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Zielgruppe?
Autor: Feng Shui 24.02.10 - 14:39
Ernstgemeinte Frage: Für welchen Zweck installiere ich mir das? Um BSD kennenzulernen oder um ein funktionierendes Desktop-System zu haben?
Im ersten Fall werde ich doch gleich zu *BSD greifen, oder? Und bin ich für den zweiten Fall nicht mit einem Desktop-Linux besser beraten? Andersherum gefragt: Ich bin Ubuntu-Nutzer. Hat PC-BSD irgendeinen Mehrwert, schneller, stabiler? Oder merke ich den Unterschied gar nicht, weil ja einfach ein KDE drüberliegt? -
Re: Zielgruppe?
Autor: googler 24.02.10 - 14:42
http://www.freebsd.org/doc/de_DE.ISO8859-1/articles/explaining-bsd/comparing-bsd-and-linux.html
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Re: Zielgruppe?
Autor: Feng Shui 24.02.10 - 14:54
Vielen Dank, das sind ja viele Dinge, die hauptsächlich Entwickler betreffen. Ein Wechsel scheint ja aus reiner Anwendersicht nicht unbedingt sinnvoll, auch wenn mir einiges dort gefällt. Da ich ältere Hardware habe, wäre ein Performancevorteil für mich wohl der beste Grund.
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Re: Zielgruppe?
Autor: Roflkopter 24.02.10 - 15:15
Feng Shui schrieb:
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> Ernstgemeinte Frage: Für welchen Zweck installiere ich mir das? Um BSD
> kennenzulernen oder um ein funktionierendes Desktop-System zu haben?
>
> Im ersten Fall werde ich doch gleich zu *BSD greifen, oder? Und bin ich für
> den zweiten Fall nicht mit einem Desktop-Linux besser beraten? Andersherum
> gefragt: Ich bin Ubuntu-Nutzer. Hat PC-BSD irgendeinen Mehrwert, schneller,
> stabiler? Oder merke ich den Unterschied gar nicht, weil ja einfach ein KDE
> drüberliegt?
[hust]
Wenn du auf schlechtere HW Unterstüzung, noch weniger Software und ggf veraltete Software stehst ist BSD sicher was für deinen Desktop... [/hust]
Mal ernsthaft... BSD ist ein super System aber für den Server... -
Re: Zielgruppe?
Autor: HansiHinterseher 24.02.10 - 15:27
Solange du mit deinem aktuellen System nicht unzufrieden bist, gibt es natürlich keinen Grund zu wechseln. Das trifft aber für jedes System zu. Warum soll z.B. ein Windows-User, der zufrieden ist, auf ein anderes System wechseln?
PC-BSD ist eines von vielen Betriebssystemen. Aber meine pers. Erfahrung möchte ich (als Windows-User) trotzdem zum Besten geben:
ich habe eine Zeit lang FreeBSD und auch PC-BSD genutzt. Auch Ubuntu habe ich eine Zeit lang ausprobiert. Ich muß sagen, das gefühlsmäßig FreeBSD (und somit PC-BSD) schneller ist als Ubuntu. Schneller in dem Sinne, das die ausgelösten Aktionen ein besseres Feedback hatten. D.h. das Arbeiten im Desktop war gefühlt flüssiger. Hier muß man FreeBSD wirklich ein Lob aussprechen.
Was jedoch nicht so gut ist, und noch verbesserungswürdig ist, ist die Startup-Zeit. Da hat Ubuntu mächtig Vorsprung!
FreeBSD würde ich jedoch keinem Desktop-User empfehlen, da man seeehr viel konfigurieren muß. Ich habe damals beinahe die Krise bekommen, nur weil ich USB-Medien und CD-ROMs benutzen wollte. Hilfe!
Hier ist PC-BSD für ein Desktop-Ready-System besser zu empfehlen.
Wer jedoch mit Ubuntu oder Windows zufrieden ist, dem würde ich jetzt nicht unbedingt PC-BSD empfehlen. -
Re: Zielgruppe?
Autor: ..... 24.02.10 - 16:06
Welche Software läuft denn nicht unter FreeBSD, die unter Linux läuft? (Ok, ich kenne Beispiele, aber gestört hat es mich noch nicht wirklich.)
