Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. OpenSource
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Limux: Kopf einziehen und über…

open source enttäuscht mich immer wieder

Anzeige
  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: 3dgamer 06.12.14 - 02:26

    Ich probiere gerne viel aus, aber die Enttäuschungen sind groß.

    OpenERP: Übersetzungsfehler ohne Ende, instabil (DB schrotten durch deinstallieren von modulen), benutzerführung inkonsistent und mein Highlight (IN EINEM ERP SYSTEM): die möglichkeit zu "liken" *argh*

    Gimp: netter PS klon, aber was man sich bei der schriftverwaltung gedacht hat... Wie schlecht ist das bitte. Nicht mal ansatzweise so gut wie PS

    Wordpress: Plugin-chaos, lahm und bei 2 sprachen immer wieder speicherfehler... Das aufblähen der DB bei jedem furz sei mal dahingestellt.

    Mir fehlt einfach die verlässlichkeit von opensource. Linux ist ok, aber das auf jeden client ausrollen? Hm...
    Win kann man in nen unternehmen schon sinnig verwalten (AD, WSUS,..) ,aber das wird ja gerne bei jeder Argumentation vergessen.
    BTW, rechner mit w7 Lizenz gibts für 300¤. Sehe da wenig sparpotential mit ner linux kiste. Und mit Vol lizenz zahlt auch kein unternehmen 200¤ pro arbeitsplatz für office.

    Naja, jedem das seine...

  2. Re: open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: Moe479 06.12.14 - 04:51

    software rollouts fahren mit linux ... wirklich schwer ... oder weist nicht wie?

    gimp wollte nie ein ps ersatz sein, sondern immer das GNU Image Manipulation Program, das wünschen sich zwar viele aber oss bedeutet nicht immer alles geschenkt zu bekommen da muss ggf. selber was für tun, und kann es dank oss auch!

    mir reicht gimp für pixel grafiken, klar der workflow ist anders, aber sonst hätte man ja auch ps nehmen können ... ansonsten benutze ich immer mehr inkscape um svgs fürs web zu erstellen, damit geht es wirklich am besten, bzw. ist das was ich damit mache wircklich das was in den browsern angezeigt wird im gegensatz zu so einigen komerziellen produkten ... die es einfach nicht auf die reihe bekommen.

    wordpress benutzt ja auch kein vernüpftiger mensch, und als css würde ich soetwas schon dreimal nicht einsetzen ... denn solche eierlegenden wollmichsäue machen nichts wirklich richtig egal ob oss oder css.

    welches selbst aufsetzbare closed source cms auf php basis gibt es eigentlich? keines?

    also jetzt mittelmäßige open source software anzuprangern obwohl es nicht einmal gute closed source alternativen gibt ... ist schon ne starke sache von dir, hutab!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.12.14 04:56 durch Moe479.

  3. Re: open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: violator 06.12.14 - 09:15

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wordpress benutzt ja auch kein vernüpftiger mensch, und als css würde ich
    > soetwas schon dreimal nicht einsetzen ... denn solche eierlegenden
    > wollmichsäue machen nichts wirklich richtig egal ob oss oder css.

    Im Bereich Webshops gibts auch nix vernünftiges an OS. Alles ist entweder technisch komplett veraltet oder aufgebläht, total kompliziert und umständlich anzupassen, Backend lahm und unübersichtlich, Templates sehen aus und funktionieren wie von 2003 oder es gibt keine ordentliche Community, die irgendwas beisteuert.

  4. Re: open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: eckendenker 06.12.14 - 09:29

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > wordpress benutzt ja auch kein vernüpftiger mensch, und als css würde ich
    > soetwas schon dreimal nicht einsetzen ... denn solche eierlegenden
    > wollmichsäue machen nichts wirklich richtig egal ob oss oder css.
    >

    Ach so? Also sind alle die WP benutzen unvernünftige Menschen? Lustig ist es ja schon, für Gimp eine Lanze brechen WP verteufeln und bei Linux frage ob man keine Ahnung hat.

