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Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: Lala Satalin Deviluke 13.10.14 - 15:20
Welches Dateisystem nutzt Chrome OS denn? Es ist doch im Prinzip auch ein Linux.
Grüße vom Planeten Deviluke! -
Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: Schattenwerk 13.10.14 - 15:40
Ich weiß es nicht aber hier wird es wohl nicht um die Unterstützung von Filesystemen für die Festplatte gehen sondern nur fürs Wechselmedien.
Weil ansonsten kann ich mir die Aussage "Zudem würden die Dateisysteme viel zu wenig verwendet" auch nicht wirklich erklären können. Die Ext-Familie gehört eigentlich zu den meist genutzten Dateisystemen für HDDs/SSDs. Reiser wirds bestimmt nicht sein ;)
Bei portablen Festplatten kann ich aufgrund von Kompatibilität jedoch verstehen, wenn man kein Ext verwenden möchte (mache ich ja selbst nicht). -
Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: regiedie1. 13.10.14 - 15:40
ChromeOS wird wahrscheinlich auch ext4 verwenden, aber darum geht es nicht. Soweit ich einen Kommentar auf Slashdot verstanden habe, ist das Problem an den ext-Dateisystemen, dass sie feingranulare Dateiberechtigungen setzen: Nur der Besitzer darf eine Datei dann unter Umständen umbenennen, darin schreiben usw. – für Austauschmedien grundsätzlich keine gute Idee. Ich meine zwar, dass es Mountoptionen gäbe, die das Problem lindern, kenne mich aber zu wenig aus. Die ChromeOS-Entwickler wollen ja auch 'nur' die Funktionalität aus dem ChromeOS-Dateimanager streichen, intern könnte man es über die Konsole weiterhin mounten – dann ist allerdings die Frage, inwieweit ChromeOS-Apps dann überhaupt darauf zugreifen können, weil dort ja alles abgesichert ist.
Ich kenne mich wie gesagt zu wenig aus, aber frage mich halt auch, warum gerade ext[n] das Problem sein soll, aber bei HFS+ und NTFS bekommen sie eine Lösung gebacken. Der Vorfall zeigt wieder einmal Googles Haltung gegenüber Linux in letzter Zeit. Seit die Mitarbeiter alle MacBooks haben und kaum wer dort noch (freiwillig) einen Linux-Desktop nutzt, ist ihnen die Plattform ein Klotz am Bein, und das sogar, nachdem sie ihre Produkte darauf basieren lassen.
Treffender Kommentar dazu: "Wer jetzt noch meint, ChromeOS sei Linux oder hilfreich für Linux, hat wohl Tinte getrunken." https://plus.google.com/113490624731194193134/posts/SXJxokUmw6j
1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.10.14 15:43 durch regiedie1.. -
Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: Zwangsangemeldet 13.10.14 - 15:52
ChromeOS nutzt wohl sicherlich auch ein ext4 oder so, aber das sind ja die "internen" Daten von ChromeOS, da hat der Nutzer ja nicht drauf zuzugreifen, weil ChromeOS noch mehr ein Entmündigungssystem ist, als Windows oder MacOS X, eher vergleichbar mit iOS oder Windows Phone, wo der Nutzer auch komplett ausgesperrt wird.
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Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: HerrTaschenbier 13.10.14 - 15:52
Ich habe es so verstanden das es nur ums umbenennen des Datenträgers selber geht. Ohne das geprüft zu haben vermute ich mal das man EXT dafür unmounten muss. Möglicherweise ist das bei den meisten anderen Dateisystemen nicht so? ist nur eine Vermutung. Es ist dann doof dem DAU plausibel zu erklären warum er manche externe Datenträger umbennen kann und andere nicht
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Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: bummelbär 13.10.14 - 15:53
Wenn ich den Featuredingens richtig gelesen habe, dann ist ihr Hauptproblem wohl, dass sie den Mountpunkt genauso nennen wie die Platte. Und wenn sich dann das eine ändert muss sich auch das andere ändern. Aber sicher bin ich mir auch nicht.
Warum sie dann nicht einfach die Partitions-ID nehmen und intern ein Label zu der ID zuweisen verstehe ich auch nicht so ganz. So ändert sich an der Platte überhaupt nichts und root brauchts auch nicht.
Bei FAT soll es wohl auch ein Riesenaufwand sein. Aber der ist wohl jetzt fertig gehackt. -
Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: tezmanian 13.10.14 - 16:01
Schattenwerk schrieb:
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> Bei portablen Festplatten kann ich aufgrund von Kompatibilität jedoch
> verstehen, wenn man kein Ext verwenden möchte (mache ich ja selbst nicht).
