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  5. › Huawei-Diskussion: FSFE fordert…

Was haben die geraucht?

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  1. Was haben die geraucht?

    Autor: flauschi123 05.02.19 - 10:18

    Ich mag Huawei nun wirklich nicht, aber es muss auch sowas wie Geschaeftsgeheimnisse geben duerfen. Und vor allen Dingen - die Entwertung von Software durch Open Sourcing muss endlich aufhoeren.

  2. Re: Was haben die geraucht?

    Autor: wittiko 05.02.19 - 10:33

    Was hat OpenSource mit Entwertung zu tun?

  3. Re: Was haben die geraucht?

    Autor: Gtifighter 05.02.19 - 11:12

    flauschi123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich mag Huawei nun wirklich nicht, aber es muss auch sowas wie
    > Geschaeftsgeheimnisse geben duerfen.
    Aber nicht in sicherheitsrelevanter Infrastruktur!
    In diesem fall ist es förderlich, Sicherheitslücken
    a) frühzeitig ausfindig zu machen
    b) schnellstmöglich beheben zu können
    Das ist nicht möglich wenn es nur ne Hand voll abhängiger Entwickler gibt, die direkten Zugriff auf den Quellcode haben.

    > Und vor allen Dingen - die Entwertung
    > von Software durch Open Sourcing muss endlich aufhoeren.
    Die Software ist nicht weniger wert, nur weil sie open-source ist! Open-Source == Jeder kann den Quellcode einsehen, überprüfen, testen und verbesserungsvorschläge einreichen.
    Open-Source =/= Free-Ware und die Entwickler werden definitiv auch für ihre Arbeit bezahlt und entsprechend entlohnt werden. Zudem ist die Software in diesem Fall nur ein Bestandteil eines auf Hardware und Software basierenden Gesamtproduktes.

  4. Re: Was haben die geraucht?

    Autor: hG0815 05.02.19 - 11:44

    flauschi123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich mag Huawei nun wirklich nicht, aber es muss auch sowas wie
    > Geschaeftsgeheimnisse geben duerfen. Und vor allen Dingen - die Entwertung
    > von Software durch Open Sourcing muss endlich aufhoeren.

    Und wieder die Diffamierung über eventuellen Drogenkonsum - unreflektierte Prohibitions-Dinosaurier wie dich gibt es immer noch?

    1. Es heißt "Open Source" und es gibt einen Unterschied zwischen dem und "Freier Software" (les selber bin zu faul dir jetzt den link zu suchen)
    2. Geschäftsgeheimnisse okay, aber nicht wenn es um das Gemeinwesen geht, denn das geht uns alle etwas an und man kann nunmal Infrastruktur nur vertrauen, wenn sie _unabhängig_ geprüft und als sicher erachtet wird. Punkt.
    3. Inwiefern soll Software durch offenlegen des Codes entwertet werden? Das ist eine völlig hohle Behauptung...

  5. Re: Was haben die geraucht?

    Autor: guitar-junky 05.02.19 - 12:08

    Ich kann den flauschi123 schon verstehen:
    Sobald etwas Open-Source ist, kann theoretisch jeder den Code und damit das Know-How kopieren, sicherlich auch ein großes Kapital von Huawei in diesem Fall ist.

    Gemeinwesen hin oder her, wo fängt das denn Deiner Meinung nach an und wo hört es auf?
    a) telekom, vodafone und co sind auch Firmen mit Firmengeheimnissen, auch wenn sie Infrastruktur anbieten. Sollen die etwa auch all ihre Software open sourcen?
    b) Weitergedacht wären also auch Airbus und Boeing relevant bzgl. des Gemeinwesens? Wenn ein Flugzeug wegen einer schlechten Autopilot-Software oder whatever abstürzt, ist das Gemeinwesen davon augenscheinlich auch betroffen? Trotzdem vermute ich mal, dass niemand verlangen würde, das offen zu legen?

    Wenn man Huawei nicht vertraut (was ja im großen und ganzen auch legitim ist) muss derjenige halt eine andere Lösung einsetzen und kann sich dann ja ggf. auch eine Open Source - Lösung suchen / in Auftrag geben

    edit: Und warum machen die das aktuell wohl nicht? Genau, aus dem vermutlich gleichen Grund, warum sie die Huawei-Lösung einsetzen: Andere Lösungen sind zu teuer.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.02.19 12:10 durch guitar-junky.

  6. Re: Was haben die geraucht?

    Autor: Kleba 05.02.19 - 12:22

    guitar-junky schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann den flauschi123 schon verstehen:
    > Sobald etwas Open-Source ist, kann theoretisch jeder den Code und damit das
    > Know-How kopieren, sicherlich auch ein großes Kapital von Huawei in diesem
    > Fall ist.