  5. Re: open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: Sharkuu 06.12.14 - 10:08

    3dgamer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > BTW, rechner mit w7 Lizenz gibts für 300¤. Sehe da wenig sparpotential mit
    > ner linux kiste. Und mit Vol lizenz zahlt auch kein unternehmen 200¤ pro
    > arbeitsplatz für office.


    da ich grade wieder durfte, wage ich das extremst zu bezweifeln :D

    schon alleine, du musst platz sparen, USFF mit 10 USB anschlüssen minimum. viel spaß mit deinen 300¤, dafür kriegste nichtmal alle lizenzen :D

  6. Re: open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: Anonymer Nutzer 06.12.14 - 10:37

    3dgamer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Gimp: netter PS klon, aber was man sich bei der schriftverwaltung gedacht
    > hat... Wie schlecht ist das bitte. Nicht mal ansatzweise so gut wie PS

    Wo sind deiner Meinung nach die Hauptunterschiede von der Schriftverwaltung? Mal abgesehen davon das es sich ohnehin um Werkzeuge handelt und die Verwaltung zur Aufgabe des Betriebssystems gehört? Aus irgendeinem Grund bringen ja Linux-Distributionen solche Anwendungen(Font Manager,FontMatrix,TypeCatcher,Gwaterfall...) von Haus aus mit.Selbst color picker werden idR von Haus aus mitgeliefert. Wenn dich schon die Schriftverwaltung vor Probleme stellt dann möchte ich garnicht wissen wie du Bilder bearbeitest.



    > Wordpress: Plugin-chaos, lahm und bei 2 sprachen immer wieder
    > speicherfehler... Das aufblähen der DB bei jedem furz sei mal
    > dahingestellt.

    Und gibts hier keine bessere alternativen?

    > Mir fehlt einfach die verlässlichkeit von opensource. Linux ist ok, aber
    > das auf jeden client ausrollen? Hm...
    > Win kann man in nen unternehmen schon sinnig verwalten (AD, WSUS,..) ,aber
    > das wird ja gerne bei jeder Argumentation vergessen.

    Und was ist bei Linux zb CU,WSKP,OSHF.....?

    > BTW, rechner mit w7 Lizenz gibts für 300¤. Sehe da wenig sparpotential mit
    > ner linux kiste. Und mit Vol lizenz zahlt auch kein unternehmen 200¤ pro
    > arbeitsplatz für office.

    Stimmt,dass Netbook hat damals ja auch für die Nutzerzahlen von Linux eine echte Explosion ausgelöst.

  7. Re: closed source Software enttäuscht mich immer wieder

    Autor: cubie2 06.12.14 - 10:59

    3dgamer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich probiere gerne viel aus, aber die Enttäuschungen sind groß.

    Ja. So geht es mir oft bei Closedsource-Software, auch bei sackteurer Unternehmenssoftware.

    Meiner Erfahrung nach: Freie/Opensoursed-Software (FOSS) und unfreie Closedsource-Software (CSS) schenken sich unterm Strich nix.

    FOSS hat bei kleineren Tools oft die Qualitätsnase vorn; wirklich große Projekte wie eine ERP-Software sind bei CSS-Herstellern i.d.R. besser. Wobei alleine die SAP-GUI ein völliges Unding ist. Schlechter geht es kaum, auch wenn das Backend gut sein mag.

    Ich benutze Libreoffice lieber als die aktuellen MS-Office-Varianten. Probleme wie "Word schreddert ein .docx und kann es nicht mehr reparieren" habe ich bei LibreOffice nie erlebt. Ich musste (sic!) sogar öfter mal LibreOffice benutzen, um MS-Dokumene zu reparieren, die MS-Office nicht mehr reparieren konnte.

    Firefox finde ich ebenfalls besser als IE, Safari oder Chrome. Ist aber Geschmackssache.

    > .... Und mit Vol lizenz zahlt auch kein unternehmen 200¤ pro
    > arbeitsplatz für office.

    Die Lizenzkosten wiegen oft weniger als die TCO, und da sieht es dann bei MS-Office eher schlecht aus. Zuml wenn alle paar Jahre das Look&Feel komplett umgeworfen wird und erfahrene User erst mal gar nix mehr finden.

    Es gibt natürlich umgekehrte Fälle, bei denen CSS deutlich besser ist als OSS.

