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Gnome/gtk ist ein Holzweg

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
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  1. Gnome/gtk ist ein Holzweg

    Autor: Schnookerippsche 23.09.15 - 19:41

    Gnome ist perfekt für den gewöhnlichen Linux-Desktop-Anwender: Ein schlicht und einfach gehaltener Desktop (z.B. siehe Verstümmelung von Nautilus; die Anwendungssuche ein Witz) auf dem auch nur schlicht und einfach gehaltene Anwendungen (Email/Webbrowsing) laufen. Selbst der Red Hat CEO macht nicht mehr (http://www.mylinuxrig.com/post/129154618674/the-linux-setup-jim-whitehurst-presidentceo). Das ist ja in Ordung aus Sicht von Red Hat, da der Linux-Desktop hier wohl eher als eine Art Frontend zur Verwaltung der (sehr guten) Server/Cloud-Systeme dient.
    Deshalb die Fokussierung auf Touch: Fernwartung der Systeme per Tablet. Die Workstation scheint Red Hat als keinen nennenswerten Markt zu betrachten. Ansonsten würde man eher KDE/qt unterstützen.
    Plasma ist ein weitaus mächtigerer Destop und die KDE Frameworks vom Desktop wie Anwendungen verwendbar. Für qt gibt es mit dem Creator eine eigene IDE mit Wysiwyg-Editor, außerdem ist qt mehr als nur für GUI verwendbar. Das alles gibt es mit gtk nicht, wie soll man also Anwendungsentwickler anlocken die Anwendungen für den Linux-Desktop entwickeln, wenn man diesen nicht mal gescheite Werkzeuge zur Verfügung stellt?

  2. Re: Gnome/gtk ist ein Holzweg

    Autor: Schnarchnase 23.09.15 - 19:57

    Was soll einem das jetzt sagen? Gnome ist trotzdem aktuell der besser Desktop, den ich auch als Qt-Entwickler immer noch KDE vorziehe. Eine IDE gibt es soweit ich weiß für Gnome/GTK auch, also ich sehe da wenig Substanz in deinen Aussagen.

  3. Re: Gnome/gtk ist ein Holzweg

    Autor: Wander 23.09.15 - 19:58

    Schnookerippsche schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das alles gibt es mit gtk nicht, wie soll man also
    > Anwendungsentwickler anlocken die Anwendungen für den Linux-Desktop
    > entwickeln, wenn man diesen nicht mal gescheite Werkzeuge zur Verfügung
    > stellt?

    Genau das hat man erkannt und arbeitet intensiv daran. Ich finde Gnome Builder bisher jedenfalls sehr vielversprechend und mit Qt konnte ich mich aufgrund der sehr eingeschränkten Wahl der Programmiersprache bisher kaum anfreunden, aber das ist natürlich Geschmackssache. QtCreator verwende ich aber trotzdem sehr gerne.

    Und was GNOME betrifft, was bietet mir denn Plasma 5 was mit GNOME 3 nicht oder nur umständlicher möglich ist? Zu meiner Arbeitsweise:

    Ich benötige ein Terminal um auf meine tmux session mit gdb, vim, valgrind usw. zugreifen zu können. Ich haben sonst immer noch folgende Anwendungen offen: einen IRC-Client (Hexchat), einen Browser (Firefox), Audioplayer (DeaDBeeF), Mailclient (Thunderbird), Podcast-Client (gpodder). Die Anwendungen werden dabei automatisch auf mehrere Arbeitsflächen verteilt. Mittels Alt-Tab wechsle ich schnell zwischen den Anwendungen und mit Alt-` zwischen den Fenster der gerade aktiven Anwendung. Mit Super+{1,2,3,...} wechsle ich auf bestimmte Arbeitsflächen. Mit Super+"Text" öffne ich schnell neue Anwendungen oder springe zu bereits aktiven.

  4. Re: Gnome/gtk ist ein Holzweg

    Autor: Vanger 23.09.15 - 20:16

    > Mit Super+{1,2,3,...}
    > wechsle ich auf bestimmte Arbeitsflächen. Mit Super+"Text" öffne ich
    > schnell neue Anwendungen oder springe zu bereits aktiven.

    Off-Topic: Wie funktioniert das? Die Tastenkombinationen gibt es bei mir leider nicht; Super+{1,2,3,...} könnte ich mir theoretisch noch manuell konfigurieren, aber wie funktioniert Super+"Text"? Ist das eine Extension? Verwende GNOME 3.14.

  5. Re: Gnome/gtk ist ein Holzweg

    Autor: Wander 23.09.15 - 20:23

    Vanger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Off-Topic: Wie funktioniert das? Die Tastenkombinationen gibt es bei mir
    > leider nicht; Super+{1,2,3,...} könnte ich mir theoretisch noch manuell
    > konfigurieren, aber wie funktioniert Super+"Text"? Ist das eine Extension?
    > Verwende GNOME 3.14.

