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Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

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  1. Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

    Autor: hum4n0id3 15.02.17 - 13:29

    Mich würde es hier interessieren, wer im Betrieb auf Linux-Desktop setzt und wie man gegenüber Windows-Kollegen dar steht.

    Bitte nur die, die Linux tatsächlich verwenden und nicht die es gerne hätten.

    Ich kenne persönlich nur einen einzigen Unternehmer, der Ubuntu nutzt.

  2. Re: Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

    Autor: Nikolai 15.02.17 - 13:36

    > Mich würde es hier interessieren, wer im Betrieb auf Linux-Desktop setzt
    > und wie man gegenüber Windows-Kollegen dar steht.

    Ich, und ein Kollege, nutzen ausschließlich Linux auf dem Desktop. Es gibt für alle Fälle ein virtuelles Windows. Dieses wird aber im Regelbetrieb nicht genutzt.
    Es gibt hier keinerlei Probleme mit dem Datenaustausch!

    > Ich kenne persönlich nur einen einzigen Unternehmer, der Ubuntu nutzt.

    Ich kenne noch sehr viel mehr. In der Softwareentwicklung ist das gar nicht so selten.

  3. Re: Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

    Autor: mambokurt 15.02.17 - 13:51

    *meld*

    Schon seit 5(?) Jahren auf Arbeit und privat seit 10(?) Jahren.

    Das Linux habe ich vor ein paar Jahren durchgeboxt, weil der Windowsrechner schnarchlahm war, wenn der Virenscanner ansprang war an Arbeit nicht mehr zu denken. Also gabs einen Deal mit unserem Admin, ich darf Linux installieren und dafür kümmere ich mich halt selbst um den Rechner (zwischenzeitlich gab es schon 2 neue).

    Was die tägliche Arbeit angeht habe ich nichts zu meckern, ab und an flattert mal eine .docx Datei ins Postfach, da ist dann halt auch mal die Formatierung etwas daneben (darauf bin ich aber nicht angewiesen, solange ich den Inhalt lesen kann ist alles gut). Dagegen ist der Gewinn enorm, schnell mal ein Script schreiben oder den Desktop freundlicher gestalten, Performance auch in Grenzsituationen ('guck mal die Logdatei durch, die hat 4GB!') und vor allem kann ich durchgehend arbeiten und muss nicht auf irgendwelche Updates warten, die Windows gerne installieren würde :D

    Hardwareseitig hatte ich noch keine Probleme, Netzwerkdrucker usw lief alles nach einer halben Stunde. Was ich aber total praktisch finde ist das Umziehen auf einen neuen Rechner. Wenn ich einen neuen hingestellt bekomme packe ich /home und /etc vom alten Rechner in ein Archiv, ziehe das auf eine Platte, kopiere es beim neuen Rechner in die Installation und bin wieder good to go. Ich habe neulich meienn neuen Rechner innerhalb einer 3/4 Stunde fertig installiert und für die komplette Einrichtung auch nur eine 3/4 Stunde gebraucht, sprich nach 1 1/2 Stunden hatte ich einen neuen Rechner auf dem Tisch der komplett wie mein alter eingerichtet war, inklusive Hintergrundbild und Browserhistorie :D

  4. Re: Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

    Autor: garaone 15.02.17 - 14:06

    arbeite hier im universitaeren umfeld mit ubuntu. kollegen haben groesstenteils windows, und vereinzelt macos.
    ansich funktioniert die zusammenarbeit, problematisch ist nur der kalender auf exchange und die ganzen superintelligenten dokumentvorlagen der verwaltung. ich habe ja kein problem das die leute als werkzeug ihrer wahl office und co einsetzen, nur waere es mir lieb, das sie dann wenigstens in offenen formaten wie odf abspeichern. das koennen die microsoft produkte auch schon seite jahren.
    die leute setzen aber immer format mit ihrem werkzeug gleich. wenn man halt odf anspricht dann wird gleich losargumentiert, das man nicht mit libre office sondern mit seinem word arbeiten moechte. :(

  5. Re: Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

    Autor: ello 15.02.17 - 14:08

    *Meld*

    Privat Manjaro (Arch Derivat) zum Zocken und auf dem Laptop für Unterwegs,
    im Geschäft Fedora zum Entwickeln.