    Unterm Strich ist der Quallitätslevel aller Enduser-Software, egal ob CSS oder OSS, imho aber eher mau.
    Wären Autos genauso mies in Bedienung und Zuverlässigkeit wie heutige Enduser-Software, gäbe es kaum private PKW, und jeder hätte ne Bahncard.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.12.14 10:59 durch cubie2.

  8. Re: open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: Moe479 06.12.14 - 10:59

    es gibt auch nichts an closed source was dem entspricht, hier ist selber entwickeln angesagt wenn wan wirklich das möchte was man braucht.

  9. Re: open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: MarioWario 06.12.14 - 11:02

    Schade, ich nutze regelmäßig MacOSX - ein getuntes BSD-Produkt. Softwarepakete wie Libre-Office, Audacity und Seashore (Gimp-GUI) sind durchaus gelungen und finde da wenig Mängel. Aber bei dem so hochgelobten Windows 10 fragte ich mich schon: Wo ist der Fortschritt ? Langsam im Vergleich zur Mac-Software, Windows XP, Windows 7, fühlt sich an wie Android 2.3 (halbgar wäre geschmeichelt). Der Großteil der kommerziellen Software ist und war nie sein Geld wert (ob Adobe CS oder MS Office).

  10. Re: open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: 3dgamer 06.12.14 - 11:44

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > software rollouts fahren mit linux ... wirklich schwer ... oder weist nicht
    > wie?
    >
    Nie behauptet. Wo bitte liest du das raus? Wahnsinn, darum geht es doch in keinen Silbe von mir. Klar geht das, aber was bringts wenn die ausgerollte Software nicht das stabil tut was man als Unternehmen braucht?

    Danke für die Beispiele, zeigt warum Diskussionen um OpenSource so müßig sind.
    Gimp ist der PS Klon schlechthin, aber es ist natürlich NIIEEEE als Alternative angedacht worden? Ja nee ist klar.

    Sagt man PS ist bei xy besser kommt Gimp soll ja keine Alternative sein.
    Spricht man über den Preis ist Gimp natürlich viel besser. Aha.

    (und es ist meine persönliche Meinung das das Schrift-Tool in Gimp einfach Dreck ist. Wer nichts anderes gewöhnt ist kommt damit bestimmt gut klar, aber ich (Achtung: persönliche Meinung) schaffe es mit PS in einem Bruchteil der Zeit bessere Resultate zu erzeugen. M. M. ist die Umsetzung in PS einfach sehr gut gemacht).

    Und bei Wordpress gibt es keine besseren Tools, egal was so kommt produziert meist eh nur Schrott-Code. Habe auch nie behauptet es gibt bessere CSS Tools. Aber WP als Beispiel für OpenSource ist einfach klassisch, was dort an Chaos zusammenprogrammiert wird... Hut ab.
    Es gibt selbst in der neuesten Version noch jede Mende Bugs, die teilweise so gravierend sind, dass einzelne Seiten mit wenigen Klicks im normalen Workflow leer überschrieben werden (von den Sicherheitslücken dank 08/15 PHP Programmierung mal abgesehen... deren Sessionverwaltung ist ein Witz).
    Was im WP Diskussionsforum abgeht wenn man dort auf Fehler zu sprechen kommt möchte ich gar nicht erst erwähnen.

    Achja, gebe dir Recht, die R/3 Oberfläche ist ein Beispiel für CSS die zeigt wie schlecht man es machen kann. Haarsträubend was dort verbrochen wird... zumindest schenken sich hier R/3 und OpenERP nicht viel. Beide Oberflächen sind für den Endanwender Mist.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 06.12.14 11:49 durch 3dgamer.

  11. Re: open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: cubie2 07.12.14 - 08:43

    > Schade, ich nutze regelmäßig MacOSX

    Ich auch. Beruflich, also nicht gaanz freiwillig.

    > ein getuntes BSD-Produkt.

    Mitnichten. In MacOS X hat man verschiedene Opensource-Sachen mit hochproprietärer Apple-Software verwurstet, u.a. Sachen von FreeBSD. Technisch hat dennoch MacOS X wenig mit FreeBSD zu tun.
    Das merkt man allein schon an der Performanz: FreeBSD ist deutlichst performanter

    > Softwarepakete wie Libre-Office, Audacity und Seashore (Gimp-GUI) sind
    > durchaus gelungen und finde da wenig Mängel.