Welche Hardware läuft denn nicht mit FreeBSD, die unter Linux _gut_ zu benutzen ist? (Da fallen mir selbst einige Beispiele ein, aber wenn meine Hardware läuft, warum stören mich dann die vermeintlichen Probleme?)
FreeBSD ist sicher nicht für jeden Desktop... aber Linux genauso wenig.
Wenn FreeBSD läuft, dann läuft es. Da gibt es nicht alle drei Monate einen neuen Kernel, bei dem sich ABI und natürlich auch die API so verändert haben, dass irgendetwas nicht mehr läuft. Außerdem erzählen die Nutzer in den Mailinglisten nicht so viel Quatsch wie bei Linux. Lösungen, die man so findet, sind nicht davon abhängig, dass man Distribution X in Version Y hat. Genau das brauche _ich_ für _meinen_ Desktop.
(Ich könnte jede meiner Aussagen anzweifeln, aber auf dem Niveau "FreeBSD ist nur für Sever" brauche ich das wohl nicht.) -
Re: Zielgruppe?
Autor: Feng Shui 24.02.10 - 16:42
HansiHinterseher schrieb:
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> Solange du mit deinem aktuellen System nicht unzufrieden bist, gibt es
> natürlich keinen Grund zu wechseln. Das trifft aber für jedes System zu.
> Warum soll z.B. ein Windows-User, der zufrieden ist, auf ein anderes System
> wechseln?
Manchmal muss man die Kirschen in Nachbars Garten halt probieren, um zu merken, dass die eigenen doch nicht so lecker sind wie man dachte.
> ich habe eine Zeit lang FreeBSD und auch PC-BSD genutzt. Auch Ubuntu habe
> ich eine Zeit lang ausprobiert. Ich muß sagen, das gefühlsmäßig FreeBSD
> (und somit PC-BSD) schneller ist als Ubuntu. Schneller in dem Sinne, das
> die ausgelösten Aktionen ein besseres Feedback hatten. D.h. das Arbeiten im
> Desktop war gefühlt flüssiger. Hier muß man FreeBSD wirklich ein Lob
> aussprechen.
Klingt interessant.
>
> Was jedoch nicht so gut ist, und noch verbesserungswürdig ist, ist die
> Startup-Zeit. Da hat Ubuntu mächtig Vorsprung!
Guter Punkt, danke für die Info.
>
> Wer jedoch mit Ubuntu oder Windows zufrieden ist, dem würde ich jetzt nicht
> unbedingt PC-BSD empfehlen.
Ein bisschen Neugier sollte natürlich schon dabei sein. Wenn man sich sowieso nicht für Betriebssyteme interessiert, braucht man auch nicht zu wechseln. -
Re: Zielgruppe?
Autor: HansiHinterseher 24.02.10 - 17:40
Ich habe FreeBSD übrigens mit Gnome konfiguriert gehabt, so das der Vergleich mit Ubuntu auch recht gut möglich war (auch wegen der Feedback-Geschwindigkeit).
Bei PC-BSD ist ja KDE dabei, so das man eigentlich mit PC-BSD mit Kubuntu vergleichen müsste. -
Re: Zielgruppe?
Autor: ichbins 24.02.10 - 20:06
HansiHinterseher schrieb:
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> Was jedoch nicht so gut ist, und noch verbesserungswürdig ist, ist die
> Startup-Zeit. Da hat Ubuntu mächtig Vorsprung!
Mal ehrlich: Wie oft bootest du so?
Ich gehe frühs hin, schalte den Rechner ein, setz n Kaffee auf und komm dann zurück. Da interessierts mich ne Bohne wie lang der braucht.
Und selbst wenn man es so macht dass man den PC nach jedem Benutzen herunterfährt und dadurch mehrmals pro Tag bootet: Was ist die Boot Zeit im Vergleich zur Nutzungszeit? -
Re: Zielgruppe?
