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München hat Microsoft abgeworben

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  1. München hat Microsoft abgeworben

    Autor: Benkt 15.02.17 - 13:09

    Münchens CSU (CSU generell früher auch schon) hat sich Microsoft eingekauft. München will die Arbeitsplätze und Steuern, Microsoft will einen prestigeträchtigen Kampf gegen Linux (hier Limux) für sich entscheiden und zieht nach München. Deal komplett.

  2. Re: München hat Microsoft abgeworben

    Autor: magnum 15.02.17 - 14:03

    Vielleicht ist es auch andersrum:
    Microsoft hat sich Münchner Politiker gekauft. Entweder mit dem Versprechen von Arbeitsplätzen für Bürger, Aussicht auf einen Sitz in einem Aufsichtsrat, geldwerte Vorteile etc.

    Aber wahrscheinlich ist es einfach eine Mischung aus beidem: Microsoft und Münchner Politiker gewinnen, bezahlt wird mit Steuergeldern.

    --- --- ---
    Maybe you've been brainwashed, too?

  3. Re: München hat Microsoft abgeworben

    Autor: Trockenobst 15.02.17 - 14:50

    Benkt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > einen prestigeträchtigen Kampf gegen Linux (hier Limux) für sich
    > entscheiden und zieht nach München. Deal komplett.

    Ja, wenn man ignoriert dass es nicht mal einen teamfähigen, projektabhängigen(!) Kalender für Windows, Android, IOS gibt, der nicht auf Exchange basiert. Die einzigen beiden anderen Großinstallationen sind von Lotus und von Oracle. Sehr teuer.

    Hier tut man so als wenn man vollwertig funktionierende Systeme tauscht. Mag sein dass die 100 Leute zu wenig in der IT haben, aber dieser Trivialshit läuft einfach wenn man ihn mal eingerichtet hat.

    Es ist die fehlende Integrationstiefe, die hier bemängelt wird. Auch wenn das Projekt massiv gut läuft, ist doch der Murx der Citrix-Client der gleich mit startet. Was soll der Käse. Vollumstieg heißt, dass wenn eine Datei nicht kompatibel mit dem letzten Libre gelesen werden kann oder das PDF Tool zu doof ist, so lange Geld drauf zu werfen bis es geht.

    Weil man nicht bereit ist dies mit Abermillionen zu pushen, sollte man das Experiment aufgeben. So hat das einfach keinen Wert.

  4. Re: München hat Microsoft abgeworben

    Autor: gadthrawn 15.02.17 - 15:30

    magnum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht ist es auch andersrum:
    > Microsoft hat sich Münchner Politiker gekauft. Entweder mit dem Versprechen
    > von Arbeitsplätzen für Bürger, Aussicht auf einen Sitz in einem
    > Aufsichtsrat, geldwerte Vorteile etc.
    >
    > Aber wahrscheinlich ist es einfach eine Mischung aus beidem: Microsoft und
    > Münchner Politiker gewinnen, bezahlt wird mit Steuergeldern.

    Oder ganz einfach: Städte mit eigenem Linux haben alle aufgegeben. Mannheim mit seinem Mannux, Wien mit seinem Wienux etc.pp. Eigene Distris heißt teure und man muss ständig hinter Patches her sein. Wrum wohl blieb man noch Jahre auf einer veralteten Ubuntuversion? Aufwand ohne Ende alles immer nachzuziehen.

  5. Re: München hat Microsoft abgeworben

    Autor: Oktavian 15.02.17 - 16:44

    > Münchens CSU (CSU generell früher auch schon) hat sich Microsoft
    > eingekauft. München will die Arbeitsplätze und Steuern, Microsoft will
    > einen prestigeträchtigen Kampf gegen Linux (hier Limux) für sich
    > entscheiden und zieht nach München. Deal komplett.

    Ach nu komm, bleib mal realistisch. Ja, die Deutschlandzentrale in M zu haben ist nett, aber in M sind schon so viele Firmenzentralen, da macht das auch nicht mehr so den Unterschied. Die Menge an Arbeitsplätzen ist überschaubar, und es ist ja nicht so, als hätte M ein Problem mit Arbeitslosigkeit in diesem Segment. Steuern fallen bei internationalen Konzernen in D sowieso kaum an, darauf zu spekulieren lohnt sich nicht.

    Für MS ist Linux in M tatsächlich ein Ärgernis, mehr aber auch nicht. Man wird M schon einen guten Projektpreis machen, aber eine Kommune zu haben, in der es ständig in der IT rumpelt und sie setzen auf Linux, das hat auch seinen Wert. Die Lizenzkosten liegen wahrscheinlich am Ende bei 2 Mio pro Jahr, dafür verlegt man seine Firmenzentrale nicht. Unterschließheim war einfach zu klein, wachsen konnte man vor Ort auch nicht mehr nennenswert. In M gab es die passende Fläche und hier wird man dem Unternehmen in Kosten und Baugenehmigung auch etwas entgegen gekommen sein, aber das gibt es in jeder Kommune. Für MS macht sich München auf der Visitenkarte auch einfach besser.