  6. Re: Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

    Autor: /mecki78 15.02.17 - 14:21

    hum4n0id3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mich würde es hier interessieren, wer im Betrieb auf Linux-Desktop setzt
    > und wie man gegenüber Windows-Kollegen dar steht.

    Windows-Kollegen ist gut... es gibt bei uns im Betrieb keine Windows Kollegen. Es gibt bei uns nur macOS/iOS und eben Linux. Linux auf fast allen Servern und allen Kisten (Notebook, Desktop, Tablet, SmartPhone), die nicht von Apple kommen, sonst eben macOS/iOS. Gut, es gibt einen echten Windows Server und ein paar virtualisierte für Software, die uns quasi aufgezwungen wird von außen und die eben nur unter Windows läuft, aber das sind keine Arbeitsplatzrechner.

    Windows haben wir auf Arbeitsplatzrechnern schon lange getötet; wobei wir niemand verbieten das zu nutzen, aber erstaunlicher Weise will das keiner mehr, wenn er mal ein halbes Jahr ganz Windows-frei gearbeitet hat. Dazu muss man fairerweise aber auch sagen, dass ein Angestellter bei uns auch nie in eine Situation kommen wird, wo er eben etwas nicht unter Linux oder am Mac machen kann. Unser komplettes IT Ökosystem ist natürlich so gebaut, dass es auf allen Systemen gleich gut funktioniert und man somit eben an kein System gebunden ist (nur neutrale Dienste, Protokolle und Dateiformate zum Beispiel).

    Und das soll auch nicht heißen, dass bei uns alle Leute auch privat kein Windows nutzen. Egal was die auf dem Arbeitsrechner haben, privat (privates Notebook, Desktop daheim) werden bestimmt einige auch Windows nutzen. Aber ein Arbeitsrechner ist ein Werkzeug, dass dazu dient dass du deine Arbeit damit verrichtest und hier gibt es keine Arbeit die zu verrichten wäre, für die irgendwer ein Windows System bräuchte. Wenn du Handwerker bist, dann stellt dir auch der Arbeitgeber eine Bohrmaschine... das ist vielleicht nicht die, die du daheim hast und vielleicht auch nicht die Marke, die du bevorzugst, aber in der Arbeit bohrst du eben mit dem was der Arbeitgeber dir in die Hand drückt und daheim womit auch immer du willst. Löcher in die Wand machen sie alle ;-)

    /Mecki

  7. Re: Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

    Autor: gaym0r 15.02.17 - 14:27

    mambokurt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Linux habe ich vor ein paar Jahren durchgeboxt, weil der Windowsrechner
    > schnarchlahm war, wenn der Virenscanner ansprang war an Arbeit nicht mehr
    > zu denken.

    Das klingt für mich aber nicht nach einem Problem, das an Windows liegt.

  8. Re: "Das klingt für mich aber nicht nach einem Problem, das an Windows liegt."

    Autor: Signator 15.02.17 - 14:40

    Sicher?

    Ich würde es nicht immer auf ein OS abschieben, sondern immer "das Ding" nehmen was bekanntlich vor der Kiste sitzt ;)

    Daran angeschlossen sind dann ja nicht nur die jeweiligen Länder und deren Behörden, sondern auch sämtliche Lobbyisten- und Sozialverbände und Institutionen. Die alle wollen/müssen untereinander und datenschutzrechtlich miteinander kommunizieren.

    Ganz so einfach ist es also wirklich nicht. Und wenn es dann auch noch am obigen DING scheitert, weil diese oftmals unfähig sind sich umzustellen oder neu einzustellen - siehe Rechtswesen, wenn A nicht versteht was B meint usw usf... ;)

    All diese Bürokraten müssten dann auch erst noch Zertifiziert werden, obwohl jene die letzten sind welche auf einer Jobbörse zu finden sind.

    Das alles ist Arbeit und bekanntlich macht Arbeit auch kosten.

    Ich denke wir haben zu viel Bürokratie im Ländle und dass es dort und an jenen immer wieder hängt ist ja auch nichts neues mehr.

