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"Breit am Markt durchsetzen konnte sich Firewire aber nicht"

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  1. "Breit am Markt durchsetzen konnte sich Firewire aber nicht"

    Autor: Brian Kernighan 28.04.23 - 11:03

    Lebt der Autor in einem anderen Universum als wir oder hat er erst gestern zur IT gefunden?

    Vor 15-20 Jahren war ein Firewire Port in praktisch jedem Laptop drin, bei Apple auch in jedem Desktop System.

    Digitale Videkameras hatten fast immer ein Firewire interface - da man sowas nicht alle zwei Jahre ersetzt, könnte es da durchaus noch welche geben, die im Einsatz sind. Externe Platten, DVD Laufwerke, Scanner etc ebenfalls.

    Ich hab noch einen FW 800 CF-Reader, weils damals noch kein USB 3.0 gab. Gut da kann ich mir ja was neues kaufen. Ist nicht nachhaltig aber kein Beinbruch.

  2. Re: "Breit am Markt durchsetzen konnte sich Firewire aber nicht"

    Autor: Phonehoppy 28.04.23 - 11:19

    Ja, ich finde die Entscheidung auch deshalb ein bisschen problematisch, weil Linux gern als Alternativsystem auf älterer Hardware eingesetzt wird, wenn andere Systeme bereits zu hohe Hardwareanforderungen haben. Man muss auch bedenken, dass Firewire 800 ein ziemlich leistungsfähiges System war, mit dem USB bis zur Einführung von USB-C eigentlich nicht mithalten konnte. USB 3.0 hatte zwar die theoretische Übertragungsgeschwindigkeit, aber kein zuverlässiges Steckersystem und auch nicht die Auslegung als Bus, die es bei Firewire ermöglichte, mehrere Geräte hintereinander anzuschließen, auch wenn man am Laptop nur einen Stecker hatte.

  3. Re: "Breit am Markt durchsetzen konnte sich Firewire aber nicht"

    Autor: n0x0n 28.04.23 - 11:37

    Phonehoppy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, ich finde die Entscheidung auch deshalb ein bisschen problematisch

    Ich glaube, Du verkennst die Situation. Stefan Richter, der bisherige Maintainer, hört auf. Das könnte jetzt das Ende für FireWire im Kernel sein, aber nein. Da kommt Takashi und erklärt sich bereit, das Thema zu übernehmen und es 6 Jahre lang in seiner Freizeit am Leben zu erhalten.

    Finde ich, ehrlich gesagt, nicht problematisch, sondern nett von ihm.

  4. Re: "Breit am Markt durchsetzen konnte sich Firewire aber nicht"

    Autor: glasen77 28.04.23 - 11:41

    > Vor 15-20 Jahren war ein Firewire Port in praktisch jedem Laptop drin, bei Apple auch in jedem Desktop System.
    Firewire gab es nur im Grunde nur bei hochpreisigen Notebooks serienmäßig. Schon im Mittelklassesegment war ein Port nicht mehr zu finden. Und Apple war schon damals nicht der Nabel der Welt, mit Marktanteilen unter 10 %. Ja, in Median-PCs war Firewire auch verbaut, aber dort gab es auch e-SATA und andere Exoten.

    Ja, es gab Firewire-Karten für Laptops und Desktop-PCs zum Nachrüsten. Aber diese wurden gezielt gekauft, wenn man z.B. einen Camcorder oder andere Firewire-Peripherie bewusst gekauft hatte. Der Rest der Welt benötigte Firewire nicht, vor allem weil der Aufpreis sehr hoch war.

    > USB 3.0 hatte zwar die theoretische Übertragungsgeschwindigkeit, aber kein zuverlässiges Steckersystem [...]
    Seltsam. Mir sind in den letzten Jahren die sehr unzuverlässigen USB-A-Stecker gar nicht aufgefallen.

    > [...] und auch nicht die Auslegung als Bus, die es bei Firewire ermöglichte, mehrere Geräte hintereinander anzuschließen, auch wenn man am Laptop nur einen Stecker hatte.
    Dafür benötigten die Geräte aber auch zwei Buchsen, was die Teile wiederum teurer machten. Bei USB erhöhte man einfach die Anzahl der Buchsen am Host selbst. Selbst billige Notebooks hatten schon damals mindestens zwei Buchsen. Also stellte sich das Problem dort erst gar nicht.

    Dazu kommt, dass man beim Daisy-Chaining überlegen muss, welches Gerät denn permanent am Bus hängen soll und welches auch mal davon getrennt werden soll. Ansonsten ist man nämlich permanent am Umstöpseln.

  5. Re: "Breit am Markt durchsetzen konnte sich Firewire aber nicht"

    Autor: clkl 28.04.23 - 11:46

    n0x0n schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Phonehoppy schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ja, ich finde die Entscheidung auch deshalb ein bisschen problematisch
    >
    > Ich glaube, Du verkennst die Situation. Stefan Richter, der bisherige
    > Maintainer, hört auf. Das könnte jetzt das Ende für FireWire im Kernel
    > sein, aber nein. Da kommt Takashi und erklärt sich bereit, das Thema zu
    > übernehmen und es 6 Jahre lang in seiner Freizeit am Leben zu erhalten.
    >
    > Finde ich, ehrlich gesagt, nicht problematisch, sondern nett von ihm.

    ++

  6. Re: "Breit am Markt durchsetzen konnte sich Firewire aber nicht"

    Autor: 1ras 28.04.23 - 18:27

    glasen77 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Vor 15-20 Jahren war ein Firewire Port in praktisch jedem Laptop drin,
    > bei Apple auch in jedem Desktop System.
    > Firewire gab es nur im Grunde nur bei hochpreisigen Notebooks serienmäßig.
    > Schon im Mittelklassesegment war ein Port nicht mehr zu finden.

    Auch im Consumer Segment hatten die damals praktisch alle FireWire serienmäßig. Beispielsweise Compal CL51/Acer Travelmate 292, FSC Amilo A 7600, BenQ Joybook 5000. Und günstig waren Notebooks damals ohnehin nicht.

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