    Mal den Rest des Beitrags außer acht gelassen: nur weil man den Source Code hat, hat man nicht gleich das Know How. Natürlich ist es damit einfacher die jeweilige HRansgehensweise nachzuvollziehen, aber ich vermute das die wenigsten Entwickler bei einem hinreichend großen Projekt nur anhand des Source Codes alles nachvollziehen können.
    Nicht ohne Grund gibt es ja auch für (Free) Open Source Software kostenpflichtigen Support und Beratung und ähnliches. Denn selbst mit Quellcode ist nicht alles trivial zu verstehen.

  7. Re: Was haben die geraucht?

    Autor: mfeldt 05.02.19 - 12:25

    Gtifighter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > flauschi123 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich mag Huawei nun wirklich nicht, aber es muss auch sowas wie
    > > Geschaeftsgeheimnisse geben duerfen.
    > Aber nicht in sicherheitsrelevanter Infrastruktur!

    Welche Software läuft denn *nicht* in sicherheitsrelevanter Infrastruktur?
    Was ist mit Behördensoftware? Dichter am Gemeinwohl geht ja kaum! Prozessteuerung im allgemeinen? Assistenzsysteme in Beförderungsmitteln im Allgemeinen? Verkehrszeichensteuerung? Ressourcenplanung? Alles militärische? .. ? ..? ..?

  8. Re: Was haben die geraucht?

    Autor: guitar-junky 05.02.19 - 12:39

    Kleba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > guitar-junky schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich kann den flauschi123 schon verstehen:
    > > Sobald etwas Open-Source ist, kann theoretisch jeder den Code und damit
    > das
    > > Know-How kopieren, sicherlich auch ein großes Kapital von Huawei in
    > diesem
    > > Fall ist.
    >
    > Mal den Rest des Beitrags außer acht gelassen: nur weil man den Source Code
    > hat, hat man nicht gleich das Know How. Natürlich ist es damit einfacher
    > die jeweilige HRansgehensweise nachzuvollziehen, aber ich vermute das die
    > wenigsten Entwickler bei einem hinreichend großen Projekt nur anhand des
    > Source Codes alles nachvollziehen können.
    > Nicht ohne Grund gibt es ja auch für (Free) Open Source Software
    > kostenpflichtigen Support und Beratung und ähnliches. Denn selbst mit
    > Quellcode ist nicht alles trivial zu verstehen.

    Völlig richtig, auch wenn der kostenpflichtige Support wahrscheinlich gerade in die Richtung der Endanwender geht, die sicherlich keine Programmierkenntnisse haben.

  9. Re: Was haben die geraucht?

    Autor: Proctrap 05.02.19 - 12:42

    oder die Hardware zu bauen
    oder zu installieren
    oder zu warten
    oder gefixt
    ...

    ausgeloggt kein JS für golem = keine Seitenhüpfer

  10. Re: Was haben die geraucht?

    Autor: TheWesleyCrushers 05.02.19 - 12:56

    hG0815 schrieb:
    > 1. Es heißt "Open Source" und es gibt einen Unterschied zwischen dem und
    > "Freier Software" (les selber bin zu faul dir jetzt den link zu suchen)

    Danke für deine grundsätzlich gute Begründung, warum die FSFE hier etwas Sinnvolles fordert. Nur bei dieser Unterscheidung ist dir eine Ungenauigkeit untergekommen: In der Praxis unterscheiden sich Freie Software und Open Source nicht. Hier ein guter Link zum Thema:
    https://fsfe.org/freesoftware/basics/comparison

    Und noch ein paar weitergehende Informationen zum gleichen Thema:
    https://fsfe.org/freesoftware/basics/summary

  11. Re: Was haben die geraucht?

    Autor: mark.wolf 05.02.19 - 13:15

    Ich habe kein Problem damit, Software für solche Projekte offen zu legen. Dadurch hat kein Wettbewerber einen Vorteil, weil er dadurch know-how abgreifen könnte. Bis er die Software re-engineered hat, ist die Technolgie schon auf der nächsten Generation angekommen.

    Das Problem ist, dass i. d. R. die Software so krottenschlecht zusammengehackt ist, dass sich die Unternehmen schämen müssten, käme diese Software an die Öffentlichkeit. Daraus folgen dann natürlich erhebliche Vertrauensverluste in diese Hersteller.