    Ich würde es also eher an einer fehlenden Umstellungsbereitschaft festmachen und nicht am System selbst.

  9. Re: Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

    Autor: hrothgaar 15.02.17 - 14:45

    Nikolai schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich kenne noch sehr viel mehr. In der Softwareentwicklung ist das gar nicht
    > so selten.

    Eben, Linux ist was für Leute die in diesem Bereich tätig sind. Für Leute die "nur" Verwaltungsangestellte sind, ist Linux alles andere als zugänglich! Nicht ein einziger aus meinem Bekanntenkreis benutzt irgendeine Linuxvariante, nicht einer. Ich probiere es einmal im Jahr wenigstens Ubuntu zu nutzen. Keine Chance, nichts läuft, keine Treiber, umständliche Anleitungen um eine Grafikkarte zum laufen zu bekommen. Oder eine Audiokarte zu installieren ist schier unmöglich. Mailclients einzurichten ist von anfang an zum Scheitern verurteilt, usw usf. Jetzt ist 2017, ich werde es in diesem Jahr tatsächlich nochmal versuchen Kodi auf Linuxbasis zum laufen zu bringen. Wahrscheinlich wird es wieder nicht funktionieren oder nur eingeschränkt.

    Ich kann das voll nachvollziehen das die Verwaltungsleute, die damit
    Tag ein, Tag aus arbeiten müssen, total frustriert sind.

  10. Re: Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

    Autor: Signator 15.02.17 - 14:46

    Arbeitest du in einer Behörde? Bist du ein Bürokrat? ;)

    Ich glaube, nein, bin überzeugt dass dies allgemein - nicht nur München - an einer fehlenden Umstellungsbereitschaft und den Zertifizierungszwängen liegt. Zertifizierungen, weil diese immer eingefordert werden und das mögliche Eigenwissen/-verständnis nicht ausreicht... wenn es denn doch einmal zum Job- oder Positionswechsel kommt.

    Das alles ist allerdings ein Länder übergreifendes Problem und geht im schlimmsten Fall bis ins EU-Parlament. Eben überall dort wo Bürokraten die Macht haben... ;D

  11. Re: Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

    Autor: pythoneer 15.02.17 - 14:49

    Ich benutze private seit ca. 7 Jahren ausschließlich Linux. Ich hatte vor 3-4 Jahren mal Ubuntu als Arbeitsplatzrechner. Heute ist es Archlinux (ja auf Arbeit). Nachdem ich es viele Jahre privat genutzt hatte und so gut wie keine Probleme hatte und ein Upgrade von Ubuntu meist mehr Zeit benötigt als sich ab und zu um ein Problem zu kümmern was beim Rolling-Release auftritt, konnte ich meinen Chef dazu überreden es auch auf meinem Arbeitsplatzrechner zu benutzen. Bisher keine Probleme damit.

    Ich bin übrigens Softwareentwickler und in dieser Branche ist ein Linux-Arbeitsplatzrechner wirklich nichts seltenes mehr.

    Mac OS X 26.2%
    Windows 7 22.5%
    Linux 21.7%
    Windows 10 20.8%
    Windows 8 8.4%

    http://stackoverflow.com/research/developer-survey-2016#technology-desktop-operating-system

    Man kann auch schön sehen, wie der Mac- und Linuxanteil jedes Jahr kontinuierlich größer wird.

    Wir haben auch ein paar Leute hier die noch Windows nutzen. Die sind im Moment aber nicht so recht froh. Die meisten nutzen noch Windows7 einer hat Windows10 was leider ab und zu Probleme macht und die andere ein wenig zurückhält upzugraden. Ansonsten kommen wir gut mit einander aus :) Die Windows- und Macleute sind ein wenig neidisch, was das updaten ihrer Software angeht. Aber ansonsten ist es wohl einfach Geschmackssache. Ich kann halt am besten mit Linux und die anderen halt mit Win/Mac – ist doch auch gut so :)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.02.17 15:00 durch pythoneer.

