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Systemumstellung

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  1. Systemumstellung

    Autor: Oldschooler 15.02.16 - 11:54

    "Dreamhost sah sich außerstande, seine rund 20.000 Rechner im dreijährigen Rhythmus zu aktualisieren."

    Ich kann darüber nur Kopfschütteln! Was haben die denn für ITler, die es nicht schaffen einen Script zu schreiben der die Terminals automatisch umstellt. Wir aktualisieren auch gerade unsere über 400 Rechner vollautomatisch, dabei ist es egal ob es 10, 400 oder 20000 Geräte sind. Die Arbeit am Script war identisch vom Aufwand her, und dieser lässt sich alle 3 Jahre zum großen Teil wiederverwenden.

  2. Re: Systemumstellung

    Autor: NeoCronos 15.02.16 - 12:18

    Wenn das Script auf einem von 400 Rechnern schief geht ist das kein Problem,
    wenn aber mal eben mehr als 50 Server ausfallen kann das schon Probleme geben.

  3. Re: Systemumstellung

    Autor: Wallbreaker 15.02.16 - 12:28

    Oldschooler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Dreamhost sah sich außerstande, seine rund 20.000 Rechner im dreijährigen
    > Rhythmus zu aktualisieren."
    >
    > Ich kann darüber nur Kopfschütteln! Was haben die denn für ITler, die es
    > nicht schaffen einen Script zu schreiben der die Terminals automatisch
    > umstellt. Wir aktualisieren auch gerade unsere über 400 Rechner
    > vollautomatisch, dabei ist es egal ob es 10, 400 oder 20000 Geräte sind.
    > Die Arbeit am Script war identisch vom Aufwand her, und dieser lässt sich
    > alle 3 Jahre zum großen Teil wiederverwenden.

    Da kam mir Jemand zuvor, wollte eben dasselbe sagen.
    Meinem Script ist es auch buchstäblich egal, wie viele PCs im Netzwerk hängen, jedes Gerät wird ermittelt und entsprechend eine Aktualisierung angestoßen.
    Wahlweise über SSH oder eben PXE wenn alles neu aufgebaut werden soll.
    Deren Gejammer ist einfach nur ein Armutszeugnis, wenn man es nicht schafft Linux Server mal eben umzustellen, was via Script nur kurze Zeit dauert wenn man alles auf einmal vom Netz nimmt.
    Und will man nicht jeden PC für sich updaten lassen, sondern mittels einer Art WSUS Server, dann ist es auch kein Hexenwerk einen Zentralserver zu definieren, der stets alles lädt, und von dem alle via sources.list die Updates beziehen.
    Man könnte aber auch gleich Debian Testing betreiben, was nahezu völlig aktuell ist, und in aller Regel sehr stabil daher kommt, dann entfällt diese nutzlose Fixierung auf LTS, und man hat nicht mit großen Überraschungen zu kämpfen.
    Aber offenbar benötigen sie diese fünf Jahre, damit ihre zwei Praktikanten aber auch an jedem der 20000 Server, manuell "apt-get update && apt-get upgrade && apt-get dist-upgrade" eingetippt haben.

  4. Re: Systemumstellung

    Autor: mucpower 15.02.16 - 12:31

    Eine Migration bedeutet nicht, ein Skript auszuführen.

  5. Re: Systemumstellung

    Autor: Wallbreaker 15.02.16 - 12:36

    NeoCronos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn das Script auf einem von 400 Rechnern schief geht ist das kein
    > Problem,
    > wenn aber mal eben mehr als 50 Server ausfallen kann das schon Probleme
    > geben.

    Darum zieht man ein Script auch professionell auf, inkl. ordentlicher Rückmeldungen wie auch Failsafe-Mechanismen, und lässt nicht einfach nur ein paar Befehle herunter rattern, ohne zu wissen was nun alles geschehen ist.
    Üblicherweise testet man das an einem Versuchsobjekt, und wenn sich ohnehin alle Server gleichen, dann gäbe es realistischerweise nur noch Hardwaredefekte die Probleme machen könnten.

  6. Re: Systemumstellung

    Autor: tomatentee 15.02.16 - 12:41

    Naja, in dem Fall irgendwie schon. In der sources.list squeeze durch wheezy ersetzen, apt-get update && apt-get dist-upgrade -y && apt-get autoremove, fertig.

    Mir ist schon klar, dass man das testen muss und dass das der größere Aufwand ist (ich betreibe meine Server auch auf Jessie, nicht auf stable), aber das muss man bei jedem anderen Update ja auch. Wie wird das denn bei denen gemacht? Warum nicht einfach den Prozess übernehmen?

