Killer-Applikation für Radiostationen. In den USA und Europa gibt es immer noch Radiostationen die diese Software unter BeOS einsetzen.
    Spiele Entwickler haben auch Spiele für BeOS entwickelt, wie Worms Armageddon, Doom, Quake 3 uvm.
    Zudem war auch Apple an BeOS interessiert und war kurz davor es für ihr MacOS X Projekt zu kaufen.

    Letzten Endes hatte BeOS einfach Pech gehabt. Durch den Fehler in der Chefetage fehlte das Geld alle Unterstützer sprangen über kurz oder lang einfach ab. Palm, das Be aufkaufte war und ist bis heute eine einzige Enttäuschung. Die haben außer an PalmOS 5 nicht viel mit dem Be Code gemacht, außer den in der Schublade irgendwo aufzubewahren. Wo da der Grund liegt weiß ich leider auch nicht.

  19. BeOS war im Jahre 2000 ein Super-OS-Entwurf

    Autor: Wolf Larsen 13.05.10 - 16:43

    Also erinnere Dich mal (falls Du nicht zu jung dazu bist) welche Linux-Distris damals aktuell waren. Das waren die Super-Frickelsysteme für die rebellierende IT-Jugend und Windowsgegner. Und auf der Windowsschiene war Win98SE das weitverbreiteste System. W2K mehr im Unternehmensbereich, gerade aufkommend. Welcher Privat-PC hatte ein legales NT installiert ? MacOS war damals sicherlich super, aber leider Nische. Wohl gemerkt ich spreche vo Desktopsystemen für den Heimcomputer.
    Auf den Tipp eines Arbeitskollegen hin testete ich damals die BeOS-Freeversion und war sofort begeistert. Kaufte die 5-er Pro-Version und diverse kommerzielle BeOS-Software (Gobe, ArtPaint, SiegfriedBackup usw.) dazu und habe das bis heute nicht bereut. Ein OS aus einem Guss, GUI oder Kommandozeile, beides bestens. Schnell bootend und sich anfühlend, gut zu handeln für den Anwender, ein Super-Filesystem usw..

    Gut, BeOS ist tot. Aber es läuft auf meinem IBM Thinkpad T42 immer noch als Zweitsystem (Fotoverwaltung, email, Office, Browsen mit Einschränkungen (kein Flash)). Ich würde mir schon wünschen, dass Haiku ein würdiger BeOS-Nachfolger wird.

    Linux-Distris habe ich die letzten 10 Jahre immer wieder parallel ausprobiert (um von Windows wegzukommen), aber vergeblich, z.B. RedHat, Corel, IcepackLinux, hatte ein SuSE-Abo, Xandros, Mandrake/Mandriva, Ubuntu, "zig" kleine Sonderdistris - aber habe leider für mich alle als mangelhaft oder problematisch empfunden. Und dann noch der religiös-fundamentalistisch anmutende Meinungsstreit der meisten Linux-Gläubigen. Ich jedenfalls möchte niemanden meine Überzeugung aufdrängen oder verunglimpfen, weil er nicht mit meiner "heiligen" Meinung übereinstimmt. Kritik und Widerspruch ja, aber sachlich.

    Nun gut, bitte um Nachsicht für meine Meinungsäußerung und mein Statement *für* BeOS/Haiku.

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