  12. Re: Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

    Autor: pythoneer 15.02.17 - 14:55

    hrothgaar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eben, Linux ist was für Leute die in diesem Bereich tätig sind. Für Leute
    > die "nur" Verwaltungsangestellte sind, ist Linux alles andere als
    > zugänglich! Nicht ein einziger aus meinem Bekanntenkreis benutzt irgendeine
    > Linuxvariante, nicht einer. Ich probiere es einmal im Jahr wenigstens
    > Ubuntu zu nutzen. Keine Chance, nichts läuft, keine Treiber, umständliche
    > Anleitungen um eine Grafikkarte zum laufen zu bekommen. Oder eine
    > Audiokarte zu installieren ist schier unmöglich. Mailclients einzurichten
    > ist von anfang an zum Scheitern verurteilt, usw usf. Jetzt ist 2017, ich
    > werde es in diesem Jahr tatsächlich nochmal versuchen Kodi auf Linuxbasis
    > zum laufen zu bringen. Wahrscheinlich wird es wieder nicht funktionieren
    > oder nur eingeschränkt.
    >
    > Ich kann das voll nachvollziehen das die Verwaltungsleute, die damit
    > Tag ein, Tag aus arbeiten müssen, total frustriert sind.


    Und hier ist genau dein Denkfehler. NIEMAND in einer Verwaltung muss sich mit der Installation von irgendwelchen Treibern etc. rum ärgern. Du glaubst doch nicht wirklich, dass da Beamte sitzen und versuchen die Grafikkarte zum laufen zu bekommen oder ne Audiokarte zu installieren? Die Kassiererin beim Aldi installiert sich Ihre Grafikkarten Treiber an Ihrer Kasse auch nicht selber ... . Das wird von den Admins da gemacht, die davon hoffentlich Ahnung haben. Und auch die werden da meist einfach nur ein Image rüberbügeln und sich nicht hinsetzten und da ihre Zeit verschwenden. Deine Vorstellung wie eine IT funktioniert ist etwas daneben und nicht vergleichbar mit der IT in deinem privat Haushalt.

  13. Re: Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

    Autor: Nikolai 15.02.17 - 15:13

    > zugänglich! Nicht ein einziger aus meinem Bekanntenkreis benutzt irgendeine
    > Linuxvariante, nicht einer. Ich probiere es einmal im Jahr wenigstens
    > Ubuntu zu nutzen. Keine Chance, nichts läuft, keine Treiber, umständliche
    > Anleitungen um eine Grafikkarte zum laufen zu bekommen. Oder eine
    > Audiokarte zu installieren ist schier unmöglich. Mailclients einzurichten
    > ist von anfang an zum Scheitern verurteilt, usw usf. Jetzt ist 2017, ich
    > werde es in diesem Jahr tatsächlich nochmal versuchen Kodi auf Linuxbasis
    > zum laufen zu bringen. Wahrscheinlich wird es wieder nicht funktionieren
    > oder nur eingeschränkt.

    Das klingt aber eher nach einem persönlichen Problem von Dir.
    Ich habe sehr viele Freunde die privat Linux nutzen. Da sind auch absolute Computer-Laien dabei. Und sogar die bekommen es hin unter Ubuntu Software zu installieren. Ich denke Jeder der Lesen kann wird das problemlos schaffen.

  14. Re: Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

    Autor: Trockenobst 15.02.17 - 15:17

    pythoneer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Windows- und Macleute sind ein wenig neidisch, was das updaten ihrer
    > Software angeht.

    Nicht unbedingt notwendig. -> chocolatey.org

    Package Manager für typische Win Anwendungen. Windows 10 VM vom Skript bis zum Einsatz mit 14 typischen Anwendungen ca. 15 Minuten vom Start Zeitpunkt auf SSD.

    Was noch fehlt sind einige Plugins von Firefox und solche Sachen, aber für die meisten Themen reicht ein:

    >choco upgrade all

  15. Re: Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

    Autor: mainframe 15.02.17 - 15:25

    Also ich bin auch nicht der Linux User... Aber ein Ubuntu oder Debian mit Mail Client aufsetzen kann selbst mein 12 jähriger Neffe...

    Ich hab auch ein paar Kisten mit Ubuntu laufen, da wir aus Sicherheitsgründen kein XP mehr In Netzwerk verwenden. Da kam dann ubuntu drauf und ein Firefox... Arbeiten tun wir bei uns via RDP auf MS Terminal Servern mit Navision und Office.

