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So viel Aufwand in den Mülleimer

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  1. So viel Aufwand in den Mülleimer

    Autor: danielmain 15.09.17 - 13:35

    Wenn Firefox Os, Meego, Ubuntu, Jolla und alle andere sich zusammen schließen würden, um eine einzige Mobile Plattform auf Open Source basis machen würden :(

  2. Re: So viel Aufwand in den Mülleimer

    Autor: paddyesch 15.09.17 - 14:12

    Es wird immer unwichtiger werden ob es sich bei Software um eine App handelt, oder um eine Desktop-Anwendung. Und auf welcher Platform oder in welchem Framework sie läuft. Auf den Service den die Software liefert kommt es an. Und die Rahmenbedingungen wie Sicherheit/Datenschutz.

    Also warum neue Platformen / App-Umgebungen erschaffen wenn man das Smartphone für die bestehenden Linux-Anwendungen (Desktop-Welt) erschließen kann. Der Linux-Desktop wird immer besser, warum soll das nicht auch für das Smartphone wie das Librem 5 gelten, wenn die Grundlagen gelegt sind.

    Es müssen sich gar nicht SOO viele Leute finden damit das funktioniert. Es nutzt ja auch nicht jeder den Linux-Desktop und trotzdem geht es voran.

  3. Re: So viel Aufwand in den Mülleimer

    Autor: RipClaw 15.09.17 - 14:15

    danielmain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn Firefox Os, Meego, Ubuntu, Jolla und alle andere sich zusammen
    > schließen würden, um eine einzige Mobile Plattform auf Open Source basis
    > machen würden :(

    Die Basis war bei allen gleich. Alle haben als Kernkomponente Linux verwendet. Allerdings die Unterschiede in den Ausrichtungen waren immer andere und die Gründe für das Scheitern waren sehr unterschiedlich.

    FirefoxOS hatte sich auf Webtechniken als Basis für Apps versteift und auf kostengünstige Geräte die aber kaum Leistung hatten. Gleichzeitig drängten aber günstige Android Geräte auf den Markt die aber eine wesentlich größere Auswahl an Apps boten. Zudem hat Mozilla viele Unterstützer verprellt weil sie das Versprechen "lange Updates für FirefoxOS zu liefern" nicht eingehalten haben.

    Meego hätte erfolgreich sein können aber Nokia hat das Projekt beerdigt als sie die Zusammenarbeit mit Microsoft angekündigt haben. Das Nokia N9 hat aber sogar heute noch seine Fans. So schlecht kann es nicht gewesen sein.

    Ubuntu als Mobilplattform ist meiner Meinung nach vor allem daran gescheitert das die Smartphones die mit Ubuntu ausgeliefert wurden nicht die erwartete Leistung gebracht haben und die App Auswahl war einfach zu gering.

    Sailfish OS von Jolla gibt es noch heute aber es ist auf einen kleinen Markt begrenzt auch wenn es eine sehr aktive Community hat. Die Hersteller nehmen einfach lieber Android für das sie nichts zahlen müssen statt Lizenzgebühren an Jolla zu blechen.

    Auch wenn sich alle zusammenschließen würden, würde dabei nichts rauskommen was Android oder iOS die Stirn bieten könnte. Dazu sind die Ökosysteme inzwischen einfach zu gewaltig. Sogar Microsoft ist gescheitert obwohl sie viel Geld in diesen Markt gepumpt haben.

  4. Re: So viel Aufwand in den Mülleimer

    Autor: Bigfoo29 15.09.17 - 15:17

    Das wird schwierig, da alle OSS-Varianten unterschiedliche Ansätze gewählt haben. Zumal auch keiner der Anbieter das primär aus Gutmütigkeit aufgesetzt hat sondern sich jeweils Gewinn versprach. Je mehr Leute/Firmen mitmachen, um so weniger "eigenen Käfig" kann man einbauen. Zumal keiner der Hersteller im Fokus hatte, den klassischen Linux-Kernel ohne Binär-Blobs und Spezial-Kram des CPU-Herstellers zum Laufen zu bekommen. In dieser Hinsicht geht Librem einen sehr positiven Weg. Denn: Wenn EIN MAL Linux drauf läuft (und bis auf das Funkmodul wirklich alles mit OSS-Treibern angesprochen werden kann), läuft anschließend auch so ziemlich jedes andere Telefon-Framework auf dem Gerät.

    Regards.