    Jupp. Zumindest nicht mehr als in closedsource-Software.

    > Aber bei dem so hochgelobten
    > Windows 10 fragte ich mich schon: Wo ist der Fortschritt ? Langsam im
    > Vergleich zur Mac-Software

    Nö. Auf vergleichbaren (oder gar gleichen) Rechnern ist Windows 8.1 eher etwas schneller als das recht träge MacOS X. Was im Falle von Win8 wenig hilft, wenn die GUI die User ausbremst, mittels gescheurtem Handling.
    Die GUI von MacOS X hat zwar auch ein paar Seiten, die (imho) sehr unergonomisch sind, ist unterm Strich aber deutlich besser als die die von Win 8/8.1, und sie ändert sich nicht alle paar Jahre drastisch wie es in der Windowswelt üblich ist.

    > Der Großteil der kommerziellen
    > Software ist und war nie sein Geld wert (ob Adobe CS oder MS Office).

    Yessss. Hin und wieder findet man wirklich gute, durchdachte und bugarme kommerzielle Softe, aber man muss z.T. ne ganze Weile danach suchen.

  12. Re: open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: Tiles 07.12.14 - 09:58

    > Der Großteil der kommerziellen
    > Software ist und war nie sein Geld wert (ob Adobe CS oder MS Office).

    Und die Profis sind eh alle bescheuert weil sie nicht die Open Source Software verwenden, sondern auf proprietäre Software setzen die auch noch Geld kostet ...

    *Ironie off*

    Mal tacheles: Mit Open Source Software könnten zum Beispiel Grafiker den Laden schlicht dicht machen. Da hinkt die Open Source Welt um Jahre hinterher. Und die Usability ist im direkten Vergleich eh fürn Popo.

    Und das hat einen Grund. Bei kommerzieller Software ist ein ganz anderer Entwicklungsdruck dahinter. Da steht der User im Fokus, da kommt nämlich das Geld her. Und nicht irgendwelche verqueren Open Source Philosophien und machtgierige Projektleiter denen der User am Arsch vorbeigeht. Und die lieber das nächste coole Feature reinhacken als sich um die Usability zu kümmern.

  13. Re: open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: vinLeiger 07.12.14 - 10:44

    Na also, die Debatte OSS vs. CSS kommt zuverlässig zu jeder LiMux-Meldung :)
    Ich finde, man kann sie nicht so pauschal entscheiden, die Frage, was besser ist, entscheidet sich doch nach Use Case und Budget. Ein professioneller Grafiker sollte vermutlich Photoshop für seine Arbeit benutzen, weil es einfach der Standard in der Branche ist und man sonst abgehängt ist. Für einen Heimanwender, der ab und an seine Urlaubsphotos zur Vorführung nachbearbeitet, wäre PS der absolute Overkill (vor allem preislich), da dürfte GIMP eigentlich reichen. Und so zieht sich das weiter durch: Studenten und Hobbyentwicklern, die mal aus Spaß ein bisschen coden oder die offene Lösungen wollen, um etwas zu lernen, genügt der Werkzeugkasten, den Linux dafür mitbringt. Professionelle Anwendungsentwickler haben ganz andere Anforderungen und brauchen dafür auch andere Lösungen. Im Office-Bereich genau so, ein Privatanwender ist mit dem kostenlosen LibreOffice zufrieden, im Büro braucht man MS Office wegen der Sharenet-Integration...
    Eine einfache "Das ist besser"-Antwort kann es hier nicht geben, ohne das vorher mal "für was?" und "wie viel darf ich ausgeben?" gefragt wurde.

  14. Re: open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: nille02 07.12.14 - 11:18

    Tiles schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das hat einen Grund. Bei kommerzieller Software ist ein ganz anderer
    > Entwicklungsdruck dahinter.

    Wenn ich für etwas bezahlt werde ist auch eine andere Motivation vorhanden. Dann macht man auch mal arbeiten die man eigentlich nicht leiden kann.

    > Da steht der User im Fokus, da kommt nämlich das Geld her.