    Zum Surfen gehen die User aber auf den Linux Desktop. Was lustig ist... die meisten merken gar keinen Unterschied. Und als Kassensysteme laufen die super stabil.

    Probleme hab ich nur mit der Akzeptanz von Igel TS Clients. Die werden nicht ernst genommen und sind gefühlt etwas langsamer in manchen Situationen als ein Fat Client.

    Also bei uns sind es ca. 10% Igel Clients, 10% Ubuntu Fat Clients und 5% OSX 5% Win10 und 70% Win7. Die Hauptanwendungen laufen aber alle auf 2008R2 Terminal Server.

  16. Re: Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

    Autor: DeathMD 15.02.17 - 15:42

    Ich hab die genau umgekehrte Erfahrung gemacht. Habe einem Freund geholfen sein Home Office einzurichten und es lief erstmal gar nichts wie es sollte. Wir sprechen hier von Microsoft Geräten (Surface Pro, Lumia 950), Microsoft Software (Windows 10, Office) und das alles läuft über einen Outlook Account. Wir waren nach einem Tag nicht im Stande eine vernünftige Synchronisation zwischen Outlook auf den Rechnern und dem Smartphone hinzubekommen. Irgendwas funktionierte einfach nie. Entweder wurden die Kalendereinträge falsch übernommen, doppelt eingetragen oder tauchten gar nicht auf. Dann funktionierte die Synchronisierung der Kontakte mal wieder nicht, dann wurden Geburtstage mal nicht in den Kalender übernommen etc.. Ganz egal was wir machten, es kam immer zu irgendwelchen merkwürdigen Fehlern. Jetzt läuft es so halbwegs mit ein paar Workarounds.

    Jetzt kommt aber das Schärfste. Zwei Wochen später beschloss ich auf meinem Laptop Ubuntu Gnome zu installieren. Das alle Komponenten ootb laufen, wusste ich sowieso, weil vorher Linux Mint drauf war. Nach der Installation ging ich in die Einstellungen/Online Konten, dort fügte ich mein Google Konto hinzu und siehe da... ich öffnete den Kalender und alle Einträge waren da, ich öffnete Kontakte und alle Einträge waren da, ich fügte einen Kontakt hinzu und er wurde richtig synchronisiert, auch Kalendereinträge, Geburtstage, alles kein Problem... MAGIC!

    Deshalb nutze ich privat schon lange Linux. Ich hab einfach keine Lust mehr mich privat mit irgendwelchen Macken von Outlook herum zu schlagen, zig Drittanbietertools zu installieren um das System brauchbar zu machen und mir das System zu recht zu frickeln, weil Microsoft meint wir bräuchten jetzt alle OneDrive, Cortana etc. und die vielen tollen "Neuerungen" von Windows 10 nutze ich schon seit Jahren auf meinem Linux Desktop.

    Ja ihr habt richtig gelesen, ich frickle unter Linux weniger als unter Windows. Deshalb kann ich noch lange nicht jedem Linux empfehlen und das würde ich auch nie. Je nachdem welche Softwareanforderungen man hat, kann Linux eine Möglichkeit sein oder eben nicht. Braucht man unbedingt den HappyFoto-Designer, ist man bei Linux vermutlich falsch.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.02.17 15:48 durch DeathMD.

  17. Guter Rat für KODI...

    Autor: Berner Rösti 15.02.17 - 15:54

    hrothgaar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jetzt ist 2017, ich
    > werde es in diesem Jahr tatsächlich nochmal versuchen Kodi auf Linuxbasis
    > zum laufen zu bringen. Wahrscheinlich wird es wieder nicht funktionieren
    > oder nur eingeschränkt.

    Mein Tipp: Lass die Finger von den "allgemeinen" Distris als Basis. Da wachsen dir nur graue Haare, und es scheitert bereits an den allereinfachsten Dingen.

    Nimm gleich OpenELEC bzw. LibreELEC. Das gibt es "out of the box" fertig für unterschiedliche Hardware-Plattformen -- vom Raspi bis zum Standard-PC.