Autor: FreeBSDer 25.02.10 - 00:17
Also ich spiele schon länger mit "alternativen" Betriebssystemen und kann zur Hardwareunterstützung nur sagen, dass ich auf meinem Desktop seit Version 7.0 FreeBSD mit Gnome laufen habe, sehr zufrieden bin, aber seit dem es nicht geschafft habe ein Linux, namentlich openSUSE, Fedora, Ubuntu und CentOS, zum laufen zu bewegen. OpenSolaris verweigert ebenfalls den Dienst. Das Problem scheint der Festplattencontroller zu sein. Ist aber eigentlich ein standard Dell-Precision, sollte nicht so selten sein. Auf FreeBSD hat noch auf KEINER Kiste nicht Funktioniert, und da war vom Atomboard als Homeserver bis zum MacBook schon viel dabei. Ich halte das mit der besseren Hardwareunterstützung von Linux mittlerweile eher für überholt!
gute Nacht! -
Re: Zielgruppe?
Autor: Feng Shui 25.02.10 - 09:09
ichbins schrieb:
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> Was ist die Boot Zeit im
> Vergleich zur Nutzungszeit?
Bei meinem Arbeitsplatzrechner stimmt das. Aber zu Hause: Mal eben eine Zugverbindung suchen oder kurz E-Mails checken. Da ist der gefühlte Unterschied doch deutlich, ob das Hochfahren 10 sek. oder 1 min dauert. -
Re: Zielgruppe?
Autor: 386BSD 25.02.10 - 09:14
> Ernstgemeinte Frage: Für welchen Zweck installiere ich mir
> das? Um BSD kennenzulernen oder um ein funktionierendes
> Desktop-System zu haben?
... in erster Linie für Leute, die UNIX und die Freiheit wirklich lieben -
Re: Zielgruppe?
Autor: Irgendwer2 25.02.10 - 11:39
Ich installiere es immer bei der Verwandtschaft bei der ich weis dass sie mit dem Rechner lediglich im Internet surfen und Emails senden/empfangen. Dafür reicht es allemale und ist dabei auch noch sehr schnell und sicher!
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Re: Zielgruppe?
Autor: dada 01.03.10 - 09:43
Feng Shui schrieb:
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> Ernstgemeinte Frage: Für welchen Zweck installiere ich mir das? Um BSD
> kennenzulernen oder um ein funktionierendes Desktop-System zu haben?
>
> Im ersten Fall werde ich doch gleich zu *BSD greifen, oder? Und bin ich für
> den zweiten Fall nicht mit einem Desktop-Linux besser beraten? Andersherum
zu erstens: ja, wenn du nebenbei noch ein funktionierendes system hast, weil es schon einige zeit braucht bis ein freebsd läuft mit allem zipp und zapp läuft. als anfänger zumindest.
zu zweitens: wieso? wenn es funktioniert funktierniert es halt.
> gefragt: Ich bin Ubuntu-Nutzer. Hat PC-BSD irgendeinen Mehrwert, schneller,
> stabiler? Oder merke ich den Unterschied gar nicht, weil ja einfach ein KDE
> drüberliegt?
ich bin auch ubuntu-nutzer und hab nebenbei auch pc-bsd installiert und ich kann sagen, daß es (selbst) mit kde performanter ist als ubuntu. -
Re: Zielgruppe?
Autor: dada 01.03.10 - 09:48
HansiHinterseher schrieb:
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> Ich habe FreeBSD übrigens mit Gnome konfiguriert gehabt, so das der
> Vergleich mit Ubuntu auch recht gut möglich war (auch wegen der
> Feedback-Geschwindigkeit).
>
> Bei PC-BSD ist ja KDE dabei, so das man eigentlich mit PC-BSD mit Kubuntu
> vergleichen müsste.
das ist ja alles ganz gut und schön, aber läßt du uns auch an den ergebnissen teilhaben? -
Re: Zielgruppe?
Autor: DebianSid 02.03.10 - 11:55
Naja, liegt aber auch an der 'tollen' kde integration bei (k)ubuntu und der überfrachteten standartinstallation ubuntus per se. Kde auf DebianSid-64bit reagiert hier bei mir flotter als pc-bsd/free-bsd, ebenso ist der bootvorgang nochmal wesentlich flotter.
allerdings ist letzterer in zeiten von suspend ja nun wirklich wurst, auch oder gerade auf note/netbooks.
Grüße