    Kann man zwar nicht Pauschal sagen aber leider trifft das wohl bei einer ganzen menge an Projekten zu :/

  15. Re: open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: cubie2 07.12.14 - 11:53

    Tiles schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Der Großteil der kommerziellen
    > > Software ist und war nie sein Geld wert (ob Adobe CS oder MS Office).

    > Und die Profis sind eh alle bescheuert weil sie nicht die Open Source
    > Software verwenden, sondern auf proprietäre Software setzen die auch noch
    > Geld kostet ...

    Nö. Jeder trifft mal suboptimale Entscheidungen. Deswegen ist an nicht bescheuert.

    > Mal tacheles: Mit Open Source Software könnten zum Beispiel Grafiker den
    > Laden schlicht dicht machen.

    Nö. Und selbst wenn es so wäre: Grafiker sind nicht gerade repräsentativ, sondern eine sehr kleine Minderheit.

    Ich sage ja auch gar nicht, dass es ohne Closedsource-Software geht.
    Ich sage nur, dass ihr durchschnittlicher Qualitätslevel teilweise beängstigend ist.
    Bei FOSS ist das im Schnitt auch nicht viel besser, aber die kostet dann halt wenigsten nix.

    > Und das hat einen Grund. Bei kommerzieller Software ist ein ganz anderer
    > Entwicklungsdruck dahinter.

    Das ist gleich mehrfach falsch.
    Ersten wird mittlerwele vile freie Software von IBM, Intel, Redhat, SuSE usw. finanziert. Die Entwckler bekommen Geld dafür, genau wie ein angestellter Entwickler bei Adobe oder Microsoft.
    Zweitens kann Druck auch durchaus qualitätssenkend sein. Ich habe es oft genug erlebt (als Angestellter bei Firmen die kommerzielle Software erstellen) dass wegen des "Drucks" Software, die in internen Qualitätsaudits durchgefallen war, releast wurde. Bei FOSS ist man eher mal bereit zu sagen "it is done when it is done" und veröffentlicht Prebetas dann eben als Prebeta und NICHT als Release.

    Ich arbeite zu lange bei CSS-Herstellern um nicht begriffen zu haben, dass Qualität oft eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Man testet zwar, aber oft wuird trotz fehlender Freigabe der QS-Abteilung asgeliefert. Weil man Kunden einen Termi zugesagt hatte, oder einfach, damit ein Vorstand seinen Bonus bekommt, weil die Software noch im alten Jahr releast wurde und nicht erst im neuen Jahr, nach Beheben der gravierendsten von der QA-Abteilung bemängelten Bugs.

    > Da steht der User im Fokus, da kommt nämlich
    > das Geld her.

    Lol. Nein, da stehen wirtschaftliche Zwänge und Managemententscheidungen im Vordergrund; Enduser-Bedürfnisse spielen da zuweilen eher die zweite oder dritte Geige.

    > Und nicht irgendwelche verqueren Open Source Philosophien und
    > machtgierige Projektleiter ...

    .. dafür aber geldgierige Vorstände und Vertriebler, die happy sind, wenn ei zugesagtes Feature fristgerecht ausgeliefert wird, egal wie viele wichtige Bugs neu dazukamen und egal wie viele wichtige Bugs nicht gefixt wurden, nur um das neue Feature fristgerecht dranzuflanschen.

    Riesen wie MS, Adobe, SAP und Oracle, die gegenüber Kunden in der stärkeren Position sind, sind noch eher bereit, Terminzusagen zu vergessen und auf die QS zu hören.
    Die Mehrheit der Mittelständler und kleinen Softwarebuden kämpft aber mit dem Arsch an die Wand, und wenn wichtige Kunden auf nem neue feature bestehen, rückt alles andere (auch Qualität und Usability) stark in den Hintergrund.

    Been there too often, have seen this too many times.

  16. Re: open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: nille02 07.12.14 - 12:09

    cubie2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist gleich mehrfach falsch.
    > Ersten wird mittlerwele vile freie Software von IBM, Intel, Redhat, SuSE
    > usw. finanziert. Die Entwckler bekommen Geld dafür, genau wie ein
    > angestellter Entwickler bei Adobe oder Microsoft.

    Und die lassen ihre Leute an ihren wichtigen Kerngeschäften arbeiten. Bei keinen davon gehört der Desktop auf den großen Masterplan oder die Benutzerfreundlichkeit.