  5. Re: So viel Aufwand in den Mülleimer

    Autor: RipClaw 15.09.17 - 16:18

    Bigfoo29 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In
    > dieser Hinsicht geht Librem einen sehr positiven Weg. Denn: Wenn EIN MAL
    > Linux drauf läuft (und bis auf das Funkmodul wirklich alles mit
    > OSS-Treibern angesprochen werden kann), läuft anschließend auch so ziemlich
    > jedes andere Telefon-Framework auf dem Gerät.

    Generell finde ich die Idee von Librem gut aber ich bezweifle das die CPU Hersteller sich so einfach das Zepter aus der Hand nehmen lassen.

    Sie haben es bisher geschafft sogar bei den großen Herstellern immer die Oberhand zu behalten wenn es darum ging das ihre Treiber geschlossen bleiben. Ein kleiner Hersteller dürfte kaum genug Druck ausüben können um zu erreichen das die Treiber geöffnet werden.

  6. Re: So viel Aufwand in den Mülleimer

    Autor: Bigfoo29 15.09.17 - 18:26

    Naja, die FreeScale-i.MX*-Chips sind tatsächlich schon relativ gut dokumentiert. Sowohl bei CPU als auch bei GPU. Allerdings hast Du Recht. Es gibt kein (freies) Linux, welches derzeit auf einem i.MX zu laufen scheint. Andererseits gibt es wohl guten Support für die BSD-Varianten.

    Letztlich sind das Infos, die uns also noch fehlen. Hinzu kommt, dass sie schon geschrieben haben, dass das Baseband-Modul in jedem Fall einen proprietären Blob braucht. Damit wird dann das freie, lustige Kernel kompilieren auch wieder zur Farce.

    Regards.

  7. Re: So viel Aufwand in den Mülleimer

    Autor: thorben 15.09.17 - 23:40

    paddyesch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wird immer unwichtiger werden ob es sich bei Software um eine App
    > handelt, oder um eine Desktop-Anwendung. Und auf welcher Platform oder in
    > welchem Framework sie läuft. Auf den Service den die Software liefert kommt
    > es an. Und die Rahmenbedingungen wie Sicherheit/Datenschutz.
    >
    nö. den großteil der masse interessiert der datenschutz eher wenig bis gar nicht...

  8. Re: So viel Aufwand in den Mülleimer

    Autor: Trockenobst 16.09.17 - 09:54

    Bigfoo29 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schon geschrieben haben, dass das Baseband-Modul in jedem Fall einen
    > proprietären Blob braucht. Damit wird dann das freie, lustige Kernel
    > kompilieren auch wieder zur Farce.

    Und dann installieren sich die Leute Apps die alle unfrei sind, die dann den Schindluder auf dem Gerät treiben. Viele Apps sind dazu politisch wie Skype, die natürlich irgendwas machen damit irgendwer mithören kann wenn der Panzer vor der Tür steht.

    Grundsätzlich ist diese ganze Arbeit nett und wichtig, aber letztendlich bekomme ich ein 200¤ China Telefon mit Stock Android und Root auch auf den selben Level, aber die ganzen Apps und Treiber funktionieren. Ich muss dann nicht bei Google sein (Alternative Appstores gibt es einige).

    Der Vorteil ist akzeptable State of the Art-Technik und ein System, dass mir sehr viele voll funktionstüchtige Apps liefert. Mit den letzten Binärblobs muss ich leben, aber könnte darauf Apps und Systeme nutzen, die schon sehr weit entwickelt sind.

    Diese Linux Phones scheitern an ihrem eigenen Anspruch und an der mangelnden Software. Ein wenig Browsen und eine Clock mit lustigen Augen ist mir dann für ein, was, 600-1000¤ Telefon zu wenig. Das faktisch nicht besser ist als der China-Android-Selbstbau.

  9. Re: So viel Aufwand in den Mülleimer

    Autor: paddyesch 16.09.17 - 12:05

    thorben schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nö. den großteil der masse interessiert der datenschutz eher wenig bis gar
    > nicht...

    Das stimmt nicht. Menschen suchen nur den größten Komfort. Wenn man ihnen eine akzeptable Alternative liefert, dann werden Themen wie Datenschutz und Sicherheit schnell relevant.

    Außerdem ist "die Masse" uninteressant. Es geht eine "eine Menge" die groß genug ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.09.17 12:09 durch paddyesch.