    Anfangs hatte ich meinen HTPC mit Ubuntu betrieben -- ein Graus! Selbst so etwas triviales, wie das automatische Abschalten der USB-Festplatte bei Inaktivität, war nur über irgendwelche Scripte realisierbar, die man sich mühsam ergoogeln musste. Und sollte man so dreist sein, in einem Forum um Hilfe dabei zu bitten, erntest du fünf Seiten lange Abhandlungen, warum man Festplatten niemals abschalten soll und dass das daher ohnehin niemand bräuchte und blah.
    Das Einrichten des richtigen Sound-Treibers mit all diesen Subtilitäten beim digitalen Ausgang, usw. war dann auch nochmal Arbeit.
    Und dann kam irgendwann ein Ubuntu-Update, das ich in meiner grenzenlosen Naivität installiert hab. Danach lief gar nix mehr.

    Ich hab dann OpenELEC genommen, da lief alles auf Anhieb. Leider hat sich auch bei OpenELEC mal wieder das gezeigt, was früher oder später bei jedem Open-Source-Projekt eintritt: Weil die Mimöschen dahinter sich nicht einigen können, hat ein Großteil der Entwickler das OpenELEC-Projekt verlassen und den Fork LibreELEC gegründet.

    Der läuft auch ganz gut und ist von den Versionen her aktueller als das verbliebene OpeneELEC.

    Kindergarten.

    Ach, und noch ein Tipp: Ich hab als HTPC unterdessen einen kleinen Intel NUC laufen und das Betriebssystem auf eine SD-Karte gelegt. Die kann man bequem rausnehmen und insbesondere vor Updates ein Image als Backup ziehen. Das spart einiges an Arbeit. ;)

  18. Re: Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

    Autor: smabalambajamba 15.02.17 - 15:55

    Bei Linux fehlen einfach Anwendungen und auch mal Treiber weil Hersteller ihre Produkte nicht pflegen. Beispiel: Pixma ip 3600, Linux Treiber da aber steinalt und inkompatibel. Würde dank Turborpint aber wohl auch laufen. Sowas wie hwinfo mit allen Sensoren kann man unter Linux auch total vergessen.
    Da ich meinen Rechner aber noch zum Zocken nutze brauche ich Windows.
    Habe aber weder mit Linux noch mit Win ein Problem. Frickelorgien hatte ich schon bei beiden Systemen. So wie ich bei Linux Treiber mit Gewalt reindrücken musste musste ich das schon auch oft bei Windows.
    In betrieben seh ich eig nur Win 7, weil die alle an MS Office hängen und ihren eigenentwicklungen formulare etc hängen.

  19. Re: Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

    Autor: Berner Rösti 15.02.17 - 16:09

    DeathMD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hab die genau umgekehrte Erfahrung gemacht. Habe einem Freund geholfen
    > sein Home Office einzurichten und es lief erstmal gar nichts wie es sollte.
    > Wir sprechen hier von Microsoft Geräten (Surface Pro, Lumia 950), Microsoft
    > Software (Windows 10, Office) und das alles läuft über einen Outlook
    > Account. Wir waren nach einem Tag nicht im Stande eine vernünftige
    > Synchronisation zwischen Outlook auf den Rechnern und dem Smartphone
    > hinzubekommen.

    Sprichst du hier von einem kostenlosen Outlook.com-Account oder von einem (gehosteten) Exchange-Server?
    Bei letzterem würde mich mal interessieren, was für seltsame Probleme ihr da gehabt haben solltet. Denn sowas habe ich schon mehrfach eingerichtet und die Synchronisation ist einfach "rock solid". Bei der Migration einfach das Postfach auf den Server blasen, innerhalb kürzester Zeit zeigen alle Clients, sei es PC oder Smartphone, die korrekten Daten.

    Die kostenlosen Outlook.com-Accounts basierten bis vor kurzem noch auf der Hotmail-Infrastruktur, wurden aber unterdessen auch auf Exchange migriert.

    > Irgendwas funktionierte einfach nie. Entweder wurden die
    > Kalendereinträge falsch übernommen, doppelt eingetragen oder tauchten gar
    > nicht auf.