Ehrlich, da bei mir fast nur Linux im Einsatz ist, Fat beschissene Beschränkungen bzgl. Dateigrößen hat und NTFS unter Linux elend langsam, nutze ich nur noch ext3 als Dateisystem, egal ob auf Austausch Datenträgern oder nicht. Für die Win Fraktion gibt es eine kleine Partition mit Treibern und fertig. Alles andere tue ich mir in der Hinsicht nicht mehr an. Wieso sollte ich elend langsam auf meine Datenträger zugreifen damit paar Windowshanseln diese lesen können. -
Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: elgooG 13.10.14 - 16:07
bummelbär schrieb:
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> Wenn ich den Featuredingens richtig gelesen habe, dann ist ihr Hauptproblem
> wohl, dass sie den Mountpunkt genauso nennen wie die Platte. Und wenn sich
> dann das eine ändert muss sich auch das andere ändern. Aber sicher bin ich
> mir auch nicht.
Das betrifft allerdings alle Dateisysteme. Jedes von denen müsste bei dieser Methode erstmal ausgehängt und neu eingehängt werden.
> Warum sie dann nicht einfach die Partitions-ID nehmen und intern ein Label
> zu der ID zuweisen verstehe ich auch nicht so ganz. So ändert sich an der
> Platte überhaupt nichts und root brauchts auch nicht.
>
> Bei FAT soll es wohl auch ein Riesenaufwand sein. Aber der ist wohl jetzt
> fertig gehackt.
Wahrscheinlich wollen sie sich nur nicht die Mühe machen. ;-) ...unter Ubuntu funktioniert doch auch alles wunderbar und über die ID, während dem User der Klarname präsentiert wird. -
Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: elgooG 13.10.14 - 16:14
tezmanian schrieb:
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> Schattenwerk schrieb:
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> > Bei portablen Festplatten kann ich aufgrund von Kompatibilität jedoch
> > verstehen, wenn man kein Ext verwenden möchte (mache ich ja selbst
> nicht).
>
> Ehrlich, da bei mir fast nur Linux im Einsatz ist, Fat beschissene
> Beschränkungen bzgl. Dateigrößen hat und NTFS unter Linux elend langsam,
> nutze ich nur noch ext3 als Dateisystem, egal ob auf Austausch Datenträgern
> oder nicht. Für die Win Fraktion gibt es eine kleine Partition mit Treibern
> und fertig. Alles andere tue ich mir in der Hinsicht nicht mehr an. Wieso
> sollte ich elend langsam auf meine Datenträger zugreifen damit paar
> Windowshanseln diese lesen können.
Ich verwende auch ausschließlich ext4 und bei den internen Datenträgern btrfs. Austausch mit Windows-Rechnern erfolgt meist sowieso nur über Netzwerk, notfalls über eine portable Netzwerkplatte.
Funktioniert natürlich nicht bei diesen Windows-Spezialisten die statische IPs konfigurieren, weil sie glauben ihr Netzwerk sei dann schneller, oder sie einfach Probleme haben, weil mehr als ein DHCP Adressen verteilt,... gab's schon alles. Mich wundert und überrascht inzwischen nichts mehr. -
Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: Himmerlarschundzwirn 13.10.14 - 16:19
Ich sehe den Zusammenhang zwischen mangelndem Wissen bzgl. Netzwerken und dem Einsatz des hervorragenden Marktführerbetriebssystems Windows nicht. Aber da kannst du ja vielleicht helfen ;-)
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Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: tezmanian 13.10.14 - 16:24
Himmerlarschundzwirn schrieb:
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> hervorragenden Marktführerbetriebssystems Windows
Hier sind zwei Wörter drin die nicht zusammen passen.... Wenn es so hervorragend wäre, wieso sind es immer die Windowsmenschen die mich um Hilfe anbetteln weil Ihr System nicht mehr läuft ;-) -
Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: Lala Satalin Deviluke 13.10.14 - 16:26
Nur, dass es keine funktionsfähigken EXT-Treiber für Windows gibt. Ist dann ja schon ziemlich blöd, wenn da jemand nur Windows hat. Na ja, der kann auf deine Daten dann eh verzichten. ;)
Grüße vom Planeten Deviluke! -
Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: Himmerlarschundzwirn 13.10.14 - 16:27
Weil Windows auf >90% aller Rechner läuft. Das ist Statistik Klasse 5.
Wie viele Linux- und wie viele Windows-Nutzer kennst du denn?