    > Zweitens kann Druck auch durchaus qualitätssenkend sein. Ich habe es oft
    > genug erlebt (als Angestellter bei Firmen die kommerzielle Software
    > erstellen) dass wegen des "Drucks" Software, die in internen
    > Qualitätsaudits durchgefallen war, releast wurde. Bei FOSS ist man eher mal
    > bereit zu sagen "it is done when it is done" und veröffentlicht Prebetas
    > dann eben als Prebeta und NICHT als Release.

    Ich glaube nicht das er Zeitdruck gemeint hat. Bei FOSS kannst du schlecht bestimmen wer nun was zu tun hat, besonders bei Freiwilligen. Da bleiben dann Aufgaben auf der strecke weil sie einfach mühsam und Zeitraubend sind. Benutzerfreundlichkeit ist hier eins der erten dinge die gerne geopfert werden.

  17. Re: open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: Tiles 07.12.14 - 12:10

    >Nö. Und selbst wenn es so wäre: Grafiker sind nicht gerade repräsentativ, sondern eine sehr kleine Minderheit.

    Jo, stimmt, braucht kein Schwein. Die Gamesindustrie ist ja nur inzwischen grösser als die Filmindustrie und die Werbeindustrie zusammen. Und auch die zwei kommen komplett ohne Grafik aus. Werbung und Film funktionieren komplett mit Morsezeichen ^^

    >Ich arbeite zu lange bei CSS-Herstellern um nicht begriffen zu haben, dass Qualität oft eine sehr untergeordnete Rolle spielt.

    Vermutlich ein Open Source Projekt. Und wenn nicht solltest du deinem Scheff mal vors Schienbein treten. Der hat da dann was falsch verstanden. Was dann allerdings eine Frage der natürlichen Auslese werden dürfte.

    >Lol. Nein, da stehen wirtschaftliche Zwänge und Managemententscheidungen im Vordergrund; Enduser-Bedürfnisse spielen da zuweilen eher die zweite oder dritte Geige.

    Öh, das Geld kommt vom User. Kausalität ... ;)

    Die Software muss gut genug sein den Kunden zu überzeugen. Open Source tut das in den allermeisten Fällen nicht. Und das trotzdem es kostenlos ist.

    >Das ist gleich mehrfach falsch. Ersten wird mittlerwele vile freie Software von IBM, Intel, Redhat, SuSE usw. finanziert. Die Entwckler bekommen Geld dafür, genau wie ein angestellter Entwickler bei Adobe oder Microsoft.

    Ja klar. Open Source fängt immer genau da an zu funktionieren wo plötzlich Geld im Spiel ist, und man auf den User entwickeln muss. Und da sind wir wieder beim Entwicklungsdruck. Plötzlich greift auch hier die Evolution wie bei den proprietären Lösungen. Es wird eben auch gehandelt wie die proprietären Lösungen. Und dann fluppt das.

    Beim klassischen Open Source Projekt ala Gimp oder Blender fluppt das allerdings nicht so doll. Hier haben wir genau das Problem der Open Source. Viele Köche, Philosophie wichtiger als der User, Projektleiter die auf Usability pfeifen ...

    >.. dafür aber geldgierige Vorstände und Vertriebler, die happy sind, wenn ei zugesagtes Feature fristgerecht ausgeliefert wird, egal wie viele wichtige Bugs neu dazukamen und egal wie viele wichtige Bugs nicht gefixt wurden, nur um das neue Feature fristgerecht dranzuflanschen.

    Womit wir wieder bei den verqueren Philosophien wären. Was nutzen mir gefixte Bugs wenn komplette Features fehlen und die Usability fürn Popo ist?

    Fakt ist, auf dem Desktop hat sich Windows durchgesetzt. Und bei den Programmen die Kauflösungen, trotz Mehrkosten. Die müssen da wohl irgendwas richtig gemacht haben :)



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 07.12.14 12:14 durch Tiles.