    Die Tastenkombinationen zum Wechseln der Arbeitsflächen habe ich mir selbst konfiguriert. Und die Suche mit <Super> ist eigentlich das Standardverhalten. Einfach <Super> betätigen uns lostippen. Wenn ich bespielsweise "Ter" eintippe erscheint automatisch meine aktive Gnome Terminal Anwendung ("aktiv" wird durch eine Hervorhebung unter dem Icon signalisiert), mit <Return> springt man dann zu diesem Fenster und mit <Ctrl><Return> öffnet man ein neues Fenster dieser Anwendung.

  6. Re: Gnome/gtk ist ein Holzweg

    Autor: bstea 23.09.15 - 20:23

    Wieso eingeschränkt? Ich dachte für QT gibts unzählige Bindings.

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  7. Re: Gnome/gtk ist ein Holzweg

    Autor: Vanger 23.09.15 - 20:29

    > Und die Suche mit ist eigentlich das Standardverhalten.
    Dann hatte ich das missverstanden, ich ging jetzt von etwas anderem aus. Dass sich die Shell mit Super öffnet ist natürlich bekannt ;)

  8. Re: Gnome/gtk ist ein Holzweg

    Autor: Wander 23.09.15 - 20:29

    bstea schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso eingeschränkt? Ich dachte für QT gibts unzählige Bindings.

    Was verstehst du denn unter "unzählige"? Abgesehen natürlich von C++ kenne ich nur noch Python als brauchbare Lösung, oder hat sich da in den letzten Wochen noch viel getan?

  9. Re: Gnome/gtk ist ein Holzweg

    Autor: picaschaf 23.09.15 - 21:05

    Wander schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bstea schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wieso eingeschränkt? Ich dachte für QT gibts unzählige Bindings.
    >
    > Was verstehst du denn unter "unzählige"? Abgesehen natürlich von C++ kenne
    > ich nur noch Python als brauchbare Lösung, oder hat sich da in den letzten
    > Wochen noch viel getan?

    Seit ewigen Jahren gibt es das Smoke Projekt mit dem sich Bindings für jede beliebige Sprache erstellen lassen. Hatten wir ua. mit C# im Einsatz. Aber die Verfügbarkeit von verschiedenen Sprachen ist nicht wirklich ein professionelles Kriterium für die Qualität einer Bibliothek.

  10. Re: Gnome/gtk ist ein Holzweg

    Autor: Vanger 23.09.15 - 21:08

    > die Verfügbarkeit von verschiedenen Sprachen ist nicht wirklich ein
    > professionelles Kriterium für die Qualität einer Bibliothek.
    Kein Qualitätskriterium (zumindest solange wir über die genannten Sprachen reden), das ist richtig, aber ein Auswahlkriterium. Sogar ein äußerst wichtiges.

  11. Re: Gnome/gtk ist ein Holzweg

    Autor: Wander 23.09.15 - 22:12

    picaschaf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Seit ewigen Jahren gibt es das Smoke Projekt mit dem sich Bindings für jede
    > beliebige Sprache erstellen lassen. Hatten wir ua. mit C# im Einsatz.

    Höre ich zum ersten mal, werde ich am Wochenende mal genauer anschauen, danke.

    > Aber
    > die Verfügbarkeit von verschiedenen Sprachen ist nicht wirklich ein
    > professionelles Kriterium für die Qualität einer Bibliothek.

    Natürlich hat das nichts, oder kaum etwas mit der Qualität von Bibliotheken zu tun, aber es ist einfach ein Kriterium nach dem man seine Bibliotheken auswählt. Qt müsste mir im Vergleich zu GTK+ schon sehr viele Vorteile bieten so dass ich freiwillig mit C++ (oder Python) arbeite, und das tut es eben nicht.

  12. Re: Gnome/gtk ist ein Holzweg

    Autor: picaschaf 23.09.15 - 23:09

    Vanger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > die Verfügbarkeit von verschiedenen Sprachen ist nicht wirklich ein
    > > professionelles Kriterium für die Qualität einer Bibliothek.
    > Kein Qualitätskriterium (zumindest solange wir über die genannten Sprachen
    > reden), das ist richtig, aber ein Auswahlkriterium. Sogar ein äußerst
    > wichtiges.


    Eigentlich nicht, zumindest nicht bei professioneller Entwicklung. Da geht es darum das bewährte Rad nicht neu in Schlecht zu erfinden. Und da ist Qt nunmal der aktuell einzige Weg alles aus einer Hand, getestet, bewährt und plattformunabhängig zu bekommen.

    Wäre Gnome ein kommerzielles Projekt, das wäre alleine wegen der furchtbaren Wartbarkeit schneller eingestampft als man Gnome überhaupt aussprechen kann ("Gnome" kann wahlweise durch viele andere C/Gtk Projekte ersetzt werden). Und bitte spart mir den üblichen Mist der auf solch ein Posting folgt ala "C oder gar Assembler ist performanter/kleiner blaaa". Es ist Quatsch und im Jahre 2015 hinreichend widerlegt.

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