    Ich habe das selbst in den 1990ern erlebt. Wir haben ein Produkt eines süddeutschen Unternehmens eingesetzt, das auch Militär und Luftfahrt beliefert hat und es noch macht. Nachdem das Produkt komplett versagte und der Hersteller nicht in der Lage noch Willens war das Problem zu beheben, hat er uns nach langem Hin und Her den Quellkode zur Verfügung gestellt. Mein erster Eindruck war katastrophal und die Software war von absolut minderer Qualität. Wenn so was in gefährlichen Waffensystemen und fliegenden Kisten steckt, dann kann das nicht gutgehen. Gut, die Zusammenarbeit mit dem Hersteller war schnell beendet und wir haben das dann in der erforderlichen Qualität selbst gemacht.

  12. Re: Was haben die geraucht?

    Autor: sambache 05.02.19 - 15:13

    flauschi123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich mag Huawei nun wirklich nicht, aber es muss auch sowas wie
    > Geschaeftsgeheimnisse geben duerfen. Und vor allen Dingen - die Entwertung
    > von Software durch Open Sourcing muss endlich aufhoeren.

    Was hast du geraucht ???

  13. Re: Was haben die geraucht?

    Autor: flauschi123 05.02.19 - 23:32

    "... unter einer freien und Open-Source-Software-Lizenz veröffentlicht wird ..."

    Heisst also, dass hier nicht nur gefordert wird dass die Software Open Source ist - sie darf auch durch andere Wettbewerber verwendet und weiterentwickelt werden.

  14. Re: Was haben die geraucht?

    Autor: flauschi123 05.02.19 - 23:39

    wittiko schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was hat OpenSource mit Entwertung zu tun?

    Wieviele Beispiele fuer Software, die vor Jahren mal Lizenzkosten hatten brauchst Du?

    Vor Eclipse gab es z.B. JBuilder, der teuer gekauft werden musste.
    Vor der Linux-Monokultur gab es kommerzielle UNIXe.
    Application Server, Datenbanken, Message Broker ... die Liste ist ewig lang.

    Und komm mir nicht mit kostenpflichtigem Support - das nutzen die wenigsten Unternehmen. Und selbst wenn man das Supportgeschaeft beruecksichtigt ist der Gesamtmarkt kleiner im Vergleich zur Pre-Open-Source Aera.

    In dem Unternehmen in dem ich arbeite, wird kaum noch Geld fuer Standardsoftware und Support ausgegeben. Im Vergleich zu vor 10-20Jahren ist die Entwertung von Software gewaltig.

  15. Re: Was haben die geraucht?

    Autor: flauschi123 05.02.19 - 23:49

    Welchen kommerziellen Benefit hat Open Source Software denn so produziert? Erzaehl mal.

    Das Supportgeschaeft ist es schon mal nicht - das gab es schon immer.

    Oder anders ausgedrueckt - wenn man fuer (Standard-)Software bezahlen muesste - was wuerde das fuer die Softwareindustrie bedeuten? Mehr oder weniger Umsatz? Was bezahlst Du fuer eine Linux Instanz?

    Es mag ja sein, dass Open Source die Innovationsgeschwindigkeit erhoeht. Aber davon kannst Du Dir als Softwareentwickler nichts kaufen. Letztendlich interessiere ich mich primaer dafuer wieviel Kohle man mir bezahlt.

  16. Re: Was haben die geraucht?

    Autor: mfeldt 06.02.19 - 11:56

    Kleba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > guitar-junky schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich kann den flauschi123 schon verstehen:
    > > Sobald etwas Open-Source ist, kann theoretisch jeder den Code und damit
    > das
    > > Know-How kopieren, sicherlich auch ein großes Kapital von Huawei in
    > diesem
    > > Fall ist.
    >
    > Mal den Rest des Beitrags außer acht gelassen: nur weil man den Source Code
    > hat, hat man nicht gleich das Know How. Natürlich ist es damit einfacher
    > die jeweilige HRansgehensweise nachzuvollziehen, aber ich vermute das die
    > wenigsten Entwickler bei einem hinreichend großen Projekt nur anhand des
    > Source Codes alles nachvollziehen können.
    > Nicht ohne Grund gibt es ja auch für (Free) Open Source Software
    > kostenpflichtigen Support und Beratung und ähnliches. Denn selbst mit
    > Quellcode ist nicht alles trivial zu verstehen.

    Natürlich kann nicht jede dahergelaufene Klitsche gleich das gesamte Projekt nachvollziehen nur weil sie Einblick in den Quelltext hat. Aber ein Konkurrent, der ähnliche Probleme hat kann mit einem Blick auf einzelne Detail-Lösungen schon eine Menge Zeit sparen. Ist im OSS-Umfeld auch durchaus üblich und teilweise gewollt. Hat allerdings nicht nur positive Effekte: Wer abschreibt, denkt selber weniger nach und die Suche nach womöglich besseren Lösungen findet garnicht erst statt.

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