  18. Re: open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: throgh 07.12.14 - 12:28

    Ich denke, dass du den Kerngedanken von "Open-Source" nicht verstanden hast: Es geht nicht darum individuelle Kostenersparnis zu erhalten, so dass ein Nutzer mit dem Synonym "3dgamer" das Rundum-Sorglos-Paket erhält. Es geht um den generell freien Fortschritt in verschiedensten Belangen. Keine Software ist perfekt und ich kenne auch ERP-Systeme, die teuer UND dennoch inkonsistent sind. Der Weg ist einfach wie simpel: Wenn dir das Grundpaket nicht passt, dann kannst du selbst beginnen mit Anpassungen. Oder wie wäre es den Entwicklern Tipps und Hinweise zu geben? Andere Menschen begeistern und selbst etwas auf Basis eines bestehenden Projektes wie "OpenERP" beginnen? Natürlich ist es toll, wenn Projekte wie VLC oder Firefox sauber wie auch rund funktionieren. Es gibt weitere Beispiele, aber es geht auch nicht nur darum alles mundgerecht serviert zu bekommen. Natürlich darf man enttäuscht sein, wenn etwas Erhofftes NICHT direkt auf Anhieb funktioniert. Dann heißt es aber wahlweise warten oder selbst in die Tasten zu hauen! Aus der zweiten Reihe kann man immer Kritik üben. Fraglich bleibt, ob man das Recht dazu hat wenn man selbst nichts beigetragen hat. :-)

    Freiheit geht vor: Linux-Anwender!
    Immer daran denken: Stereotypen sind keine so gute Idee!

  19. Re: open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: Tiles 07.12.14 - 13:11

    Ich habe gar nichts gegen OSS, ich nutze sie selber. Und man muss natürlich auch mal lobend die Arbeit erwähnen und würdigen die da freiwillig geleistet wird. Man muss aber andererseits auch die Realitäten sehen.

    Das Problem ist dass dieser sozialistische Kerngedanke des Teilens und gemeinsamen entwickelns, so schön er sich auf dem Papier anhört, mit dem User und der Realität kollidiert. Der User will die Software nutzen, nicht unbauen. Und Gimp, Firefox oder Linux schreibst du nicht mal eben so um. Noch nicht mal wenn du zufällig tatsächlich C Programmierer bist.

    > Dann heißt es aber wahlweise warten oder selbst in die Tasten zu hauen! Aus der zweiten >Reihe kann man immer Kritik üben. Fraglich bleibt, ob man das Recht dazu hat wenn man >selbst nichts beigetragen hat. :-)

    Ou ja, mitmachen, hihi ... XD

    Wie willst du denn etwas beitragen wenn dir der Open Source Projektleiter sagt dass er den Wert des Features nicht erkennt und es deswegen ablehnt? Und das für ein Feature das in allen anderen Programmen Standard ist. Das war dann auch der Moment wo ich wieder aufgehört habe. Hopfen und Malz und so.

    Das mit dem Mitmachen ist eben doch nicht ganz so einfach. Und selbst wenn die Chemie und die gemeinsame Richtung stimmt kann es da gewaltig knirschen. Es kommt nicht umsonst immer wieder zu Forks. Das ist die klassische Open Source Methode ein Problem zu lösen. Man macht einfach zwei Probleme draus.

    Bei bezahlten Projekten ist klar: der der bezahlt bestimmt wo hin es geht. Bei freiwilliger Arbeit hingegen ... nö, kein Bock. Und dann bleibt das Feature eben draussen. Egal wie dringend die User drauf warten. Gimp und mehr als 8 Bit pro Channel anybody? Wir warten ja erst seit 12 Jahren ... :)

    Und wieso soll Kritik verboten sein nur weil man selber keinen Code für das Projekt geschrieben hat? Erster Schritt zur Behebung eines Problems: erkennen dass das Problem existiert. Und wo es klemmt das weiss der User am allerbesten. Und die Jungs die OSS Code schreiben leider viel zu oft am allerwenigsten ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.12.14 13:28 durch Tiles.

  20. Re: open source enttäuscht mich immer wieder

    Autor: OdinX 07.12.14 - 13:57

    Ich bin auch der Meinung, dass sowohl viel OSS als auch CSS Usability-Katastrophen sind.