Und wie viele der Probleme sind tatsächlich auf einen Fehler im OS zurückzuführen und nicht auf mangelnde Sachkenntnis beim Nutzer?
1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.10.14 16:27 durch Himmerlarschundzwirn. -
Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: tezmanian 13.10.14 - 16:27
Lala Satalin Deviluke schrieb:
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> Nur, dass es keine funktionsfähigken EXT-Treiber für Windows gibt. Ist dann
> ja schon ziemlich blöd, wenn da jemand nur Windows hat. Na ja, der kann auf
> deine Daten dann eh verzichten. ;)
Gibt es die nicht? Komisch, ich hab welche... Und die funktionieren wunderbar. -
Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: Lala Satalin Deviluke 13.10.14 - 16:27
Weil Windows ein System ist, das von Usern benutzt werden kann, die sich mit der Technik nicht sonderlich beschäftigen wollen und auch keine Zeit haben ein OS einzurichten, bei dem man alles manuell konfigurieren muss, damit es ordentlich funktioniert.
Und weil unter Windows eben die Software vorhanden ist, wo die Alternativen für Linux eher nur belächelt werden.
Grüße vom Planeten Deviluke! -
Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: Lala Satalin Deviluke 13.10.14 - 16:29
Ich habe alle versucht, die ich per Google fand. Auch die kostenpflichtigen. Mit dem Ergebnis, dass nur die hälfte der Dateien sichtbar war und vieles nicht lesbar war und danach auch die EXT-Partition hinüber war, trotz nur Lese-Modus.
Grüße vom Planeten Deviluke! -
Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: tezmanian 13.10.14 - 16:29
Himmerlarschundzwirn schrieb:
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> Weil Windows auf >90% aller Rechner läuft. Das ist Statistik Klasse 5.
Sind Server keine Rechner, Router usw. keine Rechner? Wollen wir jetzt wirklich gucken wie die Prozentuale Verteilung ist? Hat aber immer noch nix damit zu tun ob ein tolles Windows nun out of the Box so viele Dateisysteme lesen kann und vor allem wo das technische Problem liegt. -
Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: Himmerlarschundzwirn 13.10.14 - 16:32
tezmanian schrieb:
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> Himmerlarschundzwirn schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > Weil Windows auf >90% aller Rechner läuft. Das ist Statistik Klasse 5.
>
> Sind Server keine Rechner, Router usw. keine Rechner?
Haha, geil. Du brauchst also gar keinen Computer, weil du hast ja nen Router? Was ist denn das für ein Argument? Ich dachte schon, dass wir von Anwendungsrechnern sprechen und nicht von irgendwelchen Industrieanlagen und Serverparks.
> Wollen wir jetzt
> wirklich gucken wie die Prozentuale Verteilung ist? Hat aber immer noch nix
> damit zu tun ob ein tolles Windows nun out of the Box so viele Dateisysteme
> lesen kann und vor allem wo das technische Problem liegt.
Nein, darum ging es auch gar nicht, aber lenk ruhig ab :-) -
Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: Lala Satalin Deviluke 13.10.14 - 16:32
Für externe Medien ist das tatsächlich keine sonderlich hilfreiche Idee. Jedoch kann man doch wirklich per Mount-Option sagen, jegliche Berechtigungen zu ignorieren, weil es ein externer Datenträger ist? Damit gab es auf Linux ja auch keine Probleme.
Wenn Google nur mal wieder nicht programmieren kann (und das sage ich meistens über OpenSource-Probleme :D), sollen sie es sein lassen. Sie verunstalten Youtube auch mehr und mehr und es ist fast nicht mehr nutzbar mit ihren elenden Zwangs-Playlisten mit Zwangs-Autoplay und Zwangs-Next-Play, welche dann auch noch falschherum in der Chronologischen Reihenfolge abläuft... Wenn die so etwas nicht mal richtig können, können die auch kein EXT mounten.
Grüße vom Planeten Deviluke! -
Re: Wo liegt denn das technische Problem?
Autor: Gormenghast 13.10.14 - 16:33
WINS mit DHCP kann zur Hölle werden und ist keinem Nicht-Admin zu empfehlen. Insbesondere in Zeiten mehrerer WLAN-Hostpots und instabiler SW kann das sehr schnell unspaßig werden.
Nicht umsonst existieren die Empfehlungen, das komplette Netz neu zu starten, wenn es bei SMB klemmt. Insofern kann ich statische IPs gut nachvollziehen (von SW die auf feste IPs angewiesen ist, will ich hier gar nicht erst anfangen).