    In 95% der Fälle gehts glatt und 5% kann man eine manuelle migration schon deutlich eher stemmen. Einfach nicht, bzw so spät wie irgend möglich zu migrieren ist definitiv der falsche Ansatz...

  7. Re: Systemumstellung

    Autor: RipClaw 15.02.16 - 12:44

    Oldschooler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Dreamhost sah sich außerstande, seine rund 20.000 Rechner im dreijährigen
    > Rhythmus zu aktualisieren."
    >
    > Ich kann darüber nur Kopfschütteln! Was haben die denn für ITler, die es
    > nicht schaffen einen Script zu schreiben der die Terminals automatisch
    > umstellt. Wir aktualisieren auch gerade unsere über 400 Rechner
    > vollautomatisch, dabei ist es egal ob es 10, 400 oder 20000 Geräte sind.
    > Die Arbeit am Script war identisch vom Aufwand her, und dieser lässt sich
    > alle 3 Jahre zum großen Teil wiederverwenden.

    Wenn du schon mal ein Dist Upgrade gemacht hättest wüsstest du das es nicht das Problem ist ein paar Befehle in die Kommandozeile zu hämmern sondern hinterher die ganze Probleme zu beheben die sich teilweise durch inkompatible Konfigurationen und teilweise durch Änderungen in den Paketen ergeben.

    Vergleich doch z.B. mal Dovecot in Squeeze und Wheezy. Das ist ein Sprung von 1.2 auf 2.1. Die Konfiguration kann nicht übernommen werden sondern muss auf 2.1 angepasst werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.02.16 13:00 durch RipClaw.

  8. Re: Systemumstellung

    Autor: RipClaw 15.02.16 - 12:46

    tomatentee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Mir ist schon klar, dass man das testen muss und dass das der größere
    > Aufwand ist (ich betreibe meine Server auch auf Jessie, nicht auf stable),

    Nur so als Anmerkung. Jessie ist Stable.
    Die aktuelle Testing trägt den Namen Stretch.

  9. Re: Systemumstellung

    Autor: SelfEsteem 15.02.16 - 13:55

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn du schon mal ein Dist Upgrade gemacht hättest wüsstest du das es nicht
    > das Problem ist ein paar Befehle in die Kommandozeile zu hämmern sondern
    > hinterher die ganze Probleme zu beheben die sich teilweise durch
    > inkompatible Konfigurationen und teilweise durch Änderungen in den Paketen
    > ergeben.
    >
    > Vergleich doch z.B. mal Dovecot in Squeeze und Wheezy. Das ist ein Sprung
    > von 1.2 auf 2.1. Die Konfiguration kann nicht übernommen werden sondern
    > muss auf 2.1 angepasst werden.

    Jein, natuerlich ist das korrekt, aber eben nur einmal bzw. in der Anzahl der verschiedenen Varianten - nicht in der Anzahl der Maschinen. Man hat ja keine 20.000 vollstaendig verschiedenen Installationen.
    Es ist klar, dass man automatische Skripte nicht 'einfach mal so' drauf losrennen laesst, sondern vorher testet und die Probleme waehrend des Tests behebt. Spaeter rollt man die angepassten Configs nur noch aus.

    Problematisch wird es nur, wenn man seine Server wie einen Schweinestall verwaltet und keinen Ueberblick darueber hat, was wo und wie genau eingestellt ist.

  10. Re: Systemumstellung

    Autor: RipClaw 15.02.16 - 14:20

    SelfEsteem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Problematisch wird es nur, wenn man seine Server wie einen Schweinestall
    > verwaltet und keinen Ueberblick darueber hat, was wo und wie genau
    > eingestellt ist.

    Wenn es Root Server sind dann kann man davon ausgehen das genau das der Fall ist.

    Bei Managed Servern wäre es weniger ein Drama da hier die Systeme gleichförmig aufgebaut sind. Aber auch hier braucht es eine gewisse Vorarbeit um alle Eventualitäten abzudecken.

    Vor allem die neueren Softwareversionen können zu Problemen führen. So ist z.B. bei Wheezy PHP auf Version 5.4 aktualisiert worden und viele Skripte mussten erst mal angepasst werden bevor sie auf PHP 5.4 liefen.
    Oder bei Ruby gab es einen Sprung von 1.8 auf 1.9 was auch nicht jedes Ruby Skript verkraftet hat.

    Was viele immer vergessen ist da jeder Server wirklich anders ist da die Kunden individuell Inhalt drauf schaufeln.
    Entsprechend kann man immer nur Schubweise die Aktualisierungen durchführen und muss danach sich um die Problembehebungen kümmern. Würde man alle Systeme gleichzeitig aktualisieren könnte das der Support nicht verkraften.