    Als schlechtes Beispiel nehme ich mal die Ubuntu GUI, denn die ist einfach um Welten schlechter als die GUI von Windows. Hat eigentlich noch niemand bemerkt, dass man da ein Fenster unter die Sidebar schieben kann und man diese dann kaum mehr erreicht? Wie kann man so extreme Fehler machen? Auch sonst habe ich nur schlechte Erfahrungen mit der Ubuntu GUI gemacht. Es ist einfach nur lächerlich.

    Auf der anderen Seite finde ich z.B. GIMP gar nicht soo schlecht. Photoshop wird wohl noch ein Stückchen besser sein, aber dass sollte GIMP eigentlich nicht abwerten, denn es ist ein solides und brauchbares Produkt. Es gibt natürlich auch extrem viel Opensource Software, die ihren Closedsource Konkurrenten weit voraus sind.

  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Anzeige
Stellenmarkt
  1. SCHOTT AG, Mainz
  2. Debeka Kranken- und Lebensversicherungsverein a. G., Koblenz
  3. Harvey Nash GmbH, Baden-Baden
  4. Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg, Leipzig

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 99,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (NUR 1 Stück pro Kunde!)
  2. 23,94€
  3. 15,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Mobile-Games-Auslese: Ninjas, Pyramiden und epische kleine Kämpfe
Mobile-Games-Auslese
Ninjas, Pyramiden und epische kleine Kämpfe
  1. Ubisoft Chaoshasen, Weltraumaffen und die alten Ägypter
  2. Monument Valley 2 im Test Rätselspiel mit viel Atmosphäre und mehr Vielfalt
  3. Mobile-Games-Auslese Weltraumkartoffel und Bilderbuchwanderung für mobile Spieler

Mesh- und Bridge-Systeme in der Praxis: Mehr WLAN-Access-Points, mehr Spaß
Mesh- und Bridge-Systeme in der Praxis
Mehr WLAN-Access-Points, mehr Spaß
  1. Eero 2.0 Neues Mesh-WLAN-System kann sich auch per Kabel vernetzen
  2. BVG Fast alle Berliner U-Bahnhöfe haben offenes WLAN
  3. Broadcom-Sicherheitslücke Vom WLAN-Chip das Smartphone übernehmen

Neues iPad Pro im Test: Von der Hardware her ein Laptop
Neues iPad Pro im Test
Von der Hardware her ein Laptop
  1. iFixit iPad Pro 10,5 Zoll intern ein geschrumpftes 12,9 Zoll Modell
  2. Office kostenpflichtig Das iPad Pro 10,5 Zoll ist Microsoft zu groß
  3. Hintergrundbeleuchtung Logitech bringt Hülle mit abnehmbarer Tastatur für iPad Pro

  1. Google Daydream: Qualcomm verrät Details zu Standalone-Headsets
    Google Daydream
    Qualcomm verrät Details zu Standalone-Headsets

    Das Head-mounted Display Accelerator Program (HAP) bekommt Zuwachs: Qualcomm arbeitet mit Bosch, Omni Vision und Ximmerse zusammen. Die drei Partner entwickeln Sensoren sowie Controller für drahtlose VR-Systeme für Googles Daydream.

  2. Frontier Development: Weltraumspiel Elite Dangerous für PS4 erhältlich
    Frontier Development
    Weltraumspiel Elite Dangerous für PS4 erhältlich

    Geschafft! Elite Dangerous ist für die Playstation 4 erhältlich und somit auf allen anvisierten Plattformen spielbar - weitere sind zumindest derzeit nicht geplant. Besitzer der Pro-Konsolenversion können zwischen Leistung und Qualität bei der Grafik wählen.

  3. Petya-Ransomware: Maersk, Rosneft und die Ukraine mit Ransomware angegriffen
    Petya-Ransomware
    Maersk, Rosneft und die Ukraine mit Ransomware angegriffen

    Die Reederei Maersk, der russische Staatskonzern Rosneft und zahlreiche Behörden und Unternehmen in der Ukraine: Sie alle sind einen Monat nach Wanna Cry Ziel eines neuen Angriffs mit Ransomware. Genutzt wird eine Variante von Petya, der Verbreitungsweg ist bislang unklar.


  1. 02:00

  2. 17:35

  3. 17:01

  4. 16:44

  5. 16:11

  6. 15:16

  7. 14:31

  8. 14:20