  6. Re: München hat Microsoft abgeworben

    Autor: nicoledos 15.02.17 - 19:06

    Das ist die eigentliche Frage. Warum müssen die immer ihr eigenes Linux zurecht basteln. Kommt doch auch keiner auf die Idee sich ein eigenes Windows zusammen zu patchen.

  7. Re: München hat Microsoft abgeworben

    Autor: Benkt 16.02.17 - 00:41

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Münchens CSU (CSU generell früher auch schon) hat sich Microsoft
    > > eingekauft. München will die Arbeitsplätze und Steuern, Microsoft will
    > > einen prestigeträchtigen Kampf gegen Linux (hier Limux) für sich
    > > entscheiden und zieht nach München. Deal komplett.
    >
    > Ach nu komm, bleib mal realistisch. Ja, die Deutschlandzentrale in M zu
    > haben ist nett, aber in M sind schon so viele Firmenzentralen, da macht das
    > auch nicht mehr so den Unterschied. Die Menge an Arbeitsplätzen ist
    > überschaubar, und es ist ja nicht so, als hätte M ein Problem mit
    > Arbeitslosigkeit in diesem Segment. Steuern fallen bei internationalen
    > Konzernen in D sowieso kaum an, darauf zu spekulieren lohnt sich nicht.
    >
    > Für MS ist Linux in M tatsächlich ein Ärgernis, mehr aber auch nicht. Man
    > wird M schon einen guten Projektpreis machen, aber eine Kommune zu haben,
    > in der es ständig in der IT rumpelt und sie setzen auf Linux, das hat auch
    > seinen Wert. Die Lizenzkosten liegen wahrscheinlich am Ende bei 2 Mio pro
    > Jahr, dafür verlegt man seine Firmenzentrale nicht. Unterschließheim war
    > einfach zu klein, wachsen konnte man vor Ort auch nicht mehr nennenswert.
    > In M gab es die passende Fläche und hier wird man dem Unternehmen in Kosten
    > und Baugenehmigung auch etwas entgegen gekommen sein, aber das gibt es in
    > jeder Kommune. Für MS macht sich München auf der Visitenkarte auch einfach
    > besser.


    Ich sehe, du bist ein bisschen im Thema drin.

    München wollte durchaus Microsoft für sich gewinnen, das läuft schon sehr lange. Jedoch geht es auch um persönliche Interessen, das war schon zu Stoibers Zeiten so. Für München mögen Arbeitsplätze und Steuern von MS Deutschland kein Ding sein, aber für eine kleine Stadt wie Unterschleißheim, tut der Verlust schon weh. München hat etwa 50 mal so viele Einwohner wie Unterschleißheim.
    Unterschleißheim selber ist jedoch sehr erfolgreich und findet großen Zuspruch aus der Wirtschaft, kürzlich hat man sich bei BMWs Entwicklungszentrum für automatisiertes Fahren gegen einen anderen schönen Ort durchgesetzt.

    Die Lizenzkosten von Microsoft sind hierbei nur ein Teil der Gesamtkosten, die dieser Umschwung wieder mit sich führt. Über genauere Schätzungen vorab kann ich mich nicht äussern, aber es folgen offensichtliche Kosten wie Schulungen oder Austausch der IT Mitarbeiter, Austausch nicht mehr unterstützter Peripheriegeräte, Austausch von "zu alten" Computern, Lizenzkosten für neue, zwingend erforderliche Softwarekomponenten (nicht MS), gesteigerte Wahrscheinlichkeit von Ausfällen (z.B. durch Ransomware). Es wird teurer und (ich erdreiste mich hier zu behaupten) entsprechend schneller werden die Mitarbeiter dann auch nicht arbeiten.

    Tatsächlich konnte man am Unterschleißheimer Standort nicht mehr wirklich wachsen. Ein anderes Areal war im Gespräch und hätte dafür bereitgestellt werden können. Es gab jedoch zu starke Verlockungen pro München - von München. In Unterschleißheim gibt es andere IT Unternehmen, z.B. Adobe, die auch kein "München" auf der Visitenkarte haben. Für Firmen dieser Größe spielt es keine Rolle, ob sie Berlin, Hamburg, München oder Ismaning, Unterschleißheim oder Karlsfeld . Für kleine Firmen könnte es das Image tatsächlich beeinflussen - nicht nur negativ.

  8. Re: München hat Microsoft abgeworben

    Autor: skinnie 16.02.17 - 01:26

    Seltsam in anderen Ländern steigen immer mehr Städte auf Linux und OSS um. Die Kommunalpolitiker sind zu geizig auch kommerziellen Support zu bezahlen. Die verwechseln freie Software mit Freibier. Hinzu kommt, dass Angestellte in der Tat verdammt stur und eloquent sein können.

    Oder ist es den deutschen Politikern wirklich so wichtig, dem Großen Bruder die Daten möglichst leicht zugänglich zu machen?

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