  11. Re: Systemumstellung

    Autor: Schnarchnase 15.02.16 - 15:04

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn es Root Server sind dann kann man davon ausgehen das genau das der
    > Fall ist.

    Dann hast du als Anbieter eh nichts damit zu tun, denn die Upgrade müssen die Kunden selbst machen.

    > Was viele immer vergessen ist da jeder Server wirklich anders ist da die
    > Kunden individuell Inhalt drauf schaufeln.
    > Entsprechend kann man immer nur Schubweise die Aktualisierungen durchführen
    > und muss danach sich um die Problembehebungen kümmern. Würde man alle
    > Systeme gleichzeitig aktualisieren könnte das der Support nicht verkraften.

    Es spricht ja nichts dagegen die Upgrades in „Wellen“ auszurollen, das kann man ja trotzdem automatisieren.

  12. Re: Systemumstellung

    Autor: SelfEsteem 15.02.16 - 15:04

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was viele immer vergessen ist da jeder Server wirklich anders ist da die
    > Kunden individuell Inhalt drauf schaufeln.

    lol ... ganz ehrlich ... daran hab ich wirklich nicht gedacht ;)
    Du hast natuerlich voellig recht.

    Ich hatte gerade unsere Faelle vor Augen, die ich auch nicht selbst umsetze (da ich auch eben kein Admin bin). Hier verhaelt es sich natuerlich anders.
    Vergesst einfach alles, was ich gesagt hab ;)

  13. Re: Systemumstellung

    Autor: Phreeze 15.02.16 - 15:59

    theoretisch. Realität ist was anderes, selbst wenn die Server exakte Kopien sind, selbst oft genug erlebt bei uns

  14. Re: Systemumstellung

    Autor: Proctrap 15.02.16 - 21:33

    Debian 8.0 (Jessie) = Stable.

    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Debian_releases#Release_table



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.02.16 21:36 durch Proctrap.

  15. Re: Systemumstellung

    Autor: Proctrap 15.02.16 - 21:41

    Du hast trotzdem Recht.
    Wenn ich da wirklich von XY Kundenservern spreche, ist es eine Aufgabe des Kunden, sich wenigstens nach 3 Jahren (bzw. 5!) um ein Upgrade zu kümmern.
    Andere Leute updaten ihren Desktop-PC häufiger oder ihr Handy (oder wechseln es, was es nicht leichter macht).

    Ich will sehen, wo einer, selbst Verantwortlich, 10 000 komplett unterschiedliche Server Konfigurationen am Laufen hat.

    P.S.:
    Die RZ's und Betreiber dürfen bei dir gar nicht in den privaten Server eingreifen, daher musst du das Upgraden nur selbst machen.
    Das einzige was hier verschleppt wird, ist die Pflicht des Anmietenden, sich um das System zu kümmern. Wenn hier sowieso das schon ein Problem darstellt, wird sehr wahrscheinlich auch schon selten ein apt-get update && apt-get upgrade durchgeführt, um Sicherheitsproblemen aus dem Weg zu gehen, und erst recht nicht das System / die Services neu gestartet (womit diese über Jahre? mit den alten Libs & Problemen laufen, ganz gleich, ob obrig genannter Befehl durchgeführt wurde).

    Daher sehe ich das Gejammer nach 5 Jahren LTS, für umme, [es gibt auch RedHat, wer's nötig hat], wirklich als Unnötig an.

    Außerdem freue ich mich gerade bei Debian immer wieder, wenn mal ein OS upgrade bereit steht, und ich vielleicht mal die Version von Software XY von vor 1-2 Jahren bekomme ;)



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 15.02.16 21:45 durch Proctrap.

  16. Re: Systemumstellung

    Autor: RipClaw 15.02.16 - 23:36

    Proctrap schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hast trotzdem Recht.
    > Wenn ich da wirklich von XY Kundenservern spreche, ist es eine Aufgabe des
    > Kunden, sich wenigstens nach 3 Jahren (bzw. 5!) um ein Upgrade zu kümmern.
    > Andere Leute updaten ihren Desktop-PC häufiger oder ihr Handy (oder
    > wechseln es, was es nicht leichter macht).

    Ich vermute hier ging es eher darum das zwischen der Veröffentlichung der neuen stabilen Version und dem Ende des Supports für die alte stabile Version immer nur ein Jahr lag und die meisten Verträge laufen länger.

    Die alten Systeme werden vermutlich nicht aktualisiert sondern einfach ausgetauscht.

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