    Das habe ich bei den "alten" Outlook.com-Konten einmal miterlebt. Das war ein zugegebenermaßen recht fetter Kalender mit weit über tausend Einträgen. Damals war es so, dass offensichtlich die Menge begrenzt war, wie viele Datensätze innerhalb eines Zeitraums aus Outlook (also dem auf dem Rechner installierten Programm) mit den Hotmail-Servern synchronisiert werden können. Also platt gesagt: Er hat 100 Einträge synchronisiert, dann blieb er stehen.

    Probleme mit doppelten oder falschen Einträgen kenne ich aber überhaupt nicht, nur das o.g. Phänomen aufgrund der "gebremsten" Synchronisation. Das gibt es aber m.W. seit der Umstellung der Konten auf Exchange nicht mehr.

    > Dann funktionierte die Synchronisierung der Kontakte mal wieder
    > nicht, dann wurden Geburtstage mal nicht in den Kalender übernommen etc..
    > Ganz egal was wir machten, es kam immer zu irgendwelchen merkwürdigen
    > Fehlern. Jetzt läuft es so halbwegs mit ein paar Workarounds.

    Welche Art von Workarounds sind das?

    > Deshalb nutze ich privat schon lange Linux. Ich hab einfach keine Lust mehr
    > mich privat mit irgendwelchen Macken von Outlook herum zu schlagen, zig
    > Drittanbietertools zu installieren um das System brauchbar zu machen und
    > mir das System zu recht zu frickeln, weil Microsoft meint wir bräuchten
    > jetzt alle OneDrive, Cortana etc. und die vielen tollen "Neuerungen" von
    > Windows 10 nutze ich schon seit Jahren auf meinem Linux Desktop.

    Welche "Drittanbietertools" sind das, die das System "brauchbar" machen?

  20. Re: Wer nutzt im Betrieb nur Linux-Desktop?

    Autor: sniner 15.02.17 - 16:35

    hum4n0id3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mich würde es hier interessieren, wer im Betrieb auf Linux-Desktop setzt
    > und wie man gegenüber Windows-Kollegen dar steht.

    Bin in einem mittelständischen Unternehmen angestellt und der einzige Linuxer. Bin hier für die IT zuständig, benutze Linux als Server-OS seit Mitte der 90er. Auf dem Desktop war ich Windows-User, dann lange Zeit sehr zufriedener Mac-User ... und naja, bevor die Geschichte zu lang und uninteressant wird: bin vor gut 5 Jahren komplett - also privat und im Büro - auf Linux auf dem Desktop umgestiegen. Seit drei Jahren habe ich die Distro nicht mehr gewechselt und bin bei Arch Linux mit KDE.

    Da ich in einem Windows-Umfeld arbeite, komme ich ohne Windows nicht aus. Dafür läuft Win10 in einer VM auf einem zweiten Monitor. Privat habe ich keine Windows-VM mehr, bin dort also komplett Windows-los.

    Mir fehlt eigentlich nichts. Man darf halt nicht hingehen und erwarten, dass jeder poplige Drucker oder Scanner out-of-the-box astrein funktioniert. Aber das kennt auch jeder Mac-User: erstmal informieren, welche Geräte mit dem OS der Wahl gut läuft und das dann kaufen. Das ist eigentlich auch bei Windows nicht anders, die Hersteller fummeln ihre "Treiber" zwar schon so hin, dass es in den meisten Fällen funktioniert, aber für viele Probleme unter Windows sind miserable Gerätetreiber verantwortlich, Windows alleine läuft recht zuverlässig.

    Wäre die Windows-VM nicht da, hätte ich ab und zu Probleme mit den Word- und Excel-Dateien, die hier im Haus herumschwirren. LibreOffice taugt nur bedingt, mit Softmaker Office dagegen komme ich schon recht weit. Aber in der Win-VM läuft MS Office, von daher greife ich meistens darauf zurück, wenn es um Excel/Word-Dateien geht. Fachanwendungen die ich selbst geschrieben habe sind Java-Programme, da gibts keine Probleme.

    Da ich als ITler also eher abgetrennt von den anderen arbeite, ist für mich der Linux-Desktop absolut kein Problem. Ich fühle mich damit wohl und das ist das Wichtigste.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.02.17 16:38 durch sniner.

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