1. Foren
  2. Kommentare
  3. OpenSource-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Linux: Debian-Update…

Hat man nicht sowieso immer einen Fallback-Kernel?

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Hat man nicht sowieso immer einen Fallback-Kernel?

    Autor: Sharra 18.02.19 - 16:47

    Beim Kernel-Upgrade kann immer mal was zicken. Dafür hat man normalerweise einen Fallback-Kernel, der immer bootet.
    Oder ist auf den kleinen Kisten dafür kein Platz?

  2. Re: Hat man nicht sowieso immer einen Fallback-Kernel?

    Autor: silentcreek 18.02.19 - 17:37

    Nein, diese Möglichkeit besteht in Debian nicht immer und liegt am Kernel-Update-Mechanismus in Debian, nicht primär am Platz.

    Das Problem ist, dass Debian es in der Regel vermeidet, die Versionsnummer des Kernels zu ändern bzw. Änderungen an der ABI vorzunehmen. Solange das Kernel-Paket den Namen beibehält (und beim Sprung von 4.9.130 zu 4.9.144 war das der Fall), wird er einfach ersetzt bzw. überschrieben. Damit ist auch kein Fallback mehr möglich.

    Das heißt übrigens nicht, dass sich bei Debian der Name des Kernel-Pakets *nie* ändert. Zuletzt war das im Herbst 2018 der Fall. Wer aber seither sein System neu installiert hat, hat nur diesen Kernel gehabt, der mit dem aktuellen Update eben überschrieben wurde. Auch wer eine ältere Installation hat und den vorigen Kernel irgendwann entfernt hat, weil er meinte, der damals aktuelle "funktioniert ja", hat keine Fallback-Option mehr.

    Bei Ubuntu ändert sich der Name des Pakets mit jedem Update. Dadurch bleiben alte Kernel erhalten, was mehr Platz und Wartung erfordert (d.h. Löschen von alten, nicht mehr benötigten Kerneln). Früher musste man das unter Ubuntu tatsächlich regelmäßig händisch machen, inzwischen erfolgt das m.W. automatisch.

  3. Re: Hat man nicht sowieso immer einen Fallback-Kernel?

    Autor: Anonymer Nutzer 19.02.19 - 06:17

    warum übernimmt debian nicht diese praxis, sofern der platz dafür da ist wenigstens den letzten kernel als backup vorzuhalten?

  4. Re: Hat man nicht sowieso immer einen Fallback-Kernel?

    Autor: silentcreek 19.02.19 - 09:02

    Die genauen Gründe dafür kenne ich nicht. Ich vermute sie sparen sich dadurch u.a. den Neubau von Paketen, die von einer bestimmten Kernel ABI abhängig sind. Theoretisch könnte der Platz auf einigen Geräten ein Rollte spielen, Debian unterstützt ja auch andere Hardware wie z.B. MIPS. Dagegen spricht aber, dass es ja durchaus manchmal dazu kommt, dass ABI-Änderungen und damit auch eine Umbennenung des Kernel-Pakets vorgenommen werden. In diesem Fall hat man also zunächst mal mehrere Kernel-Versionen nebeneinander.

  5. Re: Hat man nicht sowieso immer einen Fallback-Kernel?

    Autor: Sharra 19.02.19 - 14:44

    Es spielt doch absolut keine Rolle, ob Debian den Live-Kernel updatet. Es ist mein Job, einen Minimal-Kernel für den absoluten Notfall in Reserve zu halten. Und an dem hat Debian auch nicht herumzuspielen.

  6. Re: Hat man nicht sowieso immer einen Fallback-Kernel?

    Autor: silentcreek 19.02.19 - 18:18

    Naja, das kann man so sehen. Es gibt aber durchaus Distributionen, die das eleganter oder mit weniger Nebenwirkungen lösen. Grundsätzlich zähle ich das Verwalten der Kernel zu den Kernaufgabe der Distribution, nicht des Nutzers.

    Abgesehen davon, hat das Überschreiben des Kernels noch weitere Nachteile. Es bedeutet dann nämlich auch, dass man möglichst zügig neu starten sollte. Mir ist es beispielsweise schon passiert, dass ich nach einem Kernel-Update noch ein Dateisystem einhängen wollte, um etwas zu kopieren - das schlug dann aber fehl, weil das Kernel-Modul für das Dateisystem noch nicht geladen war und auch nicht mehr geladen werden konnte, weil das Verzeichnis mit den Kernel-Modulen auf der Festplatte ja gerade durch das Update überschreiben wurde. Wäre das Kernel-Update stattdessen in ein separates Verzeichnis installiert worden, wäre an der Stelle gar kein Problem entstanden.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Software Developer (m/w/d)*
    Alte Leipziger Lebensversicherung a. G., Oberursel
  2. Projektmanager (m/w/d) Digitale Studiotechnik International
    RSG Group GmbH, Berlin
  3. Cyber Security Engineer/IT Security (m/w/d)
    Eurowings Aviation GmbH, Köln
  4. Automotive Security Analyst (m/w/d)
    Volkswagen AG, Wolfsburg

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 399,99€
  2. 499€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de