  10. Re: So viel Aufwand in den Mülleimer

    Autor: DarkWildcard 16.09.17 - 14:09

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > danielmain schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn Firefox Os, Meego, Ubuntu, Jolla und alle andere sich zusammen
    > > schließen würden, um eine einzige Mobile Plattform auf Open Source basis
    > > machen würden :(
    >
    > Die Basis war bei allen gleich. Alle haben als Kernkomponente Linux
    > verwendet. Allerdings die Unterschiede in den Ausrichtungen waren immer
    > andere und die Gründe für das Scheitern waren sehr unterschiedlich.
    >
    > FirefoxOS hatte sich auf Webtechniken als Basis für Apps versteift und auf
    > kostengünstige Geräte die aber kaum Leistung hatten. Gleichzeitig drängten
    > aber günstige Android Geräte auf den Markt die aber eine wesentlich größere
    > Auswahl an Apps boten. Zudem hat Mozilla viele Unterstützer verprellt weil
    > sie das Versprechen "lange Updates für FirefoxOS zu liefern" nicht
    > eingehalten haben.
    >
    > Meego hätte erfolgreich sein können aber Nokia hat das Projekt beerdigt als
    > sie die Zusammenarbeit mit Microsoft angekündigt haben. Das Nokia N9 hat
    > aber sogar heute noch seine Fans. So schlecht kann es nicht gewesen sein.
    >
    > Ubuntu als Mobilplattform ist meiner Meinung nach vor allem daran
    > gescheitert das die Smartphones die mit Ubuntu ausgeliefert wurden nicht
    > die erwartete Leistung gebracht haben und die App Auswahl war einfach zu
    > gering.
    >
    > Sailfish OS von Jolla gibt es noch heute aber es ist auf einen kleinen
    > Markt begrenzt auch wenn es eine sehr aktive Community hat. Die Hersteller
    > nehmen einfach lieber Android für das sie nichts zahlen müssen statt
    > Lizenzgebühren an Jolla zu blechen.
    >
    > Auch wenn sich alle zusammenschließen würden, würde dabei nichts rauskommen
    > was Android oder iOS die Stirn bieten könnte. Dazu sind die Ökosysteme
    > inzwischen einfach zu gewaltig. Sogar Microsoft ist gescheitert obwohl sie
    > viel Geld in diesen Markt gepumpt haben.

    Windows Phone ist gescheitert weil Nadella lieber Cloud machen wollte und Windows Phone abgesägt hat, ansonsten hätte Microsoft es ebenso forcieren können wie die Xbox.

    Dann gibt es noch Tizen wo irgendwie nur noch Samsung dran arbeitet obwohl es der Linux Foundation gehört und völlig open source ist, anders als Sailfish OS.
    Aber irgendwie sind sich die meisten Opensource Entwickler zu fein um an Tizen zu arbeiten?

  11. Re: So viel Aufwand in den Mülleimer

    Autor: Bigfoo29 18.09.17 - 11:47

    Also China-Phones, die es mit Updates nicht allzu ernst nehmen (Sell&Forget-Hardware), die keine alternativen ROMs zulassen oder wie einige Hersteller regelmäßig nach Hause telefonieren sind für mich nicht wirklich eine Alternative...

    Regards.

  12. Re: So viel Aufwand in den Mülleimer

    Autor: Trockenobst 18.09.17 - 15:43

    Bigfoo29 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > (Sell&Forget-Hardware), die keine alternativen ROMs zulassen oder wie
    > einige Hersteller regelmäßig nach Hause telefonieren sind für mich nicht

    Erst bei LineageOS in die Supportete Hardware-Liste schauen
    dann das Telefon kaufen. Muss ja nicht immer das aktuellste sein, oder?

    Mein K6 von Lenovo hat alles für 180¤ und Lineage ging schon auf dem
    vorherigen China Phone von Zopo. Da phoned nichts nach Hause und
    hat 160+Zoll gekostet.

  13. Re: So viel Aufwand in den Mülleimer

    Autor: Bigfoo29 19.09.17 - 17:04

    Moin...

    das schließt meine Aussage ja nicht aus. Es ist halt nur gerade bei China-Phones oft so, dass es keine regelmäßig(!) größentechnisch ausreichende Nutzerbasis gibt, die auch eine Langzeitpflege von zum Beispiel LOS erlaubt. So gibt es oft auch Proof-Of-Concepts mit gemoddeten ROMs, die dann auf einem Huawai laufen, aber nie wieder Updates bekommen. Dann wäre zwar immerhin die Schnüffelsoftware (vermutlich) weg, aber trotzdem ist das Telefon offen wie ein Scheunentor.

    Aber ja, meine aktuell im Einsatz befindlichen (und auf Wunsch im Bekanntenkreis empfohlenen) Telefone haben als eines der Hauptkriterien "es gibt Alternative ROMs für das Ding".

    Regards.

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